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Save: Bayley
#1
Aktuell ist Bayley im Niemannsland der WWE angekommen, was in meinen Augen für den Worker Verschwendung ist.
Ich habe mal ein paar Gedanken und Fakten zu ihr verfasst und auch eine Möglichkeit, wie man ihren Charakter noch retten könnte.


Bayley ist nach ihrem Main Roster Aufstieg ziemlich schnell gescheitert.
Ihre NXT Story erzählte die klassische Underdog Story. Vom unscheinbaren Mädchen zum Champion. Dieser wurde sie als Teil der „4-Horse-Women“ gegen einen anderen Teil davon,
Sasha Banks beim NXT PPV TakeOver: Brooklyn am 22. August 2015.
Sie verteidigte den Title noch einmal gegen Sasha Banks beim PPV „TakeOver Respect“ im
ersten WWE Iron Woman Match mit 3-2.
Anschließend durfte sie noch einmal als Underdog die dominante Nia Jax besiegen,
ehe sie beim WrestleMania Wochenende in Dallas ihren NXT Womens Title gegen Asuka verlor.

Nach einem Glücklosen Rematch stieg „Pamela Rose Martinez“, so ihr bürgerlicher Name,
ins Main Roster auf und debütierte als „unbekannte Partnerin“ am 22. August 2016 (also genau ein Jahr nach ihrem NXT Title Gewinn) an der Seite von Sasha Banks gegen Charlotte Flair und Dana Brook ins Main Roster auf. Dieses konnte sie mit ihrer ehemaligen Rivalin gewinnen.
Bayley war zu dem Zeitpunkt aus NXT heraus unglaublich over, was die Crowd jedes mal zu großen Pops verführte.
Zu der Zeit führten Sasha Banks und Charlotte eine längere Fehde mit schier endlosen Title-Wechsel. Dazwischen bekam auch Bayley beim 2016er Raw PPV „Clash of Champions“ in einem Triple Thread Match ihre erste große Chance auf den Raw Womens Title gegen Charlotte und Sasha Banks. Dort kassierte Bayley allerdings den Pin von Charlotte, so dass diese weiterhin Champion war. Bei den Survivor Series 2016 war sie mit Charlotte zusammen die letzte des Frauen Raw Teams und konnte sich so weiter im Gespräch halten.
Nach kleineren Fehden war Bayley die Contender Nachfolgerin von Banks.
Beim 2017er Royal Rumble erhielt Bayley eine weitere Chance auf den Title, nachdem sie Nia Jax in einem #1 Contender Match besiegen konnte. Dieses Title Match konnte Bayley allerdings nicht gewinnen. Somit wurde die Geschichte des unerreichbaren Traumes weiter erzählt.
In einer der folgenden Raw Ausgabe ergatterte sie sich in einem Mixed Tag Team Match mit The Bar, einen weiteren Title Shot für die Raw Ausgabe am 13. Februar 2017.
In diesem Main Event konnte Bayley sich, zur Überraschung aller, den Title sichern und schrieb die NXT Geschichte erneut.
Charlotte löste dann beim kommenden Fastlane PPV ihre Rematch Klausel.
Bayley konnte aber mit Hilfe von Sasha Banks den Title verteidigen und Charlotte musste ihre erste PPV Niederlage verbuchen.
Zu WrestleMania 33 musste Bayley ihren Title gegen Charlotte, Sasha Banks & Nia Jax in einem Fatel-4-Way Match verteidigen, was ihr auch gelang. Der große „WrestleMania Moment“ blieb allerdings aus, da ihre Geschichte gefühlt schon erzählt wurde.
Das sah auch die WWE so und ließ Alexa Bliss beim nächsten PPV Payback den Womens Title gewinnen. Zwischen dem PPV Extreme Rules und dem „Kendostick on a Pole“ Womens Title Rematch, gab es noch eines der schlimmsten Segmente des ganzen Jahres, als Alexa Bliss ein „This is your life“ Segment abhielt. Es sollte ein Sinnbild für Bayleys weiteren Verlaufs ihres Momentum sein. Ihr Rematch verlor Bayley, ebenso das beim Summerslam. Anschließend ließ sie eine Schulterverletzung für einige Wochen pausieren, was vielleicht auch gar nicht so schlecht für sie war. Beim PPV No Mercy wurde sie allerdings beim Womens Title 5-Way Match gepinnt, wonach sie erst mal in die Belanglosigkeit von random Tag Team Matches abrutschte. Auch bei den Survivor Series 2017 wurde sie als erste ihres Teams eliminiert.

Besser wurde es um sie nicht mehr, da Gerüchten zu folge die WWE aktuell keine großen Pläne für sie hat.
Und auch bei den Fans schien die Stimmung zum Teil komplett ins Gegenteil zu kippen. Es kamen Buh Rufe, was vor 2 Jahren unvorstellbar gewesen wäre, ohne dass sie geturnt wäre.
Bayley wurde Backstage auch sehr schlecht verkauft. Als alles umarmende Dummerchen, welches völlig unglaubwürdig agiert. Dies machte ihren Babyface Charakter nervig. Dieser Charakter wirkt ohne Ecken und Kanten. Ihre Segmente wirken fremd schämend und irrelevant, so dass kein Fan mehr wirklich mit ihr mitfiebert, was wohl ein ganz schlechtes Zeichen für einen Wrestler ist.
Wenn Bayley wohl nicht so viel Merchendise verkaufen würde und bei der jüngeren Zielgruppe so beliebt wäre, wäre sie wohl noch weiter unten.


Aktuell scheint sie fast auf einem Dana Brooke Niveau angekommen zu sein, wenn man von der Relevant ausgeht. Also, wie kann man das Ruder der am 15. Juni 1989 geborenen Bayley noch herum reißen?


