28.03.2007, 00:09
Herzlich Willkommen zu einer Spezial Ausgabe von Nef`s Voice. Im Januar 2007 sagte Dana White in einem Interview der Baltimore Sun: “You ain't seen nothing yet. Wait 'til you see 2007. We're going to blow everybody's mind again in 2007.” Dann im Februar folgte ein Interview mit NBC Sports indem der UFC President auf die Frage, welcher Fighter dieses Jahr zur UFC noch kommt, antwortete:”I'm going to get them all. I'm getting everybody; they're all going to be with us.” Ich denke UFC President Dana White hat nicht zuviel versprochen, denn heute war es schliesslich soweit, und es wurde offiziell bestaetigt das die Fertitta`s nun auch Pride FC aufkauften von Dream Stage Entertainment (DSE). Eine Ueberraschung war das keinesfalls, denn die Geruechte gab es schon seit mitte 2006, und den Niedergang von Pride FC konnte man in den letzten Monaten auch gut sehen, ausserdem sagte Lorenzo Fertitta das man seit 11 Monaten mit DSE verhandelte ueber den kauf von Pride FC. Aber auch wenn es nicht ueberraschend kam, so ist es dennoch die groesste Newsstory in der MMA Geschichte!
Jeder Mixed Martial Arts Fan, egal ob nun UFC Fan oder Pride FC Fan fragt sich natuerlich, wie geht es nun weiter mit Pride Fighting Championship? Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Frage wohl kaum zu beantworten, weil bisher nicht viele Details bekannt sind. Was bei der Pressekonferenz bekannt wurde ist, das Pride FC unter den Fertitta`s nicht unter Zuffa laufen wird, sondern eine neue Abteilung mit dem Namen “Pride FC Worldwide Holdings LLC“ gegruendet wird. Somit ist Zuffa LLC daran nicht beteiligt, was eben einen Unterschied macht, wenn man bedenkt das UFC President Dana White 10% Eigentuemer von Zuffa ist (dazu spaeter mehr). Die Associated Press berichtet zudem das die Fertitta`s knapp unter $70 Millionen bezahlten um Pride FC zu kaufen. Wie Lorenzo Fertitta bestaetigte, spielte man hier auf Zeit, weil man genau wusste das Pride FC ohne TV Deal keine Chance haette. Je laenger die Verhandlungen dauerten, desto schlechter wurde die Verhandlungsposition von DSE, und am ende konnten die Fertitta`s dann doch relativ einfach und billig den einstigen groessten Konkurrenten aufkaufen, der es zum schluss jedoch nichtmehr war!
Den ersten Schritt richtung Besserung haben die Fertitta`s bereits getroffen, indem Pride FC President und CEO von Dream Stage Entertainment Nobuyuki Sakakibara zum Ruecktritt gezwungen wurde. Dieser Ruecktritt haette schon vor sehr langer Zeit erfolgen sollen, dann waere es vielleicht garnicht soweit gekommen. Nobuyuki Sakakibara ist das Ausshaengeschild fuer den Niedergang von Pride FC. Unter seiner Presidentschaft sanken die Ratings der TV Shows von Pride FC, die Einnahmen gingen rapide zurueck, es gab das Mike Tyson Fiasko, zuletzt die Millionen Klage von Ed Fishman, und nicht zuvergessen den Yakuza Skandal der der endgueltige Sargnagel war. Die Frage ist nur, ob Sakakibara wirklich zuruecktritt, oder ob er im Hintergrund nicht doch eine der leitenden Figuren bleibt? Denn Sakakibara hatte bisher die Trademark Rechte an dem Pride FC Namen und dem Pride FC Logo, die gehoerten ihm und nicht DSE. Wird er also weiterhin bei Pride FC bleiben, oder wirklich abtretten? Doch zurueck zu seinen Flops, alle Misserfolge von Nobuyuki Sakakibara aufzuzaehlen wuerde den Rahmen der Kolumne sprengen, die wichtigsten die zum Niedergang von Pride FC fuehrten will ich hier jedoch nennen. Da waere zum einen der Bushido Flop. Wer erinnert sich nicht an die ersten Bushido Shows die Theme`s hatten wie “Gracie Family vs Japan“. Das uebel wurde erst ertraeglich als die Bushido Shows unter dem DEEP Matchmaking fiel, und man vornehmlich Lightweights und Welterweights zusehen bekam, und einige der besten MMA Shows die es jemals gab. Finanziell Erfolgreich waren jedoch die Bushido Shows nie, und zuletzt auch nichtmehr die Pride FC Shows! Auch deswegen nicht, weil es Pride FC nicht verstanden hat einen Nachfolger von Kazushi Sakuraba aufzubauen, oder allgemein einen Fortschritt erkennen zulassen im Aufbau von Stars. Und der Niedergang von Kazushi Sakuraba und auch den Gracies ist in Japan ein wichtiger Grund gewessen fuer den Niedergang von Pride FC.
