07.08.2005, 13:30
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Nef`s Voice. Gestern abend fand The Ultimate Fight Night im Cox Pavilion in Las Vegas, Nevada statt. Im Mittelpunkt standen die Ultimate Fighter Teilnehmer der ersten Staffel wie etwa Stephan Bonnar, Chris Leben, Josh Koscheck und Nathan Quarry. Die frage war wuerden sie ihre ersten harten Bewaehrungsproben bestehen? Leider ist man nachdem Event nicht viel schlauer wie vorher denn es gab einige unerwartete Zwischenfaelle. So zufrieden UFC President Dana White mit dem The Ultimater Fighter Finale gewessen sein wird, so unzufrieden wird er gestern mit The Ultimate Fight Night gewessen sein. Es zeigte sich nicht nur wiedermal das eine gute Card auf dem Papier, dann doch anders laufen kann als man vermutet, und es zeigte sich das wirklich alles passieren kann, im guten aber auch im schlechten. Letzteres ueberwiegte bei The Ultimate Fight Night dann doch.
-Prelim Welterweight Fight:
Drew Fickett (24-3-0) vs Josh “The Dentist” Neer (13-2-1)
Es ging los mit fuer mich einem der interessantesten Fights im Vorfeld, Drew Fickett vs Josh Neer. Im TV wurde nur das ende des Fights gezeigt. Fickett zeigte eine starke Leistung in seinem UFC Debut, dabei nahm Josh Neer die Rolle von Fickett in seinem ersten UFC Fight ein. Fickett zeigte warum er sich selber als guter All Rounder sieht, er lies Neer nie an sich rankommen und schaffte frueh den Takedown. Dann folgte ein grosser Fehler von Neer und Drew Fickett setzte den Rear Naked Choke an zum verdienten Sieg nach knapp 1 1/2 Minuten. Nachdem Fight wollte Fickett auch ein Refight mit Nick Diaz gegen den er bei UFC 51 verlor, solche Fighter braucht die UFC mehr die wissen gegen wenn sie als naechstes fighten wollen. Fickett wird sicherlich seinen Weg in der UFC gehen, er zeigte in seinem zweiten Fight sein Potential. Um Josh Neer mache ich mir ebenso keine Sorgen, auch wenn er in seinem UFC Debut verlor, denke ich das er in absehbarer Zeit seine zweite Chance bekommen wird in der UFC.
-Prelim Middleweight Fight:
Alex Karalexis (2-1-0) vs Kenny Florian (2-2-0)
Ein Fight der ebenfalls nicht im TV ganz gezeigt wurde, eigentlich schade denn der Fight war so ziemlich die einzig Positive Ueberraschung. In der ersten Runde gaben es einen unerwarteten Standup Fight, Florian war sehr aggresiv und versuchte immer wieder Leg Kicks anzusetzen. In der zweiten Runde aenderte Florian seine Taktik und schaffte den Takedown, kurze Zeit spaeter folgte ein harter Elbow an den Kopf von Karalexis und der Fight musste mitte der zweiten Runde abgebrochen werden, aufgrund eines tiefen Cuts von Karalexis, das sich spaeter als Nasenbruch herausstellte. Fuer Karalexis sollte es das in der UFC erstmal hoch arbeiten, fuer ihn waere es besser wenn er viel oefters fightet in kleineren Promotions zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere. Florian hat sein Potential gezeigt, als Welterweight in der UFC Division ist er jedoch noch ganz unten, fuer ihn waere es besser wenn die UFC wieder die Lightweight Division einfuehren wuerde.