Aktuell ist sie mit Elias in dem Mixed Tag Team Turnier vertreten. Da diese Zuschauerzahlen ebenso hinter den Erwartungen liegen, sollte man diese Bühne nutzen und mehr Relevanz herein bringen. Und da rede ich von einem Charakterwandel von Bayley.
Momentan hat sie weiterhin ihr „Hug“ Gimmick, was Elias augenverdrehend nervt, die beiden aber ihr ersten Match trotzdem gewinnen.
Das zweite Match gewinnen beide auch noch aber mit Ach und Krach, so das Elias mal ernster mit ihr spricht und ihr klar macht, dass ihr „Hug“ Auftreten sie nicht dorthin bringt wo sie eigentlich hin will. Noch unglaubwürdig und naiv verlieren beide das nächste Match dann durch Bayleys verhalten, was in ihr einen Bruch bewirkt.
Sie hinterfragt ihr sonstiges Verhalten.
In den nächsten Wochen kommt scheitert sie häufiger mit ihrem blauäugigen Verhalten, ob im Ring oder auch Backstage.
Mehr und mehr machen sich Zweifel in ihr breit. Bei ihrem Entreance feiert sie auch nicht mehr mit ihren „Luft-Männchen“
und die Interaktion mit den Fans (besonders den Kindern) wird reduziert bis ganz eingestellt.
Nach weiteren 2-3 Wochen sieht man sie dann Backstage noch einmal mit Elias. Bayley sagt ihm,
dass sie seine Worte nun so allmählich realisiert und verinnerlicht hat, worauf Elias mit wenigen Worten sagt, dass sie dieses zuerst zeigen soll, ehe sie so etwas behauptet.
In der kommenden Woche sieht man dann Bayley ohne ihr buntes und freudiges Outfit. Sie wirkt gesitteter und ihre Kleidung ist dunkel gehalten. Sie zeigt keine Face Emotionen und lässt sich auch nicht feiern von den Fans. Sie workt auch anders. Härter, ernster, kompromissloser.
Sämtliche „Hug“ Taunts und Ähnliches sind verschwunden. Sie unterbindet die offensichtlichen Fehler der letzten Wochen und erhält somit Erfolg.
Somit kann man Bayley zum Tweener / Heel turnen, was für sie ein ganz neuer Weg in der WWE wäre und den Charakter auch wieder interessant machen würde.
Somit hätte die WWE eine ganz neue, unverbrauchte Bayley. Diese kann dann eine Fehde mit Sasha Banks anfangen, da diese eine längere Vorgeschichte haben. Diesmal sind die Rollen aber vertauscht. Auch eine Art im Hintergrund laufende Allianz mit Elias wäre denkbar.
Keine klassischen Velvets sondern beide agieren clever für einander. Immer mal wieder aller paar Wochen.

Durch ihr aktuell belangloses Booking ist es natürlich unglaubwürdig, wieso sie dann als Heel plötzlich Erfolg haben soll. Daher muss man in den Wochen zuvor sie durch offensichtliche Fehler, ihr Face Verhalten und Gimmick verlieren lassen. Durch Abstellen dieser Fehler kommt dann der Erfolg.
Ihr Micwork kann man auch auf ein weniges reduzieren wobei sie trotzdem Promos halten sollte,
wofür ich sie auch fähig genug halte.

Das sind mal ein paar kurze Gedanken die ich mal investiert habe und wie ich mir eine Rettung des Bayley Charakters vorstellen könnte. Somit hätte man ebenso mal eine Story neben dem Womens Title, was aktuell auch nicht der Fall ist.
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#2
Wie schon einmal gesagt, und du auch angesprochen hast, die Geschichte mit Bayley wurde schon bei NXT zu Ende erzaehlt. Das Problem haben viele bei WWE. Sie sind bei NXT, und dort wird ihre Geschichte von Anfang bis Ende erzaehlt, und im Main Roster haben sie keine Geschichte, oder die Gleiche Geschichte wird noch Mal erzaehlt. Das funktioniert natuerlich nicht. WWE sollte herausfinden was NXT ist, denn ein Development Promotion ist NXT nur bedingt. Nehmen wir Bayley, ihre Geschichte war die des Underdogs der an die Spitze kommt. Sie hatte bei NXT schon den Titlegewinn, also den payoff. Zack Story zu Ende, man kann nur einmal an die Spitze kommen. Sie kam in den Main Roster und hatte keine Story mehr bzw. WWE hat versucht sie dann mit der Gleichen Story zu verkaufen, was nicht funktioniert.

Das Problem bei Bayley, und den meisten anderen bei WWE, ist nicht nur auf der Storyline Seite, sondern auch ihr Booking und es fehlt in der Regel ein langfristiger Plan. Bei Roman Reigns gibt es einen langfristigen Plan, bei Brock Lesnar und John Cena auch…aber sonst bei keinem anderen Wrestler bei WWE. Selbst wenn Bayley eine tolle Story bekommen wuerde, da waere dann immer noch das schlechte Booking das die Story zerstoert, und anders herum. Solange WWE nicht langfristig denkt, nuetzt dir weder ein gutes Booking noch eine gute Story. Und es wird sich nichts aendern, solange die Gleiche Fuehrung bei WWE an der Macht ist.

Ein gutes Booking scheitert etwa daran, dass der Women`s Roster, der ja ohnehin duenn besetzt ist, auf zwei Roster verteilt ist. Jede Show hat ca. 10 Frauen….und mit dieser Anzahl ist jeder im Titlerennen oder staendig in #1 Contender Matches, und jeder jobbt alle paar Wochen oder regelmaessig bevor der naechste Push kommt…solange das so ist, wird sich am Booking nichts aendern. Denn das ist die Limitierung die das Booking z.t. stark vorgibt. Man muesste die Roster zusammenlegen, 1. Main Singles Title, 1. Tag Team Title, und dazu noch 10 Wrestlerinnen dazu (also insgesamt 30). Damit haette man eine Grundlage. Nicht jeder waere im Titlerennen, mit der Tag Team Szene koennte man langfristig Storyverwicklungen und Wrestlerinnen aufbauen.Dazu eine klare Pecking Order…mit JOBBERN, wo es klar ist, dass die Jobber NIEMALS gepusht werden. Weil dadurch das der Roster zu klein ist, und es keine Fluktuation gibt, muss ja jeder regelmaessig jobben.

