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- Sven - 04.09.2010 Zitat:Original von Geeps Damit waren nicht die Teilnehmer an dieser Umfrage gemeint, sondern die Fragestellung an sich. Es gibt offensichtlich in Bezug auf Sarrazin und diesen "Thesen" nur schwarz oder weiß. Dass es aber auch Grautöne gibt, konnte man doch bestens an Baring sehen. Einigen "Thesen" konnte sogar er zustimmen, hatte aber mit der Art und Weise seine (berechtigten) Schwierigkeiten. Und was das Klientel der Umfrage betrifft, so wage ich die Behauptung aufzustellen, dass auch nur ein Mindestmaß an Menschen das Buch oder gar die Auszüge hieraus gelesen haben. Es ist eben eine polemisierte Debatte. - Geeps - 04.09.2010 Zitat:Original von Sven Da muss ich allerdings zustimmen und auch nochmal zugeben, dass ich mich nur auf die bekannten Äußerungen Sarrazins beziehe. Das Buch selbst habe ich nicht gelesen. - The Crusher - 08.09.2010 Diskussion: Stuttgart 21 - Brauchen wir mehr Volksentscheide? Die geplante Verlegung des Stuttgarter Hbf. in den Untergrund, hat ja bekanntlich zu einer hitzigen Debatte zw. Befürwortern und Gegnern geführt. Während sich das Land Baden Württemberg und Bahn-Chef Grube für das Projekt aussprechen, finden beinahe täglich Demonstrationen der Gegner statt. 1. Sollte man hier zum Volksentscheid greifen? 2. Was haltet ihr generell von mehr Volksentscheiden zu wichtigen Themen? - Zar - 08.09.2010 Zitat:Original von Crusher Kane zu 1. Ich frage mich, wie lange diese Pläne denn schon bekannt sind, dass man jetzt anfängt, wo sämtliche Planungen schon durch sind, finde ich etwas merkwürdig. Ich selber weiß zu wenig über die ganzen Umstände und Gründe für den Umbau zu 2. Leider glaube ich, dass die meissten Bürger nicht genug Bildung und Hintergrundwissen besitzen, für einen Volksentscheid, da wird dann einfach mal die Meinung der Bild übernommen, ohne das zu hinterfragen, und da glaube ich leider, dass dies die Mehrheit derjenigen sein wird, die sich so manipulieren lassen, sonst würde sich die Zeitung ja auch nicht Tag für Tag so gut verkaufen - Blubb - 09.09.2010 Ich finde, man sollte anfangen mit Volksentscheiden zu experimentieren. Die Gefahr ist natürlich da, dass das Volk populistischer unredlicher Meinungsmache erliegt. Aber ich halte es für möglich, dass Volksentscheide mit ein wenig Übung gut durchführbar sind und zu guten Ergebnissen führen können. - The Fighting Irish - 09.09.2010 Zitat:Original von zbyszko Es ist ja nicht so,als wenn es noch keine Volkentscheide in der BRD gegeben hätte. Auf Länderebene müssen etwas weniger als fünfzig gewesen sein und auf regionaler Ebene gab es bereits einige tausend Volksentscheide. Jüngstes Beispiel ist die Abstimmung über die Bildungsreform in Hamburg. Für das politische Alltagsgeschäft ist dieser Weg der Entscheidungsfindung natürlich denkbar unbrauchbar, aber was grundlegende Fragen betrifft, bin ich definitiv einer Anhänger von Volksentscheiden. Beim "Lissabon-Vertrag" hätte ich mir zum Beispiel eine solche Abstimmung gewünscht. @Zar Wenn man die Befähigung der Bevölkerung zu einem Volksentscheid in Frage stellt, müsste man konsequenterweise die Demokratie ansich in Frage stellen. Denn wie soll ein Bürger, dem Bildung und Hintergrundwissen fehlt, in der Lage sein, sich für die "richtigen" Parteien und Politiker zu entscheiden? Warum sollte er sich bei den regulären Wahlen weniger als bei einem Volksentscheid manipulieren lassen? - The Crusher - 20.09.2010 Diskussion: Atomkraftwerke länger am Netz - ja oder nein? Ein politisches Thema der letzten Wochen ist die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Mittlerweile hat die Bundesregierung einen Beschluss gefasst, der eine Verlängerung der Laufzeiten vorsieht. Die Opposition kritisiert den Ausschluss des Bundesrates und will beim Bundesverfassungsgericht Klage erheben. Nicht nur die Atomkraftwerke haben die Diskussion ins Rollen gebracht, auch die Frage eines Endlagers ist noch offen. 