-Prelim Middleweight Fight:
Mike Swick (7-1-0) vs Gideon Ray (9-3-1)
Auch dieser Fight ueberzeugte vollkommen. In meinem Preview schrieb ich das ich einen schnellen KO erwarte, der kam auch, nur tippte ich auf den falschen mit Gideon Ray. Mike “Quick“ Swick machte seinem Spitznamen alle Ehre indem er lediglich 22 Sekunden brauchte um seinen Gegner mit einer schnellen Schlagfolge zu besiegen, der Fight erinnerte gleich in mehrerer Hinsicht an Wanderlei Silva vs Vitor Belfort oder Phil Baroni vs Dave Menne. Um Mike Swick wird sicherlich ein Hype entstehen nach seinen letzten zwei Fights, aehnlich wie bei Phil Baroni oder Robbie Lawler vor einigen Jahren, der unterschied dazu ist nur das Swick eigentlich ein guter Submissionfighter ist. Man darf auf jedenfall gespannt sein auf seinen naechsten Fight.
-Middleweight Fight:
Josh Koscheck (4-0-0) vs Pete Spratt (12-7-0)
Ein Fight der sich was den ausgang betrifft positiv entwickelte, denn ich hatte die Befuerchtung das Koscheck verliert was zum glueck dann nicht eintraf. In vielerlei Hinsicht erinnerte dieser Fight an den Nathan Quarry vs Shonie Carter Fight, junger TUF Teilnehmer trifft auf UFC Veteran, und genauso wie Carter (bei dem es jedoch zu erwarten war) bot Pete Spratt eine sehr schlechte Leistung. Koscheck schaffte den Takedown frueh, und von da an war der Fight entschieden, Spratt rollte sich auf dem Boden und wusste nicht was er machen sollte. Nach knapp 2 Minuten gab es dann als Belohnung den Rear Naked Choke und einfachen Sieg von Josh Koscheck. Genauso wie Shonie Carter oder Bill Mahood, wuenscht man sich fuer Pete Spratt das er ab jetzt nichtmehr in der UFC antritt, zu gross ist sein Leistungsabbau. Josh Koscheck hat nun ein weiteres W in seinem Record, aber sein naechster Gegner wird sicherlich um einiges besser sein (muessen).
-Middleweight Fight:
Pete “Drago” Sell (5-1-0) vs Nathan “The Rock” Quarry (8-1-0)
Ein Fight auf den ich mich am meisten im Vorfeld freute, mit dem Main Event. Doch meine Vorfreude wurde nur nach wenigen Sekunden getruebt, und es folgte die groesste Entaeuschung des Events. Doch von anfang an. Quarry schaffte nach gerademal 14 Sekunden eine Kombination durchzubringen die Sell zu Boden schickte, der Referee Ce3cil Peoples (der eigentlich UFC Judge ist) brach den Fight sofort ab obwohl Sell noch im Fallen war. Und Sell war nicht irgendwie ausgeknockt, er stand ja sogar gleich wieder auf. Ein Fehlurteil sondersgleichen und nicht das erste von Cecil Peoples denn man nichtmehr als Referee einsetzen sollte, nur der glaube fehlt mir. An diesem BSP sieht man wie ein Fight von einem Referee kaputt gemacht werden kann. Haette er noch einige Sekunden gewartet und gesehen wie sich Pete Sell verhaelt, dann haette er gegebenenfalls abbrechen koennen, aber so wenn ein Fighter noch im Fallen ist den Fight zu beenden ist ein Skandal. Hier muss es definitiv einen Refight geben moeglichst noch in diesem Jahr, denn man sah weder von Pete Sell was, noch von Nathan Quarry und dabei versprach dieser Fight so viel.
-Light Heavyweight Fight:
Stephan Bonnar (7-2-0) vs “The Alaskan Assassin” Sam Hoger (5-1-0)
Ein Fight der fast so verlief wie man es im Vorfeld erwartete, Bonnar der aggresive und Hoger der dann ueberraschend dagegen halten wird. Wer Griffin vs Bonnar gesehen hat, wird hier die B Version sehen, Bonnar und Hoger fighteten eine gute erste Runde, bei der Bonnar jedoch deutlich der ueberlegenere war. Man wunderte sich das Hoger nach den ersten 5 Minuten noch stehen konnte. Doch dann war auch schon die Luft ausdem Fight draussen, und Runde 2 und 3 gab es nichtmehr viel zusehen. Bonnar kontrollierte den Fight, schaffte Takedowns, konnte jedoch Hoger nichtmehr in Bedraengniss bringen. Nach 3 Runden werteten die Judges denn Fight klar mit 30-27 fuer Bonnar, was voellig in Ordnung geht. Die UFC haette es sicherlich lieber gesehen wenn nach der ersten Runde schluss gewessen waere, so jedenfalls zog sich der Fight lange hin. Stephan Bonnar hat damit ebenfalls seinen ersten Schritt in der UFC gemacht, ich habe jedoch immernoch meine zweifel das wenn ein guter Gegner kommt das er bestehen kann. Aber time will tell.