Das es keine Fluktuation gibt, also Wrestler sehr lange bei WWE bleiben, im Gegensatz zu frueher, ist es nach wenigen Jahren auch enorm schwierig etwas Neues mit dem Wrestler zu zeigen, eben aus den vorherigen Gruenden und weil die Erzaehlweise ja extrem schnell geworden ist. Waere die Fluktuation groesser, die Erzaehlweise langsamer, brauechte man vielleicht auch nicht so viele Wrestler, aber dadurch das die Fluktuation gering ist, und die Erzaehlweise irrsinnig schnell, hat man fast schon jeden gegen jeden gesehen.Im Prinzip ist die Geschichte der MEISTEN WWEler bereits zu Ende erzaehlt.

Und dadurch kommen wir zum naechsten Punkt: Wenn jemand beschaedigt und/oder verbraucht ist, so wie Bayley (beschaedigt), oder wie Bray Wyatt oder sonst sehr vielen bei WWE, ist es enorm schwierig sie noch Mal auf ein neues Level zu bringen, und in der Regel werden sie auch nie wieder so erfolgreich wie sie haetten sein koennen. Bayley sah zum Beispiel schon zu oft wie ein Idiot und eine Verliererin aus, sodass ich denke, dass sie nah dran ist an am point of no return. Bray Wyatt etwa ist da laengst darueber.

Zu deiner Idee zu Bayley…wenn ich ehrlich bin, gefaellt sie mir nicht. :winke:

Erstens, weil sie zu Standard ist, das waere so das was man als naechstes erwarten wuerde….Babyface der verliert, wird dann ploetzlich Heel und erfolgreich…die Story hat man gerade erst mit Dolph Ziggler gemacht, und kennt man schon unzaehlige Male.

Zweitens, weil ich denke, dass wenn Bayley heel turnt, sie mehr Pops bekommen wuerde wie jetzt als Face, womit ein Heel turn nicht sinnvoll waere.

Und drittens, was mein Hauptgrund ist: Bayley hat fuer mich was von Ricky Steamboat, Tito Santana oder Sting, sie kann fuer immer ein Babyface sein, sie hat einfach dieses Gute was sie ausstrahlt. Hinzu kommt, das Bayley ein Babyface Moveset hat. Als Heel wuerde man sie einer ihrer Staerken berauben im Ring, weil sie viele ihrer Babyface Spots nicht mehr zeigen koennte.

Also ich wuerde sie definitiv als Babyface weiter einsetzen, alles andere, Booking, langfristige Planung, Storyentwicklung, dass Probleme haben die meisten und waere nur zu fixen, mit sehr grossen Aenderungen die es nicht geben wird. Daher wird sie, und die meisten anderen, weiterhin im shithole sein und weiter beschaedigt werden bis auch sie den point of no return ueberschreitet.

PS: Die Alexa Bliss vs. Bayley Fehde hatte nicht nur eines der schlechtesten Segmente des gesamten Jahres (This is Your life Parodie), sondern auch eines der schlechtesten Matches mit dem On a Pole Match…
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#3
Ich möchte hier auch mal meinen Senf dazu geben und das betrifft nicht nur Bayley.

Das Problem was ich hier sehe ist, dass das NXT System so wie es derzeit ist völlig unrealistische Erwartungen aufbaut. Denn neben der Tatsache, dass wie Nef schon sagte, die Geschichte von Bayley dort schon im Grunde zu Ende erzählt wurde, ist es ja auch fast schon Folgerichtig, dass es so kam: Dadurch, dass NXT als Developmentliga funktioniert ist die Zeit die die Leute dort bleiben natürlich begrenzt. Das bedeutet, dass immer wieder neue Leute gepusht werden müssen und der Main Event sich ständig erfrischt und erneuert. Als Sasha, Becky und Charlotte also im Rahmen der "tollen" Womens Revolution Story ins Main Roster aufsteigen sollten, wer blieb denn da noch für den Womens Title übrig? Natürlich Bayley. Klar gab es auch noch Alexa und Carmella und ein paar andere, aber hätten die Fans es akzeptiert, wenn Bayley übergangen worden wäre und fortan einen der beiden hätte "jagen" müssen um den Titel? Wäre es überhaupt realistisch gewesen, da Bayley vor Allem zu diesem Zeitpunkt verglichen mit den Beiden der absolut überlegene in-ring-competitor war? Wohl kaum. Das ist ja auch in Ordnung, Bayley war die richtige Wahl als NXT-Womens-Champion.

Aber hier kommt das Problem: Wäre das immernoch FCW oder OVW oder irgendeine andere regionale ECHTE Entwicklungsliga, die von vielleicht 1000 Zuschauern vor Ort und ein paar tausend mehr im regionalen Fernsehen gesehen wird, hätte man die gleiche Story anschließend mit Bayley im Main Roster bringen können und bis auf die paar tausend Leute die die Story schonmal bei FCW (ich bleib jetzt einfach mal bei FCW als Beispiel) verfolgt haben, wäre sie für jeden anderen absolut frisch gewesen. Und selbst wenn sie die Story so nicht gebracht hätten und man Bayley im Main Roster völlig anders eingesetzt hätte, wäre es ja kaum wem aufgefallen. Aber NXT ist leider mittlerweile ein global gesehenes Phänomen, was zu zwei Dingen führt: Erstens Overexposure. Wenn einer von NXT ins Main Roster neu dazu kommt hat es nicht so viel Impact wie Debüts früher hatten, weil man alles was der oder die kann im Laufe der Zeit schon bei NXT gesehen hat und nur die wenigsten Stories können weiter/erneut erzählt werden (z.B. Asukas Undefeated Streak). Und zweitens überhöhte Erwartungen. Auch wenn bei NXT natürlich allgemein hohe Qualität herrscht sind die Jenigen die dort an der Spitze stehen irgendwie doch "Große Fische im kleinen Teich", eben weil der Durchlauf viel größer ist und immer wieder neue und auch vielfältige Leute gepusht werden (müssen). Und dadurch erwarten die Fans einfach, dass man auch großes mit ihnen im Main Roster macht. Aber im Main Roster sind nunmal viel mehr Leute und im Main Roster werden auch teilweise andere Qualitäten erwartet um gepusht zu werden. Und nein ich will hier gar nicht werten, ob es richtig oder falsch ist, es ist aber nun mal Fakt, dass Vince immernoch das Sagen hat und seine Vorstellung von einem Main Eventer mit denen von uns auseinander gehen. Und, das will ich nur mal am Rande einwerfen, es ist auch nicht wahrscheinlich, dass sich das signifikant ändern wird, wenn Hunter oder jemand anderes übernimmt.* So und nun kommt also Bayley/Neville/Sami Zayn und noch viele andere daher, von denen wir alle wissen, wie gut sie sind und die alle Champions und Topstars in NXT waren, also erwarten wir natürlich auch, dass sie im Main Roster gepusht werden. Nun stellt euch aber mal vor, wir hätten immernoch eine regionale Entwicklungsliga und somit hätte die kaum jemand gekannt. Da wäre es völlig normal gewesen, dass all diese Leute es maximal in die Midcard geschafft hätten, weil sie eben nicht die typischen WWE Superstars sind. Oder es zumindest lange gedauert hätte, bis die jenigen sich durchgesetzt hätten und es irgendwo auch nur ansatzweise in Richtung Main Event geschafft hätten. Aber weil wir sie eben von NXT her kennen, sie lieb gewonnen haben, sie dort Topstars waren geht das nicht, weil wir als Fans das Gefühl haben, dass sie quasi ja schon Main Event Material sind und somit nicht damit zufrieden sind, wenn sie in der Midcard sind. Und wenn sie dann doch irgendwann in die Richtung gehen, haben wir das Gefühl, dass sie ja quasi schon verbraucht oder verjobbt sind, eben weil wir ja wissen, was vorher in NXT war. Und dann kommen eben noch die Probleme dazu, die Nef schon angesprochen hat, das schlechte Booking usw.

