20.10.2005, 13:56
Hallo zu einer neuen Ausgabe von Nef`s Voice. Der WWE Intercontinental Heavyweight Title zaehlte schon immer zu einem der kontroversten Title die es gab. In den 80er Jahren war der IC Belt Populaerer wie der WWE Championtitle, weil die IC Titlematches immer der Showstealer waren bei einer WWE Show. Schnell bekam der Title einen Prestige und eine gute Reputation. Die Liste der IC Champions liesst sich wie das Who is Who der WWE Midcarder im Laufe der Zeit: Tito Santana, Ricky Steamboat, Curt Hennig, Pedro Morales, Jeff Jarrett, Razor Ramon, Davey Boy Smith, Greg Valentine, Chris Jericho, Ken Shamrock, Chris Benoit und einige mehr. Viele WWEler gewannen zuerst den WWE Intercontinental Heavyweight Title und wurden spaeter WWE Champions, wie etwa Randy Savage, Bret Hart, Triple H, The Rock, Shawn Michaels oder Steve Austin. Der WWE Intercontinental Title erlebte seine beste Zeit in den 80er Jahren. Seitdem es jedoch immer mehr Title bei WWE gibt (momentan sind es deren 8!), und es immer mehr kontroverse Dinge verlor der Title an Stellenwert, und wurde sogar 2002 mit dem Raw World Heavyweight Title vereint, und erst wieder im May 2003 wieder reaktiviert. Jeder WWE Fan kennt natuerlich den WWE Intercontinental Heavyweight Title, aber kaum jemand kennt die wirkliche Geschichte die hinter dem Title steckt, oder gar die Bedeutung des Title`s als er eingefuehrt wurde. Die Geschichte des WWE Intercontinental Heavyweight Title`s beginnt im Sommer 1979....
Zuerst einmal die Offizielle WWE Version. Pat Patterson soll am 19 June 1979 Ted DiBiase besiegt haben, und gewann somit den vakanten WWF North American Heavyweight Title. Als WWF North American Heavyweight Champion ging Pat Patterson nach Rio De Janeiro im September 1979 wo er ein Tournament gewann und den Title verteidigte. Laut offiziellen WWE Angaben fand das Tournament am 1. oder 15 Oktober statt, ganz sicher ist sich die WWE wohl selbst nicht. Patterson vereinte dann seinen WWF North American Heavyweight Title mit dem WWF South American Heavyweight Title und wurde der erste WWF Intercontinental Heavyweight Champion.
Unnoetig zu erwaehnen das das nichtmal ansatzweisse der Wahrheit entspricht. In Wahrheit besiegte Pat Patterson am 19 June 1979 Ted DiBiase um den WWF North American Heavyweight Title. Dieser Title wurde anfang 1979 eingefuehrt und kampflos Ted DiBiase gegeben, als er zur WWF kam. Vincent J McMahon entschied sich dann im Sommer 1979 das der Name “North American Heavyweight“ Title jedoch schon zuweit verbreitet sei, und kreirrte einen neuen Belt, denn WWF Intercontinental Heavyweight Title. Pat Patterson bekam am ersten August 1979 den Title ueberreicht! Dieser Title sollte alle “7 Kontinente“ vertretten und ihre Nationalen Champions repraesentieren, die Kontinente wurden sogar auf dem Belt genannt (was auf dem neuen IC Belt ja wieder drauf ist).
Ein Tournament in Rio De Janeiro, Brazil fand natuerlich niemals statt. Einen WWF South-American Heavyweight Title gab es natuerlich auch nie, und auch das der imaginaere WWF South-American Heavyweight Title mit dem WWF North American Heavyweight Title vereint wurde stimmt also nicht. In wirklichkeit verlor Pat Patterson den WWF North American Heavyweight Title im November 1979 in Japan an Seiji Sakaguchi der den Title bis zur abschaffung 1981 hielt und bei NJPW verteidigte durch das damalige working agreement zwischen WWF und New Japan.
