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Nef´s Voice: 02.12.05-How to improve the UFC
#1
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Nef`s Voice. Die UFC schwebt momentan auf einer Erfolgswelle, aber mir kommt es so vor, wie erfolgreicher die UFC wird, desto schlechter werden ihre Shows. Das ist jedenfalls eine Erkentniss zu der ich in den letzten drei Jahren gekommen bin. Die UFC hat Erfolg weil sie keine Konkurrenz hat in Nord Amerika, und den Vorteil hat einen relativ neuen Sport ins Mainstream (TV) zubringen. Sollten aber mal die Amerikanischen Fans etwas von Pride FC hoeren, und sollte Pride FC wirklich ernsthaft auf den Amerikanischen Markt draengen (wonach es noch nicht aussieht), dann haette die UFC eine Konkurrenz und ein ernsthaftes Problem. In der naechsten Woche kommt hierzu von mir eine Kolumne die sich mit dem Thema UFC vs Pride FC ausfuehrlich beschaeftigt. Einige meiner Vorschlaege koennten auch fuer andere Promotions gelten, und einige Vorschlaege sind durch die State Athletic Commissions nicht umsetzbar. Folgend mal 10 Punkte bei denen ich denke das sie die UFC erheblich verbessern koennten bzw sie mir gefallen.

10. Keine Post Fight Interviews mehr
“Zuerst einmal moechte ich meinen Sponsoren danken ohne die dieser grossartiger Erfolg nicht zustande gekommen waere. Da waere zum einen McDonald, die diesen suessen Chickenwings machen. Dann natuerlich Fight Gear die mir $200 bezahlen damit ich sie hier erwaehne. Und last but not least meinen ganzen Freunden, Jesus Christ, Nissan & Toyota, meiner Frau meinen zwei ungeborenen Soehnen und meinen Trainingspartnern die sich jeden Tag den Arsch aufreissen, Great Guys“. Oh sorry, kleiner Upfuck ich dachte ich stehe gerade im Octagon nach einem Fight. Das geht bestimmt nicht gegen die Fighter, aber bei jedem UFC Event ist das einer der Hauptkritikpunkte und sieht es einfach nach einer B-Level Show aus. Die Fighter bringen sogar Zettel mit und lesen ihre Sponsoren ab. Joe Rogan fragt etwas, und als Antwort bekommt er das er erstmal seinen Sponsoren danken will. Ein absolutes Unding. Die UFC hat bei UFN2 ihren Fighters $2000 bezahlt, damit sie nicht ihren Sponsoren danken muessen. Das ist schonmal der erste Schritt, das man den Fightern mehr bezahlt, damit die Fightgage hoeher ist als das Sponsoring. Vielleicht sollte die UFC auch ueberlegen, das man dem Gewinner eines Fights, einfach nicht interviewt, sondern ihm das Mic gibt und er in 30-45 Sekunden sagen kann was er will (ausser den Sponsoren zudanken). So macht es Pride FC, und das kommt um welten besser rueber als die kuenstlichen Interviews bei der UFC.

9. No More Celebrities
Das ist ein Punkt denn ich wirklich hasse, vorallem seit diesem Jahr. Frueher wurden 1-2 Celebrities eingeblendet, meistens war eine von beiden Juliette Lewis und der andere Michael Clark Duncan oder Chuck Zito. Nun da die UFC Mainstream und momentan “IN“ ist sieht man nur noch Celebrities, und dann werden sie noch alle paar Minuten eingeblendet. Das waere ja schon schlimm genug, aber dann werden diese Celebrities auch noch gefragt wer im Main Event gewinnt. Was interessiert mich was Vin Diesel, Shaq, Mario Lopez, Chuck Zito, Pamela Anderson, Cindy Crawford, Vanilla Ice, Ray Liotta, Mick Foley, Ice T oder sonst irgendein “Celebrity“ denken wer im Main Event gewinnt? Das interessiert doch keinen, und vorallem wenn jeder MMA Fan heraushoert aus ihren Statements das sie keine Ahnung haben worueber sie eigentlich reden. Tut die NFL beim Superbowl Celebrities ihre Meinung abgeben lassen wer gewinnt? Nein man befragt alte NFL Veteranen und NFL Spieler/Trainer. Und genau das sollte die UFC machen, ihre eigenen Fighter/Trainer befragen wie der Main Event ausgeht, was man zum Teil macht wenn keine Celebrities in der naehe sind.