Und nun ist die wichtige Frage: Ist das alles eigentlich so schlecht? Ich würde sagen Ja und Nein. Ja im Sinne von: Es kann kaum noch eine organische Entwicklung vom Debüt in der Undercard zum Durchbruch in den Main Event stattfinden, eben weil die Leute overexposed und mit riesen Erwartungshaltung debütieren und weil sich WWE mit NXT und der Art wie dort Matches und Storylines gebookt werden (können) quasi Konkurrenz im eigenen Haus erschaffen hat. Aber auch Nein, weil die Frage ist, wo würden denn Leute wie Bayley, Sami Zayn und so weiter ohne NXT stehen? WENN sie es überhaupt zu WWE geschafft hätten, dann vermutlich in genau der Selben oder vielleicht noch schlechteren Rolle als sie es jetzt tun. Denn Sami zum Beispiel ist ja wohl kaum der typische WWE Superstar und wir wollen mal nicht vergessen, dass das was wirklich Womens Wrestling relevant (zumindest relevanter als noch vor 5 Jahren) gemacht hat wohl vor Allem NXT war. So und das hier ist auch noch wichtig: Ist es wirklich so schlimm ein WWE Midcarder zu sein? Ich wette es gibt da draußen hunderte, ach tausende Indy Wrestler die vom Leben als WWE Midcarder nur träumen können. Auch ein WWE Midcarder verdient doch sicher ganz gutes Geld, auf jeden Fall mehr als du und ich mit nem "9 to 5" job und sicher auch mehr als die meisten Indywrestler (mal die absolute Topriege, wie Cody usw. ausgenommen, die auch im Indy Bereich sich ne goldene Nase verdienen können). So und dadurch, dass die Fans schon durch NXT eine große Bindung zu den Wrestlern die von dort kommen aufbauen und WWE einiges an Zeit und Geld in sie investiert hat, glaube ich zumindest, haben die Jenigen auch einen sichereren Job, als sie es ohne hätten, weil es für WWE so ungleich schwerer ist einfach mal zu sagen "Ach ja Bayley ist gescheitert, na gut, dann feuern wir sie eben und versuchen es mit wem Anders." Und selbst wenn es irgendwann so weit ist, dass WWE jemanden vollständig aufgibt, haben die Worker selber zumindest so viel Exposure, dass sich Indyligen rund um die Welt die Finger nach ihnen lecken und sie anschließend sicher nicht unter der Brücke enden. Bestes Beispiel ist Emma, die nach ihren 90 Tagen die jetzt im Februar enden (oder geendet sind) quasi schon ausgebucht ist. Aber mal ehrlich, wer von euch hatte vor ihrem WWE Run jemals was von Tenille Taylor gehört? ;) Also macht euch mal nicht all zu große Sorgen um Bayley, ich glaube der geht's gut. Smile

Und ja mir ist auch klar, dass WWE sich natürlich letztlich kaum einen Gefallen damit tut, dass man auf die Art kaum Stars erschafft, weil es aufgrund des Bookings wohl kaum funktionieren würde, wenn jetzt sagen wir mal sich 3-4 top women stars verletzen würde und man jetzt Bayley zum Champion macht, aber wie gesagt die ganzen Probleme mit dem Booking hat Nef ja schon aufgedröselt.

*Diese Meinung zu begründen wäre aber ein wenig am Thema vorbei und hätte den Post zusätzlich aufgebläht, wenn Interesse daran besteht kann ich es aber gerne in einem Folgepost weiter ausführen. Breites Grinsen
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#4
Lass dich nicht aufhalten :thumbup: hau rein bis die Tastatur glüht.

Ich lese fleißig mit euch mit :=:
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#5
Zum ersten Teil Red Rabbit. Ich gebe dir absolut Recht. NXT ist toll, aber als Development Promotion geht es komplett an der Anforderung von WWE vorbei. Ich habe NXT mal als Oase bezeichnet. Dort koennen die Wrestler sich Wochenlang auf ein Match vorbereiten, das MERKT man deutlich! Im Main Roster sind die Anforderungen komplett anders. Dort muss z.t. improvisiert werden innerhalb von Stunden, und damit kommen einige zu Recht die von NXT in den Main Roster kommen. Man mus natuerlich auch immer bedenken, das NXT eine sehr viel hoehere Fluktuation hat, und auch gerade deswegen so gut, weil es nie verbrauchte Characktere gibt. Ein Problem ist natuerlich auch, dass es keine Ueberraschungsdebuts bei WWE gibt, weil alle durch NXT gehen und dadurch das sie alle durch NXT gehen, wird ihnen alle der WWE Stil beigebracht, die Individualitaet geht etwas verloren.

