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Die Ringer-Verbände im Berufsringkampf
#14
Zitat:Original von Ronald Großpietsch
Frage:
Im Regelwerk steht, dass Links zu deutschen Seiten nicht erlaubt sind. Gilt das auch für amerikanische Seiten?

Nein, zu amerikanischen Seiten ist eigentlich alles erlaub... :winke:
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#15
Zitat:Original von Ronald Großpietsch
Das wird wohl der Eishockey-Verein sein, da nach Tunneys Tod 1983 dessen Sohn und Neffe Jack die Promotion übernahmen. Hieß die Halle Maple Leaf Garden oder Gardens? Du sprichst von "den Gardens". Das ist dann die Eishockey-Mannschaft.(?)

Toronto Maple Leafs -> Eishockey Verein bei dem Ballard Owner war
Maple Leaf Gardens -> Halle u.a. des Eishockey Vereins und zugleich Austragungsort der Wrestlingveranstaltungen von Frank Tunney -> Ballard war wie geschrieben erst Mitbesitzer der Gardens und später alleiniger Besitzer bis zu seinem Tod 1990
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#16
Danke für die Antworten!

@zbyszko
Es sind noch zwei Fragen von dir offen, daher folgen jetzt die Antworten darauf.

Zitat:Ging es also bei dem Unterschied zwischen dem Catchen des VDB und dem Freistilringen des IBV eher um das Ambiente als um irgendwelche Regeln? Oder ging es auch IM Ring unterschiedlich zu?

Das kuriose daran ist, dass der IBV damals ein Turnier austrug mit der Bezeichnung "1. Catcher-Turnier". Es kam noch ein zweites hinzu. Mehr sind mir nicht bekannt. Die Presse assoziierte die IBV-Ringer mit den konkurrierenden Catchern. Das sah man dort natürlich nicht gerne. Ich müsste erst ins Regelwerk schauen, um die genauen Unterschiede herauszufinden. Generell kämpften die Catcher beim VDB unter gelockerten Regeln. Aber - und das war eben die Tradition beim Catchen - auch in Turnieren. Veranstalter wie Sven Hansen (Hamburg) lehnten Herausforderungskämpfe gegen Zuschauer aus dem Publikum ab. Diese Tradition fand man ja bei den Stabuffringern. Allerdings hatte sich das Catchen in den 70er und 80er Jahren längst vom Rummelplatz-Image losgesagt.

Die Szene existierte dabei zu allen Zeiten im Hintergrund. Veranstalter mit Stabuffringern sind mir heute nicht mehr bekannt. Das Geschäft dürfte mittlerweile wohl ganz vorbei sein. Bei den Kirmesboxern sieht das anders aus. Die Familie Heinen zieht noch, als eine der letzten Betreiber von Boxbuden, durch Deutschland. Ich habe so eine Veranstaltung mal auf dem Schützenplatz besucht. Das Geschäft brummt. Man holt sich ehemalige Profis, meistens aus dem Mittelgewicht, und lässt diese gegen Herausforderer aus dem Publikum antreten. Es gab viele "Helden", die sich vor dem Kampf als Gewinner hinstellten. Aber selbst diesen Mittelgewichtsboxer konnte an diesem Abend niemand bezwingen. Die Prämie von 1500€ bekam er im Ring überreicht und reiste damit zurück Richtung Osteuropa. Da sind 1500€ für viele Leute schon fast ein Jahresgehalt.

Im Ring ging es beim IBV und VDB schon unterschiedlich zu. Einerseits waren da die gelockerten Regeln beim VDB und andererseits der mehr an die alte Tradition anknüpfende Freistilringkampf im IBV. Beim IBV hat man nie die Situation gehabt, das etwa Gegenstände in den Kampf einbezogen wurden.

