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Jung und unverbraucht - Auf dem Weg zum Tour de France Sieg - Druckversion

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Jung und unverbraucht - Auf dem Weg zum Tour de France Sieg - DiViNo - 28.12.2005

So, ich hab gedacht ich mach mal was neues.
Ich schreibe hier einen After Action Report über den Radsportmanager 2005/2006.
Ich habe mit dem Team T-Mobile eine Karriere angefangen und es ist der Kader aus dem Jahr 2005, folglich noch mit Vinokourov etc.
Dazu habe ich noch 3 Fahrer verpflichtet, die da wären der 21 jährige Kolumbianer Soler, der 16 jährige Deutsche Marcel Kittel und der 19 jährige Belgier Greg van Avermaat.

der restliche Kader

Rolf Aldag
Eric Baumann
Marcus Burghardt
Bas Gilling
Giuseppe Guerini
Torsten Hiekmann
Sergey Ivanov
Matze Kessler
Andreas Klier
Andreas Klöden
Bernhard Kohl
Tomas Konecny
Andre Korff
Paco Lara
Daniele Nardello
Olaf Pollack
Jan Schaffrath
Bram Schmitz
Stefan Schreck
Oscar Sevilla
Tobias Steinhauser
Jan Ullrich
Alexander Vinokourov
Christian Werner
Steffen Wesemann
Sergey Yakovlev
Erik Zabel


das ist natürlich alles rein fiktiv, die Saison ist schon ein wenig fortgeschritten und ich werde einsteigen bei aris Nizza und Tirreno Adriatico.

Die 6.Etappe bei Paris Nice hoch zum Mont Faron gewann Inigo Landaluze mit 34 Sekunden Vorsprung auf Ivan Basso, Alexandre Vinokourov und Andrea Noe.
In der Gesamtwertung liegt Landaluze 22 Sekunden vor basso und 23 Sekunden vor Vinokourov.

Ich werde aus der Sicht von Marcus Burghardt schreiben, einem vielseitigen deutschen Talent.
Gut auf Kopfsteinpflaster, aber auch im Sprint und am Berg nicht zu verachten.
Deswegen auch der Titel ... vielleicht nicht dieses Jahr, aber wer weiß ;)


- DiViNo - 28.12.2005

Chemnitz, 10.März 2005

Hallo,
mein Name ist Marcus Burghardt, ich bin 21 Jahre alt, werde aber am 30.Juni, 2 Tage vor Tour-Beginn 22.
Eine Nominierung wäre wohl das schönste Geschenk, aber das ist wohl eher Wunschdenken, denn ich wurde dieses Jahr für die Klassiker Anfang April und eventuell für den Giro d´Italia eingeteilt.
Dort soll ich dem Klödi zum Giro-Sieg verhelfen.
... was kann ich noch sagen ... ich bin aus Zschopau und wohne nun in Chemnitz.
Ich bin 1,89 m groß, also vielleicht ein wenig groß für die Berge, aber ich wiege ja auch nur 75 Kilo.
Wo ich schon bei den Bergen bin, diese sind mein Terrain.
Ich trainiere im Erzgebirge, einem Mittelgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze.
Über mich wird auch gesagt, dass ich ein großartiges Kopfsteinpflastertalent bin, aber das ist mir selber nie so aufgefallen bzw. ich hab es nie wirklich trainiert.
Das kommt wohl von den schlechten Straßenverhältnissen hier im Osten, ganz besonders wenn ich drüben in Tschechien zum trainieren bin.
Vor einigen Jahren war ich öfter in Tschechien zum trainieren.Große Trainingslager konnte sich mein Heimteam noch nicht leisten und dann sind wir halt nach Tschechien.
Das hat wohl mein Talent für das Kopfsteinpflaster gefördert.
Aber das ist bei mir nebensächlich.
Ich werde zwar versuchen Ende März/Anfang April ordentlich Betrieb auf den Holpersteinen zu machen, aber ich bin zu T-Mobile gekommen um bei Rundfahrten zu glänzen und irgendwann vielleicht mal eine Größere zu gewinnen.
Die Fußstapfen von Leuten wie Ullrich oder Klöden sind riesig groß und ich will mich auch nicht mit diesen großartigen Sportlern vergleichen, aber man kann es ja mal versuchen.
Ich traue mir einiges zu, denn ich bin jung und unverbraucht - also let´s roll.

