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Verbot von ''Killerspielen''
#1
Ich bin dabei dieses Thema mal ins Peoplesboard zu verlagern. Mich interessiert einfach wie eure Meinung zu dem Thema lautet. Wer öfters mal Nachrichten schaut, hat sicherlich mitbekommen wie hitzig nach dem Vorfall in Emsdetten darüber diskutiert wird.


Zu den Hintergründen:
Bereits am 26. April 2006 ereignete sich in Erfurt ein Amoklauf eines Schülers. Zu den Gründen des Amoklaufes zählten für die Behörden und Politiker schnell das Spielen von ''Counter-Strike''. Aufgrunddessen
wurde der Jugendschutz im Bereich Computer und Konsolenspiele wesentlich verschärft. So mussten ab diesem Zeitpunkt auf allen Vorderseiten von Spielepackungen klar und deutlich die Altersbeschränkung abgedruckt werden. Außerdem wurden ab dem Zeitpunkt wesentlich mehr ''gewaltverherrlichenden'' Spiele indiziert, das heißt sie waren nicht mehr frei verkäuflich. Hinzu kam, das viele Spiele von der USK (Unterhaltungssoftware Selbst Kontrolle) einfach gekürzt wurden.
Dadurch bekamen viele Computerspiele und Spieler einen zweifelhaften Ruf aufgrund ihres Hobbies. Viele wurden wie immer über einen Kamm geschert.

Soweit so schlecht. Am 20. November diesen Jahres ereignete sich ein weiterer Vorfall mit Beteiligung von Computerspielen. Ein ehemaliger Schüler der Geschwister Scholl Schule in Emsdetten lief mit zwei Gewehren im Anschlag Amok und verletzte Wahllos Schüler und Lehrer, bevor er sich slebst richtete. Auch hier rückten die Spiele schnell in den Mittelpunkt, da auch dieser Täter sich viel mit ihnen beschäftigte. Zwar gab es noch viele andere Hintergründe doch die Spiele galten nunmal als die einfachste Lösung.


Die Politker und Medien des Landes beschäftigten sich wieder viel mit dem Thema. Nach einigen Tagen wurde laut, das sich vorerst nichts ändern soll und alles so bleibt wie es ist. Doch einige Tage später erregte Günther Beckstein, bayrischer Ministerpräsident, für aufsehen. Er legte umfangreiche Änderungsvorschläge zum Thema Jugendschutz vor. So sollen es hohe Haftstrafen für Entwickler und sogar Spieler geben die ''gewaltverherrlichende'' Spiele produzieren oder spielen. Doch auch hier wurde das Wort ''Killerspiel'' wieder nicht eindeutig definiert. Handelt es sich jetzt dabei um Spiele wie Doom 3 oder GTA San Andreas usw.? Zweifelhaft ist dieser Bericht schon, wenn man bedenkt, das selbst in Spielen wie World of Warcraft oder Age of Empires getötet wird. Dieser Aspekt gehört einfach zu den meisten Computerspielen vieler Genres dazu. Nach Becksteins Bericht also, würden sehr viele Computerspiele vieler Genres verboten werden.
Dieser Bericht stieß aber auch vielen anderen Politkern auf geteilte Meinungen, und doch teilen viele die Meinung des Berichts von Beckstein nicht.

Doch jetzt gibt es neue Entwicklungen in der Debatte. So schaltete sich jetzt die Europäische Union ein, so strebt diese eine Vereinheitlichung des Jugenschutzes im Bereich Computerspiele in allen Mitgliedsstaaten der EU an. So muss erwähnt werden, das das Jugendschutzgesetz in Deutschland momentan das Schärfste aller Mitgliedsstaaten ist. In Österreich zum Beispiel, sind viele gewaltverherrlichende Spiele erhältlich die hierzulande verboten sind.
Weiterer Grund der Einmischung, wenn es hierzulande wirklich verboten werden würde, viele Spiele (auch solche die nicht gewaltverherrlichend sind) nicht mehr produzieren zu dürfen, würde die Industrie sicherlich Klage gegen den europäischen Gerichtshof erheben, da die Grundsätze des europäischen Binnenmarktes durchbrochen würden.

Also je nach Ausgang des weiteren Verfahrens, würde dien EU die Vereinheitlichung anstreben, dazu ist nur eine einfache, qualifizierte Mehrheit nötig. Und weil Deutschland mit so einem Verbot praktisch im Alleingang ist, würden dann zuküftig sogar mehr Spiele in Deutschland verkauft werden.