Zitat:Gab es außerhalb Deutschlands, also beispielsweise in Frankreich und Spanien, eigentlich ähnliche Konkurrenzsituationen zwischen "Catchern" und "Freistilberufsringkämpfern"? Oder ist das ein deutsches Phänomen?
Die Wurzeln des Berufsringkampfes sind in fast allen Ländern Europas gleich. Das frühe Geschäft bestimmten Kraftathleten, die mehrere Sportarten verbanden. Sie zogen in Künstler-Truppen durchs Land und boten ihre Künste auf dem Jahrmarkt an. Eine stärkere Bindung zum deutschen Ringkampf wies etwa Österreich auf, wo sich viele Ähnlichkeiten herausstellten, was den Ursprung betraf. Im Groben gab es so eine Situation aber nur in Deutschland, da der Berufsringkampf hier von Anbeginn abgelehnt wurde. So eine Ablehnung war in Länder wie England oder Frankreich undenkbar. Der Berufsringkampf in Deutschland geht in Teilen eben auf diese Kirmes-Ringkämpfe zurück. Das wurde von damaligen Berufsringern bestritten, ist letztendlich aber ein Faktum.

Was ebenfalls für Deutschland charakteristisch war, war der Streit zw. Amateurringern und Berufsringern. Der Amateurringkampf entstand aus dem Berufsringkampf. Diesen wiederum begründeten solche Kraftathleten wie Carl Abs oder Emil Naucke. Amateure warfen den Profis vor, das Ansehen des deutschen Ringkampfes zu beschädigen. Die stärkste Kritik traf dabei wieder die Catcher, die ihr Metier als Beruf ansahen. Ein Teil der Kritik färbte auch auf die IBV-Ringer ab. Die Presse und einige Zuschauer konnten die beiden Lager oft nicht auseinanderhalten. Bei den Skandalen im Catchen wurde oft auch der IBV einbezogen.
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#17
@zbyszko

Ich hätte noch eine Anmerkung zum VDB:
Das der IBV nicht mehr existiert habe ich ja bereits geschrieben. Auch wenn der VDB noch immer aktiv ist, hatte er doch seine größte Erfolgsgeschichte unter Paul Berger. Berger war damals VDB-Geschäftsführer und leitete praktisch alles. Vom Management über die Zusammenstellung der Kampfpaare, bis hin zum Kontakt ins Ausland. "Kein Catchen ohne Paul Berger" - so müsste man das Wrestling vor Gründung der CWA als Promotion 1985 bezeichnen. Im Januar 1992 wurde der VDB 80 Jahre alt. Er bezeichnete sich nach der Neugründung 1951 als Nachfolger des 1912 gegründeten und 1933 gleichgeschalteten DRV. Doch die Feierlichkeiten wurden durch Bergers Tod am 12.01.1992 überschattet. Ende Februar 1992 feierte man dann offiziell nach und es wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die Nachfolger von Berger bemühten sich zwar um eine Aufrechterhaltung, konnten den Einbruch bei den Zuschauerzahlen aber nicht mehr stoppen. 1999 strich der VDB sein Turnier in Hannover. Mit Schließung der CWA 2000 war das Catchen endgültig Geschichte.
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#18
Hallo,

Zu diesem Thema möcht ich mich auch zu Wort melden. Ronald hat hier ja schon perfekte Vorarbeit geleistet. Von mir noch ein paar Anmerkungen und Ergänzungen.

Die Unterschiede zwischen VDB und IBV sind vieleicht auch darin zu suchen das der IBV primär die Interessen der Unternehmer, sprich Veranstalter und der VDB eher die Ringer vertrat. Das ging dann soweit das der IBV Hilfe und Ratsuchende Aktive einfach an die Konkurenz verwies. Der VDB wollte ja immer die Ringer als anerkannte Berufsgruppe mit allen Vorteilen, wie Krankenversicherungen, Urlaubsgeld und ähnlichen verstanden wissen. Der IBV sah die Ringer eher aus austauschbar und legte sich prinzipell quer oder unterstützte solche Vorstösse durch Passivität eben nicht. Ebenso kämpfte der VDB (ohne der Unterstützung des IBV) jahrelang (schlussendlich mit Erfolg) gegen das Jugendverbot. Auch wehrte sich der IBV immer gegen die vorallem von Berger gefordert Fusion. Sie verwiesen darauf das es "die Berliner" eigentlich nur auf die gut gefüllte Vereinskasse abgesehen hätten. Die Betrags mässige große Diskrepanz der beiden Kassen erklärt sich auch dadurch das die Beitragszahlungen für den VDB freiwillig waren, der IBV aber 2% Abzug von der Gage einbehielt. Ausserdem lt. Berger sei die Kasse des IBV-Schatzmeister durch Inaktivität seines Vorstandes nie strapaziert worden.

