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UFC 112: Invincible Card + Preview (LIVE UND KOSTENLOS VIA STREAM!)
#31
Und das ganze wird kostenlos übertragen...Juhu, morgen erstmal alle UFC interessierten anschreiben, vielleicht kriegen wir ja mal nen etwas größeren Chat hin... :winke:
#32
UFC 112 wird live und kostenlos über UFC.com exklusiv für das deutsche Publikum zu sehen sein. Das ganze wird 19:00 beginnen und es wird in Originalsprache (Englisch) über einen Stream zu sehen sein. Alles weitere erfahrt ihr auf UFC.com
#33
Abu Dhabi, Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und eines der arabischen Schaufenster zur westlichen Welt, steht für die Moderne als auch für die islamische Kultur und vereint beide Dinge zu einem großen Einerlei. In den Augen des Westens sieht so das Idealbild der arabischen Gesellschaft aus. Hochhäuser, freier Kapitalmarkt, wenige Reglementierungen, die Religion steht etwas mehr im Hintergrund als in anderen arabischen Ländern, aber der Ort vermittelt immer noch etwas Charme wie auf einem Basar. Aber auch dieses Geflecht ist anfällig für Probleme, vor allem wenn man sich immer weiter dem Westen öffnet bzw. das System kopiert und jeden Mist mitmacht, siehe Dubai, die die volle Breitseite der Wirtschaftskrise abbekamen. Abu Dhabi blieb dieses Schicksal weitestgehend erspart und hofft die Planungen für das Projekt 2030 weiter vorantreiben zu können. So ist es auch nicht verwunderlich das die UFC, „Fast-Monopolist“ auf dem MMA Markt, dieses Fleckchen Erde auf dem Radar hatte, als man die Expansion Richtung Arabien und Nahost ins Auge fasste. Mit dem Freizeitpark „Ferrari World“ und der dazugehörigen „Concert Hall“ hat man einen guten Veranstaltungsort gefunden, mit einem kleinen Problem, dies ist keine Indoor Arena, sondern einen Offene Konstruktion. Damit bietet sich für die UFC aber auch die Möglichkeit, zu sehen wie solche Veranstaltungen wirken bzw. wie sie beim Publikum ankommen. Denn bei den Zuschauermassen kann man mit Sicherheit noch expandieren und was schon beim Boxen in letzter Zeit gang und gebe ist, wird wohl auch irgendwann in der UFC Einzug halten, nämlich Veranstaltungen in großen Arenen bzw. Stadien mit Fassungsvermögen jenseits der 30.000+ Grenze. Dies könnte sozusagen ein Testlauf sein, obwohl die klimatischen Gegebenheiten in Abu Dhabi doch andere sein werden, als sie vielleicht auf dem nordamerikanischen Kontinent, in den Grosstädten, anzufinden sein werden.
Es wird wohl weniger der Regen, als der Wind und der mit ihm geführte Sand, im Lager der UFC Verantwortlichen als vermeintlicher Störenfried ausgemacht, der die Veranstaltung ungünstig beeinflussen könnte. Aber man wird schon geeignete Gegenmaßnahmen parat haben, um diesen 1.Event auf der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf nicht im Sande verwehen zu lassen, denn das Programm bzw. die Kämpfe sind schon ein ordentlicher Leckenbissen. 2 Titelkämpfe stehen auf dem Plan, dazu ein Gracie der es mit Matt Hughes zu tun haben wird, da kann man nicht meckern, wenn man bedenkt was andere Orte als Debüt Veranstaltung vorgesetzt bekommen haben. Zu diesen 3 Kämpfen die natürlich zum Schluss anstehen, gesellen sich 2 weitere Kämpfe auf der Maincard, sowie 6 Kämpfe auf der Undercard, die auf jeden Fall ordentlich Action versprechen.


Lightweight Fight:
Paul Taylor (10-5-1-1) vs. John Gunderson (22-7-0)


Erster von zwei Lightweight Fights mit englischer Beteiligung.
Paul Taylor, der ursprünglich Kickboxer war und dort auch seine Stärken hat trifft hierbei auf John Gunderson, der für Xtreme Couture antritt und seine stärken am Boden hat.
Er debütierte erst bei UFC 108 und verlor dort durch Decision gegen Oliveira.
Genau dies war auch der Gegner von Taylor in seinem UFC Debüt, dieser gewann aber gegen Oliveira, konnte aber seitdem nur noch 2 seiner folgenden 6 UFC Fights gewinnen.