-Middleweight Fight:
Patrick Cote (6-3-0) vs “The Cat Smasher“ Chris Leben (12-1-0)
Ein Fight indem man im Vorfeld auf einen KO wetten konnte, und der Fight entwickelte sich auch zudem Slugfest nur wurde es nie so intensiv wie zu erwarten war. Die erste Runde waren beide Fighter gleich, Leben hatte vielleicht leichte vorteile weil er der aggresivere war. In der zweiten Runde kontrollierte Leben dann den Fight, nur wurde er einmal erwischt und mit einem Jab zu Boden bevoerdert, durch den Niederschlag duerfte dann Cote die zweite Runde gewonnen haben. In der dritten Runde dann das selbe Bild wie die Runden zuvor, Leben ueberraschend gut und immer wieder versuchend den Fight auf den Boden zubringen was auch einige male gelang. Nach drei Runden dann gewann Chris Leben den Fight durch split decision, ein Sieg der durchaus in Ordnung geht auch wenn der Fight enorm knapp war und haette an beide gehen koennen. Dennoch hervorzuheben das ein Judge (eine Frau erstmals) den Fight mit 30-27 an Leben wertete, die beiden anderes Judges 29-28 fuer Leben und 29-27 fuer Cote was wohl eher an die Wahrheit ran kommt (ich persoenlich sah ihn auch 29-28 fuer Leben). Aber wer diesen Fight mit 30-27 fuer Leben sah, der hat keine Ahnung vom MMA und muss in der zweiten Runde eingeschlafen sein. Ein Nachteil der immer wieder auffaellt in der UFC, unfaehige Judges, da muss etwas passieren in naher Zukunft.
-Middleweight Fight:
Nathan Marquardt (20-6-2) vs Ivan Salaverry (11-4-0)
Der Main Event des Abends stellte sich heraus als ein Fight der ganz anders verlief als viele dachten, aber das passiert wenn man zwei gleich starke Gegner gegeneinander stellt die ungefaehr noch die gleichen Skills und Taktik haben, sie neutralisieren sich. Als ich denn Fight Live sah war ich schon etwas entaeuscht, denn Action suchte man vergebens, aber dafuer war es ein sehr guter Taktischer Fight. Ueberraschend das Joe Rogan im Live Kommentar den Fight als langweilig bezeichnete, sowas sollte auch nicht passieren, zeigt jedoch das Rogan auch fehl am Platze ist. Die “neuen“ UFC Fans die so scheint es nur Sluggfest`s moegen duerfte dieser Fight abgeschreckt haben wenn sie nicht gleich abschalteten, aber das waere dann durchaus was gutes. Beim zweiten mal ansehen gerade eben, gefiel mir der Fight schon um einiges besser als zuerst. Marquardt fightete einen hervorragenden taktischen Fight, Salaverry versuchte einiges in der ersten Runde, wurde jedoch im laufe des Fights zunehmens frustrierter wie er spaeter zugab. Immer wieder fing er sich Leg Kicks ein, und man sah das er immer defensiver wurde als er merkte das er mit nichts durchkommt. Marquardt wusste in der zweiten Runde das er gewinnen wuerde, und riskierte auch nichtsmehr. Er blockte gut die Takedown Versuche von Salaverry ab und konterte den Canadier aus, und am ende kam ein ungefaehrdeter Sieg von Nathan Marquardt in seinem UFC Debut heraus. Es war sicherlich nicht der Fight denn man erwarten konnte bei so zwei Top Fightern, erst recht im Main Event einer solchen Show, allerdings stand fuer beide zuviel auf dem Spiel und beide waren zu aehnlich in ihrem Style. Wie gesagt ein zwar nicht spektakulaerer aber taktisch sehr guter Fight denn man sich noch oft als Lehrbeispiel anschauen kann. Die “neuen“ UFC Fans haben jedoch wiedermal ihren Ruf das sie MMA nicht verstehen alle Ehre gemacht, und ab der ersten Runde fast durchweg gebuht und ihre respektlosigkeit gezeigt, siehe auch UFC 53. Da lobe ich mir wiedermal die Pride FC Fans. Fuer Ivan Salaverry war es das mit einem Titleshot in absehbarer Zeit, nicht nur was seine Niederlage betrifft, sondern auch seine defensive Performance. Nathan Marquardt auf der anderen Seite konnte zwar nicht alles zeigen, hat jedoch seinen ersten UFC Fight gewonnen, und das wird ihm wichtiger sein.
