22.03.2014, 01:03
Steve Gewerck hat mal wieder einen Podcast gebracht, diesesmal zum Thema NWO. Anhoeren koennt ihr euch das ganze hier:
http://gerweckradio.net/2014/GerweckReport031814.mp3
Ich fasse die wichtigsten Punkte mal kurz zusammen:
-Eric Bischoff machte zuerst Scott Hall ein Angebot und dann Kevin Nash. Hall und Nash wollten eigentlich das Vince mit dem Angebot der WCW gleichzieht, dann waeren sie bei der WWF geblieben. Hall meinte mal das er sich in der WWF bessere Chancen ausrechnete wie in der WCW. Doch Vince hat das Angebot der WCW nicht gematched und so sind sie gewechselt. Das WCW Angebot beinhaltete nicht nur das doppelte an Gehalt, sondern auch eine Creative Control Klausel und nur 170 Auftritte im Jahr, bei der WWF waren es 130 Auftritte mehr. Kann man natuerlich verstehen das Hall und Nash gewechselt sind. Gerweck lobte im uebrigen Vince (imo auch zurecht), das er die Angebote der WCW nicht nachging und den beiden den selben Vertrag anbot. Das haette die Gehaltsstruktur der WWF zerstoert, dazu zwei Probleme geschaffen mit den Creative Control Klauseln und dann noch das Problem das andere Wrestler auch weniger arbeiten haetten wollen.
-Gerweck fand die NWO am staerksten mit den drei Originalmitgliedern. Auch weil der Stable damals noch das Ziel hatte die WCW zu uebernehmen (Takeover). Ich muss dazu sagen, ich habe das nie so richtig nachvollziehen koennen: Die NWO hatte das Ziel die WCW zu uebernehmen und daraus die NWO zu machen, und dann? Wenn alles die NWO ist, dann kaempft die NWO gegen die NWO. Macht kein Sinn fuer mich. Hinzu kommt das die NWO aufgeblaeht werden musste weil man einen Takeover ja nicht mit drei Leuten machen kann, also hatte die NWO bald 29 Mitglieder gleichzeitig und 3/4 der Mitglieder waren Jobber.
-Bei NWO Events, also Souled Out 1997 und die NWO Monday Nitro Ausgabe sah man zwar viele kreative Dinge, aber vieles davon funktionierte nicht. Die Fans wollten nicht eine ganze Show voller Chaos sehen und NWO Skits. Die WCW war der Brand, auch wenn die NWO “Cool“ war, so war sie dennoch nur ein Teil der WCW.
-Als der Erfolg der NWO Storyline schon 1997 zurueck ging, da entschied man sich falsch. Anstatt zu der Entscheidung zu kommen:“Die NWO Storyline ist nicht mehr so erfolgreich, wir beenden sie.“ Kam man zu der Entscheidung:“Lasst uns noch mehr NWO`s machen.“ Also gab es NWO Hollywood gab, NWO Wolfpack, NWO B-Team etc.
-Ein wichtiger Punkt ist das in der NWO drei Wrestler waren die eine Creative Control Klausel hatten und eine limitierte Anzahl von Auftritten, das waren Hulk Hogan, Kevin Nash und Scott Hall. Das war ein riesen Fehler, nicht nur was die NWO betrifft, sondern der gesamten WCW. Die konnten jederzeit sagen das sie diese Storyline ablehnen, oder jenes Match nicht verlieren. Deswegen wurden sehr haeufig WCW Monday Nitro Ausgaben noch umgeschrieben als die Shows schon liefen. Mal ganz abgesehen davon das die Moral darunter litt, so war das auch fuer Qualitaet sehr schlecht.
-Wie Steve Gerweck so halte ich auch den wichtigsten Punkt bei der Betrachtung der NWO fuer: Eric Bischoff hatte keinen Plan wie diese NWO Storyline enden soll. Er hatte keine Exit Strategy. Bischoff gehoert Lob dafuer das er diese Story aufbaute, aber genauso Kritik das er nie einen wirklichen Plan hatte wie die Story enden soll. Man wusste nicht wie erfolgreich sie werden wuerde, und dann als sie so erfolgreich war hielt man daran fest, die Story wurde immer bescheuerte bis die Qualitaet sehr weit unten war, und keiner mehr es sehen wollte. Ist nicht nur bei der NWO so gewesen, das gibt es sehr haeufig, Serien sind da auch ein gutes Beispiel. Man haette jedoch spaetestens im Sommer 1997 einen Plan haben muessen wie man diese Story beenden kann, und was noch wichtiger ist, was danach kommt. Man baut schon das naechste auf waehrend man die jetzige grosse Story abschliesst.