Der Grund warum es ausgerechnet “Rio De Janeiro, Brazil“ war, lag natuerlich an dem imaginaeren Titlegewinn von Buddy Rogers 1963, und Vincent J McMahon dachte sich wohl wenn es einmal funktioniert hat, kann auch ein zweitesmal funktionieren. 1963 entschied sich Toots Mondt zu der Geschichte mit dem Tournament in “Rio De Janeiro, Brazil“ was ein Rip gegen Bobo Brazil sein sollte. Brazil sollte urspruenglich gegen Buddy Rogers verlieren, oder besser gesagt man wollte den Fans erzaehlen das Buddy Rogers irgendwo im Ausland Bobo Brazil besiegt hat, und damit WWWF Champion wurde. Bobo weigerte sich aber, das sein Name damit was zutun hat, und Toots war daraufhin so sauer auf ihn das er ganz einfach das imaginaere Tournament nach “Brazil“ verlegte, eben wie gesagt als Rip gedacht gegen Bobo Brazil.
Doch zurueck zum WWE Intercontinental Heavyweight Title. Dieser wurde anfang der 80er Jahre schnell zum beliebtesten Title bei der WWF. Pedro Morales und Don Muraco lieferten sich Jahrelang um Title eine harte Fehde. Greg Valentine wurde 1984 IC Champion, damit wollte die WWF erstmals den Canadischen Markt erobern, ein vorhaben das WWF jedoch erst 7 Jahre spaeter so richtig schaffte mit Bret Hart und der kraeftigten Unterstuetzung von Jack Tunney und Stu Hart. Mit guten Wrestlern wie Tito Santana, Randy Savage und Ricky Steamboat bekam dann der WWF Intercontinental Heavyweight Title den Ruf, ein Belt zusein wo man die besten Matches bei WWF sieht. Man denke nur mal an das Randy Savage vs Ricky Steamboat Match bei Wrestlemania 3 um den IC Belt. Ein Match das fuer 30 Minuten angesetzt war, Vince McMahon Jr es jedoch kuerzte auf 15 Minuten, und man immernoch vondem Match als eines der besten WWE Matches in der Geschichte spricht! Das duerfte auch die grosse Popularitaet um den Belt erklaeren, man sah Matches auf hohem Niveau bei der WWF, etwas was man um den WWF Championtitle bis in die 80er Jahre nicht sah (Ausnahme Bob Backlund). Schon Vince McMahon Sr stand auf grosse Brawler mit wenig Wrestling Talent (muss irgendwie vererblich sein), sei es Bruno Sammartino, Billy Graham oder Stan Stasiak. Dementsprechend bescheiden fielen dann auch die Matches um den WWF Championtitle aus, genauso wie bei Hulk Hogan in den 80er Jahren.
Der erste groessere Einschnitt beim IC Belt wuerde ich sagen wurde beim ersten Summerslam (1988) vollzogen als der Ultimate Warrior nach 31 Sekunden den bis heute laengsten WWE Intercontinental Heavyweight Titlerun (14 Monate und 27 Tage) beendete, vom Honky Tonk Man. Mit dem Warrior begann auch fuer den IC Belt die kurze Zeit der Anabolischen Champions mit Rick Rude, dem Warrior und Kerry Van Erich. Der Steroidenskandal jedoch erfasste auch den WWF Intercontinental Heavyweight Title. Zuerst wurden viele der Anabolischen Wrestler entlassen oder in Urlaub geschickt, und ab September 1993 erwischte es dann selbst einen IC Champion. Shawn Michaels wurde Positiv auf Steroide getestet und fuer 6 Wochen suspendiert, der IC Belt wurde ihm aberkannt. Offizielle WWE Version war das Shawn Michaels einige Titleverteidigigungen nicht wahr genommen habe, ja wie auch wenn er suspendiert war? Nunja. Der WWF Intercontinental Heavyweight Title erlebte durch den Steroidenskandal eine Renaissance moechte ich mal sagen, mit Champions wie Curt Hennig, Bret Hart oder Razor Ramon und Herausforderern wie Owen Hart, Rick Martel und Tatanka erinnerten die zum teil guten Matches an die “glorreiche“ IC Title Zeit der 80er Jahre. 1994 musste der IC Title dann fuer den Monsterpush von Diesel herhalten, 1995 gewann ihn Jeff Jarrett gleich dreimal in einem Jahr bevor er die WWE kurzzeitig verliess, und auch Shawn Michaels gab den Title wieder freiwillig ab. 1996 gab es dann die Anti Champions Goldust und Ahmed Johnson, Johnson duerfte bis heute der Rekordhalter sein was das verletzen von Gegnern anbelangt, sei es Owen Hart, Davey Boy Smith, Jeff Jarrett, Goldust, Yokozuna, Dean Douglas und als Hoehepunkt noch sich selbst weshalb er den IC Title auch abgeben musste. 1996 war auch das Jahr bei dem der IC Title weder bei Wrestlemania noch beim Summerslam ausgetragen wurde, etwas was es zuvor nie gab. Ich denke das war so in etwa die Zeit mitte der 90 Jahre (1994-1996) als es mit dem WWF Intercontinental Heavyweight Title steil bergab ging.
