13.01.2006, 15:30
Hallo zusammen zu einer neuen Ausgabe von Chosen Words. Nach einer längeren Pause, hauptsächlich bedingt durch den alltäglichen Job werde ich heute ein Thema behandeln das momentan auf diesem Board in aller Munde ist. Die World-Title Situation bei Raw, die Rolle von Cena, das Booking des Creative Teams oder soll ich besser sagen vom Boss selber Vince K. McMahon etc..
Ich werde in dieser Ausgabe einfach meine ausführliche Meinung zu diesem Thema preisgeben.
Beginnen wir mit dem jetzigen Ex-Champ John Cena.
John Cena wurde bei Wrestlemania letzten Jahres World-Champion in einem Match gegen John Bradshaw Layfield. Das Match dauerte ungefähr 10min., wo schon die fehlenden In-Ring Qualitäten von Cena sehr deutlich aufgezeigt wurden. Eines der schlechtesten und kürzesten World-Title Matches die ich sah. Doch zu dieser Zeit war der Hype um John Cena noch frisch und sehr groß, durch seine Rap-Attitude und die Interviews(Chain Gang etc.) fand er großen Anklang bei den Fans. Er bekam einen Mega-Push und besiegte alles was ihm in den Weg gestellt wurde. Hauptsächlich gegen Gegner die seine fehlenden Fähigkeiten im Ring wettmachen konnten und ihm zu einem halbwegs guten Match ziehen konnten, wie ein Chris Jericho, Christian, Shawn Michaels, Kurt Angle. Cena zeigte in diesen Matches fast nichts, lag oft die Hälfte des Match ausgenockt irgendwo herum und gewann am Ende immer durch den FU clean. Cena musste das ganze Match hindurch nie viel machen, nur am Schluss den FU ansetzen, der auch immer zufällig zustande kam(von hinten, wo ihn der Gegner nicht sah).
Das ging so dahin und es änderte sich nichts, Cena blieb stehen und es gab Tag ein Tag aus immer das gleiche von ihm zu sehen. Der Megapush ging soweit das die Fans dem Charakter John Cena die ganzen Siege nicht mehr abkauften und mit der Zeit durch das immer wiederkehrende gleiche Schema gelangweilt wurden und schön langsam tauchten Pfiffe bei Auftritten von John Cena auf. Die Heat-Reaktionen auf John Cena wurden immer mehr und das Maximum wurde bei New Years Revolution erreicht, wo jede Aktion von Cena gnadenlos ausgepfiffen wurde und jede Aktion gegen Cena egal ob ihm ein Heel oder Face einen Chop verpasste wurde frenetisch bejubelt. Ich hab den PPV auf Premiere gesehen und hab noch nie einen Face-Champion gesehen der so ausgebuht wurde wie John Cena bei NYR.
Doch woran liegt das?? Normal kann das nicht sein, den Cena(obwohl ich noch nie ein Fan von ihm war) erledigte alle Aufgaben die ihm WWE auftrug, PR-Termine, die Rap-CD etc...irgendwas stimmte also nicht. Warum auf einmal die fehlende Aktzeptanz der Fans?
Für mich war das absehbar, da sich John Cena schon seit 2 Jahren nicht mehr weiterentwickelte und immer das gleiche Programm abspulte. Es wurde unglaubwürdig für die Fans und langweilig. Vor 10 Jahren funktionierte das vielleicht noch, doch das Businiss wurde schnelllebiger und man muss sich ständig anpassen und was neues bieten. Und genau das verpasste man bei John Cena. Ein Fehler des Creative Teams und meiner Meinung nach vor allem von Vince McMahon, der das ganze nicht wahrhaben will und stur an der Linie von Cena festhält. Er gibt dem I-Net die Schuld dafür, die anscheinend diese Anti-Cena Welle losgetreten und dann auf die Fans in der Halle weitergetragen haben. Doch das ist eine sehr engstirnige Meinung vom WWE-Chairman, denn man kann die Fans nicht zwingen etwas zu mögen. Auf solche Reaktionen muss man eben reagieren und nicht mit Gewalt versuchen etwas durch zu drücken. Vince müsste sich die Frage stellen warum das so kam wie es jetzt ist. Eine Überarbeitung des Charakters ist da unbedingt von Nöten sonst geht es mit Cena noch mehr bergab. Man muss Cena da helfen bevor er ganz abstürzt.