Ich schreibe jetzt nicht alles auf was mir zu der NWO selbst einfaellt (habe ich schon an anderer Stelle gesagt), aber mein Fazit waere das die NWO Storyline und der Stable mehr negativen wie positiven Einfluss hatte. Die NWO war RIESIG 1996 und 1997, und wenn man diese beiden Jahre sieht dann hat sie einen positiven Effekt auf die WCW gehabt. Doch die NWO existierte auch 1998, 1999 und 2000, also drei weitere Jahre. Und wenn man alles zusammen nimmt war der Stable/Nash/Hall/Hogan/Bischoff eben nicht nur fuer den Aufstieg mitverantwortlich bei der WCW, sondern vorallem auch der entscheidende Punkt am Untergang der WCW.
http://gerweckradio.net/2014/GerweckReport031814.mp3
Ich fasse die wichtigsten Punkte mal kurz zusammen:
-Eric Bischoff machte zuerst Scott Hall ein Angebot und dann Kevin Nash. Hall und Nash wollten eigentlich das Vince mit dem Angebot der WCW gleichzieht, dann waeren sie bei der WWF geblieben. Hall meinte mal das er sich in der WWF bessere Chancen ausrechnete wie in der WCW. Doch Vince hat das Angebot der WCW nicht gematched und so sind sie gewechselt. Das WCW Angebot beinhaltete nicht nur das doppelte an Gehalt, sondern auch eine Creative Control Klausel und nur 170 Auftritte im Jahr, bei der WWF waren es 130 Auftritte mehr. Kann man natuerlich verstehen das Hall und Nash gewechselt sind. Gerweck lobte im uebrigen Vince (imo auch zurecht), das er die Angebote der WCW nicht nachging und den beiden den selben Vertrag anbot. Das haette die Gehaltsstruktur der WWF zerstoert, dazu zwei Probleme geschaffen mit den Creative Control Klauseln und dann noch das Problem das andere Wrestler auch weniger arbeiten haetten wollen.
-Gerweck fand die NWO am staerksten mit den drei Originalmitgliedern. Auch weil der Stable damals noch das Ziel hatte die WCW zu uebernehmen (Takeover). Ich muss dazu sagen, ich habe das nie so richtig nachvollziehen koennen: Die NWO hatte das Ziel die WCW zu uebernehmen und daraus die NWO zu machen, und dann? Wenn alles die NWO ist, dann kaempft die NWO gegen die NWO. Macht kein Sinn fuer mich. Hinzu kommt das die NWO aufgeblaeht werden musste weil man einen Takeover ja nicht mit drei Leuten machen kann, also hatte die NWO bald 29 Mitglieder gleichzeitig und 3/4 der Mitglieder waren Jobber.
-Bei NWO Events, also Souled Out 1997 und die NWO Monday Nitro Ausgabe sah man zwar viele kreative Dinge, aber vieles davon funktionierte nicht. Die Fans wollten nicht eine ganze Show voller Chaos sehen und NWO Skits. Die WCW war der Brand, auch wenn die NWO “Cool“ war, so war sie dennoch nur ein Teil der WCW.
-Als der Erfolg der NWO Storyline schon 1997 zurueck ging, da entschied man sich falsch. Anstatt zu der Entscheidung zu kommen:“Die NWO Storyline ist nicht mehr so erfolgreich, wir beenden sie.“ Kam man zu der Entscheidung:“Lasst uns noch mehr NWO`s machen.“ Also gab es NWO Hollywood gab, NWO Wolfpack, NWO B-Team etc.
-Ein wichtiger Punkt ist das in der NWO drei Wrestler waren die eine Creative Control Klausel hatten und eine limitierte Anzahl von Auftritten, das waren Hulk Hogan, Kevin Nash und Scott Hall. Das war ein riesen Fehler, nicht nur was die NWO betrifft, sondern der gesamten WCW. Die konnten jederzeit sagen das sie diese Storyline ablehnen, oder jenes Match nicht verlieren. Deswegen wurden sehr haeufig WCW Monday Nitro Ausgaben noch umgeschrieben als die Shows schon liefen. Mal ganz abgesehen davon das die Moral darunter litt, so war das auch fuer Qualitaet sehr schlecht.
-Wie Steve Gerweck so halte ich auch den wichtigsten Punkt bei der Betrachtung der NWO fuer: Eric Bischoff hatte keinen Plan wie diese NWO Storyline enden soll. Er hatte keine Exit Strategy. Bischoff gehoert Lob dafuer das er diese Story aufbaute, aber genauso Kritik das er nie einen wirklichen Plan hatte wie die Story enden soll. Man wusste nicht wie erfolgreich sie werden wuerde, und dann als sie so erfolgreich war hielt man daran fest, die Story wurde immer bescheuerte bis die Qualitaet sehr weit unten war, und keiner mehr es sehen wollte. Ist nicht nur bei der NWO so gewesen, das gibt es sehr haeufig, Serien sind da auch ein gutes Beispiel. Man haette jedoch spaetestens im Sommer 1997 einen Plan haben muessen wie man diese Story beenden kann, und was noch wichtiger ist, was danach kommt. Man baut schon das naechste auf waehrend man die jetzige grosse Story abschliesst.
Ich schreibe jetzt nicht alles auf was mir zu der NWO selbst einfaellt (habe ich schon an anderer Stelle gesagt), aber mein Fazit waere das die NWO Storyline und der Stable mehr negativen wie positiven Einfluss hatte. Die NWO war RIESIG 1996 und 1997, und wenn man diese beiden Jahre sieht dann hat sie einen positiven Effekt auf die WCW gehabt. Doch die NWO existierte auch 1998, 1999 und 2000, also drei weitere Jahre. Und wenn man alles zusammen nimmt war der Stable/Nash/Hall/Hogan/Bischoff eben nicht nur fuer den Aufstieg mitverantwortlich bei der WCW, sondern vorallem auch der entscheidende Punkt am Untergang der WCW.