1997 wurde es ebenfalls nicht besser, wer sich erinnert ein junger Rocky Maivia wurde als Face gepusht, da die Fans ihn aber (noch) nicht annahmen war er den Title schneller wieder los als seine Brueste. Die Attitude Era begann, und das bedeutet der WWE Intercontinental Heavyweight Title wurde zum Wanderpokal. Von 1997 bis 2001 gab es in 5 Jahren 44 IC Champions, was pro Jahr im durchschnitt 8,8 IC Champions macht. Zum vergleich in den vorherigen 5 Jahren (1991 bis 1996) waren es 23 IC Champions und somit fast nur die haelfte im gleichen Zeitraum. Normalerweisse koennte man sagen das waere garnichtmal so schlimm, aber es gab zahlreiche Vakantierungen in der Attitude Era, Champions die nur wenige Tage selbiges waren, und Champions wie Val Venis, The Godfather, The Road Dog, Chyna, D-Lo Brown, Billy Gunn, Jeff Hardy, A-Train und Test. Alleine Edge wurde im Sommer 2001 waehrend der Invasion Storyline innerhalb von drei Monaten vierfacher IC Champion, RVD wurde kurze zeit spaeter 5 facher IC Champion in 10 Monaten! Zudem wurden etliche weitere Singles Title bei WWE eingefuehrt, was den Stellenwert des WWF Intercontinental Heavyweight Title`s nur noch weiter runterzog. 2001 und 2002 wurde dann indem WWE Intercontinental Heavyweight Title der WWE Hardcore Title, der WWE European Title und der WCW US Heavyweight Title vereint. Das der WWE Intercontinental Heavyweight Title dann selbst bei No Mercy 2002 mit dem Raw World Heavyweight Title vereint wurde in einem Angle als es um Leichenschaendung ging, war dann nur noch Formsache und der absolute Tiefpunkt. Es konnte also nur noch Bergauf gehen als sich WWE dazu entschloss den einst zweit wichtigsten Title in der Company wieder einzufuehren. Aber nach WWE Style machte man dies mit einer Battle Royal, und lies den Title auch wieder fast jeden Midcarder bei Raw gewinnen. Lustig find ich auch das nun Ric Flair den WWE Intercontinental Heavyweight Title gewann, man bedenke wir haben das Jahr 2005 und nicht 1985. Versteht mich nicht falsch, Flair hat immernoch die Passion die es braucht, aber ich nehme ihm nichtmehr ab das er gegen halb so alte Wrestler bestehen kann, und die vor ihm davonlaufen. Der letzte IC Champion der auch nur ansatzweisse in der Altersgruppe von Ric Flair heute ist, war Don Muraco 1983.
Wie fast jeder WWE Title verlor auch der WWE Intercontinental Heavyweight Title mit der Zeit seinen Glanz, auch weil es immer mehr Title gibt, und je mehr Title es gibt, desto weniger Bedeutung hat jeder einzelne Title. Ich kann mich erinnern als man bei WWE noch die WWE Triple Crown erwaehnte (WWE Championtitle, WWE Intercontinental Heavyweight Title, und WWE Tag Team Title), heute schaffen das manche innerhalb von einem Jahr wie Diesel 1994. Wenn man die groessten IC Champion aufzaehlt, dann werden meistens Namen genannt wie Randy Savage (einmaliger IC Champion), Mr Perfect (zweifacher IC Champion, Bret Hart (zweifacher IC Champion) oder Razor Ramon (vierfacher Champion). Wenn man aber auf die Liste derjenigen schaut die den WWE Intercontinental Heavyweight Title am haeufigsten gewannen sieht man vorne Chris Jericho (8 facher IC Champion), Jeff Jarrett (6 facher IC Champion) und Edge, Triple H & RVD (5 fache IC Champions). Die hollten sich manchmal die Title im Monatsrythmus, aber eine Bedeutung hat das nicht. Von 1979 bis 1991 gab es in einem Zeitraum von 12 Jahren, 19 WWE Intercontinental Heavyweight Champions. Von 1992 bis 2005 gab es in einem Zeitraum von ebenfalls 12 Jahren (die Pause von 7 Monaten 2002-2003 muss man beruecksichtigen) 86 WWE Intercontinental Heavyweight Champions! Es gab also in den letzten 12 Jahren fast fuenfmal soviele IC Champions wie in den ersten 12 Jahren des bestehens des WWE Intercontinental Heavyweight Title`s. Klar war das eine “andere“ Zeit, und natuerlich muessen haeufigere Titlewechsel nicht unbedingt schlecht sein. Aber erstens nicht in dieser Art und weisse und Haeufigkeit, und zweitens muss dann auch das Niveau stimmen. Nun wie man hat der WWE Intercontinental Heavyweight Title im laufe seiner 26 Jahren seine hoehen und tiefen gehabt, den Hoehepunkt sehe ich dabei 1986 mit Randy Savage als IC Champion, der Tiefpunkt war sicherlich 2002 erreicht worden mit der vereinigung.