Viele Computerspieler (auch ich) atmen in diesem Moment sicherlich auf, da das Verbot weitreichende Folgen auf die Spiele hätte, eben auch auf diese die absolut nicht verherrlichend sind. Aber der Amoklauf hatte viele stärkere Hintergründe als nur die Spiele, nur ist ein Verbot sicherlich die einfachste vermeintliche Lösung. Dabei ist der Amokläufer über das Internet frei an echte Waffen und Munition gekommen, aber darüber wir natürlich geschwiegen.

Aber wie gesagt, eure Meinug zum Thema würde mich mal interessieren.





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#2
Kleine Korrektur meinerseits: Der Erfurter Amoklauf war am 26.04.2003, nicht 2006. :winke:
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#3
Ich hab das Thema jetzt schon so oft durchgekaut, dass ich es nicht mehr hören kann. Überall gibt es solche Fälle, aber nur in Deutschland sucht man sich mit der Spielebranche ein leichtes Opfer, anstatt sich die eigenen Felher in der Sozialpolitik einzugestehen.
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#4
Wir haben da in Psychologie drüber diskutiert und sind auch nicht wirklich zu einer Übereinkunft gekommen. Fakten sind jedenfalls, dass man durch die Killerspiele den Blick zwischen Realität und Spielwelt verliert. Auf der anderen Seite kann man nicht sagen, dass alle, die solche Spiele spielen, zu potentiellen Amokläufern zählen. Was ist also der Weg? Naja, zunächst muss ganz klar Aufklärung stattfinden. Ein kleines Fallbeispiel: Ich fahre in der Bahn und höre Sechst- oder Siebtklässlern zu wie sie über Counter-Strike philosophieren. Wo also ansetzen? Zunächst bedarf es meiner Umstrukturierung oder Verbesserung des Jugendschutzes. Dazu gehört u.a., dass Minderjährigen der Zugang zu verherrlichenden Formaten jeglicher Art verboten wird. Wie anstellen? Zum Beispiel extra Geschäfte für FSK18 Artikel etc. bzw. bessere Personalüberwachung in den Geschäften und das komplette Verbot jeglicher Händler im Internet bzw. die Erweiterung der Schutzmaßnahmen. Ich könnte jetzt hier jeweils 2, 3 Adressen angeben über die man sich Pornos (kostenlos) anschauen kann bzw. etliche Shops nennen, in denen man FSK18 bekommt. Und diese Seiten erreicht man sogar über google.
Des Weiteren ist, wie erwähnt, Aufklärung nötig. Dabei sind vorallem die Eltern und meiner Meinung nach auch Jugendämter, Organisationen zur Erziehungshilfe von Bedarf.
Ihr könntet jetzt anbringen, dass die Amokläufer schon volljährig waren. Ich bin da ebenso der Meinung dass es erzieherischen Maßnahmen bedarf.
Wie ihr seht, verfassungsreif ist das alles hier auch nicht. Aber vielleicht ein guter Ansatz für eine Diskussion.
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#5
Kommen mit " Verbot " sowie so nicht Durch.
Weil wie viel Geld dadurch Flöten gehen kann sich ja jeder selber denken.
Ich spiele auch " Killer " - Spiele, und nix ist.
Wer auf diesen Spielen net klar kommt. Sollte die erst gar net ausprobieren und jut ist.
Müssen se sich was anderes halt ausdenken.

Aso, und wer wird dadurch immer in den Dreck gezogen,
Metal Mukke und die " Schwarze " ... bzw. Die Metal Scene von daher Doof
Ich finde es immer nur bescheuet dass diese Andeutungen immer gemacht werden.
In Erfurt damals war es auch glaube die " Schwarze " Scene und von der Musik.... Slipknot.
Naja ich spiele CSS trozdem weiter.
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#6
Zitat:Original von Raven
Wir haben da in Psychologie drüber diskutiert und sind auch nicht wirklich zu einer Übereinkunft gekommen. Fakten sind jedenfalls, dass man durch die Killerspiele den Blick zwischen Realität und Spielwelt verliert . Auf der anderen Seite kann man nicht sagen, dass alle, die solche Spiele spielen, zu potentiellen Amokläufern zählen. Was ist also der Weg? Naja, zunächst muss ganz klar Aufklärung stattfinden. Ein kleines Fallbeispiel: Ich fahre in der Bahn und höre Sechst- oder Siebtklässlern zu wie sie über Counter-Strike philosophieren. Wo also ansetzen? Zunächst bedarf es meiner Umstrukturierung oder Verbesserung des Jugendschutzes. Dazu gehört u.a., dass Minderjährigen der Zugang zu verherrlichenden Formaten jeglicher Art verboten wird. Wie anstellen? Zum Beispiel extra Geschäfte für FSK18 Artikel etc. bzw. bessere Personalüberwachung in den Geschäften und das komplette Verbot jeglicher Händler im Internet bzw. die Erweiterung der Schutzmaßnahmen. Ich könnte jetzt hier jeweils 2, 3 Adressen angeben über die man sich Pornos (kostenlos) anschauen kann bzw. etliche Shops nennen, in denen man FSK18 bekommt. Und diese Seiten erreicht man sogar über google.
Des Weiteren ist, wie erwähnt, Aufklärung nötig. Dabei sind vorallem die Eltern und meiner Meinung nach auch Jugendämter, Organisationen zur Erziehungshilfe von Bedarf. Ihr könntet jetzt anbringen, dass die Amokläufer schon volljährig waren. Ich bin da ebenso der Meinung dass es erzieherischen Maßnahmen bedarf.
Wie ihr seht, verfassungsreif ist das alles hier auch nicht. Aber vielleicht ein guter Ansatz für eine Diskussion.