-Fazit :
Eine Show die auf dem Papier viel versprach, jedoch wie so oft grosse Card`s es nicht ganz halten koennen. Fuer die Ultimate Fighter 1 Teilnehmer war es ein guter Tagm 6 von 8 gewannen ihre Fights, die maximal Ausbeute denn zweimal trafen ja TUF Teilnehmer in einem Duell aufeinander. Eine gute und unerwartete Quote also, wenn auch der Sieg von Quarry mit einem Skandal versehen ist. Positiv fuer die UFC das vorallem Chris Leben und Josh Koscheck gewannen die sicherlich zu den Hoffnungstraegern der Zukunft gehoeren. Ebenso Mike Swick der mittlerweile einer der Lieblinge von Dana White sein duerfte durch seine letzten zwei spektakulaeren Fights. Auch denn Main Event sehe ich im rueckblick absolut Positiv, denn hoffentlich verscreckte er soviele wie moegliche neue UFC Fans die denken das MMA nur aus Standup Fights besteht, und Foreign Fighter ausbuehen, oder wenn der Fight mal auf den Boden verlagert wird. Wer was lustiges durchlesen will kann dies auf der Wrestling Observer Seite tun unter dem ersten The Ultimate Fight Night Feedback, wo das obige wiedermal bestaetigt wird. Der naechste UFC Event steht zudem bald an mit UFC 54-Boiling Point in knapp zwei Wochen, bis dahin und take care.
Nefercheperur
-Prelim Welterweight Fight:
Drew Fickett (24-3-0) vs Josh “The Dentist” Neer (13-2-1)
Es ging los mit fuer mich einem der interessantesten Fights im Vorfeld, Drew Fickett vs Josh Neer. Im TV wurde nur das ende des Fights gezeigt. Fickett zeigte eine starke Leistung in seinem UFC Debut, dabei nahm Josh Neer die Rolle von Fickett in seinem ersten UFC Fight ein. Fickett zeigte warum er sich selber als guter All Rounder sieht, er lies Neer nie an sich rankommen und schaffte frueh den Takedown. Dann folgte ein grosser Fehler von Neer und Drew Fickett setzte den Rear Naked Choke an zum verdienten Sieg nach knapp 1 1/2 Minuten. Nachdem Fight wollte Fickett auch ein Refight mit Nick Diaz gegen den er bei UFC 51 verlor, solche Fighter braucht die UFC mehr die wissen gegen wenn sie als naechstes fighten wollen. Fickett wird sicherlich seinen Weg in der UFC gehen, er zeigte in seinem zweiten Fight sein Potential. Um Josh Neer mache ich mir ebenso keine Sorgen, auch wenn er in seinem UFC Debut verlor, denke ich das er in absehbarer Zeit seine zweite Chance bekommen wird in der UFC.