Zu deinem zweiten Teil. Es ist ueberhaupt nichts schlimmes ein Midcarder zu sein, oder ein Undercarder oder ein Jobber. Da sehe ich nicht das Problem, dass jemand bei NXT ein Main Eventer war, und dann erwartet wird das dieser auch im Main Roster ein Main Eventer wird. Das Problem sehe ich 1. darin das der Roster zu klein ist, und dadurch Midcarder als Jobber to the stars eingesetzt werden, sowie natuerlich das 50/50 Booking das jeden killt. Und 2. das bei Midcardern klar sein muss, der eine wird auch als Midcarder geschuetzt weil man ihn irgendwann nach oben pushen will, und der andere Midcarder wird nicht geschuetzt weil man nie etwas mit ihm vor hat, ausser das er eben die Midcard fuellt. Aber dadurch das jeder bei WWE ein Superstar ist, und jeder irgendwann gepusht wird, ist es enorm schaedlich, dass Midcarder Wochenlang verlieren, oder immer wieder und regelmaessigen Niederlagen einstecken, Fehden verlieren, nur damit sie dann von heute auf Morgen wieder gepusht werden…und zack bekommen sie einen Title.

Zu dem anderen Punkt im letzten Absatz, ja NXT foerdert natuerlich die Bindung der Fans an die Wrestler. Das macht NXT natuerlich hervorragend. Die Fans kennen die Wrestler schon, sind mit ihnen Verbunden, dass nimmt WWE viel Zeit und Anstrengung ab, den Wrestler erstmal vorzustellen. Wobei ich behaupte, dadurch verliert eben der Main Roster auch viel an einem Element das man frueher hatte, naemlich die Wrestler kennen zulernen am Anfang, das hat man jetzt durch NXT nicht mehr. Hinzu kommt, dass dadurch der Effekt, das Wrestler schneller verbraucht verstaerkt wird, und das, plus das die Fluktuation ja enorm gering ist, fuehrt dazu das im Main Roster kaum mehr etwas Frisch wirkt.

Das mag fuer den ein oder anderen Wrestler ein Vorteil sein, wie du es gesagt hast, und natuerlich erhoeht WWE von jedem Wrestler die Name Recognition, sodass dieser nach seiner WWE Zeit erstmal sich keine Sorgen machen muss um das Booking. Und WWE bindet sich an den Wrestlern, man kennt den Wrestler, man muss nicht mehr neu investieren in ihn, wie man das frueher immer machen musste als die Fluktuation viel hoeher war. Von einem Business standpunkt aus gesehen macht das absolut Sinn was WWE und was WWE mit NXT macht, aber von einem Qualitaetsstandpunkt aus gesesehen ist es ein Nachteil.

Und, natuerlich kann Bayley noch 20 Jahre bei WWE sein, und noch 15 mal den Women`s Title gewinnen, oder wenn sie wirklich gefeuert werden sollte (wovon ich nicht ausgehe in den naechsten Jahren), natuerlich koennte sie gut von Indy Bookings leben. Wie gesagt, WWE erhoeht die Name Recognition der Wrestler. Aber der Punkt ist fuer mich ein anderer: Fuer mich ist nicht der Punkt, erhoeht WWE die Name Recognition eines Wrestlers, sondern wie viel haette WWE mehr verdienen koennen haette man einen Wrestler besser eingesetzt? Wie oft hat sich WWE daran gehindert einen neuen Star aufzubauen durch das schlechte Booking? Sehr oft. Bayley ist ein gutes Beispiel. Die war over. Mit gutem Booking haette man sie locker zu einem Star machen koennen, der ENORM viel Merchandise verkauft und der drawt. Das was aus Bayley geworden ist, ist vielleicht nur 30% von der Bayley, die aus ihr haette werden koennen. Mit anderen Worten, WWE holt selten das Maximum aus einem Wrestler heraus, und laesst bei den meisten (zu) viel Potential liegen.

Da ist sie nicht alleine. Es ist natuerlich klar, man kann nicht jeden pushen. Eine Promotion muss sich auf ein paar keyplayer konzentrieren und die pushen. Da bleiben einige auf der Strecke, das ist auch okay, kann man nicht vermeiden. Aber 1. setzt WWE oefters auf die Falschen (Jobber Mahal….), und zweitens, muesste man sich immer ein paar in der Hinterhand lassen, die man vielleicht irgendwann pushen will, und die man dann eben nicht versaut durch das Booking und dadurch langfristig beschaedigt.
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#6
Nefercheperur,'https://www.peoplesboard.de/pboard/index.php?thread/30520-save-bayley/&postID=483128#post483128' schrieb:Zu deiner Idee zu Bayley…wenn ich ehrlich bin, gefaellt sie mir nicht.

Erstens, weil sie zu Standard ist, das waere so das was man als naechstes erwarten wuerde….Babyface der verliert, wird dann ploetzlich Heel und erfolgreich…die Story hat man gerade erst mit Dolph Ziggler gemacht, und kennt man schon unzaehlige Male.
Ja, das Argument mit Ziggler lasse ich gelten. Da es aber so schlecht und ohne Payout umgesetzt wurde, hatte ich es schon wieder verdrängt ;)
Aktuell würde ich auch einen Zyan zu dieser Face Riege zählen, die immer Face bleiben könnten. Es wäre eigentlich relativ leicht ihn in einer guten Postion zu halten, gerade weil
er neben der positiven Ausstrahlung und Gimmick, auch Micwork mitbringt, um da etwas mehr zu verkaufen.