Der Push von Cena kam zu schnell und zu intensiv, ähnlich wie bei Randy Orton 2004. Vince sieht in Cena den neuen Steve Austin, was nie funktionieren wird. Ein Austin hatte im Ring viel mehr zu bieten und war auch am Mic besser. Sein Charakter war auch ein ganz anderer und viel besser einsetzbar. Steve Austin war bei seinem Push zum Main-Stream Star auch schon viel erfahrener und länger im Buisniss als Cena. Der einzige Ausweg für mich ist hier eine Überarbeitung des Charakters von Cena und eine neue Ausrichtung. Man soll den Druck von seinen Schultern nehmen und den überarbeiteten Charakter aufbauen und ihm dann eine zweite Chance geben, die hat jeder verdient. Wo er aber auch unbedingt arbeiten muss sind seine In-Ring Fähigkeiten doch das ist sowieso schon weitgehend bekannt.
Wie wir bei NYR sahen, wählte man mit Edge eine Notlösung die Cena mal vom World-Title wegbringen sollte. Die Heat auf Cena war einfach nicht mehr tragbar. Doch das engstirnige Denken von Vince, dass die Fans bis zum Rumble wieder alles vergessen haben was John Cena anbelangt und ihn dann wieder als Champion akzeptieren ist doch wohl hinrissig. Das Zielpublikum ist nicht 5 Jahre alt, sondern liegt zwischen 18-35 Jahren. Er würde damit die Fans für dumm verkaufen und das wird ihm nie aufgehen. Nur um unbedingt das Match zwischen John Cena vs HHH bei Wrestlemania um den Title durchzudrücken. Der Aufbau von Edge und die Money in the Bank Storyline wäre damit das Klo runtergespult worden und Copeland ist der leidtragende in der ganzen Geschichte der aufgrund der Anti-Sympathie Welle gegen Cena einspringen muss. Edge wird seine Chance sicher wieder bekommen, doch es ist frustrierend beim Titelgewinn zu wissen das man 3 Wochen später, egal wie gut man ist, den Titel wieder abgeben muss. Und das für ein Projekt das zum Scheitern verurteilt ist.
Vince McMahon wird, wenn er das wirklich durchziehen will mit 200 Sachen gegen die Wand fahren. Cena wird ausgebuht werden bis zum geht nicht mehr und HHH als Heel der Storyline wird bejubelt werden. Der Schuss wird vollends nach hinten losgehen und alle kriegen es mit. Doch ein Vince McMahon muss das wohl mit ansehen um endlich zu kapieren, dass es in dieser Weise nicht funktionieren kann. Wie Nef schon sagte, waren viele erste Titelregentschaften nicht erfolgreich(HHH, Taker usw.), doch das muss man akzeptieren. WWE soll Cena einfach neu positionieren und wieder aufbauen, er wird seine zweite Chance bekommen und vielleicht läuft es da besser. Mit einem Randy Orton machte man das gleiche und siehe da er hat sich von dem Fehlbooking gut erholt und ist bald wieder für einen Titlerun bereit. Für mich ist Randy Orton auch um einiges talentierter als John Cena. Seine In-Ring Fähigkeiten sind auch um ein vielfaches besser, er hat für mich einfach mehr Potential zum Top-Star. Mit der Fehde gegen den Taker wurde er wieder super aufgebaut und seine zweite Chance als Champion wird nicht lange auf sich warten lassen. Genau das braucht ein Cena jetzt auch. Sonst sehe ich schwarz für ihn in der Zukunft.
Meine Variante wäre das Edge Champion bleibt und wenn möglich von einem Rock oder Foley noch mehr aufgebaut und over gebracht wird.
Cena soll präsent bleiben und mehr die Verfolger-Rolle auf den Title inne haben und gleichzeitig muss man Schritt für Schritt seinen Charakter weiterentwickeln, dann wird das wieder was.
Das wars wieder mal für diese Ausgabe, Meinungen und Anregungen sind natürlich erwünscht.