-Prelim Middleweight Fight:
Alex Karalexis (2-1-0) vs Kenny Florian (2-2-0)
Ein Fight der ebenfalls nicht im TV ganz gezeigt wurde, eigentlich schade denn der Fight war so ziemlich die einzig Positive Ueberraschung. In der ersten Runde gaben es einen unerwarteten Standup Fight, Florian war sehr aggresiv und versuchte immer wieder Leg Kicks anzusetzen. In der zweiten Runde aenderte Florian seine Taktik und schaffte den Takedown, kurze Zeit spaeter folgte ein harter Elbow an den Kopf von Karalexis und der Fight musste mitte der zweiten Runde abgebrochen werden, aufgrund eines tiefen Cuts von Karalexis, das sich spaeter als Nasenbruch herausstellte. Fuer Karalexis sollte es das in der UFC erstmal hoch arbeiten, fuer ihn waere es besser wenn er viel oefters fightet in kleineren Promotions zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere. Florian hat sein Potential gezeigt, als Welterweight in der UFC Division ist er jedoch noch ganz unten, fuer ihn waere es besser wenn die UFC wieder die Lightweight Division einfuehren wuerde.
-Prelim Middleweight Fight:
Mike Swick (7-1-0) vs Gideon Ray (9-3-1)
Auch dieser Fight ueberzeugte vollkommen. In meinem Preview schrieb ich das ich einen schnellen KO erwarte, der kam auch, nur tippte ich auf den falschen mit Gideon Ray. Mike “Quick“ Swick machte seinem Spitznamen alle Ehre indem er lediglich 22 Sekunden brauchte um seinen Gegner mit einer schnellen Schlagfolge zu besiegen, der Fight erinnerte gleich in mehrerer Hinsicht an Wanderlei Silva vs Vitor Belfort oder Phil Baroni vs Dave Menne. Um Mike Swick wird sicherlich ein Hype entstehen nach seinen letzten zwei Fights, aehnlich wie bei Phil Baroni oder Robbie Lawler vor einigen Jahren, der unterschied dazu ist nur das Swick eigentlich ein guter Submissionfighter ist. Man darf auf jedenfall gespannt sein auf seinen naechsten Fight.
-Middleweight Fight:
Josh Koscheck (4-0-0) vs Pete Spratt (12-7-0)
Ein Fight der sich was den ausgang betrifft positiv entwickelte, denn ich hatte die Befuerchtung das Koscheck verliert was zum glueck dann nicht eintraf. In vielerlei Hinsicht erinnerte dieser Fight an den Nathan Quarry vs Shonie Carter Fight, junger TUF Teilnehmer trifft auf UFC Veteran, und genauso wie Carter (bei dem es jedoch zu erwarten war) bot Pete Spratt eine sehr schlechte Leistung. Koscheck schaffte den Takedown frueh, und von da an war der Fight entschieden, Spratt rollte sich auf dem Boden und wusste nicht was er machen sollte. Nach knapp 2 Minuten gab es dann als Belohnung den Rear Naked Choke und einfachen Sieg von Josh Koscheck. Genauso wie Shonie Carter oder Bill Mahood, wuenscht man sich fuer Pete Spratt das er ab jetzt nichtmehr in der UFC antritt, zu gross ist sein Leistungsabbau. Josh Koscheck hat nun ein weiteres W in seinem Record, aber sein naechster Gegner wird sicherlich um einiges besser sein (muessen).
-Middleweight Fight:
Pete “Drago” Sell (5-1-0) vs Nathan “The Rock” Quarry (8-1-0)
Ein Fight auf den ich mich am meisten im Vorfeld freute, mit dem Main Event. Doch meine Vorfreude wurde nur nach wenigen Sekunden getruebt, und es folgte die groesste Entaeuschung des Events. Doch von anfang an. Quarry schaffte nach gerademal 14 Sekunden eine Kombination durchzubringen die Sell zu Boden schickte, der Referee Ce3cil Peoples (der eigentlich UFC Judge ist) brach den Fight sofort ab obwohl Sell noch im Fallen war. Und Sell war nicht irgendwie ausgeknockt, er stand ja sogar gleich wieder auf. Ein Fehlurteil sondersgleichen und nicht das erste von Cecil Peoples denn man nichtmehr als Referee einsetzen sollte, nur der glaube fehlt mir. An diesem BSP sieht man wie ein Fight von einem Referee kaputt gemacht werden kann. Haette er noch einige Sekunden gewartet und gesehen wie sich Pete Sell verhaelt, dann haette er gegebenenfalls abbrechen koennen, aber so wenn ein Fighter noch im Fallen ist den Fight zu beenden ist ein Skandal. Hier muss es definitiv einen Refight geben moeglichst noch in diesem Jahr, denn man sah weder von Pete Sell was, noch von Nathan Quarry und dabei versprach dieser Fight so viel.