8. Bessere Judges/Referee`s!
Das ist ein Punkt der zaehlt genauso fuer K-1 und Pride FC. In Japan ist man es ja gewohnt das Japanische Fighter bei den Judges wie auch Referee`s bevorzugt werden. Bei der UFC hingegen haben sich seit etlichen Shows immer mehr und mehr Fehler/Fehlurteile bemerkbar gemacht. Ein ganz simples Beispiel ohne Wertung. Ein UFC Fight geht ueber 3 Runden, am ende entscheiden die drei Judges ueber den Fight. Einer der Judges wertet den Fight mit 29-27 an Fighter A, der zweite mit 29-28 an Fighter B, und der dritte Judge mit 30-27 an Fighter B. Das bedeutet ein Judge hat alle 3 Runden an Fighter B gegeben, waehrend ein Judge den Fight mit 2 Runden an Fighter A gab. Das duerfte selbst dem groessten Laien auffallen das da was nicht stimmt, wenn Judges 5 Runden dazwischen haben in ihrer Wertung. So geschehen bei UFN im August zwischen Cote und Leben. Das ist eine absolute Peinlichkeit und darf auf dem Level der UFC nicht passieren, und es ist kein Einzellfall. Die UFC sollte anstatt Leute von den State Athletic Commissions, lieber alte MMA Fighter als Judges einsetzen (auch wenn das mehr an den Athletic Commissions liegt). Denn wer kann wohl einen MMA Fight besser beurteilen, irgendein Boxing Judge oder ein ehemaliger MMA Fighter?

Kommen wir mal zu den Referee`s. Die UFC hat sicherlich mit John McCarthy, Herb Dean und Larry Landlass drei der besten Referee`s im MMA. Steve Mazagatti machte zuletzt jedoch etliche Fehler, und von Cecil Peoples wollen wir erst garnicht reden. Referee`s sollen natuerlich Fighter schuetzen, aber sie sollen nicht den Fight entscheiden, das ist die Aufgabe der Fighter! Das Regelbuch der UFC sieht vor, das ein Fight durch einen Referee abgebrochen werden kann, wenn einer der Fighter sich nicht “intelligent“ verteidigt. Soweit sogut. Zuletzt musste man jedoch bei Mazagatti und Peoples vermehrt feststellen das sie Fights abbrachen die nicht ansatzweisse zuende waren, andere Fights hingegen liesen sie laufen obwohl man haette laengst abbrechen muessen. Pete Sell vs Nathan Quarry bei UFN, Cecil Peoples bricht den Fight nachdem ersten Schlag ab, Sell war nichtmal ansatzweisse KO und verteidigte sich noch. Griffin vs Sinosic, Mazagatti bricht den Fight ab nachdem Sinosic zu Boden ging, jedoch die Beine hoch nahm fuer die Guard. Das nenne ich Intelligentes verteidigen von Sinosic. Oder nehmen wir als Gegenbeispiel Sean Gannon vs Branden Lee Hinkle, Mazagatti lies den Fight viel zu lange laufen bis Gannon aussah wie ein Schwein das geschlachtet wurde. Gannon hat sich die ganze Zeit nicht ansatzweisse Intelligent verteidigt, sodass der Fight haette viel frueher haette abgebrochen werden muessen. Gute Referee Leistungen sind neben den Leistungen der Fighter das wichtigste im MMA. Waere Cecil Peoples der Referee bei UFC 52 im Trigg vs Hughes Fight gewessen, wir haetten heute nicht Hughes sondern Trigg als UFC Welterweight Champion.