Nefercheperur
Zuerst einmal die Offizielle WWE Version. Pat Patterson soll am 19 June 1979 Ted DiBiase besiegt haben, und gewann somit den vakanten WWF North American Heavyweight Title. Als WWF North American Heavyweight Champion ging Pat Patterson nach Rio De Janeiro im September 1979 wo er ein Tournament gewann und den Title verteidigte. Laut offiziellen WWE Angaben fand das Tournament am 1. oder 15 Oktober statt, ganz sicher ist sich die WWE wohl selbst nicht. Patterson vereinte dann seinen WWF North American Heavyweight Title mit dem WWF South American Heavyweight Title und wurde der erste WWF Intercontinental Heavyweight Champion.
Unnoetig zu erwaehnen das das nichtmal ansatzweisse der Wahrheit entspricht. In Wahrheit besiegte Pat Patterson am 19 June 1979 Ted DiBiase um den WWF North American Heavyweight Title. Dieser Title wurde anfang 1979 eingefuehrt und kampflos Ted DiBiase gegeben, als er zur WWF kam. Vincent J McMahon entschied sich dann im Sommer 1979 das der Name “North American Heavyweight“ Title jedoch schon zuweit verbreitet sei, und kreirrte einen neuen Belt, denn WWF Intercontinental Heavyweight Title. Pat Patterson bekam am ersten August 1979 den Title ueberreicht! Dieser Title sollte alle “7 Kontinente“ vertretten und ihre Nationalen Champions repraesentieren, die Kontinente wurden sogar auf dem Belt genannt (was auf dem neuen IC Belt ja wieder drauf ist).
Ein Tournament in Rio De Janeiro, Brazil fand natuerlich niemals statt. Einen WWF South-American Heavyweight Title gab es natuerlich auch nie, und auch das der imaginaere WWF South-American Heavyweight Title mit dem WWF North American Heavyweight Title vereint wurde stimmt also nicht. In wirklichkeit verlor Pat Patterson den WWF North American Heavyweight Title im November 1979 in Japan an Seiji Sakaguchi der den Title bis zur abschaffung 1981 hielt und bei NJPW verteidigte durch das damalige working agreement zwischen WWF und New Japan.
Der Grund warum es ausgerechnet “Rio De Janeiro, Brazil“ war, lag natuerlich an dem imaginaeren Titlegewinn von Buddy Rogers 1963, und Vincent J McMahon dachte sich wohl wenn es einmal funktioniert hat, kann auch ein zweitesmal funktionieren. 1963 entschied sich Toots Mondt zu der Geschichte mit dem Tournament in “Rio De Janeiro, Brazil“ was ein Rip gegen Bobo Brazil sein sollte. Brazil sollte urspruenglich gegen Buddy Rogers verlieren, oder besser gesagt man wollte den Fans erzaehlen das Buddy Rogers irgendwo im Ausland Bobo Brazil besiegt hat, und damit WWWF Champion wurde. Bobo weigerte sich aber, das sein Name damit was zutun hat, und Toots war daraufhin so sauer auf ihn das er ganz einfach das imaginaere Tournament nach “Brazil“ verlegte, eben wie gesagt als Rip gedacht gegen Bobo Brazil.
