24.11.2002, 22:45
Vor genau 80 Jahren entdeckte Howard Carter die Mumie des ägyptischen Pharaos Tutenchamun. Erstmalig gelang es nun Wissenschaftlern aus drei Kontinenten zu enthüllen, welches Gesicht sich einst hinter der zehn Kilogramm schweren Totenmaske des Pharaos verbarg. Schon drängen Forscher auf die Durchführung von DNA-Tests zur Klärung der Herkunft Tutenchamuns - der ägyptische Staat winkt aus Furcht vor unliebsamen Enthüllungen ab.
Star-Pharao hat sein Gesicht wieder
Zum Vorschein kam das Gesicht eines trotzig dreinblickenden und resolut wirkenden Teenagers, der sich seiner Macht als Gottheit durchaus bewusst gewesen zu sein schien. Sicher gehörte Tutenchamun nicht zu den schönsten Kindern der Pharaonenzeit - seine kleinen, eng beieinander liegenden Augen hätten wohl eher zur verschlagenen Miene eines Wegelagerers gepasst.
Forscher bauen Schädel aus Gips nach
Die Rekonstruktion gilt als Sensation, Vater des Erfolgs ist Robin Richards vom Department of Medical Physics and Bioengineering am University College London. Um die Gesichtszüge des Pharaos zu visualisieren, bediente sich Richards eines Tricks: Er nahm die bereits 1968 gemachten Röntgenaufnahmen des Mumien-Schädels und ließ daraus einen Modellschädel aus Gips nachbauen. Diesen wiederum scannte Richards ein. Schicht für Schicht entstand so das Pharao-Gesicht. Anhand der fertigen Computerbilder modellierten Experten in Neuseeland das Gesicht Tutenchamuns und malten es entsprechend Richards Vorgaben an. Augen- und Hautfarbe orientieren sich dabei an den statistischen Mittelwerten der Ägypter von heute.
Ägypten lehnt Gentests an der Mumie ab
Seine ewige Ruhe hat der Pharao damit freilich noch lange nicht gefunden. Jetzt sollen Gentests klären, wessen Gesicht das überhaupt ist. Zwar besteht kein Zweifel an der Echtheit der Mumie - doch wer war Tutenchamun wirklich? "Tutenchamun kann in Wirklichkeit der berühmteste aller Pharaonen, Echnaton, sein, oder aber gar nicht königlichen Blutes abstammen. Alles ist offen", erklärt Sabine Albersmeier vom Badischen Landesmuseum in Karlsruhe die wissenschaftlich verzwickte Lage.
Beliebtheit des Pharaos wird nicht abnehmen
Besorgt über die Gentest-Initiativen der Ausländer zeigte sich schon 2001 Zahi Hawas, Chefarchäologe der Pyramiden von Giza, gegenüber der Wochenzeitung Akhbar Al-Yom: "Es gibt einige Leute, die die ägyptische Geschichte ändern wollen." Derlei Befürchtungen halten andere Archäologen wie Sabine Albersmeier für unbegründet. Die "Tut-Manie", wie Insider die Begeisterung für den Pharao nennen, sei nicht zu bremsen, auch dann nicht, wenn sich herausstellen sollte, "dass er ein ganz anderer ist, als bislang angenommen", wie Albersmeier weiß.
[Bild: http://karriere.t-online.de/karr/wiss/fo...mbnail.jpg]
So wie jeder Tutenchamun kennt
[Bild: http://karriere.t-online.de/karr/wiss/fo...mbnail.jpg]
Rekonstruiertes Antlitz des Pharaos per Computer nach Abtastung des Schädels durch Röntgenstrahlen
[Bild: http://karriere.t-online.de/karr/wiss/fo...mbnail.jpg]
Der anhand dieser Erkenntnisse entwickelte Gipsschädel
Star-Pharao hat sein Gesicht wieder
Zum Vorschein kam das Gesicht eines trotzig dreinblickenden und resolut wirkenden Teenagers, der sich seiner Macht als Gottheit durchaus bewusst gewesen zu sein schien. Sicher gehörte Tutenchamun nicht zu den schönsten Kindern der Pharaonenzeit - seine kleinen, eng beieinander liegenden Augen hätten wohl eher zur verschlagenen Miene eines Wegelagerers gepasst.
Forscher bauen Schädel aus Gips nach
Die Rekonstruktion gilt als Sensation, Vater des Erfolgs ist Robin Richards vom Department of Medical Physics and Bioengineering am University College London. Um die Gesichtszüge des Pharaos zu visualisieren, bediente sich Richards eines Tricks: Er nahm die bereits 1968 gemachten Röntgenaufnahmen des Mumien-Schädels und ließ daraus einen Modellschädel aus Gips nachbauen. Diesen wiederum scannte Richards ein. Schicht für Schicht entstand so das Pharao-Gesicht. Anhand der fertigen Computerbilder modellierten Experten in Neuseeland das Gesicht Tutenchamuns und malten es entsprechend Richards Vorgaben an. Augen- und Hautfarbe orientieren sich dabei an den statistischen Mittelwerten der Ägypter von heute.
Ägypten lehnt Gentests an der Mumie ab
Seine ewige Ruhe hat der Pharao damit freilich noch lange nicht gefunden. Jetzt sollen Gentests klären, wessen Gesicht das überhaupt ist. Zwar besteht kein Zweifel an der Echtheit der Mumie - doch wer war Tutenchamun wirklich? "Tutenchamun kann in Wirklichkeit der berühmteste aller Pharaonen, Echnaton, sein, oder aber gar nicht königlichen Blutes abstammen. Alles ist offen", erklärt Sabine Albersmeier vom Badischen Landesmuseum in Karlsruhe die wissenschaftlich verzwickte Lage.
Beliebtheit des Pharaos wird nicht abnehmen
Besorgt über die Gentest-Initiativen der Ausländer zeigte sich schon 2001 Zahi Hawas, Chefarchäologe der Pyramiden von Giza, gegenüber der Wochenzeitung Akhbar Al-Yom: "Es gibt einige Leute, die die ägyptische Geschichte ändern wollen." Derlei Befürchtungen halten andere Archäologen wie Sabine Albersmeier für unbegründet. Die "Tut-Manie", wie Insider die Begeisterung für den Pharao nennen, sei nicht zu bremsen, auch dann nicht, wenn sich herausstellen sollte, "dass er ein ganz anderer ist, als bislang angenommen", wie Albersmeier weiß.
[Bild: http://karriere.t-online.de/karr/wiss/fo...mbnail.jpg]
So wie jeder Tutenchamun kennt
[Bild: http://karriere.t-online.de/karr/wiss/fo...mbnail.jpg]
Rekonstruiertes Antlitz des Pharaos per Computer nach Abtastung des Schädels durch Röntgenstrahlen
[Bild: http://karriere.t-online.de/karr/wiss/fo...mbnail.jpg]
Der anhand dieser Erkenntnisse entwickelte Gipsschädel

So sehen alle Aegypter irgendwie aus,und natuerlich Nubier,wenn man sich mal die Zeichnungen vor 4000 Jahren anschaut,dann weiss man wieso die kultur so hoch angesehen ist. :=:
vond er Kirche.