7. Das Format von The Ultimate Fighter aendern
Ich war nie ein Freund der UFC Casting Show, und werde es nie werden. Waere ich kein hardcore MMA Fan, wuerde ich mir die Show nicht ansatzweisse anschauen. Dennoch zeigte sich der grosse Fehler des Konzeptes bei der ersten Staffel. Die Kandidaten sind keine Top Fighter, sie sind C bis B Level Fighter. Raus kommen natuerlich auch keine sonderlich guten MMA Fights. Mein groesster Kritikpunkt ist aber das Hauptkonzept der Show, das 16 Fighter antretten und nur einer von jeder Gewichtsklasse einen UFC Vertrag erhaelt. Ein Witz, denn wie man an der ersten Staffel sah, bekam fast jeder einen UFC Vertrag. So was ist der Zweck der Show wenn sowieso jeder bei der UFC landet? Das Team Konzept ist zudem schlecht, verliert ein Team zwei Fights in Folge, bekommen sie in der Gewichtsklasse einfach einen Fighter vom anderen Team. Dana White wirkt in der zweiten Staffel wie eine billige Kopie von Ted Turner und Vince McMahon Jr. Die Challenges in jeder Woche sind ein Witz, manche uebungen kennt man aus der High School, und was gewinnen die Teams wenn sie eine Challenge gewinnen? Videospiele, DVD`s und sie duerfen einen Fight aussuchen, Wooooo great.

So wie kann man The Ultimate Fighter verbessern. Ganz einfach, man tut das ohnehin schlechte Casting Konzept streichen. Es waere fuer die vierte Staffel (die dritte steht ja schon fest) die ohnehin aenderungen benoetigt viel besser wenn man sie dazu benutzt die Lightweight Division wieder einzufuehren. Es gibt genug gute Lightweight Fighter auf der Welt, und die Fights von den 155 Pounds Fightern sind ohnehin fast immer Spektakulaerer und sehr gut (Bushido 9 anyone?). Wieso nimmt die UFC nicht einfach 16 Lightweight Fighter und setzt ein Tournament an. Der Gewinner bekommt nicht so etwas wie Geld oder ein UFC Vertrag, sondern er wird neuer UFC Lightweight Champion. Das waere viel interessanter wie das jetzige Konzept das sowieso nur die Hardcore MMA Fans verschreckt und mittelmaessige Fighter zu “Stars“ macht.

6. Besseres Matchmaking bei Titlefights!
Auch dieser Kritikpunkt koennte man an viele Promotions richten, doch insbesondere an die UFC seit etlichen Jahren. Ich bin grosser Joe Silva Fan und halte ihn fuer den besten Matchmaker im MMA, bei Titlefights jedoch hat er kein “Glueck“. Zwei Beispiele aus der juengsten Vergangenheit, Justin Eilers bekommt gegen Andrei Arlovski einen Titleshot nachdem er zuvor selber eine KO Niederlage erleiden musste. Warum hat er einen Titleshot verdient? Paul Buentello bekommt einen Titleshot bei UFC 55, sein #1 Contender Status kann man traurigerweisse sogar noch verstehen, aber einen Titlefight haette er dennoch nicht bekommen sollen. Was kam dabei raus, Arlovski zerstoert seine Gegner als waeren es Anfaenger. Zwei Titlefights, zwei ungleiche Fights. Die UFC stellt die Herausforderer als Gleichwertig da, das sind sie jedoch bei weitem nicht. Man koennte noch etliche Beispiele mehr aufzaehlen, zum Beispiel warum Nathan Quarry einen Titleshot gegen Rich Franklin bekommen hat, warum Vitor Belfort bei UFC 46 einen Titleshot gegen Randy Couture bekam, wieso Matt Lindland nie eine Titlechance bekam usw, usw. Ein Titleshot sollte etwas sein, was man sich verdient hat durch Siege, und zwar Siege gegen Contender und nicht gegen Cans! Wenn man aber sieht wer bei der UFC zuletzt alles Titlefights bekam, dann kommt man aus dem Kopfschuetteln garnichtmehr raus.
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#2
5. Mehr Fights bei einem PPV
Dieser Punkt fiel besonders in den letzten UFC Shows auf, als auch das Matchmaking nachlies. Bei UFC 55 waren alle 5 Live Fights ausgestrahlt gewessen, und es waren gerademal eine Stunde und 30 Minuten rum beim PPV, und es wurden noch nichtmal alle Prelim Fights gezeigt! Wer zahlt schon $34,99 um 5 Live Fights anzuschauen? Die UFC sollte anstatt 30 Commercials beim PPV zu zeigen, und die unnoetigen Post Fight Interviews, lieber zwei Live Fights zur Card hinzufuegen. Das man also 7 Live Fights hat wie bei Pride FC, und dann noch 2-3 Prelim Fights die man zeigen kann auf der DVD oder nachdem PPV falls noch Zeit ist. Durch den Erfolg zuletzt und den sicherlich hoeheren Buyrates und Zuschauereinahmen koennte man das sich definitiv leisten. Der Kostenfaktor duerfte hier also nicht zaehlen.