Ich werde euch auf dem laufenden halten, euer Marcus


- Nefercheperur - 28.12.2005

Solange Jan Ullrich nicht die Tour gewinnt und es realistisch bleibt.....;) Breites Grinsen

Mal kurz eine Frage, ein 16 jaehriger in einem Pro Team, das ist doch in echt garnicht erlaubt oder?

Achja schreibst du die Tagebuecher selbst oder ist das vom Spiel?



- Red Rabbit - 28.12.2005

Finde die Idee verdammt klasse. Man kennt ja Diaries von EWR und manch anderem aber Radsportmanager? Tolle Idee. Bin sehr gespannt und werd es auf jeden Fall mitverfolgen!


- DiViNo - 28.12.2005

auf http://www.cyclingmanager.de gibtes unter der sektion "after action reports" viele solche Storys.
Davon wurde ich auch inspiriert.
Aber Screens werde ich wohl nicht machen, vielleicht für die großen Rundfahrten.
Ist halt sehr zeitaufwendig.

zu dem 16 jährigen: ich weiß nicht ob das erlaubt ist, aber die Database wurde von einem gemacht, der sich in der Radsportjugendszene auskennt und hat dieses deutsche Talent in die Database eingefügt.
Brauchte halt noch nen Zeitfahrer fürs Tour Team und der hat schon 72 von 85 möglichen Punkten.

Die Einträge schreib ich natürlich selber mit viel Herz Breites Grinsen

... bis jetzt war auch alles sehr realistisch.
Paris - Nice und Tirreno - Adriatico werde ich nachher posten und Mailand - San Remo wohl auch.

Ich bitte euch darum auch öfter mal eure Kommentare zu den Rennausgängen und zu den Berichten rund um Marcus Burghardt abzugeben, würd mich sehr freuen


- Slash - 28.12.2005

Finds auch eine starke Idee und werde T-Mobile mit Spannung verfolgen. Mal sehen was "Klödi" beim Giro reißt...

Daumen hoch


Paris Nice 7. Etappe, Tirreno - Adriatico - DiViNo - 29.12.2005

- Nachschub mit dem 1.Teil des spannenden Finale von Paris - Nice etc.
- Jan Ullrichs Vorbereitung läuft - das Interview
- Marcus Burghardt unterwegs in der Heimat

Paris - Nice: 7.Etappe, 12.03.2005

Die Marschrichtung war klar: Alles für Vino, der vor der 7.Etappe nur 23 Sekunden hinter Inigo Landaluze war.
1 Sekunde vor ihm war auch noch Ivan Basso, der sich schon in Topform präsentierte.
Aber auch ein 2.Ziel musste weiter verfolgt werden.
Sergej Ivanov sein Bergtrikot musste verteidigt werden und deshalb setzte er sich auf dem Weg nach Cannes früh ab mit 10 weiteren Mitstreitern.
Das Feld um Euskaltel ließ die Gruppe aber nie mehr als 4 Minuten weg, aber man minimierte den Vorsprung auch nicht.
Am vorletzten Berg dann sogar die Attacke von Ivanov aus der Spitzengruppe heraus.
"Meine Beine brannten wie die Hölle und ich sollte auch nur vorfahren um Vino am letzten Berg noch ein wenig hochzuziehen, denn seine Attacke war ja geplant. Am Gipfel des vorletzten Anstieges wurde mir aber eine Planänderung mitgeteilt.Mein Vorsprung war noch recht groß und ich sollte den Etappensieg nach Hause fahren.Einerseits schön, andererseits fiel ich vor Schmerzen fast vom Rad.Aber irgendwas prügelte mich dann doch den letzten Berg hoch und so konnte ich die Etappe gewinnen, unglaublich mein 2.Etappensieg schon hier."
Währenddessen lancierte Vinokourov am letzten Berg den großen Angriff und kam bis zum Gipfel auf fast eine halbe Minute weg.
Nur leider vertraten dahinter Euskaltel um den Leader und CSC um Ivan Basso gemeinsame Interessen und holten Vinokourov auf den letzten Kilometern wieder.
Zum großen Übel holte sich Landaluze auch noch 4 Bonussekunden als 2. im Ziel, da konnte auch Erik Zabel nichts machen, der sich mit Mühe in der 40 köpfigen Verfolgergruppe von Ivanov über den Berg rettete.
Alexandre Vinokourov konnte man nach dem Rennen die Enttäuschung ansehen, aber er schmetterte noch eine Kampfansage an Landaluze.
"Ich konnte am Berg die Angst in seinen Augen sehen, ohne sein Team hätte er es nicht gepackt ... und morgen werden wir erst sein Team und dann ihn in Fetzen fahren"
Landaluze konterte darauf, dass er diese Aussagen für "lächerlich" empfinde, "man sei hier nicht auf einem Kriegsschauplatz."
Aber Vinokourov scheint der 3. Sieg bei Paris - Nice wichtig.
Nur Ivan Basso hielt sich raus."Ich fahre das hier nur als Vorbereitung, wenn ich einen Sieg mitnehmen kann ist das natürlich schön, wichtiger ist mir aber ein Sieg bei einer großen Rundfahrt."

