18.02.2003, 18:31
Daegu - Bei dem Brandanschlag auf die U-Bahn der südkoreanischen Stadt Daegu sind vermutlich weit mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach Fernsehberichten fanden Rettungsmannschaften in den ausgebrannten Waggons die sterblichen Überreste von mehr als 100 Menschen. Die Polizei bestätigte bisher offiziell 52 Tote. Die Opferzahl werde vermutlich stark steigen, da knapp 170 Menschen noch als vermisst gelten. Mehr als 100 weitere Personen wurden verletzt.
Verdächtiger festgenommen
Die Polizei vermutete Brandstiftung durch einen Einzeltäter. Ein 56-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Nach Polizeiangaben war der Mann wegen einer Geisteskrankheit behandelt worden. Das mögliche Motiv für die Tat war zunächst unklar. Die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete jedoch unter Berufung auf die Ermittler, dass der Mann wiederholt vor Familienangehörigen einen Anschlag auf das Krankenhaus angekündigt habe, in dem er behandelt worden war.
Augenzeugen berichteten, dass der Mann einen mit leicht entzündlicher Flüssigkeit gefüllten Plastikbehälter in einen Waggon geworfen habe. Passagiere hätten den Mann noch daran zu hindern versucht, den Behälter mit einem Feuerzeug anzuzünden, erzählten Augenzeugen im koreanischen Fernsehen. "Der Mann ließ das Feuerzeug fallen und der Zug fing Feuer", sagte einer der Fahrgäste.
600 Menschen in dem Zug
Der Brand brach während der Fahrt in der Nähe einer Station im Zentrum Deagus aus. Nach Berichten des Nachrichtensenders YTN waren zum Zeitpunkt der Katastrophe etwa 600 Fahrgäste in dem Zug. Zahlreiche Waggons hätten Feuer gefangen, hieß es. Die Flammen breiteten sich laut Brandexperten rasch über die gepolsterten Sitze aus. Die meisten der eingeschlossenen Opfer erstickten und starben durch giftige Rauschgase. Die Menschen in der Station versuchten panikartig über die Ausgänge nach draußen zu gelangen.
Fischer spricht Südkoreanern Beileid aus
Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den Menschen in Südkorea sein Mitgefühl ausgesprochen. "Mit großer Betroffenheit verfolgen wir in Deutschland die furchtbaren Nachrichten von dem Brandanschlag auf eine U-Bahn in der Stadt Daegu, der so viele Todesopfer gefordert hat", heißt es in einem Kondolenzschreiben an seinen südkoreanischen Amtskollegen. "Wir fühlen mit der koreanischen Bevölkerung in ihrem Schock und ihrer Trauer."
Giftige Gase behindern Rettungsarbeiten
Das Fernsehen zeigte Bilder, wie Rettungsmannschaften Fahrgäste von den Ausgängen einer U-Bahnstation nach draußen trugen. Aus dem U-Bahnschacht stiegen schwarze Rauchwolken. Der Zugang zu der Brandstelle sei durch giftige Gase behindert worden, hieß es.
Daegu ist mit knapp 2,5 Millionen Menschen die drittgrößte Stadt des Landes und liegt etwa 300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Sie war auch eine der Austragungsorte für die Fußballweltmeisterschaft 2002!
Quelle: aol.de
Verdächtiger festgenommen
Die Polizei vermutete Brandstiftung durch einen Einzeltäter. Ein 56-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Nach Polizeiangaben war der Mann wegen einer Geisteskrankheit behandelt worden. Das mögliche Motiv für die Tat war zunächst unklar. Die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete jedoch unter Berufung auf die Ermittler, dass der Mann wiederholt vor Familienangehörigen einen Anschlag auf das Krankenhaus angekündigt habe, in dem er behandelt worden war.
Augenzeugen berichteten, dass der Mann einen mit leicht entzündlicher Flüssigkeit gefüllten Plastikbehälter in einen Waggon geworfen habe. Passagiere hätten den Mann noch daran zu hindern versucht, den Behälter mit einem Feuerzeug anzuzünden, erzählten Augenzeugen im koreanischen Fernsehen. "Der Mann ließ das Feuerzeug fallen und der Zug fing Feuer", sagte einer der Fahrgäste.
600 Menschen in dem Zug
Der Brand brach während der Fahrt in der Nähe einer Station im Zentrum Deagus aus. Nach Berichten des Nachrichtensenders YTN waren zum Zeitpunkt der Katastrophe etwa 600 Fahrgäste in dem Zug. Zahlreiche Waggons hätten Feuer gefangen, hieß es. Die Flammen breiteten sich laut Brandexperten rasch über die gepolsterten Sitze aus. Die meisten der eingeschlossenen Opfer erstickten und starben durch giftige Rauschgase. Die Menschen in der Station versuchten panikartig über die Ausgänge nach draußen zu gelangen.
Fischer spricht Südkoreanern Beileid aus
Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den Menschen in Südkorea sein Mitgefühl ausgesprochen. "Mit großer Betroffenheit verfolgen wir in Deutschland die furchtbaren Nachrichten von dem Brandanschlag auf eine U-Bahn in der Stadt Daegu, der so viele Todesopfer gefordert hat", heißt es in einem Kondolenzschreiben an seinen südkoreanischen Amtskollegen. "Wir fühlen mit der koreanischen Bevölkerung in ihrem Schock und ihrer Trauer."
Giftige Gase behindern Rettungsarbeiten
Das Fernsehen zeigte Bilder, wie Rettungsmannschaften Fahrgäste von den Ausgängen einer U-Bahnstation nach draußen trugen. Aus dem U-Bahnschacht stiegen schwarze Rauchwolken. Der Zugang zu der Brandstelle sei durch giftige Gase behindert worden, hieß es.
Daegu ist mit knapp 2,5 Millionen Menschen die drittgrößte Stadt des Landes und liegt etwa 300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Sie war auch eine der Austragungsorte für die Fußballweltmeisterschaft 2002!
Quelle: aol.de

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