Gerade weil Bayley, da bin ich ganz bei dir, so ein perfekter Face ist, wäre es ja etwas besonderes. Ihr kompletter Stil sollte sich ja ändern.
Vom grellen, bunten Outfit zum dezenten dunklen. Ihr Moveset soll sich, wie ich ja auch schrieb, ändern. Weg vom Facestyle, Taunts und
vom "feiern" vor einigen Moves, hin zu einem ersten, harten und kompromissloseren Stil.
Das wäre auch ein Unterschied zu Ziggler (und etlichen anderen zuvor), der ja nichts am Movesset geändert hat.
Die Verbindung zu Elias soll ja auch dazu dienen, dass er endlich mal in eine Storyline verbunden wird, die länger geht und etwas Tiefgang hat.
Ebenso um "Mixed Matches Challange" Relevanz zu verleihen.


Dass das Booking bei ALLEN besser werden muss, dass sollte jedem klar sein.
Hotshootingvon potentiellen PPV Matches: Da war diese Woche bei Raw wieder das beste Beispiel, als man Asuka gegen Bayley stellte.
Wieso? Weil Sasha Banks gegen Asuka verloren hat? Das ist dämlich und verpulvert dieses doch sehr namenhafte Match ohne Sinn und Verstand.
Um was ging es dort? Eine Chance für Bayley? Sie hatten keine Vorgeschichte beim Rumble oder sonst was. Selbst dann bringe ich sowas nicht bei Raw sondern bei einem PPV mit etwas Aufbau.
Bei dieser hohen Frequenz an Hotshooting ist das auch kein Wundern, dass das kleine Roster schnell verbrannt ist.
Oder anderes Beispiel: Elias - Cena. Beide hatten ein gutes Segment vorm Rumble. Dies war zwar auch etwas plötzlich aber okay, Rumble halt.
Aber was macht man dann? Bringt schon ein Singles Match. Ein Triple Thread Match. Nicht mal gute Matches. Wen würde jetzt noch ein
PPV Match bei Fastlane oder gar bei WrestleMania interessieren? Die Fehde wirkt bereits jetzt durch die schlechte „Umsetzung“, wenn bei Matchansetzungen von Fehdenumsetzngen sprechen kann.
Letzten Endes könnte das Roster noch so groß sein, da ständig dieser Ausführung von Fehden gewählt wird, sind relevante und interessante Paarungen schnell durch.

Interessant? Gut das ich es anspreche. Das Thema was ihr ja auch sagtet, dass 50/50 Booking.
Wer wirkt denn noch so wirklich interessant? Einmal sind die Charaktere sehr eindimensional, da ihnen die Möglichkeit genommen wird, eigene Kreationen einzubringen und den Charakteren Ecken und Kanten zu geben.
Und das andere ist halt die Irrelevanz von Matches. Ihr sagtet ja schon:
- Match verloren? Egal, das nächste gewinne ich.
- Chance vergeben? Egal, ich erhalte noch eine oder eine sogar noch einfachere
Das wirkt bei NXT auch anders. Dort hat jedes PPV Match gefühlt viel mehr Gewicht, auch weil das Booking besser ist. Ich schaue nicht mal die NXT Weeklys aber selbst nach den Videopromos vor den Matches bin ich oft mehr drin als bei den Mainshow Matches.
Klar, die Leute haben bei NXT mehr Zeit sich auf die Shows drauf vorzubereiten aber trotzdem haben die Writer eine Show pro Woche zu füllen (bzw. das Material dafür bei den Aufzeichnungen).
Und bei NXT zeigt man ja, was die Leute können und wie es sein kann, wenn die Worker mehr Freiheiten haben. Wieso macht man es nicht auch in den Mainshows? Weil das TV Material ist und die Offiziellen Angst haben, dass etwas passieren kann was die Leute im Free TV sehen?
So wird (oder ist bereits) das Produkt austauschbar und bewegt sich auf einem sicheren Level, welches keine wirklichen Peaks an Qualität hat, weder positiv noch negativ. Ein Punkt, der im Filmbusiness aktuell ist. Man fährt die sichere Schiene und wirkt dadurch austauschbar. Kennste eine Fehde, kennste alle.

Mit so einer Austauschbarkeit, auch von den Wrestlern selber, wird man aber keine Aufmerksamkeit mehr im Mainstream generieren und dass muss man, wenn man verlorene Zuschauer wieder zurück haben will.
Jedes Business braucht „Typen“. Leute die polarisieren. Und wo hat man es mehr in der Hand als beim Wrestling? Jeder gute Promoter oder das ganze Team dahinter merkt doch, wer bei den Fans zieht oder nicht. Und diese wähle ich mir auch und bringe sie eben so weit, wie ihr Potential es lässt.
Ein The Miz als Beispiel. Er bringt das Potential mit, mehr als ein Jobber zu sein.
Ist gut am Mic (mit mehr Freiheiten sogar sehr gut) und im Ring ist er auch solide bis gut, wenn man ihn nicht so schlecht booken würden. Er könnte ein richtig starker und glaubwürdiger Mid- Uppercarder sein.
Sein Verhalten und seine Win-Lose Statistik spricht eher nach Undercarder.
Ja es braucht auch Midcarder aber die die ständig dort sind müssen halt auch stark dargestellt werden.
Und wenn diese Charaktere dann auch noch interessant sind, weil sie ihren Charakteren Ecken und Kanten geben, um so besser.
Wenn ich mir einen Kevin Owens ansehe…. Es ist rein seinem Können zu verdanken, das er trotz des schlechten Bookings für mich noch so relativ viel Relevanz hat.
Wie kann man so verblendet sein und nicht sehen, dass der Kerl locker eine WrestleMania Mainevent Fehde abliefern kann? So etwas muss man doch erkennen und die Chance ergreifen.
Den kann man auch außerhalb der WWE gut einsetzen und als Heel auftreten lassen. So ziehe ich
Fremde Leute zum Produkt. Die sehen „der Kerl ist interessant, ich schalte mal ein“
Wie gesagt, neben dem schlechten Booking der Leute, ist auch die Auswahl der gepushten eine Katastrophe.
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#7
Ich muss hier aber auch mal fairer Weise sagen, dass das NXT und das Main Show Booking zu vergleichen schon ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen ist. NXT ist eine Stunde pro Woche und ein PPV alle paar Monate. RAW sind 3 Stunden pro Woche und ein PPV jeden bis jeden 2. Monat. So und dann wird sich auf der einen Seite aufgeregt, wenn man ein Match 3 mal innerhalb eines Monats sieht und auf der anderen Seite wird sich beschwert, wenn frische Matches bei den Weeklies verschwendet werden. Und nein, ich beschwere mich nicht darüber, dass ihr euch beschwert, das ist euer gutes Recht, aber ihr seht auch, dass sich die Katze hier so ein bisschen selber in den Schwanz beißt. Und da sind Verletzungspausen und der Gleichen wie jetzt Jordan und Ambrose noch gar nicht mit eingerechnet, die das ganze natürlich zusätzlich schwer machen, bei der geringen Rostertiefe.
Wie könnte man das ändern? Logik würde diktieren RAW (und eventuell SmackDown) um eine Stunde kürzen, Rostersplit auflösen, 205 live in das normale Roster integrieren, gerne weiter mit eigenem Cruiserweight Tilte, aber eben auch matches und Programme gegen den Rest des Rosters und etablierte Worker wie Eric Young, Adam Cole usw. nicht soooooo lange bei NXT halten, sondern früher hochziehen. Aber dann auch dafür sorgen, dass SD die zweite A-Show ist, also Programme dort weiterführen und nicht wieder zur B-Show werden lassen. So und dann müsste man natürlich eine klare vernünftige Hackordnung wieder einführen, einige Main Eventer, Upper Carder, Midcarder usw, bei denen sich auch klar abgrenzt, dass es vielleicht ein bis zwei Midcarder gibt, die wirklich nur dann verlieren, wenn sie gegen jemanden antreten, der in der Hierarchie klar höher steht, damit man bei Bedarf sie noch realistisch pushen kann, genau so wie Nef es gesagt hat. Aber das wird selbstverständlich nicht passieren, denn WWE muss ja Geld verdienen und somit werden sich die Sendezeiten nicht verringern, NXT ist mittlerweile auch ein Touringbrand der Tickets verkaufen muss und somit immer ein paar Topstars braucht und so weiter und so weiter. So muss man sich eben drauf konzentrieren einige wenige (Strowman, Reigns, Asuka) konstant zu pushen und der Rest des Rosters muss unter ausgelutschten Matches und 50/50 Booking leiden.