Hier findet man wohl den waren Unterschied, und zwar in den Personen Berger und Selenkowitsch und deren Ansichten. Berger wollte am liebsten alles unter Aufsicht stellen. Er unterstützte daher soger kleine Veranstalter wenn sie eben nur unter der Schirmherschaft des VDB waren. Selenkowitsch lehnte alles und jeden ab was er nicht für würdig hielt. Auch Berger war ein Verfechter der alten Werte und streng gegen jede Verunstaltung der Ringerehre. So war er ebenfalls gegen jede Art von "Damenkämpfe". Doch duldete er weniger talentierte Ringer sofern sie das Herz und die Einstellung besaßen. Ein Beispiel war Günter Wagner. Der Müncher wurde bei seiner Bitte um ein Angangement von Selenkowitsch mit den Worten abgefertigt "...Ich finde es als Frechheit und wehre mich Leute wie sie als Berufsringer zu bezeichnen". Berger dagegeben gab den sicherlich nicht sehr talentierten aber ergeizigen Münchner mehrmals eine Chance. Und er durfte auch seine mit seiner Frau Uschi durchgeführten Veranstaltungen unter dem VDB Banner führen. Berger probierte auch Anfang der 80iger in der Schweiz wieder eine Ringer Domäne Aufzubauen. Dabei wollte er den Schweizer Rolf Gehring als Lokalmatator aufbauen. Gehrings Voraussetzungen, er hielt den Weltrekord in Liegestütze machen. Auch der Keniatische Bodybuilder Nuj Jackson (ohne jeder Ringer Erfahrung) spielte in Bergers Planung eine Rolle. Dies sind Leute die bei Selenkowitsch nie ein Chanche hätten.
Ein weiteres Beispiel ist Werner Bendig. Der Recklinghauser Kleinveranstalter organisierte ab 1981 "Shows" in der Recklinghauser Vestlandhalle. Dies geschah im Einverständnis mit Selenkowitsch, der nachdem Roland Bock mit seiner BBB (Brust, Busen Bär) Show ebenfalls in Recklinghausen veranstaltete, dort nicht mehr antreten wollte. Als im dritten Jahr unter Bendig die Veranstaltungen ausverkauft waren, wollte "Zar Nicola" (so wurde er heimlich genannt) Bendig wieder hinausdrängen. Doch dieser merkte die Machenschaften des alten Recken und trat dem VDB bei.
Dem IBV blieb ohnehin nach dem Rücktritt von Kaiser nur mehr Selenkowitsch. Der vorallem in Bremen und Dortmund veranstaltete. Ironischerweise baute Nicolei vorallem auf Otto Wanz der aber VDB Weltmeister war und diesen auch bei IBV Veranstaltungen verteitigte. Gleiches galt für Klaus Wallas und seinem VDB Europa-Titel.
Dagegen gab es immer mehr Veranstalter unter Schirmherschaft. der Berliner. So Otto Wanz (Graz), Eugen Wiesberger (Linz), Bendig (Recklinghausen), Wagner (München), Karl-Heinz Kuhnert (Berlin), Karsten Markwart&Felix Gregor (Hamburg), Bauer&Bastian (Karlsruhe), Kaiser (Hannover und ab 82 auch Wien), Wallas (Saalfelden).
Allerdings wurden Veranstalter die es mit dem "Ringerkodex" nicht so genau nahmen die Lizenz entzogen und aus dem VDB ausgeschlossen. So geschehen bei Arpad Weber und Roland Bock.
Eine Sonderstellung nahm Sven Hansen ein. Er veranstaltete seine Herbstturniere am Hamburger Heiligengeistfeld ohne Lizenz aber ähnlich wie früher bei Schober von allen Seiten geduldet.
Gleiches galt für Georg "Schurl" Blemenschütz der von 57 bis 81 als ÖRV (Österreichischer Ringerverband) den Wiener Heumarkt führte. In den 60igern bekam Schurl Konkurenz vom IBL (Internationalen Berufsringer Loge). Diese hatte ihren Sitz in der Gumpendorfer Strasse in Wien und wurde geleitet von Baron Werner von Berndt (Werner Berndeisel) und Harry Bahrens (Harry Hrazdil). Sie versuchten in Wien eine Konkurenz Veranstaltung aufzuziehen, welche aber scheiterte. Mehr Erfolg hatten sie im ländlichen Österreich. Doch ihr Hochburg hatten die IBL in den 60igern in Klagenfurt. Dort veranstalteten sie Jahrelang vor ausverkauftem Haus und tausenden Leuten in der KAC Arena. Anders als Berger und der VDB machte Berndeisel (der geschäftliche Kopf der IBL) alles woraus man Kapital schlagen konnte. Er veranstaltete auch die so verachteten Damenkämpfe (wofür er von Berger glatt gerügt wurde). Doch anders als wie z. B. später bei Bock und dem ebenfalls "furchtbaren" Veranstalter Oscar "Crusher" Verdu (Ferraro) die für viel verbrannte Erde verantwortlich waren, stand bei Berndeisel&Hrazdil zwar das Geschäft an erster Stelle kam aber auch das Ringen nicht zu kurz. Aufgebaut vorallem auf die beiden Deutschen Stars Achim Chall und Axel Dieter. Auch Hans-Richard Behrens, einer der besten Deutschen Schwergewichte seiner Zeit war oft in Klagenfurt zu sehen. Dazu kamen noch die Heumarkt erfahreren Tzim Atlas, El Pantera Negro (Louiz Salazar), Rudo Martinez (der Bruder von Halcon Peruano Bill Pation-Martinez), Michael Ujevic und andere. Dazu kamen noch die lokalen Talente. Beim Baron konnte jeder gestande Halbstarke Ringer werden. Für ein paar Tausender brachte man ihnen ein paar Grundgriffe bei und auf Anfrage und weitere paar Tausend Schilling Scheine bekamen sie auch einen Ringerausweis. Dafür brachten diese Lokalmatatore voller Stolz Ihre ganze Familie und alle Freunde mit und sorgten somit wiederum für Einnahmen. So geschehen bei Herbert Busta, Franco Ramsl und Josef Fuchs. Ende der 60iger ging dann die Nachfrage in Klagenfurt zurück und die IBL beendete die Veranstaltung.