4. Keine C Level Fighter mehr einsetzen
In diesem Jahr hielt die UFC erstmals 10 Live Shows ab, mehr Shows bedeutet auch das man mehr Fighter braucht. Und das hat die UFC in diesem Jahr groesstenteils mit C Level Fighter aufgefuellt. In erster Linie natuerlich durch The Ultimate Fighter 1 und 2, bei beiden Staffeln zusammen nahmen 31 Fighter teil, davon sind vielleicht 5 wirklich auf UFC Niveau momentan, der rest braucht noch einige Jahre fuer die Entwicklung, oder sollte lieber gleich wieder zurueck zu ihrem Tagesjob gehen. Natuerlich hat auch Pride FC oder K-1, Pancrase oder ROTR Fighter die nicht in einen Ring/Cage gehoeren, aber bei Pride faellt es weniger auf weil es nicht diese Haeufigkeit hat. Was Fighter wie Sean Gannon, Alex Karalexis, Ron Faircloth, Edwin Dewees, Pete Spratt, Shonie Carter, Koji Oishi, Brian Gassaway, Bill Mahood und fast der gesamte Cast von TUF2 in der UFC 2005 zusuchen hat, muss jemand mir noch erklaeren. Da viele der TUF 1 Teilnehmer behalten wurde, mussten etablierte Stars und guter Fighter gehen, Matt Lindland, Frank Trigg, Ivan Salaverry, Vitor Belfort oder Renato Verissimo. Sicher waren die Gruende bei den Fightern alle unterschiedlich, aber sie alle wurden durch TUF Leute ersetzt die vielleicht momentan Populaerer sind, aber lange nicht auf dem gleichen Level fighten wie die oben genannten die gehen mussten. Es ist schwer anzusehen das die UFC Erfolg hat, aber das fast mit keiner Starpower, denn hinter Randy, Chuck, Tito und vielleicht Franklin und Hughes befindet sich momentan garnichts.

