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Deathmatch.... Wrestling ?! - Sharkboy - 03.12.2009 Irgendwie wollte ich schon länger etwas über das Thema schreiben und irgendwie habe ich es immer vergessen, oder zu wenig Zeit gehabt. Ich hoffe die Disskusionen bleiben freidlich und spannend ![]() Das Jahr 2009 neigt sich dem Ende zu, und was mir vor allem als Hardcore Fan in erinnerung bleiben wird, ist dass es wohl das Jahr war mit einigen der blutigsten Deathmatches die es gab. Das Thema Deathmatches und Ultra Violence ist schon immer ein heisses Thema. Nun lange gab es große Disskusionen über Ultra Violence im Wrestling bereich. Und ich habe direkt eins gemerkt, entweder man hasst es, oder man mag es, ein großes Dazwischen gibt es meiner Meinung nach nicht. Sicher, viele nehmen es nicht war, da es nun einfach eine kleine Randerscheinung innerhalb einer Medien Randerscheinung ist, aber man stelle sich vor was für Wellen es schlagen würde, wenn es solche Medien wie die Bild Zeitung mitbekommen würde? Zurück zum Themea, was habe ich dieses Jahr nicht alles auf DVD oder Live gesehen? Die wXw hält das erste Deathmatch Tunier auf deutschen Boden ab, Thumbtack Jack führt dinge ein, wie Spritzen und wird ganz nebenbei zu einem Shootingstar im US-Indy/DM Bereich, Masada schlachtet sich als US-Amerikaner weiter durch Japan, Drake Younger zeigt uns, wie gut ein DM-Wrestler im Ring/auf der Matte sein kann, Sexxxy Eddie gewinnt sein erstes Tunier, die wXw führt einen eigenen 18+ Brand ein, Mad Man Pondos IWA-EC zeigt wie originel die Gimmicks in einem Deathmatch sein können und das CZW T.O.D. 8 löst einen Sturm der entrüstung aus, selbst bei eingefleischten Hardcore Fans. Was ist passiert? Nun, ein junger deutscher Wrestler lässt sich Spritzen durch die Wange stechen, schwingt Zementblöcke und erleidet schwere Verbrennungen, John Moxleys Stirn wird mit einem elektrischen Messer aufgesäbel und Nick Cage verliert fast sein Leben im Finale. Was hat das ganze noch mit Wrestling zu tun?! Gute Frage... nun hier geht es um selbstverstümmelung und/oder Verletzung auf Verlangen. Niemand kann es einem anderen oder mehreren verbieten, dies zu tun, wir leben alle in der Freiheit der selbstbestimmung. Zum Wrestling, es hat sich verdammt viel getan. Vorbei ist die Zeit in der sich vorallem Backyarder und absolute Nichtskönner blutig prügelten. Leute wie Thumbtack Jack, Drake Younger, John Moxley, Scotty Vortekz oder Ryuji Ito beweisen, dass mehr dazu gehört ein gutes Deathmatch zu bestreiten, als sich nur eine Glasröhre überziehen zu lassen. Die Matches werden von Bump zu Bump aufgebaut und die Wrestler versuchen eine Geschichte in eben diesem Ring mit hilfe der Gimmicks wie Stacheldraht, Glas, etc, zu erzählen. Es steckt immer mehr Psychologie dahinter als es vor ein par Jahren noch der Fall war. Ich selbst kann mit stolz behaupten, eines der besten Deathmatches gesehen zu haben, Live bei der wXw, Masada vs Thumbtack Jack. Ich habe immernoch im Kopf wie Langsam es erst begann, doch von Minute zu Minute wurde es immer Intensiver. Beide schenkten sich nichts, alles wurde langsam aufgebaut, jeder Move, jeder Bump. Die Nearfalls und das aufrollen der Ringmatten, jedes kleinste Detail taten das übrige für das Intensivste Live Match erlebniss, dass ich bisher geniessen durfte und es Zeigte, das Masada und TJ im moment die absolute Spitze im DM Geschäft sind. Und