Es geht hier also für beide um einen ganz wichtigen Sieg. Je wo der Kampf stattfindet sind die Vorteile also klar verteilt, Taylor im Stand Up oder Gunderson am Boden. Wer dem anderen seinen Stil aufzwingen kann, wird wohl den Kampf für sich entscheiden können.
Es dürfte auf jeden Fall ein spannender Kampf werden, denn Taylor war schon 3mal Fight of the Night.

Tipp: Taylor durch TKO in Runde 2


Lightweight Fight:
Paul Kelly (9-2-0) vs. Matt Veach (11-1-0)


Der Lightweight Fight in der Undercard findet zwischen dem Engländer Paul kelly und dem Amerikaner Matt Veach statt.
Paul Kelly, der zuletzt gegen Dennis Siver verlor, ist nach seinem Wechsel aus dem Weltergewicht noch ohne Sieg in dieser Gewichtsklasse.
Auch Veach hat seinen letzten Fight gegen Frank Edgar verloren, für ihn war es die erste Niederlage in seiner Karriere.
Es ist also auch hier ein richtungsweisendes Match für die Zukunft der beiden in der UFC, denn zwei Niederlagen können schnell zu einer Entlassung führen.

In diesem Fight kommt es widerum zu einem aufeinandertreffen eines Wrestler, nämlich Veach der auch die meisten seiner Fights durch Submission beenden konnte, sowie einem Standup Fight mit Paul Kelly, der bisher in seinen 9 Siegen nur zweimal durch Submission gewann.

Tipp: Veach durch Unanimous Decision


Heavyweight Fight:
Jon Madsen (4-0-0) vs. Mostapha al Turk (6-5-0)


UFC 112 beginnt mit einem Kampf im Heavyweight. Nach einer langen Pause kehrt Mustapha Al Turk zurück und trifft auf den Ultimate Fighter Teilnehmer Jon Madsen. Madsen trat bei der letzten TUF Staffel an und konnte seinen ersten Kampf dort auch gleich gewinnen. Nach dem Sieg gegen Abe Wagner war für den nicht mehr ganz so jungen Wrestlingspezialisten aber auch schnell Schluss. Gegen Brendan Schaub musste er in Runde 2 den Käfigboden küssen. Da die Niederlage aber bei der TUF Staffel passiert ist hat der Kämpfer aus South Dakota aber noch einen lupenreinen Kampfrekord. Wie oben schon beschrieben liegt seine Stärke im Wrestling, da war er während des College auch relativ erfolgreich und da durfte er auch gegen den heutigen UFC Heavyweight Champion Brock Lesnar ran.

Sein Gegner ist aber kein leichter. Mustapha Al Turk hatte seinen letzten Auftritt in Köln. Sein Gegner an diesem Abend war nicht nur Mirko Filipovic, nein. Die gesamte Halle stand wie eine Wand hinter dem Kroaten und zu allem Überfluss erkannte der Ringrichter an diesem Abend auch nicht den Eye Poke. Die UFC nutzte ihn in seinen bisherigen Fights als Testperson für ihre Stars. Zuerst wurde er Cheick Kongo vorgeworfen und musste sich dabei geschlagen geben, dann kam eben besagter Kampf gegen Mirko Filipovic den er auch durch TKO verloren hat. Nach diesen beiden schweren Gegnern bekommt er jetzt eine machbare Aufgabe. Der Kampf konnte auch nur zustande kommen, da Al Turk bei UFC 109 nicht antreten konnte, aufgrund von Visa Problemen.

Der Kampf ist selbst nur ein Lückenfüller, damit die Fans 10 Kämpfe an diesem Abend zu sehen bekommen. Normalerweise könnte man diesen Kampf auch innerhalb einer TUF Show bringen. Nun sind sie aber beim Debüt in Abu Dhabi dabei und vielleicht lockt ja der geborene Libanese Al Turk ein paar seiner Landsleute zum Event. Der Kampf selber sollte auf dem Boden ausgetragen werden. Während Madsen ein guter Wrestler ist, hat Al Turk seine Stärken im ansetzen von Submissions. Allerdings sollte er nicht sofort auf den Boden mit Madsen gehen, da er so in die Gefahr geraten würde ausgepunktet zu werden. Taktik sollte also für Al Turk sein, Madsen im Stand zu bearbeiten und den Kampf dann auf dem Boden zu finshen.