See you,
Chosen One
Ich werde in dieser Ausgabe einfach meine ausführliche Meinung zu diesem Thema preisgeben.
Beginnen wir mit dem jetzigen Ex-Champ John Cena.
John Cena wurde bei Wrestlemania letzten Jahres World-Champion in einem Match gegen John Bradshaw Layfield. Das Match dauerte ungefähr 10min., wo schon die fehlenden In-Ring Qualitäten von Cena sehr deutlich aufgezeigt wurden. Eines der schlechtesten und kürzesten World-Title Matches die ich sah. Doch zu dieser Zeit war der Hype um John Cena noch frisch und sehr groß, durch seine Rap-Attitude und die Interviews(Chain Gang etc.) fand er großen Anklang bei den Fans. Er bekam einen Mega-Push und besiegte alles was ihm in den Weg gestellt wurde. Hauptsächlich gegen Gegner die seine fehlenden Fähigkeiten im Ring wettmachen konnten und ihm zu einem halbwegs guten Match ziehen konnten, wie ein Chris Jericho, Christian, Shawn Michaels, Kurt Angle. Cena zeigte in diesen Matches fast nichts, lag oft die Hälfte des Match ausgenockt irgendwo herum und gewann am Ende immer durch den FU clean. Cena musste das ganze Match hindurch nie viel machen, nur am Schluss den FU ansetzen, der auch immer zufällig zustande kam(von hinten, wo ihn der Gegner nicht sah).
Das ging so dahin und es änderte sich nichts, Cena blieb stehen und es gab Tag ein Tag aus immer das gleiche von ihm zu sehen. Der Megapush ging soweit das die Fans dem Charakter John Cena die ganzen Siege nicht mehr abkauften und mit der Zeit durch das immer wiederkehrende gleiche Schema gelangweilt wurden und schön langsam tauchten Pfiffe bei Auftritten von John Cena auf. Die Heat-Reaktionen auf John Cena wurden immer mehr und das Maximum wurde bei New Years Revolution erreicht, wo jede Aktion von Cena gnadenlos ausgepfiffen wurde und jede Aktion gegen Cena egal ob ihm ein Heel oder Face einen Chop verpasste wurde frenetisch bejubelt. Ich hab den PPV auf Premiere gesehen und hab noch nie einen Face-Champion gesehen der so ausgebuht wurde wie John Cena bei NYR.
Doch woran liegt das?? Normal kann das nicht sein, den Cena(obwohl ich noch nie ein Fan von ihm war) erledigte alle Aufgaben die ihm WWE auftrug, PR-Termine, die Rap-CD etc...irgendwas stimmte also nicht. Warum auf einmal die fehlende Aktzeptanz der Fans?
Für mich war das absehbar, da sich John Cena schon seit 2 Jahren nicht mehr weiterentwickelte und immer das gleiche Programm abspulte. Es wurde unglaubwürdig für die Fans und langweilig. Vor 10 Jahren funktionierte das vielleicht noch, doch das Businiss wurde schnelllebiger und man muss sich ständig anpassen und was neues bieten. Und genau das verpasste man bei John Cena. Ein Fehler des Creative Teams und meiner Meinung nach vor allem von Vince McMahon, der das ganze nicht wahrhaben will und stur an der Linie von Cena festhält. Er gibt dem I-Net die Schuld dafür, die anscheinend diese Anti-Cena Welle losgetreten und dann auf die Fans in der Halle weitergetragen haben. Doch das ist eine sehr engstirnige Meinung vom WWE-Chairman, denn man kann die Fans nicht zwingen etwas zu mögen. Auf solche Reaktionen muss man eben reagieren und nicht mit Gewalt versuchen etwas durch zu drücken. Vince müsste sich die Frage stellen warum das so kam wie es jetzt ist. Eine Überarbeitung des Charakters ist da unbedingt von Nöten sonst geht es mit Cena noch mehr bergab. Man muss Cena da helfen bevor er ganz abstürzt.