Das Tagesergebnis

1. Sergej Ivanov
2. Inigo Landaluze +1:39
3. Martin Perdiguero
4. F.Cancellara
5. Joaquin Rodriguez
...
9. Erik Zabel +1:39
15. Alexandre Vinokourov +1:39

Gesamtergebnis

1. Inigo Landaluze
2. Ivan Basso +0:26
3. Alexandre Vinokourov +0:27
4. Carlos Barredo +0:58
5. Sergej Ivanov +1:22
6. Paolo Bettini +1:30
7. Martin Perdiguero +2:11
8. Andrea Noe +2:17
9. Christophe Moreau +2:24
10. Mirco Celestino +2:43


Am gestrigen Tag gab es noch den ersten heißen Schlagabtausch bei Tirreno - Adriatico.
Die 3.Etappe entschied Franco Pellizotti vor Alberto Contador in einem Bergaufsprint.
Es gab eine größere Kopfgruppe und so konnte Petacchi seine Führung vor Franco Pellizotti mit einer Sekunde behalten.

Heute, also auch am 12.03. war es da schon weitaus spannender.
Mit der 4.Etappe stand eine weitere hügelige Etappe an und Matze Kessler, der vor der Etappe 11 Sekunden hinter Petacchi lag, sollte diese Etappe mitbestimmen.
Früh schickte er sein T-Mobile Team nach vorne um 20 Kilometer vor dem Schluss am Beginn der letzten Kette von Hügeln selber das Tempo anzuziehen.
11 Leute konnten ihm hierbei folgen, aber keiner wagte es bei diesem hohen Tempo davonzufahren.
Dazu trugen auch die 2 Rabobank-Leute Michael Boogerd und Erik Dekker bei.
Boogerd will in diesem Jahr unbedingt den Ruf des ewigen 2. loswerden und am liebsten natürlich sein Heimrennen, das Amstel Gold Race gewinnen.
Derzeit ist er auf einem guten Weg.
Die 12 Leute vorne sprinteten also den Sieger aus und Michael Boogerd wurde seinem Ruf dann doch mal wieder gerecht, denn er wurde 2.
Die Etappe gewann Kim Kirchen, der Luxemburger, der damit auch in der gesamtwertung weit nach vorne fuhr.
Matze Kessler hatte bei der Tempoarbeit wohl ein Korn zu viel verbraucht und wurde 3.
Folgend nun die Ergebnisse

Tagesergebnis

1. Kim Kirchen
2. Michael Boogerd +0:00
3. Matze Kessler
4. Erik Dekker
5. Franco Pellizotti

Gesamtergebnis

1. Franco Pellizotti
2. Kim Kirchen +0:00
3. Michael Boogerd +0:04
4. Alberto Contador +0:04
5. Matze Kessler +0:06



Jan Ullrich und Rudi Pevenage im Interview - DiViNo - 29.12.2005

Das Sport Bild Interview mit Jan Ullrich und Rudy Pevenage, recht kontrovers ging es zu, aber lest selbst

[Bild: http://europe-branding.com/sport-bild_logo.gif]

[Bild: http://images.google.de/url?q=http://www.netzeitung.de/img/0043/166543.jpg]