So ich hoffe ich konnte was zu diesem Thema beitragen.

D.S.K.
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#19
Klassebeitrag! Vielen Dank Smile
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#20
Natürlich Heinrich Kaiser. Die Aufzählung der Promotoren beanspruchen keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit. Die 50iger abwärts ist ja eher Dein Gebiet und Völlink bzw. Violka ließ ich bewusst auf. Für Österreich könnte man ja dann noch Toni Bugl (manchmal ließ er sich aus Südtirol ankündigen meistens bei seinen Referee Tätigkeiten und nannte sich dann Antonio Bugello Smile ) nennen. Gerd meine ich ist so 99 oder 00 verstorben. Für genauere Angaben müsste ich ein bischen nachforschen. Genau so für den CWA Titel. Der erste Titelkampf da stimme ich mit Dir überein sollte 77 gewesen sein. In den Programmen und den Catch Revues war meistens nur vom "CWA-Titel" (ohne Erklärung für die Abkürzung. die Rede. 1979 als Otto gegen Strongbow verteidigte laß man aber in der Revue "Titel nach Canadischer Version". Ich persönlich bezweifle hier eine tatsächliche Verbindung nach Canada. Habe nächste Woche die Gelegenheit Otto zu treffen. Werde ihn dezent danach fragen.

D.S.K.
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#21
Auf wrestlingclassics postete ein User im Januar 2002 das Völlink verstorben sei.

Ich bezog mich beim CWA Titel auf die CWA Geschichte von Bernd Model. Er erwähnte zwar keine Canadian Wrestling Association als Promotion, nannte jedoch den Titel so. Nach Models Angaben war Jonathan vor Otto Wanz CWA Champion dieser fraglichen Kanada-Promotion. zbyszko hatte die Existenz dieser Promotion schon angezweifelft. Ich finde eigentlich auch keine Informationen mehr über eine kanadische CWA.

Das mit Schober in Hannover war dann wohl so: Edmund Schober gab 1979 das Geschäft an Heinrich Kaiser ab. Kaiser wiederum an Windolf. Windolf war nach meinen Unterlagen nur ein oder zwei Jahre aktiv und verkaufte dann an Paul Violka. Violka betrieb damals eine Würstchenbude auf dem Schützenplatz. Vielleicht sollten wir mal eine komplette Liste von den deutschen Veranstaltern erstellen.
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#22
[quote]Original von Ronald Großpietsch
Auf wrestlingclassics postete ein User im Januar 2002 das Völlink verstorben sei.