Tipp: Mustapha Al Turk via TKO in Runde 2


Welterweight Fight:
Nick Osipczak (5-0-0) vs. Rick Story (9-3-0)


Weiter geht’s im Welterweight dem Territorium des Herrschers Georges St. Pierre. Es treffen dabei Nick Osipczak und Rick Story aufeinander. Rick Story musste den gleichen Weg wie viele andere in die UFC nehmen. Anders als die neue Generation der TUF Teilnehmer musste er sich seinen Weg über gute Leistungen bei kleineren Ligen freischaufeln. Bei UFC 99 war es dann auch endlich so weit. In der Kölner Lanxess Arena traf er auf John Hathaway, musste dabei aber eine klare Niederlage einstecken. Kurz danach gab man ihm aber die Chance sich nochmals zu beweisen, diesmal gegen Brian Foster und der Kampf war einer der besten des Jahres 2009. Für Rick Story war es wohl der größte Zahltag seiner Karriere, den er gewann den Award „Kampf des Abend“ und den Award für den Knockout des Abends. Auch seinen letzten Kampf konnte er gewinnen und so ist er jetzt 2-1.

Nick Osipczak ist ein untypischer Fighter. Seine Karriere beginnen konnte er nur, weil er sein Geld als Professioneller Spieler verdiente und somit genug Zeit hatte um das Kämpfen zu trainieren. Das sollten jetzt die Leser hier aber nicht als Anlass nehmen mit dem Spielen anzufangen. Seine UFC Karriere begann mit TUF, genauer gesagt dem Showdown USA vs. Great Britain. Der Engländer schaffte es dabei bis ins Halbfinale wo er in einem Klasse Fight gegen DaMarques Johnson verlor. Aufgrund der hervorragenden Leistung wurde er allerdings übernommen und konnte seitdem 2 Siege für sich verbuchen bei der UFC. Als Nebeninfo sei gesagt, dass sein untypischer Charakter noch mehr interessant wird, wenn man überlegt, dass er Kung Fu studiert hat.

Der Kampf zwischen einem mittelmäßigen Wrestler und einem durchgeknallten Kung Fu´ler könnte für die Zuschauer interessanter werden als es sich zuerst liest. Rick Story, wie auch Nick Osipczak stehen dafür das sie immer volle Power geben. Beide haben schon die UFC Offiziellen mit guten Leistungen von sich überzeugen können und sich damit den Platz auf der Debüt Card verdient. Kleine Anekdote hierbei auch noch zu Rick Story, er kann von sich behaupten in seinem Junior Jahr auf dem College keinen einzigen Sieg eingefahren zu haben, verbesserte sich aber im Laufe der Zeit und hatte in seinem letzten Jahr dann auch eine Jahresbilanz von 32-7. Man sieht also das man, wenn man am Ball bleibt sich steigern kann. Der Kampf sollte auf den Boden wandern. Rick Story hat hier seine Stärken und auch Nick Osipczak konnte in seinen bisherigen Kämpfen relativ
überzeugen dort. Wer wird dort aber dominieren? Der dominante Wrestler oder der gute Grappler mit Kung Fu Hintergrund? Ich denke zweiteres. Nick Osipczak ist im Kommen und wird seinen Weg weiter gehen.

Tipp: Nick Osipczak via Submission in Runde 2


Welterweight Fight:
Brad Blackburn (15-10-1, 1 NC) vs. DaMarques Johnson (13-7-0)


Wir gehen unseren Weg weiter und können im nächsten Kampf ein Welterweight Gefecht verfolgen. Dabei treffen Brad Blackburn und DaMarques Johnson aufeinander. Ein Kampf der „Auf und Ab“ Jungs der MMA Szene. Brad Blackburn hat eine Karriere mit vielen Höhen und vielen Tiefen hinter sich. Das ganze kann man auch schön an seinem Kampfrekord sehen. In der UFC schien ihm das Schicksal allerdings nicht zu erleiden. In den ersten 3 Kämpfen konnte er 3 Siege für sich verbuchen, bis er auf den TUF Sieger Amir Sadollah traf. Trotz schwerer Treffer schaffte es Blackburn allerdings nur per Decision zu verlieren.

DaMarques Johnson hatte vor allem einen schwierigen Start in seine Karriere der nicht besonders erfreulich verlief. Das er am Ball geblieben ist sollte sich aber in seiner späteren Karriere auszahlen. Er wurde Mitglied bei der TUF Reihe USA vs. Great Britain und schaffte es bis in Finale dieser Show, dass er allerdings gegen James Wilks verlor. Bei UFC 105 sollte er eigentlich gegen unseren deutschen Superstar Peter Sobotta ran, allerdings war der noch mit seinem Zivildienst beschäftigt, sodass man ihn erstmal gegen Edgar Garcia bei UFC 107 stellte. Diesen Kampf konnte er auch gewinnen.