vorallem... warum sie sich WRESTLER nennen dürfen. Es wird viele evtl sauer aufstossen, allerdings ist dies meine Meinung: zu einem guten Wrestling Match gehört mehr, als dass man möglichst viele aneinandergekette Moves, Griffe, Aktionen zeigt. Es gehört auch dazu, eine Spannende Story zu erzählen, und wenn man zu hilfsmitteln Greift mit dem die Wrestler einverstanden sind... warum nicht? Wie TJ in einem Interview sagte, können er, Drake Younger und z.b. eben ein Masada auch normale Matches bestreiten, ohne einen Tropfen Blut zu vergiessen, und die Matches wären gut!... doch... wer würde sie sehen wollen. Die wXw allen vorran zeigte doch wie breit die Masse der DM-Fans unter den Indy Fans ist. Die 18+ Shows waren immer sehr gut gefüllt meist besser als die Standarts (ausgenommen von heftigen Eventspecials, wie z.B.: der besuch von Dragon Gate oder NOAH). Für alle Hasser... so lange das niedere Bedürfnis, des Tieres Mensch nach Blut sich verkaufen lässt, wird es Deatmatches geben. Man kann es Hassen, man kann es Lieben, aber mann sollte eines aufjeden fall: Die Wrestler die es betreiben, RESPEKTIEREN für das, was sie tun und für das was sie auf sich nehmen. Hasst lieber uns Hardcore Fans, denn wir sind es im grunde, die diese Menschen dazu ermutigen. Wer Rechtschreibfehler in Masse findet, darf sie in Masse behalten. - Silk - 03.12.2009 Uuuh ein schwieriges Thema. *g* Ich hab schon solche Diskussionen auf vielen Boards auseinanderdriften sehen, zu Massensperrungen führend und am Ende hat sich jeder gehasst. *g* Es zeigt wohl einfach wie extrem die gegnerischen Positionen sind und teilweise auch verhärtet. Tja wie ich dazu stehe ist schwierig ... aber wohl eher neutral bis gleichgültig. Ich spreche vielen Akteuren der heutigen Generation nicht zwingend das Wrestling ab, in dem Punkt mag eine Verbesserung eingetreten zu sein zu den früheren Death Match Ausgaben, die aus Backyardern bestanden, die kaum einen Fuß vor den Anderen setzen konnten, aber sich gegenseitig Light Tubes ins Gesicht kloppen konnten. Death Matches bzw. Hardcore Wrestling hat natürlich schon eine längere Tradition, man muss da ja nur an die FMW in Japan erinnern (ich sag nur Cactus Jack und Funk, Landminen und Co.) und kann da auch noch weiter in die Territories Zeit zurückgehen. Ich glaub die große Phase des NonTalent-Deathmatches dürfte erstmal wieder vorbei sein. Respekt - das ist wiederum ne schwierigere Sache. Klar, die Wrestler setzen ihren Körper und ihr Leben aufs Spiel für die Fans .... zumindest ein Großteil. Ich kann mir vorstellen, dass ein Großteil dabei auch masochistisch veranlagt ist (vllt muss man das auch sein um sich nen Fleischerhaken in die Haut zu kloppen) ... ;) so wie die blutrünstigen Fans sadistisch ?!? Ich nenn es wohl eher Toleranz bei mir ... sollen sie es machen, wenn sie es selbst mit sich vereinbaren können. Es zeigt sich immer wieder, dass ein Markt dafür vorhanden ist. Ob nun Matches das wirklich diese Art von "Abschlachtung" benötigen ... das muss jeder für sich entscheiden, ich selber muss schon sagen, dass ich manches sehr krass finde, allein wenn ich die Show Reports sehe. Dass Blut der Dramatik helfen kann ... das kann man kaum abstreiten. Dass eine Matchstory ansprechend ist und besser sein kann als ein "simples Technikwrestlingmatch" - kein Einwand. Aber ob die Fans nur die Matches mit Bloodflow Deluxe sehen wollen ... na ich weiß nicht so