-Light Heavyweight Fight:
Stephan Bonnar (7-2-0) vs “The Alaskan Assassin” Sam Hoger (5-1-0)
Ein Fight der fast so verlief wie man es im Vorfeld erwartete, Bonnar der aggresive und Hoger der dann ueberraschend dagegen halten wird. Wer Griffin vs Bonnar gesehen hat, wird hier die B Version sehen, Bonnar und Hoger fighteten eine gute erste Runde, bei der Bonnar jedoch deutlich der ueberlegenere war. Man wunderte sich das Hoger nach den ersten 5 Minuten noch stehen konnte. Doch dann war auch schon die Luft ausdem Fight draussen, und Runde 2 und 3 gab es nichtmehr viel zusehen. Bonnar kontrollierte den Fight, schaffte Takedowns, konnte jedoch Hoger nichtmehr in Bedraengniss bringen. Nach 3 Runden werteten die Judges denn Fight klar mit 30-27 fuer Bonnar, was voellig in Ordnung geht. Die UFC haette es sicherlich lieber gesehen wenn nach der ersten Runde schluss gewessen waere, so jedenfalls zog sich der Fight lange hin. Stephan Bonnar hat damit ebenfalls seinen ersten Schritt in der UFC gemacht, ich habe jedoch immernoch meine zweifel das wenn ein guter Gegner kommt das er bestehen kann. Aber time will tell.
-Middleweight Fight:
Patrick Cote (6-3-0) vs “The Cat Smasher“ Chris Leben (12-1-0)
Ein Fight indem man im Vorfeld auf einen KO wetten konnte, und der Fight entwickelte sich auch zudem Slugfest nur wurde es nie so intensiv wie zu erwarten war. Die erste Runde waren beide Fighter gleich, Leben hatte vielleicht leichte vorteile weil er der aggresivere war. In der zweiten Runde kontrollierte Leben dann den Fight, nur wurde er einmal erwischt und mit einem Jab zu Boden bevoerdert, durch den Niederschlag duerfte dann Cote die zweite Runde gewonnen haben. In der dritten Runde dann das selbe Bild wie die Runden zuvor, Leben ueberraschend gut und immer wieder versuchend den Fight auf den Boden zubringen was auch einige male gelang. Nach drei Runden dann gewann Chris Leben den Fight durch split decision, ein Sieg der durchaus in Ordnung geht auch wenn der Fight enorm knapp war und haette an beide gehen koennen. Dennoch hervorzuheben das ein Judge (eine Frau erstmals) den Fight mit 30-27 an Leben wertete, die beiden anderes Judges 29-28 fuer Leben und 29-27 fuer Cote was wohl eher an die Wahrheit ran kommt (ich persoenlich sah ihn auch 29-28 fuer Leben). Aber wer diesen Fight mit 30-27 fuer Leben sah, der hat keine Ahnung vom MMA und muss in der zweiten Runde eingeschlafen sein. Ein Nachteil der immer wieder auffaellt in der UFC, unfaehige Judges, da muss etwas passieren in naher Zukunft.