3. Weight Cutting unterbinden
Weight Cutting halte ich fuer eines der groessten Probleme in der UFC und bald im gesamten MMA. Die Gewichtsklassen wurden ja in der UFC eingefuehrt damit Fighter nicht durch das Gewicht einen Vorteil haben. Doch genau das passiert durch das Weight Cutting. Viele UFC Fighter/Champions betrieben und betreiben Weight Cutting, sei es Tito Ortiz, Randy Couture, Chuck Liddell, Evan Tanner, Rich Franklin, Joe Riggs oder Matt Hughes. Nehmen wir Tito Ortiz als Beispiel, er trat in der 205 Pounds Gewichtsklasse an, das Weight Cutting erlaubte ihm jedoch 225 Pounds bei seinem Fight zuhaben. Ortiz hatte somit einen erheblichen Vorteil gegen viele Gegner die 205 Pounds (oder weniger) wogen, und gewann durch seine Power und Kraftvorteile etliche Fights. Bei UFC 56 war es Joe Riggs der durch das Weight Cutting sich seine Titlechance gegen Matt Hughes verbaute. Das Weight Cutting stellt nicht nur die Regeln auf den Kopf und ist “unfair“ gegenueber anderen Fightern, sondern es ist auch gefaehrlich. Im Boxen und Wrestling wo das Weight Cutting vor etlichen jahren auch Populaer war (und zum Teil noch ist), starben durch das Weight Cutting etliche Boxer schon. Im MMA gab es diesbezueglich noch keine Todesfaelle, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Wenn man dem Koerper soviel Wasser entzieht das es ueber 10 Pounds ausmacht, dann benoetigt der Koerper ueber 24 Stunden um das verlorene Wasser wieder aufzunehmen. Das Weight Cutting sollte verboten werden im MMA, und um das zu gewaehrleisten sollte man das Weigh In so nah wie moeglich an dem Event abhalten, sprich am Fighttag wie man es im Wrestling zum Beispiel macht.

2. UFC Grand Prix`s/Ultimate Ultimate 8 Man Tournaments
Back to the roots! Ich weiss das die State Athletic Commissions Tournament`s in Nord Amerika untersagen (ausser California in Zukunft). Na und? Dann haelt man halt das alljaehrliche Tournament in Uncasville, Connecticut ab oder California. Jedesmal wenn Pride FC ein Tournament abhaelt dann denke ich nach einiger Zeit wie gut der UFC ein alljaehrliches Tournament tuen wuerde. Es muesste garnicht so gross oder ueber mehrere Monate gehen. Aber eine UFC Show im Jahr mit einem 8 Man Tournament in Form der alten Ultimate Ultimate Events waere definitiv ein Highlight in der heutigen UFC. Man stelle sich mal ein UFC Tournament in der MW oder WW Division vor? Es haette auch was von der alten UFC, und die Tradition koennte man wieder aufleben lassen, schliesslich entstand die UFC aufgrund von Tournaments. Tournaments haben einfach das gewisse etwas, auch wenn sie entaeuschend aufgrund von Verletzungen enden koennten. Aber man sieht ja bei Pride FC was die Tournaments bedeuten und wieviel beachtung man ihnen schenkt. Es ist ein gutes Konzept das funktioniert, die besten Fighter der Promotion tretten an, um herauszufinden wer der beste Fighter von ihnen ist.

1. Bringt die Lightweight Division zurueck in die UFC!
Okay spaetestens nach der Bushido 9 Show duerfte sich jeder UFC Fan wuenschen das die Lightweight Division wieder eingefuehrt wird. Nicht nur das die Bushido Vol.9 Show wohl was die Fights angeht die beste MMA Show aller Zeiten war, sie hatte auch etliche Fight of the Year Kandidaten, sei es Hansen vs Edwards, Gomi vs Azeredo, Sakurai vs Hansen, Sakurai vs Pulver und natuerlich Gomi vs Kawajiri. Und wenn man die UFC durchgeht, dann findet man auch da grossartige Lightweight Fights, BJ Penn vs Caol Uno, Hermes Franca vs Caol Uno, Yves Edwards vs Josh Thomson, Genki Sudo vs Duane Ludwig uvm. Man wuenscht sich mittlerweile die UFC haette nicht die Lightweight Division im letzten Jahr abgesetzt sondern die Heavyweight Division. Im letzten Jahr hatte die UFC noch einige der besten Lightweight Fighter der Welt mit Genki Sudo, Yves Edwards, Matt Serra, Josh Thomson oder Hermes Franca. Und sie lieferten immer die besten Fights auf einer UFC Card und retteten manchen UFC Event vor dem verriss. Als die UFC letztes Jahr die Lightweight Division einstampfte, da verlor man einige gute Fighter an K-1 und Pride FC. Und jeder Lightweight Fight bei Bushido ist besser wie jeder Heavyweight Fight in der UFC in den letzten 5 Jahren mit ausnahme von Arlovski. Oben habe ich schon eine Idee aufgezeigt mit der man die Lightweight Division reaktivieren kann. Die Ausrede das eine 5 Gewichtsklasse zuviel Zeit in Anspruch nimmt, die hat letztes Jahr gezogen als man 5 UFC Shows hatte und 48 Fights im Jahr. Aber mit mindestens 12 Live Shows im naechsten Jahr, plus etlichen weiteren Specials ist eine 5 Weight Division kein Problem mehr.