Bei NXT wird glaube ich vor Allem deshalb anders gebookt weil es eben möglich ist. Man muss ja nicht jede Woche jeden Wrestler in ein Match stecken um Zeit zu füllen, weil es eben nicht so viel Zeit zu füllen gibt. Und so kann man sich seine absoluten Topmatches bis zum PPV aufsparen und kann den Aufbau über andere Arten von Segmenten machen, eben weil man im Verhältnis weniger TV Zeit mit mehr Workern zu füllen hat.

Und diese Hindernisse sind auch der Grund, warum ich nicht glaube, dass sich signifikant und insbesondere schnell etwas ändern würde, wenn Vince abtritt/WWE verkauft wird o.Ä. Und auch daran, wer gepusht wird.

Ach und da wir ja beim Thema Bayley immer noch sind und ja auch das Thema freie Promos/mehr eigene Charakterentwicklung angesprochen wurde: Das mag jetzt böse klingen, ist aber nicht so gemeint, da ich Bayley auch mag, aber ich möchte mal an den RAW-Talk nach Hell in a Cell 2016 erinnern, als Bayley die Chance hatte frei zu reden und es dermaßen versaut hat, das sie selbst vom Panel live on Air praktisch begraben wurde. Das war vermutlich in den Augen der Führungsetage das beste Beispiel, dass scripting doch besser ist, als die Leute frei reden zu lassen. Und ich glaube damals hat Bayley auch viel an Credit sowohl bei den Fans als auch bei den Bossen eingebüßt.

So böse es klingen mag, ich wünsch keinem was schlechtes, aber ich glaube das beste was Bayley passieren könnte wäre eine längere (sagen wir mal 3-6 Monate) on air Pause, damit sie dann zurückkommen kann, gerne als Face, aber etwas aggressiver, vielleicht mit einem neuen Finisher und dann etwas konstanter gepusht mit ein paar Siegen gleich zu Anfang. Aber wir alle wissen ja, dass es solche Pausen wenn überhaupt nur gibt, wenn sich jemand verletzt und da ich wie gesagt niemandem, besonders nicht Bayley, was schlechtes wünsche, hoffe ich einfach mal, dass es nicht so kommt.
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#8
Red Rabbit,'https://www.peoplesboard.de/pboard/index.php?thread/30520-save-bayley/&postID=483207#post483207' schrieb:Man muss ja nicht jede Woche jeden Wrestler in ein Match stecken um Zeit zu füllen,
Genau das ist der Punkt der einfach Falsch läuft, muss man das denn bei Raw und SDL machen ??? NEIN mann muss nicht jede Woche AJ Styles, Roman Reigns (der diese Woche sogar 2 Matches hatte .....) oder oder oder in einem Random Match sehen, wie oft sind Austin oder Rock 97/00 in Ring in Weeklys angetreten? man kann auch den anderen Ringzeit geben und dann macht man eben 3-4 (Bei Raw vll mal 5 Matches und bei SDL eben konstant 3 oder 4) Matches über 10/15 min + und hält die anderen mit Promos in den Shows, was wiederum auch einen PPV aufwerten würde wo dann die Topstars zum Auftritt kämen, aber dafpr bräuchte man eben Storys die durchdacht sind und tiefe haben und das bekommen sie nicht hin, auch Bayley wurde mMn durch das überangebot von Ihr sehr schnell gekillt, weil es einfach langweilig wurde sie jede Woche mehrmals zu sehen, was auch an dem Rostersplit liegt und den fehlenden Frauen im Roster, bei 6-7 Frauen je Show kann man halt nix machen , ich bin auch der Meinung das nicht nur Bayley ausgelutsch ist sondern aktuell keine Frau wirklich interessant ist und einem zu einer Show ziehen würde ..... weil man eben einfach jede Mögliche Konstellation schon zigfach gesehen, wie lange sind die beiden Stabels jetzt in den Main Shows? 2 Monate? 3 Monate? Kein Plan trotzdem gibt es kein Match mehr was interessant wäre
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#9
DDRMaulwurf schrieb:Gerade weil Bayley, da bin ich ganz bei dir, so ein perfekter Face ist, wäre es ja etwas besonderes. Ihr kompletter Stil sollte sich ja ändern. Vom grellen, bunten Outfit zum dezenten dunklen. Ihr Moveset soll sich, wie ich ja auch schrieb, ändern. Weg vom Facestyle, Taunts und vom "feiern" vor einigen Moves, hin zu einem ersten, harten und kompromissloseren Stil.
Das wäre auch ein Unterschied zu Ziggler (und etlichen anderen zuvor), der ja nichts am Movesset geändert hat.
Die Verbindung zu Elias soll ja auch dazu dienen, dass er endlich mal in eine Storyline verbunden wird, die länger geht und etwas Tiefgang hat.
Ebenso um "Mixed Matches Challange" Relevanz zu verleihen.
Die Idee Bayley komplett zu veraendern bei einem Heel turn und ihr Moveset anzupassen ist ja gut….aber, traust du WWE das zu? Wir reden hier von einer Promotion die etwa Finn Balor einen zweiten Charackter gab, der dann absolut identisch wrestlet wie der erste Charackter, was das Ganze komplett Sinnlos macht.