recht. Letztlich muss jeder mit seinem Fansein zurechtkommen ... wer UV mag, bitte sehr ... wer SHIMMER mag, gerne ... wer mehr Puroresu will, er weiß wo er zu suchen hat ... wer High Flying Action haben will, schaut Richtun Mexiko und Co. ... wer Sports Entertainment will, weiß an wen er sich richten muss. Jedem sein eigener Geschmack und man sollte zumindest die nötige Toleranz haben um andere Geschmäücker zu akzeptieren, auch wenn man es selber nicht wirklich mag. Ich find für mich häufig dass UV zu weit geht bzw. einfach der Gefahr unterlegt "immer mehr, immer krasser" um den Anforderungen der Fans zu genügen ... so nach dem Motto, reicht überhaupt noch Barbed Wire Rope und Co. ... ich würde es für mich auch nicht langfristig verfolgen wollen oder direkt wXw 18+ Shows besuchen (*g* call me zartbesaited) ... aber wenn es Fans gibt, nun gut ... dann soll man halt mit dem Trend gehen. - Geeps - 03.12.2009 Ich bin durch dich, Sharkboy, auf Big Japan Wrestling aufmerksam geworden und seh es mir jetzt gelegentlich bei Youtube an. Es bietet mir mE eine gute Abwechslung zum normalen Wrestling und verdammt ja, ich steh auf sicke Bumps, vor allem die mit Stacheldraht und den japanischen Holztischen, die so ganz anders sind als die amerikanischen Papptische. Was ich nur wichtig finde ist, dass jeder seine persönliche Grenze zieht, sowohl die Wrestler als auch die Zuschauer, was sie sehen möchten und was ihnen zu weit geht. Meine persönliche Grenze liegt bei Stacheldraht, Lighttubes und Feuer. Sobald Gartenhäcksler und ähnlicher Schmand in das Match eingebaut wird, schau ich es mir nicht mehr an, weil es erstes vollkommen schwachsinnig ist (warum sollte man den Gegner mit einem Gartenhäcksler nur anritzen, entweder ich leg ihn um, was aus offensichtlichen Gründen nicht möglich ist, oder ich benutze sowas gar nicht erst) und zweites kein Wrestling. Gutes Deathmatch-Wrestling bedeutet für mich ein weitestgehend normales Wrestlingmatch, in dem die verschiedenen Holds durch Foreign Objects verstärkt werden, wobei auch sicherlich speziellere Stipulations ihren Reiz haben. Was passiert, wenn die deutsche Medien soetwas mitkriegen... Daran will ich gar nicht denken. Das könnte beinahe das Amoklauf und Killerspielthema überbieten.
- Mephisto - 03.12.2009 Ich bin weder ein großer Beführworter noch ein absoluter Gegner von UV. Ab und an schau ich mir Matches an und manche haben mich auch gut unterhalten. Auf der einen Seite kann ich die Argumente der Gegner verstehen, da die Brutalität teilweise schon kaum mehr steigerbar ist und sich manche daran stoßen könnten. Andererseits handelt es sich bei den UV Wrestlern um erwachsene Menschen die sich die Dinge freiwillig antun und zu nix gezwungen werden. Wers nicht sehen kann oder will soll es halt lieber lassen statt ständig den moralischen Zeigefinger zu heben und rumzujammern. Offenbar gibt es ja eine große Masse an Fans die solches Wrestling sehen wollen und denen soll es gegönnt sein. Ich würde auch keinem UV'ler die Bezeichnung "Wrestler" absprechen wollen. Wie Sharky schon sagte; sind die Zeiten der talentfreien Backyarder mit zuviel Stacheldraht im Schuppen eigentlich vorbei und Leute wie TJ oder Drake Younger beweisen immer wieder wie gut Deathmatches sein können. Ich denke beim Ultra Violence Wrestling ist es wie bei anderen Reizthemen wie MMA, Killerspiele oder Horrorfilmen. Etwas mehr Toleranz den Fans und