Sport Bild: Erstmal ein Dankeschön für ihr Kommen, Herr Ullrich und Herr Pevenage.
Ullrich: Kein Problem, ein bisschen Zeit ist in der Vorbereitung immer.
Pevenage: Das hat sich der Jan auch verdient, es läuft bis jetzt alles bestens.
Sport Bild: Gut, dass Sie gleich die Vorbereitung ansprechen.Sie sagen, dass alles nach Plan läuft.
Wie sieht es denn genau aus.
Ullrich: Ich werde meine Vorbereitung natürlich nicht bis ins kleinste Detail preis geben, aber ich kann sehr zufrieden sein.
Im Februar hab ich bei der Mittelmeerrundfahrt ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert. (5. Platz, d.Red.
Pevenage: Da war ich schon sehr erstaunt über den Jan und man musste das ganze erstmal ein bisschen bremsen, schließlich haben wir den Saisonhöhepunkt nicht beim Giro sondern hauptsächlich haben wir die Tour im Auge.
Sport Bild: Sie sprechen den Saisonplan an, was steht außer der Tour noch an.
Die Deutschland-Tour ist dieses Jahr sehr schwer mit dem Rettenbachferner, wird die Form bis dahin noch reichen?
Ullrich: Man muss sehen, wie es kommt. Natürlich will ich gerne meine Heimatrundfahrt gewinnen und ich bin ja im August für gewöhnlich noch recht stark, aber dieses Jahr muss ich bei der Tour de France von Anfang an die 100 % haben, da es ja gleich zu beginn ein 20 Kilometer langes EZF gibt ...
Pevenage: ... 19,3 Kilometer ...
Ullrich: Ach Rudy, nun hab dich mal nicht so
Sport Bild: Scheint ja sehr harmonisch und auch mit Humor zu laufen. Dazu trug eines aber sicherlich nicht bei und zwar die Entscheidung seitens Olaf Ludwig mit Andreas Klöden einen potenziellen Siegfahrer zum Giro zu schicken und damit das Tour-Team für das Mannschaftszeitfahren zu schwächen.
Pevenage: Das ist schon eine arge Schwächung für das MZF, aber damit muss man klar kommen ...
Ullrich: Der Klödi denkt halt als letztjähriger 2. der Tour auch an sich selber und da ist es doch normal, dass er auch eine große Rundfahrt als Kapitän fahren will.
Ich drücke ihm für den Giro jedenfalls die Daumen, vielleicht hat er ja danach noch die Kraft um mich bei der Tour zu unterstützen.
Sport Bild: Wieso nicht selber den Giro fahren, Wettkampfkilometer sammeln und Andreas Klöden selber unterstützen.
Dann würde ihm ein Dank in Form der Hilfe bei der Tour de France doch sicher leichter fallen.
Ullrich: jaa, ääh ...
Pevenage: Wir können dem Jan ja auch nicht so viel zumuten, der kommt nachher ausgebrannt zur Tour und reißt da nichts, bestes Beispiel Gilberto Simoni in den letzten beiden Jahren
Sport Bild: Es geht ja nicht darum, dass der Giro auf Sieg gefahren wird, sondern zum Einrollen und als Helfer.
Pevenage: Dafür haben wir genug andere, die sich in dieser Rolle besser auskennen.
DerJan wird seine Form ruhig und kontinuierlich aufbauen.

Ullrich und Pevenage fachsimpeln während der Gesprächsrunde
[Bild: http://www.wdr.de/themen/_images_/images/1/sport/rad/pevenage_ullrich_gq.jpg]