Das ist mit Sicherheit kein Fakt!
In speziellen Einzelfällen, ide bei 0,07% liegen, trifft das zu! Die anderen 99,93% Spielen Nachmittags CS und laufen nicht Amok!

Aufklärung ist ja ne tolle Idee, und sicher auch schön zu sagen, immerhin sagts ja jeder! Aber was bringt Aufklärung?? Das Kind weiss, dass CS doof ist! Dann sagt ihm ein Kumpel, wie geil es doch wäre, und letzten Endes zählt die Stimme der Eltern doch weniger!
Die Wurzel ist nicht Cs, Doom oder MoH!
Die Wurzel ist die gessellschaft selber!
Der Einfache Zugang zu Waffen, die fehlende Aufmerksamkeit der Eltern, aber vor allem das Mobbing!
ICh kenn das zur genüge aus meiner Klasse, aus Sportvereinen etc.! Kinder fehlt oft das nötige Selbstwertgefühl, man bildet sich ein, mittels Mobben Anerkennung zu bekommen! Und genau dort sollte man ansetzen!
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#7
Aber das läuft ja auf das, was du an meiner Aussage, mit der ich mich nebenbei gesagt auf einen anderen Fakt beziehe, kritisierst, hinaus. Wenn die Gesellschaft der Grund ist, dann würde es viel mehr solcher Fälle geben. Ursachen sind sicher in der Erziehung der Einzelnen zu suchen. Und ob es sich um Veranlagung handeln kann, können wir sowieso nicht beurteilen. Es ist überaus schwierig, hier auf einen Konsens zu kommen, da weder die Wissenschaft noch sonst jemand wirklich beurteilen kann, was warum passiert. Aus dem Grund fällt es auch so schwer Täter zu charakterisieren bzw. Ursachenforschung zu betreiben.
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#8
Zitat:Original von Raven
Aber das läuft ja auf das, was du an meiner Aussage, mit der ich mich nebenbei gesagt auf einen anderen Fakt beziehe, kritisierst, hinaus. Wenn die Gesellschaft der Grund ist, dann würde es viel mehr solcher Fälle geben. Ursachen sind sicher in der Erziehung der Einzelnen zu suchen. Und ob es sich um Veranlagung handeln kann, können wir sowieso nicht beurteilen. Es ist überaus schwierig, hier auf einen Konsens zu kommen, da weder die Wissenschaft noch sonst jemand wirklich beurteilen kann, was warum passiert. Aus dem Grund fällt es auch so schwer Täter zu charakterisieren bzw. Ursachenforschung zu betreiben.

Ich vermute(auf einen Artikel vom Spiegel stützend), dass sowohl Veranlagung, als auch das Umfeld, als auch das soziale Verhältniss, als auch DEr Verlust des Hanges zur Realität(Drogen, PC-Spiele etc.) zusammenwirken!
Nicht jeder, der Cs spielt läuft Amok!!!!!!!!!!1
Nicht jeder, der stark gemobbt wird läuft Amok!!!!!!!!!
Nicht jeder der Eltern hat, die sich nicht um ihn kümmern läuft Amok!!!!!!!!!!!!!!!
Auch nicht Jeder, der Depressiv ist, Minderwertigkeitskomplexe, und ein fehlendes Selbstwertgefühl hat, läuft Amok!!!!!!!!!!!!!!
Und sicher zocken auch vernachlässigte kinder CS!!!!!!
Und sicher haben gemobbte Probleme mit dem Selbstwertgefühl!!!!!!!!!!!! Aber von denen läuft keiner Amok!!!!!!!!!!!
Ich schätze die genannten FAktoren, plus vielleicht ein oder 2 andere spezielle Faktoren können zu einem Amoklauf führen!!!!!!!!
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