-Middleweight Fight:
Nathan Marquardt (20-6-2) vs Ivan Salaverry (11-4-0)
Der Main Event des Abends stellte sich heraus als ein Fight der ganz anders verlief als viele dachten, aber das passiert wenn man zwei gleich starke Gegner gegeneinander stellt die ungefaehr noch die gleichen Skills und Taktik haben, sie neutralisieren sich. Als ich denn Fight Live sah war ich schon etwas entaeuscht, denn Action suchte man vergebens, aber dafuer war es ein sehr guter Taktischer Fight. Ueberraschend das Joe Rogan im Live Kommentar den Fight als langweilig bezeichnete, sowas sollte auch nicht passieren, zeigt jedoch das Rogan auch fehl am Platze ist. Die “neuen“ UFC Fans die so scheint es nur Sluggfest`s moegen duerfte dieser Fight abgeschreckt haben wenn sie nicht gleich abschalteten, aber das waere dann durchaus was gutes. Beim zweiten mal ansehen gerade eben, gefiel mir der Fight schon um einiges besser als zuerst. Marquardt fightete einen hervorragenden taktischen Fight, Salaverry versuchte einiges in der ersten Runde, wurde jedoch im laufe des Fights zunehmens frustrierter wie er spaeter zugab. Immer wieder fing er sich Leg Kicks ein, und man sah das er immer defensiver wurde als er merkte das er mit nichts durchkommt. Marquardt wusste in der zweiten Runde das er gewinnen wuerde, und riskierte auch nichtsmehr. Er blockte gut die Takedown Versuche von Salaverry ab und konterte den Canadier aus, und am ende kam ein ungefaehrdeter Sieg von Nathan Marquardt in seinem UFC Debut heraus. Es war sicherlich nicht der Fight denn man erwarten konnte bei so zwei Top Fightern, erst recht im Main Event einer solchen Show, allerdings stand fuer beide zuviel auf dem Spiel und beide waren zu aehnlich in ihrem Style. Wie gesagt ein zwar nicht spektakulaerer aber taktisch sehr guter Fight denn man sich noch oft als Lehrbeispiel anschauen kann. Die “neuen“ UFC Fans haben jedoch wiedermal ihren Ruf das sie MMA nicht verstehen alle Ehre gemacht, und ab der ersten Runde fast durchweg gebuht und ihre respektlosigkeit gezeigt, siehe auch UFC 53. Da lobe ich mir wiedermal die Pride FC Fans. Fuer Ivan Salaverry war es das mit einem Titleshot in absehbarer Zeit, nicht nur was seine Niederlage betrifft, sondern auch seine defensive Performance. Nathan Marquardt auf der anderen Seite konnte zwar nicht alles zeigen, hat jedoch seinen ersten UFC Fight gewonnen, und das wird ihm wichtiger sein.
-Fazit :
Eine Show die auf dem Papier viel versprach, jedoch wie so oft grosse Card`s es nicht ganz halten koennen. Fuer die Ultimate Fighter 1 Teilnehmer war es ein guter Tagm 6 von 8 gewannen ihre Fights, die maximal Ausbeute denn zweimal trafen ja TUF Teilnehmer in einem Duell aufeinander. Eine gute und unerwartete Quote also, wenn auch der Sieg von Quarry mit einem Skandal versehen ist. Positiv fuer die UFC das vorallem Chris Leben und Josh Koscheck gewannen die sicherlich zu den Hoffnungstraegern der Zukunft gehoeren. Ebenso Mike Swick der mittlerweile einer der Lieblinge von Dana White sein duerfte durch seine letzten zwei spektakulaeren Fights. Auch denn Main Event sehe ich im rueckblick absolut Positiv, denn hoffentlich verscreckte er soviele wie moegliche neue UFC Fans die denken das MMA nur aus Standup Fights besteht, und Foreign Fighter ausbuehen, oder wenn der Fight mal auf den Boden verlagert wird. Wer was lustiges durchlesen will kann dies auf der Wrestling Observer Seite tun unter dem ersten The Ultimate Fight Night Feedback, wo das obige wiedermal bestaetigt wird. Der naechste UFC Event steht zudem bald an mit UFC 54-Boiling Point in knapp zwei Wochen, bis dahin und take care.
Nefercheperur