Das waren jetzt nur 10 Vorschlaege die denke ich die UFC verbessern wuerden(jedenfalls fuer mich....), ich koennte noch etliche Dinge mehr aufzaehlen, im schnelldurchlauf waeren dies: Die UFC sollte mehr Internationale Fighter einsetzen, das Round by Round Judging abschaffen und den ganzen Fight bewerten, Konstanz bei ihren Shows zeigen und nicht nur jede zweite Show eine gute Card aufstellen. Mehr Topstars verpflichten, Griffin, Sanchez, Bonnar etc sind keine Stars! Die Topstars mehr wie zweimal im Jahr einsetzen. Die Superbowl Weekend UFC Show zum alljaehrlich groessten UFC Event machen und als etwas besonderes darstellen. Joe Rogan und Mike Goldberg als Kommentatoren ersetzen, selbst Fighter machen sich ueber ihn lustig, sei es Matt Lindland oder Forrest Griffin. Momentan ist man noch erfolgreich, aber wenn der Hype abklingt, dann wird man wahrscheinlich vor groesseren Problemen stehen, als noch vor 2004.
Nefercheperur
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#3
sehr gute kolumne auf jedenfall. Du musst eben bedenken, Nef, auch wenn es dir schwerfällt, dass du ein MMA Fan, mit offenen Augen bist, während die anderen einen Armbar nicht von einem Triangle Choke unterscheiden können. Die UFC hypet und hypet und zwar damit die Fans denken: Woah Robbie Williams bei UFC? woah.. und nicht, um das Interesse und den Background zu schüren, und Trainer zu befragen. Viele sehen UFC oberflächlich. Du kennst den Kaninchenbau. Das kann dich bestimmt sehr wahnsinnig machen, aber es ist leider wirklich wahr, dass die meisten Fans nicht wissen, wie ein anspruchsvoller MMA-Fight überhaupt aussieht...
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#4
Da hast du recht. Aber deswegen schrieb ich ja auch “fuer mich“ extra dazu. Ich bin nur ein Fan und bin nicht in der Verantwortung erfolgreich zusein. Das ist ja das gute, ich kann in meiner Kolumne schreiben was ich will, und stehe dann nicht in der Pflicht es realisieren zumuessen in der wirklichkeit. ;)