Doch zurueck zum WWE Intercontinental Heavyweight Title. Dieser wurde anfang der 80er Jahre schnell zum beliebtesten Title bei der WWF. Pedro Morales und Don Muraco lieferten sich Jahrelang um Title eine harte Fehde. Greg Valentine wurde 1984 IC Champion, damit wollte die WWF erstmals den Canadischen Markt erobern, ein vorhaben das WWF jedoch erst 7 Jahre spaeter so richtig schaffte mit Bret Hart und der kraeftigten Unterstuetzung von Jack Tunney und Stu Hart. Mit guten Wrestlern wie Tito Santana, Randy Savage und Ricky Steamboat bekam dann der WWF Intercontinental Heavyweight Title den Ruf, ein Belt zusein wo man die besten Matches bei WWF sieht. Man denke nur mal an das Randy Savage vs Ricky Steamboat Match bei Wrestlemania 3 um den IC Belt. Ein Match das fuer 30 Minuten angesetzt war, Vince McMahon Jr es jedoch kuerzte auf 15 Minuten, und man immernoch vondem Match als eines der besten WWE Matches in der Geschichte spricht! Das duerfte auch die grosse Popularitaet um den Belt erklaeren, man sah Matches auf hohem Niveau bei der WWF, etwas was man um den WWF Championtitle bis in die 80er Jahre nicht sah (Ausnahme Bob Backlund). Schon Vince McMahon Sr stand auf grosse Brawler mit wenig Wrestling Talent (muss irgendwie vererblich sein), sei es Bruno Sammartino, Billy Graham oder Stan Stasiak. Dementsprechend bescheiden fielen dann auch die Matches um den WWF Championtitle aus, genauso wie bei Hulk Hogan in den 80er Jahren.
Der erste groessere Einschnitt beim IC Belt wuerde ich sagen wurde beim ersten Summerslam (1988) vollzogen als der Ultimate Warrior nach 31 Sekunden den bis heute laengsten WWE Intercontinental Heavyweight Titlerun (14 Monate und 27 Tage) beendete, vom Honky Tonk Man. Mit dem Warrior begann auch fuer den IC Belt die kurze Zeit der Anabolischen Champions mit Rick Rude, dem Warrior und Kerry Van Erich. Der Steroidenskandal jedoch erfasste auch den WWF Intercontinental Heavyweight Title. Zuerst wurden viele der Anabolischen Wrestler entlassen oder in Urlaub geschickt, und ab September 1993 erwischte es dann selbst einen IC Champion. Shawn Michaels wurde Positiv auf Steroide getestet und fuer 6 Wochen suspendiert, der IC Belt wurde ihm aberkannt. Offizielle WWE Version war das Shawn Michaels einige Titleverteidigigungen nicht wahr genommen habe, ja wie auch wenn er suspendiert war? Nunja. Der WWF Intercontinental Heavyweight Title erlebte durch den Steroidenskandal eine Renaissance moechte ich mal sagen, mit Champions wie Curt Hennig, Bret Hart oder Razor Ramon und Herausforderern wie Owen Hart, Rick Martel und Tatanka erinnerten die zum teil guten Matches an die “glorreiche“ IC Title Zeit der 80er Jahre. 1994 musste der IC Title dann fuer den Monsterpush von Diesel herhalten, 1995 gewann ihn Jeff Jarrett gleich dreimal in einem Jahr bevor er die WWE kurzzeitig verliess, und auch Shawn Michaels gab den Title wieder freiwillig ab. 1996 gab es dann die Anti Champions Goldust und Ahmed Johnson, Johnson duerfte bis heute der Rekordhalter sein was das verletzen von Gegnern anbelangt, sei es Owen Hart, Davey Boy Smith, Jeff Jarrett, Goldust, Yokozuna, Dean Douglas und als Hoehepunkt noch sich selbst weshalb er den IC Title auch abgeben musste. 1996 war auch das Jahr bei dem der IC Title weder bei Wrestlemania noch beim Summerslam ausgetragen wurde, etwas was es zuvor nie gab. Ich denke das war so in etwa die Zeit mitte der 90 Jahre (1994-1996) als es mit dem WWF Intercontinental Heavyweight Title steil bergab ging.
