08.12.2006, 16:11
Ich bin dabei dieses Thema mal ins Peoplesboard zu verlagern. Mich interessiert einfach wie eure Meinung zu dem Thema lautet. Wer öfters mal Nachrichten schaut, hat sicherlich mitbekommen wie hitzig nach dem Vorfall in Emsdetten darüber diskutiert wird.
Zu den Hintergründen:
Bereits am 26. April 2006 ereignete sich in Erfurt ein Amoklauf eines Schülers. Zu den Gründen des Amoklaufes zählten für die Behörden und Politiker schnell das Spielen von ''Counter-Strike''. Aufgrunddessen
wurde der Jugendschutz im Bereich Computer und Konsolenspiele wesentlich verschärft. So mussten ab diesem Zeitpunkt auf allen Vorderseiten von Spielepackungen klar und deutlich die Altersbeschränkung abgedruckt werden. Außerdem wurden ab dem Zeitpunkt wesentlich mehr ''gewaltverherrlichenden'' Spiele indiziert, das heißt sie waren nicht mehr frei verkäuflich. Hinzu kam, das viele Spiele von der USK (Unterhaltungssoftware Selbst Kontrolle) einfach gekürzt wurden.
Dadurch bekamen viele Computerspiele und Spieler einen zweifelhaften Ruf aufgrund ihres Hobbies. Viele wurden wie immer über einen Kamm geschert.
Soweit so schlecht. Am 20. November diesen Jahres ereignete sich ein weiterer Vorfall mit Beteiligung von Computerspielen. Ein ehemaliger Schüler der Geschwister Scholl Schule in Emsdetten lief mit zwei Gewehren im Anschlag Amok und verletzte Wahllos Schüler und Lehrer, bevor er sich slebst richtete. Auch hier rückten die Spiele schnell in den Mittelpunkt, da auch dieser Täter sich viel mit ihnen beschäftigte. Zwar gab es noch viele andere Hintergründe doch die Spiele galten nunmal als die einfachste Lösung.
Die Politker und Medien des Landes beschäftigten sich wieder viel mit dem Thema. Nach einigen Tagen wurde laut, das sich vorerst nichts ändern soll und alles so bleibt wie es ist. Doch einige Tage später erregte Günther Beckstein, bayrischer Ministerpräsident, für aufsehen. Er legte umfangreiche Änderungsvorschläge zum Thema Jugendschutz vor. So sollen es hohe Haftstrafen für Entwickler und sogar Spieler geben die ''gewaltverherrlichende'' Spiele produzieren oder spielen. Doch auch hier wurde das Wort ''Killerspiel'' wieder nicht eindeutig definiert. Handelt es sich jetzt dabei um Spiele wie Doom 3 oder GTA San Andreas usw.? Zweifelhaft ist dieser Bericht schon, wenn man bedenkt, das selbst in Spielen wie World of Warcraft oder Age of Empires getötet wird. Dieser Aspekt gehört einfach zu den meisten Computerspielen vieler Genres dazu. Nach Becksteins Bericht also, würden sehr viele Computerspiele vieler Genres verboten werden.
Dieser Bericht stieß aber auch vielen anderen Politkern auf geteilte Meinungen, und doch teilen viele die Meinung des Berichts von Beckstein nicht.
Doch jetzt gibt es neue Entwicklungen in der Debatte. So schaltete sich jetzt die Europäische Union ein, so strebt diese eine Vereinheitlichung des Jugenschutzes im Bereich Computerspiele in allen Mitgliedsstaaten der EU an. So muss erwähnt werden, das das Jugendschutzgesetz in Deutschland momentan das Schärfste aller Mitgliedsstaaten ist. In Österreich zum Beispiel, sind viele gewaltverherrlichende Spiele erhältlich die hierzulande verboten sind.
Weiterer Grund der Einmischung, wenn es hierzulande wirklich verboten werden würde, viele Spiele (auch solche die nicht gewaltverherrlichend sind) nicht mehr produzieren zu dürfen, würde die Industrie sicherlich Klage gegen den europäischen Gerichtshof erheben, da die Grundsätze des europäischen Binnenmarktes durchbrochen würden.
Also je nach Ausgang des weiteren Verfahrens, würde dien EU die Vereinheitlichung anstreben, dazu ist nur eine einfache, qualifizierte Mehrheit nötig. Und weil Deutschland mit so einem Verbot praktisch im Alleingang ist, würden dann zuküftig sogar mehr Spiele in Deutschland verkauft werden.
Viele Computerspieler (auch ich) atmen in diesem Moment sicherlich auf, da das Verbot weitreichende Folgen auf die Spiele hätte, eben auch auf diese die absolut nicht verherrlichend sind. Aber der Amoklauf hatte viele stärkere Hintergründe als nur die Spiele, nur ist ein Verbot sicherlich die einfachste vermeintliche Lösung. Dabei ist der Amokläufer über das Internet frei an echte Waffen und Munition gekommen, aber darüber wir natürlich geschwiegen.