Red Rabbit schrieb:Ich muss hier aber auch mal fairer Weise sagen, dass das NXT und das Main Show Booking zu vergleichen schon ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen ist. NXT ist eine Stunde pro Woche und ein PPV alle paar Monate. RAW sind 3 Stunden pro Woche und ein PPV jeden bis jeden 2. Monat. So und dann wird sich auf der einen Seite aufgeregt, wenn man ein Match 3 mal innerhalb eines Monats sieht und auf der anderen Seite wird sich beschwert, wenn frische Matches bei den Weeklies verschwendet werden. Und nein, ich beschwere mich nicht darüber, dass ihr euch beschwert, das ist euer gutes Recht, aber ihr seht auch, dass sich die Katze hier so ein bisschen selber in den Schwanz beißt.
Nein, das sehe ich nicht und wiederspreche dir.
Kritik daran, das WWE die Ganze Zeit Matches wiederholt ist absolut legitim.
Kritik daran, das WWE einfach so random Matches zeigt bei Raw ohne Buildup die man sich besser fuer PPV`s aufheben sollte ist genauso legitim.

Beide Kritiken wiedersprechen sich nicht, denn es liegt ja nicht an den Fans das WWE 3 Stunden Raw produzieren muss jede Woche das Ganze Jahr, und dafuer zu wenig Wrestler hat. Das WWE staendig Matches wiederholt, und dann zusaetzlich auch random Matches bei Raw oder Smackdown ohne Buildup zeigt, ist ja nur die Konsequenz daraus, dass der Roster zu klein ist fuer so viel content das man produziert. Und der Roster ist natuerlich aus Kostengruenden so klein. Aber das ist alles die Veranwortung von WWE.

Red Rabbit schrieb:Bei NXT wird glaube ich vor Allem deshalb anders gebookt weil es eben möglich ist. Man muss ja nicht jede Woche jeden Wrestler in ein Match stecken um Zeit zu füllen, weil es eben nicht so viel Zeit zu füllen gibt. Und so kann man sich seine absoluten Topmatches bis zum PPV aufsparen und kann den Aufbau über andere Arten von Segmenten machen, eben weil man im Verhältnis weniger TV Zeit mit mehr Workern zu füllen hat.




Und diese Hindernisse sind auch der Grund, warum ich nicht glaube, dass sich signifikant und insbesondere schnell etwas ändern würde, wenn Vince abtritt/WWE verkauft wird o.Ä. Und auch daran, wer gepusht wird.
Das ist absolut korrekt. Ich denke auch nicht, dass sich so viel aendern wird wenn Vince weg ist, wenn seine philantrophy Tochteroder sein highspot Sohn uebernimmt, koennte es sogar noch sehr viel schlechter werden.

Aber daran das man im Main Roster so viel content hat zu fuellen, ist WWE selbst schuld. Daran das man den Roster Split machte, ist WWE selbst schuld. Daran, das man fuer zwei getrennte Shows viel zu wenig Wrestler hat, ist WWE selbst schuld. Daran was aendern kann WWE nicht so leicht, denn das wuerde den shareholder value ja beeintraechtigen, weil das alles vom Gewinn abgeht, wenn man die Einnahmen verringert und die Ausgaben erhoeht. So macht man so weiter, ist aktuell in den Gewinnzahlen, aber die Qualitaet ist Dreck!


Red Rabbit schrieb:Ach und da wir ja beim Thema Bayley immer noch sind und ja auch das Thema freie Promos/mehr eigene Charakterentwicklung angesprochen wurde: Das mag jetzt böse klingen, ist aber nicht so gemeint, da ich Bayley auch mag, aber ich möchte mal an den RAW-Talk nach Hell in a Cell 2016 erinnern, als Bayley die Chance hatte frei zu reden und es dermaßen versaut hat, das sie selbst vom Panel live on Air praktisch begraben wurde. Das war vermutlich in den Augen der Führungsetage das beste Beispiel, dass scripting doch besser ist, als die Leute frei reden zu lassen. Und ich glaube damals hat Bayley auch viel an Credit sowohl bei den Fans als auch bei den Bossen eingebüßt.
Oh ja, das war peinlich….

Das man den Wrestlern mehr Freiraum geben sollte, ist ja nicht Pauschal fuer alle 95 WWE Wrestler gedacht. Es gibt natuerlich Wrestler die noch jung sind und noch lernen muessten mit mehr Freiraum umzugehen, was sie normalerweise lernen sollten, bevor sie im Nationalen TV auftreten. Und es gibt natuerlich Wrestler die einfach nicht die Qualitaet dafuer haben. Aber die Wrestler denen der Freiraum etwas nuetzen wuerde, denen wuerde es helfen, wenn sie mehr Freiraum bekommen wuerden.

WWE hat aber daran kein Interesse. Den WWE sieht das Gesamtprodukt, und will die Kontrolle nicht aus der Hand geben. Zum Teil ist das ja auch nachvollziehbar, aber es schaedigt dennoch das Produkt.
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