Oder nehmen wir nur mal die Pride FC Grand Prix`s, die ein wichtiger Bestandteil der Promotion waren, und Nobuyuki Sakakibara der Verantwortliche dafuer war. Es gab viele legendaere GP`s ueber die Jahre wie den Pride FC Middleweight Grand Prix 2005, den Pride FC Heavyweight Grand Prix 2004, oder den Pride FC Lightweight Grand Prix 2005. Die GP Anzahl wurde jedoch stetig erhoeht, weil GP Shows das doppelte (!) an Einnahmen brachte wie normale Pride FC Shows, auch weil die Tickets einer GP Show viel teurer waren als bei regulaeren Pride FC Shows. Als die “normalen“ Pride FC Shows jedoch nichtmehr so erfolgreich waren, da hielt Sakakibara eben einfach 2-3 GP`s pro Jahr ab, um den Finanziellen Verlust auszugleichen. Doch zwei Dinge sprachen dagegen, zum einen waren GP`s am ende nichtsmehr besonderes, weil man 2-3 GP`s pro Jahr sah, und somit auch das Interesse in Japan daran schwand. Und noch viel wichtiger ist, das die ganzen Grand Prix`s einen Fortschritt in den Weight Division`s verhinderten, denn man erzielt haette mit kontinuirlichem Matchmaking ueber die Jahre! Denn viele neue und junge Talente wurden in GP`s in grossen Fights eingesetzt obwohl sie garnicht dafuer bereit waren. Die Folge war, das es am ende bei Pride FC zwar in jeder Gewichtsklasse die 4-5 Top Stars gab, jedoch neuere Fighter ueberhaupt nicht aufgebaut werden konnten, weil sie oft in den GP`s eingesetzt wurden, und die Gewichtsklassen sogut wie alle Upgefuckt waren (man denke an das LW oder WW Fiasko).
Dann bekam es Nobuyuki Sakakibara seit June 2006 nicht hin fuer Pride FC einen TV Deal in Japan zu organisieren. An was das nun lag, ob das mit ihm oder mit DSE in Verbindung stand, das wird nun zeigen ob es den Fertitta`s gelingt einen TV Deal schnell in Japan zu bekommen. Doch die Unfaehigkeit von Nobuyuki Sakakibara in 15 Monaten keinen neuen TV Deal auszuhandeln, haette viel frueher zu seinem Ruecktritt fuehren muessen. Das alles ist jedoch noch harmlos gewessen, wenn man an die totale Unfaehigkeit des US Production Management`s unter “Jerry“ Millen von Pride FC denkt. Der Versuch von Pride FC auf dem Amerkanischen Markt Fuss zufassen, kann man nur als Peinlich bezeichnen. Als im June 2006 Pride FC in Japan den TV Deal mit dem Fuji Television Network verlor aufgrund des Yakuza Skandals, da dachte sich DSE das jetzt der richtige Zeitpunkt waere um in die USA zugehen. Dieser “richtige Zeitpunkt“ war jedoch schon zwei Jahre abgefahren, und so waren die zwei Pride FC Shows in den USA (Pride FC 32-The Real Deal und Pride FC 33-The Second Coming) sicherlich von der Qualitaet der Fights und der Production gute Shows, Finanziell waren es jedoch riesen Flops, und DSE verlor nochmal einige Millionen Dollar zusaetzlich. Eigentlich sollte die US Expansion Pride FC vor dem Verkauf retten, am ende stellt sich nun heraus, das es denn Verkauf nur noch beschleunigt hat!