Die UFC sollte sich aber dennoch nicht an den Mainstream Fans orientieren und ihre langjaehrigen Fans verschrecken (wie neulich mit dem Internet Media Ban). Denn die UFC existiert heute nur noch wegen den langjaehrigen Fans, als die UFC niemand kannte und kennen wollte. Und die UFC wird irgendwann auch nur noch an den langjaehrigen Fans haengen. Denn eins ist auch klar, irgendwann wird der Hype zuende sein und die Mainstream Fans die durch TUF dazukamen werden sich was anderes anschauen. Ein paar werden dabei bleiben, das sind dann die, die sich fuer den Sport wirklich interessieren, die anderen sind nur die, die dem Hype gefolgt sind. Und das ist gut das der Hype mal zuende sein wird, denn dann kann man sich auch mal wieder einen UFC Event anschauen ohne das gleich gebuht wird wenn auf dem Boden sich ein Fight verlagert, oder zwei Fighter im Clinch arbeiten. Das die “neuen“ Mainstream Fans (und Mike Goldberg) ihr rechtes Ei nicht von einem Kimura unterscheiden koennen, das beweissen sie ja eindrucksvoll bei jedem neuen UFC Event.
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#5
Du hast eigentlich alles auf den Punkt gebracht. Ein Tournament wäre echt wieder eine Sache von Früher die man unbedingt wieder installieren sollte. Dann sollte von mir aus der Haupt-Event im Jahr sein beim Superbowl-Weekend. Auch dein Vorschlag was das TUF-Konzept angeht finde ich super, man hat auf der einen Seite ein besseres Konzept und auf der anderen kann man die Lightweight-Division wieder reaktivieren.

Wahrscheinlich wird man über alles wieder mehr nachdenken wenn der Hype vorbei ist und nicht alles so gut wie jetzt läuft.
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#6
Wie immer, eine klasse Kolumne Nef !

Allerdings eine Frage zum Tunier... Ich gebe ja zu, das ich erst seit einem halben Jahr die UFC intensiver verfolge, aber haltet ihr ein Tournament überhaupt noch für realisierbar ?

1.) Wenn man sich die letzten Gagen anschaut, (Hughes mit über 200.000$ etc), dann muss man sich eigentlich überlegen, was der Gute kassieren würde, wenn er an einem Abend bspw. 3x ins Octagon treten müsste. Würde Dana White so tief in die Tasche greifen ? OK, klar, man könnte auch das Turnier mit Aufbaufightern halten, um das Gehaltsgefüge einzudämmen... Allerdings: Schalten dann auch noch alle ein wenn die Topnamen fehlen ? Im Großen und Ganzen wird es der UFC in Zukunft auch nur noch um den MÖGLICHST HOHEN erzielbaren Gewinn gehen. Und spätestens dann, kann White nicht auf das Mainstream-Volk verzichten. Und für die müssten wahrscheinlich Top-Namen rangeschafft werden.

2.) Mehrfach habe ich jetzt gelesen, dass der Sport in den letzten 10 Jahren viel härter und athletischer geworden ist. Damals sind ja auch schon einige Matches ausgefallen, da der Sieger des vorherigen nicht mehr weiter machen konnte. Ist es bei den gegebenen heutigeren und angeblich härteren Bedingungen nicht noch wahrscheinlicher das so etwas passiert ?

3.) Ich denke mal ein Albtraum der UFC wäre es vermutlich wenn sich ein Arlovski ernsthaft verletzen würde. An jedem Einzelkampf den er bestreitet und den Mainevent headlined, verdient die UFC momentan ganz gut... Würde sie wirklich riskieren an einem Abend, ein 3-faches Verletzungsrisikos ihres Top-Fighters hinzunehmen ? Da kommt dann auch wieder das Finanzdilemma aus Punkt 1 hinzu...

... aber wie schon gesagt: Bin nur Laie. Kann ja sein, dass ich mich irre.
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#7
Zu Punkt 1: Natuerlich wuerde ein Matt Hughes (oder jemand anderes) nicht seine dreifache Fightgage kassieren, wenn er dreimal antritt an einem Abend als Beispiel. Diese Gage hat er ja ausgehandelt fuer einzelne Fights auf die er sich jedesmal einzeln vorbereitet ueber 2-3 Monate. Bei einem Tournament wird man sicherlich die Gage druecken, sogar erheblich, und wird dann fuer einen Abend bezahlen.