Sport Bild: Aber es geht doch auch anders, Alexandre Vinokourov zeigt das gerade wieder bei Paris Nice.
Er mischt von Anfang bis Ende der Saison vorne mit ...
Pevenage: Ein anderer Fahrertyp als Jan ...
Ullrich: Vino verdient den größten Respekt, er ist ja auch nicht mehr der jüngste, wie er das immer wieder hinbekommt.
Ich würde das wohl nicht mehr packen und deshalb spezialisier ich meine Vorbereitung so auf die Tour, ähnlich wie Lance Armstrong halt
Sport Bild: Er macht es aber wohl besser ...
Ullrich: Man muss anerkennen, dass er in den letzten Jahren der bessere war, aber ich will meine Chance dieses Jahr unbedingt nutzen. Ich gebe alles dafür, denn es könnte meine letzte Chance sein ihn zu besiegen.
Sport Bild: Man hört immer nur von Ullrich und Armstrong, wer kann denn noch in diesen Kampf eingreifen
Ullrich: Da ist Ivan Basso zu nennen, der auch schon eine tolle Form hat ... oder auch der Vino ...
Pevenage: der fährt bei uns ...
Ullrich: ... ja und? Wenn er besser sein sollte muss man sich da unterordnen. Auch die Spanier um Heras, Mancebo, Mayo oder auch Valverde sind nicht zu verachten.
Pevenage: Vergess mir den jungen Cunego nicht ...
Ullrich: Fährt der nicht den Giro? Auch egal, Fakt ist, dass es nicht nur um Lance und mich geht, aber ich fahr zur Tour um zu gewinnen.
Der Olympische Gedanke zählt nicht, denn ich bin mir meiner Qualitäten bewusst und ich werde sie dieses Jahr richtig einsetzen.
Sport Bild: Na das wollen wir doch mal hoffen. Mit diesen Worten beenden wir das Interview und ich bedanke mich für das Gespräch.
Ullrich: Kein Problem, jederzeit wieder.
Pevenage: Gern geschehen


Marcus Burghardt - DiViNo - 29.12.2005

13.März 2005

Hallo Leute,
bevor ich mir auf Eurosport die Entscheidung über den Gesamtsieg bei Paris-Nice anschaue werde ich hier nochmal was schreiben und die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren lassen.
Am 11.03. stieß ein weiterer junger deutscher Fahrer zu mir um mir beim Training ein wenig Gesellschaft zu leisten.
Das "Föthchen" Markus Fothen ist gemeint.
Er ist ein guter Kumpel von mir und wir kennen uns schon aus gemeinsamen U 23 Zeiten.
Ein sehr kompletter Fahrer, ist mir wohl noch ein paar Schritte voraus.
Er will dieses Jahr bei Gerolsteiner groß auftrumpfen ... vielleicht kommt er ja auch mal zu uns, freuen würd es mich.
Mit ihm bin also die letzten Tage trainieren gewesen, wobei das nicht gerade angenehm ist.
Da ist von Dezember bis Anfang März fast nichts von Winter zu spüren und dann wenn man sich auf den Frühling freut kommt der Winter mit aller Macht nochmal.
Am 09.03. konnte ich noch durch die Berge fahren und es war deutlich über dem Nullpunkt, nun liegt auf dem Fichtelberg auf 1214 m höhe bestimmt über ein halber Meter Schnee ...und auch bei uns liegen mindestens 15 cm.
Da war dann halt dick einpacken für Markus und mich angesagt.
Beim Fahren unterhielten wir uns über unsere Saisonplanungen und wie es derzeit aussieht werden wir uns beim Giro wieder sehen.
Das freut mich.
Leider waren wir manchmal auch ein wenig zu vertieft in unsere Unterhaltungen, was uns bei der Glätte fast zum Verhängnis geworden wär.
An einer Kreuzung nahm uns ein PKW die Vorfahrt und Markus musste mächtig in die Eisen und rutschte folglich mit dem Rad weg ... ich flog über ihn rüber und wir lagen lang. Später haben wir in einem Café drüber geschmunzelt, aber wenn man so nachdenkt kann man froh sein, dass nichts passiert ist.
Heute war es dann richtig stürmisch, man konnte kaum was sehen vor lauter Schnee, also drehten wir nach ca. 45 Minuten um und fuhren zu Hause auf der Rolle weiter.
Ist auch weniger gefährlich, keine PKW´s und keine Glätte ... nun hocken der Markus und der Marcus ( also ich ) hier und gucken uns auf Europsport Tennis an ... Indian Wells.
Dauert mal wieder viel zu lange, Paris Nice wurde schon wieder nach hinten verschoben.
Aber der Ferrero wird das Ding wohl gleich gewinnen.
Wollen wir mal hoffen, dass bei Paris - Nice nicht ein Spanier, sondern ein Kasache siegt.
Bevor ich mich verabschiede noch ein Tipp: Wenn das Föthchen mal wieder da ist - nicht denken ich schreib in der 3.Person über mich, ( ich bin ja nicht The Rock ... kennt den jemand? ... ist ein Wrestler und Schauspieler ) nein, der Markus mit K ist das Föthchen, ich bin der, der mit C geschrieben wird.
Also bis die Tage