Ha das war wahrscheinlich eh ich. Habe es damals gepostet, fand es aber nicht mehr als ich danach suchte. Na dann wird so stimmen.

D.S.K.
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#23
Zitat:Original von Pantaleon Manlapig
Ironischerweise baute Nicolei vorallem auf Otto Wanz der aber VDB Weltmeister war und diesen auch bei IBV Veranstaltungen verteitigte.

Ist "VDB-Weltmeister" gleichbedeutend mit "CWA-Weltmeister" oder ist damit ein anderer Titel oder Turniersieg gemeint?

Wie weit ins Ausland reichte eigentlich der Einfluss von IBV und VDB? Dass Otto Wanz in Graz unter VDB-Banner veranstaltete und Berger versuchte in der Schweiz Fuß zu fassen, habt ihr ja schon genannt. Blemenschützens ÖRV und die IBL in Österreich scheinen ja wiederum unabhängig von den deutschen Verbänden zu sein. Gab es beispielsweise in Frankreich, Spanien oder den BeNeLux-Ländern Veranstalter, die eine Lizenz der deutschen Verbände besaßen?
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#24
Ich hab hier noch geschäftliche Unterlagen des IBV in Kopie aus dem Nachlass von Schaefer. Bisher bin ich allerdings noch nicht dazu gekommen, sie genauer zu recherchieren.

Ab dem 14.06.1985 (nach Bernd Model) war die CWA als "Catch Wrestling Association" eine eigenständige Promotion mit Otto Wanz und Peter William als Teilhaber. Kontakte und "Geschichten" im Hintergrund gab es zum VDB sehr oft. Zwar waren der IBV und VDB getrennte Lager, es gab aber auch Catcher wie Otto Wanz, die in beiden Lagern kämpften. Der Einfluss von Gustl Kaiser (IBV) und Paul Berger (VDB) reichte rund um den Erdball. Kaiser bekam regelmäßig Briefe und Postkarten aus den USA, Japan und sonst wo her. Er hatte weitreichende Kontakte und holte viele ausländische Wrestler nach Mitteleuropa. Berger befand sich (laut Postkarte an Schaefer) 1978 in Japan um Antonio Inoki für die Catch-Europa Tournee von Roland Bock nach Deutschland zu holen. Kaiser war damals auch in Amerika bekannt. Berger kämpfte in den 50er Jahren mal im MSG. Ich glaube 1956 kämpfte er ebenfalls für Vince Sr. in der Capitol Arena in Washington D.C..

Der Hauptsitz der CWA wird mit Graz angegeben. Irgendwo stand auch noch es sei Marbach.

@Pantaleon
Weist du wann Wanz seinen ersten Kampf in Deutschland hatte? Die Biografie von Wolfgang Stach sagt aus, Nico habe Wanz im November 1970 nach Deutschland geholt. Schaefer hingegen listet noch frühere Kämpfe von 1970 in Dortmund auf.

Korrektur zum Hannover Welt Cup Turnier:
Also der Veranstalter hieß nicht Joseph sondern Jürgen Windolf und war Disco-Betreiber in Hannover. Veranstalter Edmund Schober übergab das Turnier 1979 an Heinrich Kaiser. Windolf übernahm es von Kaiser 1991. Er machte aber nur eine Saison und verkaufte das Geschäft 1992 an Paul Violka aus Garbsen bei Hannover. Violka betreibt dort noch heute eine Imbiss-Kette.

@zbyszko
Einzelne Veranstalter waren VDB Mitglieder, andere wiederum IBV Mitglieder. So konnte es passieren, dass beide Verbände in der gleichen Stadt zum gleichen Zeitpunkt veranstalteten. In den 50er Jahren gab es so eine Situation etwa in Hannover unter den Veranstaltern Rudolf Kalweit (Zeltbau) und Bruno Mosig (Thalia Theater-IBV). Kalweit war allerdings nur sporadisch aktiv und zog sich bald wieder zurück. Er war damals ein Gastronom und eine bekannte Größe aus der "Hannoverschen Spielbank-Szene". Kalweit starb 2002 im Alter von 96 Jahren und hinterließ seinem Heimatverein, dem SV Arminia Hannover, ein Millionenerbe.
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