Dieser Kampf im Welterweight ist kein hochkarätiger Kampf, allerdings ein Kampf zweier Fighter die seit ihrem Debüt in der UFC einen erheblichen Leistungssprung in ihrer MMA Karriere vollzogen haben. So bleibt es abzuwarten wie die weitere Entwicklung der beiden Kämpfer aussieht. DaMarques Johnson als Blaugurt im BJJ hat seine Stärken am Boden im Grappling. Brad Blackburn dagegen kommt eher über den Stand mit seiner KO Kraft, wenn man das als Stärke ansehen soll. Viel mehr ist er ein Allrounder. Damit sollten die Fronten auch klar sein. Bleibt der Kampf im Stehen, sind die Chancen für Blackburn größer, geht er auf den Boden wird Johnson den Kampf für sich entscheiden. Johnson hat in letzter Zeit den größeren Sprung nach vorne gemacht, wird den Kampf aber nicht finishen können.

Tipp: DaMarques Johnson via Unanimous Decision


Light Heavyweight Fight:
Alexander Gustafsson (9-0-0) vs. Phil Davis (5-0-0)


Der Event geht weiter und der nächste Fight führt uns ins Light Heavyweight. Dort kommt es zum Kampf der bisher unbesiegten Kämpfer Alexander Gustafsson und Phil Davis. Alexander Gustaffson ist eines der größten Talente Europas im Halbschwergewicht. Er hatte bis zu seinem Kampf gegen Jared Hamann aber auch keine Namen haften Gegner. Das spielt allerdings eine kleine untergeordnete Rolle. Gleiches sagte man auch immer über Shane Carwin, trotz allem zerstörte er Frank Mir genau so, wie er es mit den unbekannten Kämpfern gemacht hat. Jared Hamann wurde das erste Opfer in seiner UFC Karriere und musste schon nach 41 Sekunden die Segel streichen. Sollte die Karriere so weiter gehen, steht dem jungen Schweden noch eine große Karriere bevor.

Erstmal geht es aber gegen Phil Davis. Dieser kommt vom Wrestling wo er auch Division I Champion bei der NCAA wurde im Jahr 2008 in der Gewichtsklasse bis 197 lbs. Außerdem ist er mittlerweile ein Blaugurt im BJJ und hat auch dort sich sehr weiterentwickelt. Seine Karriere verlief ähnlich der von Gustafsson, außer das sein Weg ihn schneller Richtung UFC führte. Im ersten Kampf in der weltbesten MMA Organisation ging es dann gegen Brian Stann, der ehemaliger WEC Champion war. Zeigt also das er in seinem Debüt kein kleines Kaliber vorgeworfen bekam. Er löste die Aufgabe und gewann per Decision.

Der Kampf ist ein Kampf der Zukunft und die UFC hätte auch nichts falsch gemacht, wenn sie ihn auf die Main Card gebracht hätten. Für beide wäre eine Niederlage zwar ärgerlich, aber nicht der Weltuntergang. Ihnen kann die Zukunft gehören, wenn sie ihren Weg weiter so gehen wie sie es bisher getan haben. Es wird also interessant zu sehen seien, wie sie sich seit ihrem letzten Auftritten weiterentwickelt haben. Der Kampfablauf kann in zwei Richtungen führen. Wie ich schon andeutete ist Gustafsson ein Mann der eher über den Stand kommt und dort seine Chancen suchen wird. Am Boden dagegen ist Davis im Vorteil. Nicht nur das er ehemaliger NCAA I Division Kämpfer ist, noch dazu ist er auch versiert im BJJ. Sollte der Kampf also schnell auf den Boden gehen hat Davis gute Chancen, sollte er im Stand bleiben wird Gustafsson gewinnen. Meiner Meinung nach wird Gustafsson den jungen Amerikaner schnell im Stand anklingeln und ihm zu Ende der ersten Runde mit harten Schlägen am Boden besiegen.

Tipp: Alexander Gustafsson via TKO in Runde 1
#34
Die Zuschauer werden mit Sicherheit schon bei den 6 Vorkämpfen ordentlich mitgegangen sein und brauchen für die 3 Hauptkämpfe eine Überbrückung um die Spannung aufrecht zu erhalten, da sind die 2 folgenden Kämpfe mit Sicherheit die richtigen Adressaten.
Da wäre zum einen Kendall Grove, Hawaiianer, und zum anderen Mark Munoz, Amerikaner (geboren in Yokosuka, Japan) mit philippinischer Abstammung, zu nennen die den 1. Kampf auf der Maincard gegeneinander bestreiten.