den Akteuren gegenüber und weniger moralisch verklärte, ungefragt rauskrakeelte Meinungsscheiße und schon wär alles nur noch halb so wild und man könnte sich zivilisiert darüber austauschen. - Adrian Adonis - 03.12.2009 Es fällt mir schwer, zu diesem Thema eine genaue Stellung zu beziehen. Ich bin nicht DER Ultraviolent-Fan Nr. 1 und verfolge die Szene auch nicht so intensiv wie es Sharkboy macht, allerdings bin ich dieser ganz besonderen Form des Sports auch nicht abgeneigt und habe mir in den letzten Jahren sehr viele Matches angesehen - wirklich eklig und abstossend fand ich es allerdings nicht, Lust auf mehr hat es definitiv gemacht, wenn auch nicht wirklich grosse Lust. Ich bleibe da lieber beim stiffen, technischen Wrestling, denn was die Ultraviolent Szene zeigt ist grösstenteils nicht wirklich Wrestling (was jetzt nicht abwertend gemeint ist). Mehr regen mich die Typen auf, die Ultraviolent so verachten dass sie immer wieder ihre Meinung kundtun müssen, in Threads, die sie eigentlich gar nicht interessieren müssen. Jeder soll gucken was er will und jeder soll den Sport ausüben, den er für richtig hält. Ich habe den tiefsten Respekt vor allen Ultraviolent-Wrestlers. - Double F - 09.12.2009 So, ich hab mir das ganze jetzt auch endlich durchlesen können.... Erstmal danke für das geschriebene!! Sehr interessantes und heikles Thema. Ich habe mich noch nie wirklich mit Deathmatch-Wrestling beschäftigt, jedoch finde ich auch das die Leute auf jedenfall respektiert werden sollten. Manche Sachen, die man so auf Youtube und Co. findet sehen richtig heftig aus und ich verstehe auch nicht, wie man sowas mit sich machen lassen kann. Aber wrestlerisch haben diese Leute wirklich aufgeholt. Vor allem TJ und Masada sind da wirklich aufgefallen, wenn man sich was ansieht. Die würden wohl einige Leute bei WWE oder TNA verstecken! An sich finde ich es teilweise krank, was die mit ihren Körpern machen, aber das finde ich auch bei Jackass und die Leute schauen es sich an!! Und so lange hier niemand dazu gezwungen wird, das oder das mit sich machen zu lassen finde ich das ganze auch in Ordnung. Zitat:so lange das niedere Bedürfnis, des Tieres Mensch nach Blut sich verkaufen lässt, wird es Deatmatches geben. Wie Recht du mit diesem Satz doch hast. Wann lacht der Mensch am meisten?? Wenn einem anderen etwas passiert ist, dabei jedoch nicht zuuuu schwer verletzt wurde. Und geguckt wird alles, was mit Verletzungen zu tun hat, immer und immer wieder. Egal was demjenigen dann wirklich passiert ist. Also darf sich keiner darüber aufregen, was bei solchen geskripteten Matches gemacht wird!!! - ToFu - 13.12.2009 Also ich hab vor einiger Zeit mich mal bisschen mehr mit dem UV-Wrestling beschäftigt. Ich bin kein krasser Gegner davon, da wrestlerisch die WWE oder TNA nicht mehr zu bieten hat, dennoch hat es mich auch nicht wirklich überzeugt. Für mich sind die Menschen schon etwas krank, die den Sport betreiben. Was die machen, würde in Deutschland als Selbstmordversuch abgetan werden. Mir ist das UV-Wrestling einfach zu extrem, das geht über eine gewisse Grenze. Ich kann auch nicht verstehen, wie man sowas gucken kann, bzw. wie man sich förmlich daran aufgeilen kann, aber nun gut. Lieber solle die Menschen sowas gucken, bevor sie sich an irgendwelchen anderen Leutern vergreifen oder sowas. Also wer es gucken muss, dann soll er es tun, mein Fall ist es absolut nicht! |