Marcus ( und Markus )



Paris - Nice 8.Etappe - DiViNo - 29.12.2005

Heute war es so weit.
Das Finale von Paris-Nice stand an.
Tradiotionell mit dem Ortsberg, dem Col d´Eze kurz vor Schluss.
2004 attackierte Vinokourov dort und holte sich seinen 3.Etappensieg. Die Rundfahrt gewann er nicht, denn schon früh wurden seine Hoffnungen vom Wind verblasen.
Jubeln durfte im Endeffekt Jörg Jaksche, aber Vinokourov drückte der Rundfahrt mit den 3 Siegen seinen Stempel auf.
Auch heuer ist es wieder T-Mobile, die die Rundfahrt mitbestimmen.
Ein ganz starker Ivanov und ein auf Sieg fahrender Vinokourov.
Zum Sieg müsste er heute die Flucht ergreifen.
Eine Attacke alleine am letzten Berg würde aber nicht reichen, denn Landaluze´s Euskaltel-Team war sehr stark, deshalb fuhr T-Mobile vom vorletzten Berg an Tempo.
Man hatte zwar nicht die wirklichen Bergspezialisten an Bord, aber jeder gab alles was möglich war.
Landaluze war nicht isoliert, aber das Team war angeschlagen.
Am Col d´Eze waren es dann erst Erik Zabel und dann Paco Lara und Sergej Ivanov, die das Tempo forcierten und Landaluze fast vollständig isolierten.
VInokourov fuhr versetzt vor Landaluze und er muss wohl wieder die Angst in den Augen gesehen haben, denn kurz nachdem er zurückschaute verabschiedete er sich und attackierte.
Landaluze versuchte kurz mitzugehen, aber das hatte keinen Zweck.
Vinokourov stürmte auf den Gipfel und warf sich dann in die rasende Abfahrt.
Hinter ihm war es eine nur noch 16 köpfige Verfolgergruppe aus der sich auch schon Leute, wie Martin Perdiguero, der bisher gut platziert war, verabschiedet hatten.
Nun hieß es für Vinokourov alleine gegen 16 Leute zu kämpfen.
Am Gipfel hatte er fast 40 Sekunden, sollte das reichen?
Gestern waren es 30 und er wurde geschluckt, aber heute war es anders.
Landaluze sein Team konnte ihm nicht mehr helfen und der Rest der Gruppe hatte die Hoffnungen auf den Etappensieg schon aufgegeben. So animierte Landaluze seine Mitfahrer vergebens zum mitführen.
Der Vorsprung von Vino wuchs an und imZiel waren es sogar 52 Sekunden.
Damit stand der Sieger von Paris Nice fest.
Hinten ging es nun um nichts mehr, aber Bettini verteidigte mit seinem Sprint auf Platz 2 noch das Sprinttrikot um 2 Punkte vor Vinokourov.
Nachfolgend die Ergebnisse.

Tagesergebnis

1. Alexandre Vinokourov
2. Paolo Bettini +0:52
3. Inigo Landaluze
4. Sylvain Chavanel
5. Joaquin Rodriguez
6. Davide Rebellin
7. Andrea Noe
8. Didier Rous
9. Gilberto Simoni
10. Mauricio Ardila
...
20. Sergej Ivanov +1:36

Gesamtergebnis

1. Alexandre Vinokourov
2. Inigo Landaluze +0:29
3. Ivan Basso +0:57
4. Carlos Barredo +1:29
5. Paolo Bettini +1:57
6. Sergej Ivanov +2:37
7. Andrea Noe +2:48
8. Christophe Moreau +2:55
9. Mirco Celestino +3:14
10. Martin Perdiguero +3:20

Der Sieger
[Bild: http://www.france-cyclisme.com/nicolas/vino.jpg]

Bergtrikot: Sergej Ivanov

Sprinttrikot: Paolo Bettini

Nachwuchswertung: Carlos Barredo

Teamwertung: Bouyges

Ich schreibe heute Abend weiter mit den restlichen Tirreno Adriatico Etappen und dann kommt auch die Pro Tour Wertung


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