- Middleweight Fight:
Kendall Grove (11-6-0-1) vs. Mark Munoz (7-1-0)


Kendall Grove, ein BJJ und Muay Thai Kämpfer und Gewinner der 3.Ultimate Fighter Staffel setzte sich zuletzt gegen Jake Rosholt durch. Es zeichnet ihn aus, dass er das Finish sucht, auch auf die Gefahr hin selbst ein Opfer seiner Offensive zu werden. Er verfügt, wie schon angeschnitten, durch seine Muay Thai Erfahrung, über gute Stand-up Fähigkeiten und ist ein sehr guter Submission Fighter der 7 seiner 11 Siege durch Aufgabe errang, aber seine Nehmerqualitäten lassen doch etwas zu wünschen übrig. Ob sein Gegner, Mark Munoz, dies ausnutzen kann ist fraglich. Er ist zwar ein guter Stand-up Kämpfer mit ordentlich Schmackes auf der Kelle, aber er gehört nun doch nicht zum Non-plus-Ultra in dieser Kategorie. Eher sollte man seine wrestlerischen Fähigkeiten hervorheben. Munoz, ein ehemaliger NCAA Division I Wrestler, versteht es seine Gegner zu Boden zu bringen, vor allem seit seinem Wechsel aus dem Lightheavyweight ins Middleweight (nach der Niederlage gegen Matt Hamill) sollte es ihm noch leichter fallen. Seine Physis, wie bei fast allen ehemaligen Wrestlern, ist sehr gut und viele Leute in seiner Gewichtsklasse können in diesem Punkt nicht mit ihm mithalten. Andererseits hat auch er seine Schwächen. Er ist zwar ein ausgezeichneter Wrestler, kann am Boden damit aber wenig anfangen, d.h. sein Ground’n Pound ist verbesserungswürdig. Außerdem ist sein Stand-up dem von Grove nicht überlegen und ob er sich den Submissionversuchen entziehen kann, ist sehr fraglich, da Grove auch auf dem Rücken liegend, eine ernstzunehmende Gefahr darstellt. Ein Punch der Grove gleich auf die Bretter legt oder langweiliges LnP über 3 Runden mit der steten Gefahr in eine Submission zu laufen, sind die Möglichkeiten die sich Munoz zum Sieg bieten. Grove hingegen hat Zeit und wird seine Möglichkeiten bekommen, sei es durch TKO oder Submission. Er selber muss nur darauf achten, dass er die Initiative behält und den Kampf kontrolliert, so rennt er nicht in die Gefahr (T)KO zu gehen. Vieles spricht für Kendall Grove, wenig für Mark Munoz, der wohl seine 2.Niederlage kassieren wird.

Kendall Grove durch Submission in Runde 2


Brasilianer gibt es nicht nur in den wichtigsten Fußball Ligen der Welt zu bestaunen, sondern auch in der UFC. Viele zeichnen sich durch ausgezeichnete Fähigkeiten sowohl im Stand-up, als auch am Boden aus, so dass sie eine gewichtige Rolle im MMA Geschäft spielen. Der Brasilianer Rafael dos Anjos ist noch nicht soweit, wie z.B. seine Landsleute Machida, Rua, Silva oder Nogueira, aber arbeitet daran. Seine nächste Herausforderung ist der Engländer Terence Lee Etim, kurz Terry genannt, der ihn (dos Anjos), mit einem Sieg vorausgesetzt, weiter in den Lightweight Rankings nach oben spülen soll.

- Lightweight Fight:
Terry Etim (14-2-0) vs. Rafael dos Anjos (13-4-0)


Dass es kein Selbstgänger wird, sieht man schon am Kampfrekord des Engländers, der die 2 Niederlagen jeweils durch Decision kassierte und seit 4 Kämpfen ungeschlagen ist und das in der vielleicht bestbesetzten UFC Gewichtsklasse. Zu seinen Stärken gehört vor allem der Bodenkampf, er ist Träger des blauen Gürtels in Luta Livre und auch im Stand-up ist er nicht zu unterschätzen. Als Engländer eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Er bevorzugt aber mehr das Muay Thai als das eigentlich klassische Boxtraining und ist damit auch variabler und schwerer auszurechnen. Auf der anderen Seite steht mit Rafael dos Anjos ein BJJ Schwarzgurt, der ebenso wie Etim im Stand-up dem Muay Thai vertraut. Seine UFC Karriere startete aber alles andere als optimal, als er gegen Jeremy Stephens schwer KO ging. Stephens erhielt sogar den Bonus für den KO des Abends. Auch den darauf folgenden Kampf verlor er, erst als es um alles ging, holte er sich den 1. Sieg in seiner UFC Karriere. Er gewann gegen Rob Emerson und weil er gerade dabei war auch im nächsten Kampf gegen Kyle Bradley.
Beide Kämpfer (Etim und dos Anjos) befinden sich ungefähr auf den gleichen Level, was ihr Können und das derzeitige Momentum angeht. Etim ist aber wesentlich größer und geht auch meist offensiver voran. Dos Anjos dagegen ist mehr der abwartende Typ und reagiert mehr auf seine Gegner, als das er selbst die Initiative sucht. Das kann ihm schlussendlich den Kampf kosten. Vom physischen Standpunkt aus gesehen, ist der bullige Brasilianer im Vorteil ob er diesen auch einsetzt, hängt halt davon ab, wie groß der Drang ist den Kampf selbst zu bestimmen. Ich sehe einen knappen Ausgang mit minimalen Vorteilen für Terry Etim.