Frueher hat es ja auch funktioniert mit grossen Namen, also sehe ich da kein problem warum es heute wo die UFC ein vielfaches andem verdient wie vor 10 Jahren nicht funktionieren sollte. Zumal ein Tournament sicherlich mehr PPV Buys erzielt wie ein normaler UFC Event ohne riesen Main Event, man hat die moeglichkeit nicht einmal die Fighter zusehen, sondern zwei oder dreimal, je nachdem welches Format man waehlt (8 oder 4 Teilnehmer). Und die hoechsten Buyrates hat die UFC bis heute immernoch mit dem Tournament Format erzielt.

Zudem man schaue sich mal die Gehaelter der UFC Fighter an (siehe Topic im MMA Forum), selbst Hughes, Franklin oder Liddell. Mit verlaub das ist ein Witz was die verdienen. Franklin bekommt $26 000 pro Fight wenn er gewinnt! Er ist MW Champion und ist einer der Top Stars der Promotion, sein Pech das er einen 7 Fight Deal anfang des Jahres unterschrieben hat, als er noch relativ “klein“ war. Oder Chuck Liddell LHW Champion, verdient gerademal knapp $130 000 pro Fight wenn er gewinnt. Bei den Gagen die die UFC bezahlt koennte man 10 Chuck Liddell`s an einem Abend antretten lassen, und wuerde noch massig gewinn machen.


Zu Punkt 2. Die Fighter sind heute viel austrainierter wie es noch vor 10 Jahren der Fall war, daher ist das Verletzungsrisiko auch geringer. Zudem gibt es heute vielmehr Regeln durch die SAC in der UFC, das verringert ebenfalls die Verletzungsgefahr. Die Fighter sind heute vielmehr geschuetzt als es damals der Fall war. Das sich ein Fighter verletzt, das kann man nie ausschliessen, natuerlich ist es aergerlich vorallem in einem Tournament. Aber das ist denke ich nur ein Vorwand der immer wieder aufkommt, damit man gegen Tournaments sich aussprechen kann. Aber was ist in einem normalen Fight? Da kann sich auch ein Fighter verletzen nach ein paar Sekunden. Also macht man bei einem Tournament ein Reserve Fight und hat das Problem geloesst.

Frueher bei den UFC Tournaments gab es auch verletzungen, aber das hielt sich im Rahmen. Und Verletzungen das ein Fighter in einem Tournament nicht weiter machen kann, sind eher sellten. Wieviele MMA Promotions gibt es die Tournaments abhalten? Sehr viele, und da gibt es sehr sellten diese Verletzungsprobleme. Wie gesagt ausschliessen kann man es nicht, aber das ist keinefalls ein Grund warum man keine Tournaments abhalten sollte.


3. Ob Andrei Arlovski ein grosser Star ist bei der UFC, das waage ich noch zu bezweifeln. Die UFC pusht ihn gross, und er ist der domminante Champion, aber ein allzugrosser Box Office Draw ist er bisher nicht. Abschliessend sei gesagt, wer sagt denn das die UFC Tournaments mit Top Fightern wie Liddell, Couture oder Franklin abhalten sollte? Die LHW und HW Division ist ohnehin mies, ich denke da will niemand ein Tournament sehen. Aber stellt euch mal ein Tournament in der MW oder WW Division vor mit Fightern wie:

MW:
-David Loiseau
-Chris Leben
-Mike Swick
-Trevor Prangley
-Nathan Quarry
-Pete Sell
-Jorge Rivera
-Jeremy Horn

WW:
-Diego Sanchez
-Nick Diaz
-Karo Parisyan
-Chris Lytle
-Joe Riggs
-Sean Sherk
-Drew Fickett
-Kenny Florian

Das wuerde ja schon bei weitem reichen um fuer Spannung zu sorgen, auch ohne die ganz grossen Top Stars der UFC in der Division (Franklin, Marquardt, Hughes, Penn, St-Pierre). Wenn man sich zurueckerinnert, bei den Anfangsjahren, da gab es von 16 Fightern, vielleicht 2 die wirkliche “Stars“ waren, der rest war einfach dabei und kassierten ihre $5000 Gage.
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