1. Was meint ihr zur Laufzeitverlängerung? 2. Wie gut oder schlecht hat die Bundesregierung bei diesem Thema bisher gehandelt? - The Crusher - 23.09.2010 Diskussion: Änderung der HARTZ IV Regelsätze Nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung sollen Tabak und Alkohol künftig nicht mehr in den 359 € Arbeitslosengeld II miteingerechnet werden. Unterm Strich wird es aber keine Kürzung geben, da im Gegenzug die Praxisgebühr und Kosten für einen Internetanschluss dazukommen. Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? - Zar - 23.09.2010 Naja, ist gehüpft wie gesprungen, wobei ich es schon besser finde, wenn man das Geld nicht für Tabak und Alkohol ausgeben würde, da aber der betrag gleich bleibt, werden die Süchtigen dann das Geld immer noch dafür ausgeben. Der Staat verdient ja auch schön dran ^^ - Geeps - 23.09.2010 Zitat:Original von Crusher Kane Es ändert sich also effektiv nichts? Super Diskussionsthema. Kann doch eh jeder selber entscheiden, wofür er die Knete ausgibt, also gehts hier nur um eine reine Formalie. - Blubb - 24.09.2010 Zitat:Original von Crusher Kane Wichtig ist nur, dass der Regelsatz deutlichst erhöht wird (das gilt natürlich auch für die Niedriglöhne). Die unteren Einkommensklassen verkonsumieren ihr Einkommen fast vollständig, statt es zu sparen, es wird also sofort nachfragewirksam und stützt so die Konjunktur. Daher ist es sinnvoll über Steuern eine Umverteilung von oben nach unten vorzunehmen, denn "oben" ist die Sparquote so hoch, dass das dort befindliche Vermögen keine Nachfrage erzeugt und somit letztlich wirtschaftlichen Schaden hervorruft. Ich persönlich halte nichts davon, irgendwelche Ausgaben für Tabak und Alkohol aus dem Regelsatz rauszunehmen. Berechnungsgrundlage müssen die Ausgaben der Haushalte in Deutschland sein und darin sind nunmal auch solche für Genussmittel enthalten, so schädlich sie auch sein mögen. Das gehört für mich eindeutig auch zum soziokulturellen Minimum. Wenn die Politiker wollen, dass Hartz IV-Empfänger nicht rauchen und trinken, sollen sie ihnen gefälligst teure Entwöhnungskurse und ärztliche Betreuung bieten, die auch was nützen. - The Crusher - 24.09.2010 Bei einer stärkeren Anhebung der HARTZ IV Sätze glaube ich eher, dass sich noch mehr Leute fragen, warum sie denn überhaupt noch arbeiten gehen. Zurecht dann die Frage: Warum in Vollzeit arbeiten, wenn ich nur 100€ mehr verdiene, als ein ALG II Empfänger bekommt. Besser sind, meiner Meinung nach, flächendeckende Mindestlöhne. Ein Euro Jobs verdrängen doch eigentlich auch Arbeit. - Blubb - 24.09.2010 Zitat:Original von Crusher Kane Genau deswegen habe ich ja noch in Klammern geschrieben, dass auch die Niedriglöhne steigen müssen. Es kann nicht sein, dass Transferhilfeempfänger und Menschen mit schlechtbezahlten Jobs von der Politik gegeneinander ausgespielt werden. Wie du richtig sagtest helfen hier nur Mindestlöhne, die über einem im Vergleich zu heute höheren Transfergeldsatz liegen. Nichts stützt die Konjunktur besser als Kaufkrafterhöhung im unteren Einkommensbereich. |