Aber wie gesagt, eure Meinug zum Thema würde mich mal interessieren.
Zu den Hintergründen:
Bereits am 26. April 2006 ereignete sich in Erfurt ein Amoklauf eines Schülers. Zu den Gründen des Amoklaufes zählten für die Behörden und Politiker schnell das Spielen von ''Counter-Strike''. Aufgrunddessen
wurde der Jugendschutz im Bereich Computer und Konsolenspiele wesentlich verschärft. So mussten ab diesem Zeitpunkt auf allen Vorderseiten von Spielepackungen klar und deutlich die Altersbeschränkung abgedruckt werden. Außerdem wurden ab dem Zeitpunkt wesentlich mehr ''gewaltverherrlichenden'' Spiele indiziert, das heißt sie waren nicht mehr frei verkäuflich. Hinzu kam, das viele Spiele von der USK (Unterhaltungssoftware Selbst Kontrolle) einfach gekürzt wurden.
Dadurch bekamen viele Computerspiele und Spieler einen zweifelhaften Ruf aufgrund ihres Hobbies. Viele wurden wie immer über einen Kamm geschert.
Soweit so schlecht. Am 20. November diesen Jahres ereignete sich ein weiterer Vorfall mit Beteiligung von Computerspielen. Ein ehemaliger Schüler der Geschwister Scholl Schule in Emsdetten lief mit zwei Gewehren im Anschlag Amok und verletzte Wahllos Schüler und Lehrer, bevor er sich slebst richtete. Auch hier rückten die Spiele schnell in den Mittelpunkt, da auch dieser Täter sich viel mit ihnen beschäftigte. Zwar gab es noch viele andere Hintergründe doch die Spiele galten nunmal als die einfachste Lösung.
Die Politker und Medien des Landes beschäftigten sich wieder viel mit dem Thema. Nach einigen Tagen wurde laut, das sich vorerst nichts ändern soll und alles so bleibt wie es ist. Doch einige Tage später erregte Günther Beckstein, bayrischer Ministerpräsident, für aufsehen. Er legte umfangreiche Änderungsvorschläge zum Thema Jugendschutz vor. So sollen es hohe Haftstrafen für Entwickler und sogar Spieler geben die ''gewaltverherrlichende'' Spiele produzieren oder spielen. Doch auch hier wurde das Wort ''Killerspiel'' wieder nicht eindeutig definiert. Handelt es sich jetzt dabei um Spiele wie Doom 3 oder GTA San Andreas usw.? Zweifelhaft ist dieser Bericht schon, wenn man bedenkt, das selbst in Spielen wie World of Warcraft oder Age of Empires getötet wird. Dieser Aspekt gehört einfach zu den meisten Computerspielen vieler Genres dazu. Nach Becksteins Bericht also, würden sehr viele Computerspiele vieler Genres verboten werden.
Dieser Bericht stieß aber auch vielen anderen Politkern auf geteilte Meinungen, und doch teilen viele die Meinung des Berichts von Beckstein nicht.
Doch jetzt gibt es neue Entwicklungen in der Debatte. So schaltete sich jetzt die Europäische Union ein, so strebt diese eine Vereinheitlichung des Jugenschutzes im Bereich Computerspiele in allen Mitgliedsstaaten der EU an. So muss erwähnt werden, das das Jugendschutzgesetz in Deutschland momentan das Schärfste aller Mitgliedsstaaten ist. In Österreich zum Beispiel, sind viele gewaltverherrlichende Spiele erhältlich die hierzulande verboten sind.
Weiterer Grund der Einmischung, wenn es hierzulande wirklich verboten werden würde, viele Spiele (auch solche die nicht gewaltverherrlichend sind) nicht mehr produzieren zu dürfen, würde die Industrie sicherlich Klage gegen den europäischen Gerichtshof erheben, da die Grundsätze des europäischen Binnenmarktes durchbrochen würden.
Also je nach Ausgang des weiteren Verfahrens, würde dien EU die Vereinheitlichung anstreben, dazu ist nur eine einfache, qualifizierte Mehrheit nötig. Und weil Deutschland mit so einem Verbot praktisch im Alleingang ist, würden dann zuküftig sogar mehr Spiele in Deutschland verkauft werden.
Viele Computerspieler (auch ich) atmen in diesem Moment sicherlich auf, da das Verbot weitreichende Folgen auf die Spiele hätte, eben auch auf diese die absolut nicht verherrlichend sind. Aber der Amoklauf hatte viele stärkere Hintergründe als nur die Spiele, nur ist ein Verbot sicherlich die einfachste vermeintliche Lösung. Dabei ist der Amokläufer über das Internet frei an echte Waffen und Munition gekommen, aber darüber wir natürlich geschwiegen.
Aber wie gesagt, eure Meinug zum Thema würde mich mal interessieren.