Jeder Mixed Martial Arts Fan, egal ob nun UFC Fan oder Pride FC Fan fragt sich natuerlich, wie geht es nun weiter mit Pride Fighting Championship? Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Frage wohl kaum zu beantworten, weil bisher nicht viele Details bekannt sind. Was bei der Pressekonferenz bekannt wurde ist, das Pride FC unter den Fertitta`s nicht unter Zuffa laufen wird, sondern eine neue Abteilung mit dem Namen “Pride FC Worldwide Holdings LLC“ gegruendet wird. Somit ist Zuffa LLC daran nicht beteiligt, was eben einen Unterschied macht, wenn man bedenkt das UFC President Dana White 10% Eigentuemer von Zuffa ist (dazu spaeter mehr). Die Associated Press berichtet zudem das die Fertitta`s knapp unter $70 Millionen bezahlten um Pride FC zu kaufen. Wie Lorenzo Fertitta bestaetigte, spielte man hier auf Zeit, weil man genau wusste das Pride FC ohne TV Deal keine Chance haette. Je laenger die Verhandlungen dauerten, desto schlechter wurde die Verhandlungsposition von DSE, und am ende konnten die Fertitta`s dann doch relativ einfach und billig den einstigen groessten Konkurrenten aufkaufen, der es zum schluss jedoch nichtmehr war!
Den ersten Schritt richtung Besserung haben die Fertitta`s bereits getroffen, indem Pride FC President und CEO von Dream Stage Entertainment Nobuyuki Sakakibara zum Ruecktritt gezwungen wurde. Dieser Ruecktritt haette schon vor sehr langer Zeit erfolgen sollen, dann waere es vielleicht garnicht soweit gekommen. Nobuyuki Sakakibara ist das Ausshaengeschild fuer den Niedergang von Pride FC. Unter seiner Presidentschaft sanken die Ratings der TV Shows von Pride FC, die Einnahmen gingen rapide zurueck, es gab das Mike Tyson Fiasko, zuletzt die Millionen Klage von Ed Fishman, und nicht zuvergessen den Yakuza Skandal der der endgueltige Sargnagel war. Die Frage ist nur, ob Sakakibara wirklich zuruecktritt, oder ob er im Hintergrund nicht doch eine der leitenden Figuren bleibt? Denn Sakakibara hatte bisher die Trademark Rechte an dem Pride FC Namen und dem Pride FC Logo, die gehoerten ihm und nicht DSE. Wird er also weiterhin bei Pride FC bleiben, oder wirklich abtretten? Doch zurueck zu seinen Flops, alle Misserfolge von Nobuyuki Sakakibara aufzuzaehlen wuerde den Rahmen der Kolumne sprengen, die wichtigsten die zum Niedergang von Pride FC fuehrten will ich hier jedoch nennen. Da waere zum einen der Bushido Flop. Wer erinnert sich nicht an die ersten Bushido Shows die Theme`s hatten wie “Gracie Family vs Japan“. Das uebel wurde erst ertraeglich als die Bushido Shows unter dem DEEP Matchmaking fiel, und man vornehmlich Lightweights und Welterweights zusehen bekam, und einige der besten MMA Shows die es jemals gab. Finanziell Erfolgreich waren jedoch die Bushido Shows nie, und zuletzt auch nichtmehr die Pride FC Shows! Auch deswegen nicht, weil es Pride FC nicht verstanden hat einen Nachfolger von Kazushi Sakuraba aufzubauen, oder allgemein einen Fortschritt erkennen zulassen im Aufbau von Stars. Und der Niedergang von Kazushi Sakuraba und auch den Gracies ist in Japan ein wichtiger Grund gewessen fuer den Niedergang von Pride FC.