1997 wurde es ebenfalls nicht besser, wer sich erinnert ein junger Rocky Maivia wurde als Face gepusht, da die Fans ihn aber (noch) nicht annahmen war er den Title schneller wieder los als seine Brueste. Die Attitude Era begann, und das bedeutet der WWE Intercontinental Heavyweight Title wurde zum Wanderpokal. Von 1997 bis 2001 gab es in 5 Jahren 44 IC Champions, was pro Jahr im durchschnitt 8,8 IC Champions macht. Zum vergleich in den vorherigen 5 Jahren (1991 bis 1996) waren es 23 IC Champions und somit fast nur die haelfte im gleichen Zeitraum. Normalerweisse koennte man sagen das waere garnichtmal so schlimm, aber es gab zahlreiche Vakantierungen in der Attitude Era, Champions die nur wenige Tage selbiges waren, und Champions wie Val Venis, The Godfather, The Road Dog, Chyna, D-Lo Brown, Billy Gunn, Jeff Hardy, A-Train und Test. Alleine Edge wurde im Sommer 2001 waehrend der Invasion Storyline innerhalb von drei Monaten vierfacher IC Champion, RVD wurde kurze zeit spaeter 5 facher IC Champion in 10 Monaten! Zudem wurden etliche weitere Singles Title bei WWE eingefuehrt, was den Stellenwert des WWF Intercontinental Heavyweight Title`s nur noch weiter runterzog. 2001 und 2002 wurde dann indem WWE Intercontinental Heavyweight Title der WWE Hardcore Title, der WWE European Title und der WCW US Heavyweight Title vereint. Das der WWE Intercontinental Heavyweight Title dann selbst bei No Mercy 2002 mit dem Raw World Heavyweight Title vereint wurde in einem Angle als es um Leichenschaendung ging, war dann nur noch Formsache und der absolute Tiefpunkt. Es konnte also nur noch Bergauf gehen als sich WWE dazu entschloss den einst zweit wichtigsten Title in der Company wieder einzufuehren. Aber nach WWE Style machte man dies mit einer Battle Royal, und lies den Title auch wieder fast jeden Midcarder bei Raw gewinnen. Lustig find ich auch das nun Ric Flair den WWE Intercontinental Heavyweight Title gewann, man bedenke wir haben das Jahr 2005 und nicht 1985. Versteht mich nicht falsch, Flair hat immernoch die Passion die es braucht, aber ich nehme ihm nichtmehr ab das er gegen halb so alte Wrestler bestehen kann, und die vor ihm davonlaufen. Der letzte IC Champion der auch nur ansatzweisse in der Altersgruppe von Ric Flair heute ist, war Don Muraco 1983.
Wie fast jeder WWE Title verlor auch der WWE Intercontinental Heavyweight Title mit der Zeit seinen Glanz, auch weil es immer mehr Title gibt, und je mehr Title es gibt, desto weniger Bedeutung hat jeder einzelne Title. Ich kann mich erinnern als man bei WWE noch die WWE Triple Crown erwaehnte (WWE Championtitle, WWE Intercontinental Heavyweight Title, und WWE Tag Team Title), heute schaffen das manche innerhalb von einem Jahr wie Diesel 1994. Wenn man die groessten IC Champion aufzaehlt, dann werden meistens Namen genannt wie Randy Savage (einmaliger IC Champion), Mr Perfect (zweifacher IC Champion, Bret Hart (zweifacher IC Champion) oder Razor Ramon (vierfacher Champion). Wenn man aber auf die Liste derjenigen schaut die den WWE Intercontinental Heavyweight Title am haeufigsten gewannen sieht man vorne Chris Jericho (8 facher IC Champion), Jeff Jarrett (6 facher IC Champion) und Edge, Triple H & RVD (5 fache IC Champions). Die hollten sich manchmal die Title im Monatsrythmus, aber eine Bedeutung hat das nicht. Von 1979 bis 1991 gab es in einem Zeitraum von 12 Jahren, 19 WWE Intercontinental Heavyweight Champions. Von 1992 bis 2005 gab es in einem Zeitraum von ebenfalls 12 Jahren (die Pause von 7 Monaten 2002-2003 muss man beruecksichtigen) 86 WWE Intercontinental Heavyweight Champions! Es gab also in den letzten 12 Jahren fast fuenfmal soviele IC Champions wie in den ersten 12 Jahren des bestehens des WWE Intercontinental Heavyweight Title`s. Klar war das eine “andere“ Zeit, und natuerlich muessen haeufigere Titlewechsel nicht unbedingt schlecht sein. Aber erstens nicht in dieser Art und weisse und Haeufigkeit, und zweitens muss dann auch das Niveau stimmen. Nun wie man hat der WWE Intercontinental Heavyweight Title im laufe seiner 26 Jahren seine hoehen und tiefen gehabt, den Hoehepunkt sehe ich dabei 1986 mit Randy Savage als IC Champion, der Tiefpunkt war sicherlich 2002 erreicht worden mit der vereinigung.
Nefercheperur