Terry Etim durch Split Decision


Matt Hughes, die Legende im Welterweight und ehemaliger Titelträger in dieser Gewichtsklasse, besiegte am 27.5.2006 eine andere Legende Royce Gracie. 4 Jahre später will er mit Renzo Gracie noch eine weitere Gracie Legende in den Käfigstaub schicken. Beide sind weit von ihrer Prime entfernt, wobei die bei Renzo Gracie noch viel weiter zurückliegt und das will schon was heißen, denn Hughes konnte seit seinem Sieg gegen BJ Penn, der ihn 2 Runden lang klar dominierte, im Herbst 2006 nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen und verlor in der nachfolgenden Zeit nicht nur seinen UFC Welterweight Titel sondern auch den Großteil seiner Kämpfe.

- Welterweight Fight:
Matt Hughes (43-7-0) vs. Renzo Gracie (13-6-1)


Matthew Allen Hughes, geboren 1973, ist ein ehemaliger Ausnahmewrestler der lange im Miletich Fighting System (das Trainingsteam von Pat Miletich) trainierte und fester Bestandteil dieses Teams war, ehe er 2007 sein eigenes Camp (Team Hughes) gründete. Er war ein NCAA Division I Wrestler, in den unteren Gewichtsklassen, zu seiner Highschool und College Zeit. Dazu nahm er beim ADCC Turnier teil, ist also mit dem Ort Abu Dhabi vertraut.
Renzo Gracie, 43 Jahre alt, ist eine BJJ Legende, der sowohl den Schwarzgurt im BJJ als auch im Judo hält. Seine MMA Karriere begann schon 1992 und erreichte seinen Höhepunkt mit den ersten PrideFC und Rings Veranstaltungen Ende des letzten Jahrtausend. Bis zu diesem Zeitpunkt war er in 11 Kämpfen (u.a. Sieg durch KO gegen Oleg Taktarov) ungeschlagen geblieben. Danach ging es bergab. Es folgten 6 Niederlagen (u.a. gegen Dan Henderson, Kazushi Sakuraba, Carlos Newton und B.J. Penn) in den nächsten 7 Fights. Anschließend wurde es etwas ruhiger um ihn. Er leitete das IFL Team „New York Pitbulls“ und besiegte Pat Miletich und Carlos Newton. Seinen letzten Kampf bestritt er 2007 gegen Frank Shamrock bei EliteXC: Destiny den er durch Disqualifikation (Kniestöße zum Kopf) gewann.
Renzo Gracie kann den Kampf nur gewinnen, wenn er die Kontrolle am Boden hat. Weder im Stand-up, noch auf dem Boden mit einem Hughes in der Top Position/Kontrolle hat Gracie eine Chance. Hughes ist einfach zu stark, als dass er sich einfach fangen lässt. Das klappt nur, wenn man ihn zu Boden bringt und dazu muss man schon außergewöhnlich stark, geschickt und wrestlerisch ebenbürtig sein. 2 dieser 3 Attribute fallen nicht auf Gracie bzw. reichen nicht an die Klasse von Hughes heran. Gracie kann versuchen Hughes in einen Stand-up Brawl zu verwickeln, um ihm einen Knockdown zu verpassen und dann auf die Submission zu gehen, aber auch dieses Szenario hat den Haken, das Hughes trotz seines Alters immer noch reichlich vertragen und selbst auch ein paar ordentliche Fäuste landen kann.
Der Kampf wird wohl so ablaufen, dass Hughes sein überragendes Wrestling ausspielen und spätestens in Runde 2 den Kampf durch GnP beenden wird.

Matt Hughes durch TKO in Runde 2


Der Ausnahmekönner und von einer höheren Macht höchstpersönlich mit Talent gesegnete MMA Kämpfer BJ Penn wird im Co Main Event seinen Lightweight Titel gegen Frank Edgar verteidigen.
Wenn man BJ Penn sein Wesen und Talent beschreiben sollte, könnte man es in der Fußballersprache so zusammenfassen: „Die Klasse eines Pele’s, die Übersicht eines Beckenbauers und die Verrücktheit eines Maradona’s“. Keine Frage vom Talent und den Fähigkeiten ist er die Wahre Nummer 1 unter den MMA Kämpfern. Sein Gegner, Frank Edgar ist nur krasser Außenseiter, hat aber wie man so schön sagt „keine Chance, die er aber nutzen sollte“.