Oder nehmen wir nur mal die Pride FC Grand Prix`s, die ein wichtiger Bestandteil der Promotion waren, und Nobuyuki Sakakibara der Verantwortliche dafuer war. Es gab viele legendaere GP`s ueber die Jahre wie den Pride FC Middleweight Grand Prix 2005, den Pride FC Heavyweight Grand Prix 2004, oder den Pride FC Lightweight Grand Prix 2005. Die GP Anzahl wurde jedoch stetig erhoeht, weil GP Shows das doppelte (!) an Einnahmen brachte wie normale Pride FC Shows, auch weil die Tickets einer GP Show viel teurer waren als bei regulaeren Pride FC Shows. Als die “normalen“ Pride FC Shows jedoch nichtmehr so erfolgreich waren, da hielt Sakakibara eben einfach 2-3 GP`s pro Jahr ab, um den Finanziellen Verlust auszugleichen. Doch zwei Dinge sprachen dagegen, zum einen waren GP`s am ende nichtsmehr besonderes, weil man 2-3 GP`s pro Jahr sah, und somit auch das Interesse in Japan daran schwand. Und noch viel wichtiger ist, das die ganzen Grand Prix`s einen Fortschritt in den Weight Division`s verhinderten, denn man erzielt haette mit kontinuirlichem Matchmaking ueber die Jahre! Denn viele neue und junge Talente wurden in GP`s in grossen Fights eingesetzt obwohl sie garnicht dafuer bereit waren. Die Folge war, das es am ende bei Pride FC zwar in jeder Gewichtsklasse die 4-5 Top Stars gab, jedoch neuere Fighter ueberhaupt nicht aufgebaut werden konnten, weil sie oft in den GP`s eingesetzt wurden, und die Gewichtsklassen sogut wie alle Upgefuckt waren (man denke an das LW oder WW Fiasko).
Dann bekam es Nobuyuki Sakakibara seit June 2006 nicht hin fuer Pride FC einen TV Deal in Japan zu organisieren. An was das nun lag, ob das mit ihm oder mit DSE in Verbindung stand, das wird nun zeigen ob es den Fertitta`s gelingt einen TV Deal schnell in Japan zu bekommen. Doch die Unfaehigkeit von Nobuyuki Sakakibara in 15 Monaten keinen neuen TV Deal auszuhandeln, haette viel frueher zu seinem Ruecktritt fuehren muessen. Das alles ist jedoch noch harmlos gewessen, wenn man an die totale Unfaehigkeit des US Production Management`s unter “Jerry“ Millen von Pride FC denkt. Der Versuch von Pride FC auf dem Amerkanischen Markt Fuss zufassen, kann man nur als Peinlich bezeichnen. Als im June 2006 Pride FC in Japan den TV Deal mit dem Fuji Television Network verlor aufgrund des Yakuza Skandals, da dachte sich DSE das jetzt der richtige Zeitpunkt waere um in die USA zugehen. Dieser “richtige Zeitpunkt“ war jedoch schon zwei Jahre abgefahren, und so waren die zwei Pride FC Shows in den USA (Pride FC 32-The Real Deal und Pride FC 33-The Second Coming) sicherlich von der Qualitaet der Fights und der Production gute Shows, Finanziell waren es jedoch riesen Flops, und DSE verlor nochmal einige Millionen Dollar zusaetzlich. Eigentlich sollte die US Expansion Pride FC vor dem Verkauf retten, am ende stellt sich nun heraus, das es denn Verkauf nur noch beschleunigt hat!