Der Push von Cena kam zu schnell und zu intensiv, ähnlich wie bei Randy Orton 2004. Vince sieht in Cena den neuen Steve Austin, was nie funktionieren wird. Ein Austin hatte im Ring viel mehr zu bieten und war auch am Mic besser. Sein Charakter war auch ein ganz anderer und viel besser einsetzbar. Steve Austin war bei seinem Push zum Main-Stream Star auch schon viel erfahrener und länger im Buisniss als Cena. Der einzige Ausweg für mich ist hier eine Überarbeitung des Charakters von Cena und eine neue Ausrichtung. Man soll den Druck von seinen Schultern nehmen und den überarbeiteten Charakter aufbauen und ihm dann eine zweite Chance geben, die hat jeder verdient. Wo er aber auch unbedingt arbeiten muss sind seine In-Ring Fähigkeiten doch das ist sowieso schon weitgehend bekannt.
Wie wir bei NYR sahen, wählte man mit Edge eine Notlösung die Cena mal vom World-Title wegbringen sollte. Die Heat auf Cena war einfach nicht mehr tragbar. Doch das engstirnige Denken von Vince, dass die Fans bis zum Rumble wieder alles vergessen haben was John Cena anbelangt und ihn dann wieder als Champion akzeptieren ist doch wohl hinrissig. Das Zielpublikum ist nicht 5 Jahre alt, sondern liegt zwischen 18-35 Jahren. Er würde damit die Fans für dumm verkaufen und das wird ihm nie aufgehen. Nur um unbedingt das Match zwischen John Cena vs HHH bei Wrestlemania um den Title durchzudrücken. Der Aufbau von Edge und die Money in the Bank Storyline wäre damit das Klo runtergespult worden und Copeland ist der leidtragende in der ganzen Geschichte der aufgrund der Anti-Sympathie Welle gegen Cena einspringen muss. Edge wird seine Chance sicher wieder bekommen, doch es ist frustrierend beim Titelgewinn zu wissen das man 3 Wochen später, egal wie gut man ist, den Titel wieder abgeben muss. Und das für ein Projekt das zum Scheitern verurteilt ist.
Vince McMahon wird, wenn er das wirklich durchziehen will mit 200 Sachen gegen die Wand fahren. Cena wird ausgebuht werden bis zum geht nicht mehr und HHH als Heel der Storyline wird bejubelt werden. Der Schuss wird vollends nach hinten losgehen und alle kriegen es mit. Doch ein Vince McMahon muss das wohl mit ansehen um endlich zu kapieren, dass es in dieser Weise nicht funktionieren kann. Wie Nef schon sagte, waren viele erste Titelregentschaften nicht erfolgreich(HHH, Taker usw.), doch das muss man akzeptieren. WWE soll Cena einfach neu positionieren und wieder aufbauen, er wird seine zweite Chance bekommen und vielleicht läuft es da besser. Mit einem Randy Orton machte man das gleiche und siehe da er hat sich von dem Fehlbooking gut erholt und ist bald wieder für einen Titlerun bereit. Für mich ist Randy Orton auch um einiges talentierter als John Cena. Seine In-Ring Fähigkeiten sind auch um ein vielfaches besser, er hat für mich einfach mehr Potential zum Top-Star. Mit der Fehde gegen den Taker wurde er wieder super aufgebaut und seine zweite Chance als Champion wird nicht lange auf sich warten lassen. Genau das braucht ein Cena jetzt auch. Sonst sehe ich schwarz für ihn in der Zukunft.
Meine Variante wäre das Edge Champion bleibt und wenn möglich von einem Rock oder Foley noch mehr aufgebaut und over gebracht wird.
Cena soll präsent bleiben und mehr die Verfolger-Rolle auf den Title inne haben und gleichzeitig muss man Schritt für Schritt seinen Charakter weiterentwickeln, dann wird das wieder was.
Das wars wieder mal für diese Ausgabe, Meinungen und Anregungen sind natürlich erwünscht.
See you,
Chosen One

Ich denke, dass Du alles sehr treffend und sehr genau beschrieben hast.
Das Problem wird sein, dass Cena zwar der ideale Heel wäre, so verhasst wie er ist, aber das dann schlecht für die PR wäre...wo er als Mr. "Nice Guy" durchgeht. Und wen soll man als Face stellen? Shawn Michaels..wird sich sicher nicht so verjobben lassen wie Kurt Angle.