- Lightweight Title Fight:
BJ Penn (15-5-1) vs. Frank Edgar (11-1-0)


Penn der innerhalb von nur 3 Jahren den Status eines Schwarzgurts im BJJ erlang, hat nicht nur in der UFC seine Spuren hinterlassen, sondern auch in Japan. Er ist der derzeit beste Bodenkämpfer im Lightweight auf dem Nordamerikanischen Kontinent und verfügt über außerordentlich gutes boxerisches Können. Der Einsatz seines Jabs ist sehr markant in seinen Kämpfen zu erkennen, dazu verfügt er über die beste Takedown Verteidigung. Das Gesamtpaket macht ihn in der Lightweight Klasse unantastbar. Nur der physisch stärkere Weltergewichtler GSP ist mit seinem Wrestling Penn überlegen und konnte ihn in der höheren Gewichtsklasse 2x schlagen. Vom Komplettpaket dürfte BJ Penn aber immer noch minimal vorne sein.
Der Herausforderer Frank Edgar hat sich den Titelkampf durch Siege über Hermes Franca, Sean Sherk, Spencer Fisher, Tyson Griffin und Jim Miller redlich verdient. Die einzige Niederlage bezog er im Duell mit Gray Maynard, der aufgrund seines überragenden Wrestling die Oberhand behielt. Edgar ist wie Penn ein außerordentlicher Stand-up Fighter, der wie Penn den Kampf mehr kontrolliert als ihn mit einem Schlag beenden zu wollen. Auch sein Hintergrund ist das Boxen. Er hat aber den entscheidenden Nachteil, dass er selbst für einen Lightweight Kämpfer verhältnismäßig kleingewachsen ist. Mit 1,68 ist er fast 10 cm kleiner als BJ Penn, der dazu über ziemlich lange Arme verfügt. Wenn dann muss er den kontrollierten Brawl oder den In-Fight suchen. Von außen wird nicht viel gehen, außer er will sich jede Runde den Jab von Penn einfangen. Für den Bodenkampf besitzt er sehr gutes Wrestling, muss sich aber der Spitze in diesem Bereich geschlagen geben. Siehe die Niederlage gegen Maynard. Er wird es wohl versuchen müssen, ob er aber die Takedown Verteidigung von Penn durchbrechen kann ist doch etwas fraglich. Zuletzt versuchte es der physisch sehr starke Diego Sanchez und scheiterte kläglich. Es sieht nicht gerade gut aus für einen Titelwechsel, aber Edgar wird mit Sicherheit einen Plan A,B und C haben und er ist ein wahrer Beißer, der sich durchkämpft. Er wird mit Sicherheit eine variable Taktik fahren, im Gegensatz zu einem Sanchez oder Sherk. Schon allein weil er Penn körperlich unterlegen ist. Ich rechne mit einem guten bis sehr guten Kampf, der wohl in den ersten beiden Runden ausgeglichen verlaufen wird. Danach wird Penn das Tempo anziehen und Edgar zermürben. Entweder wird Edgar aus dem Kampf genommen oder muss abklopfen, aber kampflos wird Edgar diesen Fight mit Sicherheit nicht abschenken.

BJ Penn durch TKO in Runde 4


Die Spinne hat sich wieder in den Käfig verirrt und spinnt ein neues Netz für seine Opfer aus. Nach der Verletzungspause sollte es einen Kampf gegen Vitor Belfort geben, dieser fiel aber aufgrund einer im Training erlittenen Verletzung aus und man wandte sich an Chael Sonnen der kürzlich den No.1 Herausforderkampf gegen Nate Marquardt gewann. Dieser lehnte ebenfalls ab, da er trotz des Sieges nicht ganz ungeschoren aus dem Duell hervorging und die Regeneration doch länger brauchen würde und er zuviel Zeit verliert, um effektiv sein Training und die Kampfvorbereitungen voranzutreiben. So gab man Demian Maia den Spot gegen Anderson „The Spider“ Silva. Maia besiegte zwar Sonnen und zuletzt Dan Miller, aber musste sich kurzrundig Nate Marquardt in einem früheren Duell geschlagen geben. Egal, Maia ist gar keine so schlechte Wahl, denn mit Wrestlern hatte Silva zuletzt weniger Probleme als mit BJJ Kämpfern. Aber was heißt das schon, wenn man seit 11 Kämpfen ungeschlagen (davon 6 Middleweight Titelkämpfe) ist und die meisten durch (T)KO vorzeitig beendete.

- Middleweight Title Fight:
Anderson Silva (25-4-0) vs. Demian Maia (12-1-0)


Anderson Silva, Spitzname die Spinne, ist der amtierende UFC Middleweight Champion und ein p4p Top 3 Kämpfer. Er besitzt ein Komplettpaket, wie kaum ein anderer MMA Kämpfer. Im Stand-up ist er jedem im Middleweight überlegen und am Boden gibt es vielleicht 2 -3 Leute die entweder im Wrestling oder BJJ Vorteile haben, ansonsten sieht es schlecht für die Gegnerschaft aus. Selbst in der höheren Klasse, im Lightheavyweight, gibt es maximal eine Handvoll Kämpfer die ebenbürtig sind oder leichte Vorteile haben. Als krasser Außenseiter würde er in keines der Duelle gehen. Die Chancen wären nie schlechter als 40-60.
Maia ist einer dieser Kämpfer aus dem Middleweight der stärker am Boden ist als Silva. Das Problem ist, er ist bei weitem nicht auf dem Niveau wie es Silva im Stand-up ist. Demian Maia ist ein BJJ Blackbelt und mehrmaliger Weltmeister in dieser Kategorie. Er besitzt ordentliches Stand-up und baut diese Fähigkeiten immer weiter aus. Er hat die Tools um Silva zur Aufgabe zu bringen. Anders als Leites, verfügt Maia über sehr gute Takedowns und kann auch ohne Probleme Silva zu Boden bringen und ihn dort bearbeiten. Die Fähigkeiten sind vorhanden und die Aggressivität ebenfalls.
Das Problem an der Sache ist der Titelträger, der mit einer Kombination und einem gut gesetzten Knie einen gegnerischen Kämpfer für ein halbes Jahr außer Gefecht setzen kann. Silva besitzt unglaublich lange Arme und Beine, die er wie kaum ein anderer Kämpfer mit der Präzision eines Laserstrahls einsetzt. Kaum ein Gegner konnte sich diesem Schicksal bis jetzt entziehen und am Boden ist Silva auch nicht von schlechten Eltern. Einen Schwarzgurt im BJJ besitzt er ebenfalls, dazu kommen Schwarzgurte im Judo und Taekwondo und ein Gelbgurt in Capoeira.
Wenn Maia aus seiner Niederlage gegen Marquardt gelernt hat, dann wird der Kampf über die ersten Sekunden hinausgehen. Er muss den Kampf unansehnlich machen, muss aus der Schlagdistanz herausgehen, um nicht mit einem Körperteil (Faust oder Fuß) von Silva getroffen zu werden. Er muss die richtige Attacke setzen, muss aggressiv, aber nicht übermotiviert zu Werke gehen, dann kann er die Chance auf den Takedown bekommen und dann ist alles möglich.
Silva seinerseits muss die richtige Distanz halten, was er aber auch hervorragend beherrscht und sich die entscheidenden Schläge herauspicken. Maia ist kein Thales Leites, der nur überleben will und hofft das Silva dämlich in die Guard fällt, er wird seine Takedown Chancen suchen und das wird die Chance für Silva sein, sich den entscheiden Schlag bzw. Kick zu suchen. Der Kampf wird schnell geführt, aber mit verhältnismäßig wenig actiongeladenen Situationen. Es wird eher ein Schachmatch werden.
Der 1. Fehler wird wohl auch der letzte in diesem Kampf sein und ich befürchte das Maia wieder oder noch zu ungeduldig agieren und somit in das Netz der Spinne laufen wird.

Anderson Silva durch TKO in Runde 2
#35
Vielen Dank an Russian Zar und Rhyno die die Undercard bearbeitet haben Daumen hoch
#36
Da sieht man aber wirklich wer was für einen Schreibstil hat, sehr interessant... ;)
#37
Die BML will die UFC auf DSF verbieten. Diese Info ist schon längere Zeit in aller Munde bei der deutschen Kampfsportgemeinde. Mit fehlender TV Präsenz kann man in Deutschland nur schwer künftige Events bewerben. Die UFC zeigte sich verärgert, will aber den deutschen Markt nicht aufgeben. Einerseits kann man sich sicher sein, dass mit der BML noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, andererseits schaut man nach neuen Möglichkeiten, um den deutschen Fans, das Erlebnis UFC auch weiter zu ermöglichen.

Hier konnte man eine interessante und für Kampfsportfans phantastische News verbreiten. Am heutigen Abend wird ab 19 Uhr live und kostenlos UFC 112 übertragen. Das ganze kann man über Stream bei http://www.UFCLive.com verfolgen. So seit also dabei, wenn es heute zur besten Sendezeit heißt "Let´s get it on!".


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