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Also ich hab ja von 2005 bis 2007 und jetzt wieder seit einem Jahr regelmäßig. Damals hab ich au´fgehört zu schauen weil es mir irgendwann zu eintönig wurde, das hat sich letztes Jahr dann in den Wochen vor Wrestlemania geändert. Ich kenne auch nicht so viele Matches von früher, höchstens einige der ganz besonderen, wie einige EC oder HiaC Matches. Im Vergleich dazu hat man natürlich einige Dinge einbüßen müssen, denke man an Undertaker vs. Mankind in der Zelle oder Spots wie Chris Benoits Diving Headbutt von der Chamber und von Leitern (RIP). Heutzutage gefällt mir das Produkt eigentlich weitestgehend schon, nur wie schon oft gesagt wurde, ein ganz großes Problem sehe ich darin, dass das Ganze viel zu kommerzialisiert wurde. Es wird nur noch auf den höchstmöglichen Profit geachtet, was sich dann in unvollständigen Storylines und unglaubwürdigen Titelträgern und Finishes wiederspiegeln. Bestes Beispiel ist zur Zeit ja, überall wieder Comebacks und ähnliches groß anzupreisen, während die wahren Stars der neuen Generation wie Dolph Ziggler oder auch bis vor kurzem Daniel Bryan zu kurz kommen. Dazu kommt, dass viele ja scheinbar stark in den Moves die sie zeigen dürfen eingeschränkt sind, warum kann ich mir nicht beantworten. Das technische steht leider nicht mehr in dem Vordergrund. Das führt alles dazu, dass mir mitlerweile das Produkt, das von TNA abgeliefert wird, stellenweise besser gefällt. Dort hat man jede Woche gute Storylines UND gute Matches. Kann mich nicht daran erinnern nach einer Impact Ausgabe gesagt zu haben "die war nicht so gut", was bei der WWE mindestens einmal pro Woche vorkommt, leider muss man sagen...
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Interessante Meinungen, zumindest die, die ich lesen konnte. Ich seh aufgrund der großen Posts nur die ersten paar Beiträge, was ich sehr schade finde, da es doch ein recht interessantes Thema ist - auch wenn man unbewusst sehr oft darüber diskutiert, was heute schlecht und damals gut war. Aber ich denke trotzdem, dass im großen und ganzen eh schon alles gesagt wurde, weshalb ich mich in den paar folgenden Zeilen sicherlich nur wiederholen werde. So sehe ich die Entwicklung aus meiner Sicht:
Ich trauere der Attitude und der Post-Attitude-Era (imo von 2002 bis 2006) zwar nach, aber im Endeffekt bringt es nur wenig. Ändern kann man es sowieso nicht mehr. Der Entertainment-Faktor ist heutzutage ganz klar höher/stärker als damals, aber das bedeutet nicht, dass die Matchqualität schlechter geworden ist. Auch heute kann man noch sehr gute Matches bei WWE sehen, man hat einige Leute im Roster, die dazu fähig sind. Problem? Die WWE lässt das nur bedingt zu und beschränkt vor allem bei den Nachwuchstalenten wie Sydal, Moxley, Castagnoli und co. drastisch deren Movesets.
Aber auch damals war nicht alles so prickelnd, wenn auch wesentlich "edgier", wie Batista gerne sagt. Ich erinnere mich an viele RAW is WAR Ausgaben (die ich natürlich nachgeholt habe), in denen die Matches allesamt zum Vergessen waren. Wirklich interessant waren eher die Segmente der Shows mit The Rock, Austin, Angle und co. Für die technischen Leckerbissen sorgten damals eher Leute wie Jericho, Benoit, Guerrero, Regal und co. Aber die gab es eher bei den PPVs zu sehen. In den Weeklies eher nur sehr kurze Matches, ähnlich wie heute.
Womit die Attitude und Post-Attitude-Era aber wiederum SEHR glänzen konnte, waren meiner Ansicht nach die Tag Teams. Ich könnte "unendlich" viele aufzählen, aber das gelingt mir seit 4 Jahre nicht mehr so leicht. Die Tag Team Division war damals mit den Hardys, den Dudleyz, Edge & Christian und wie sie alle heißen kaum wegzudenken, bei jedem PPV waren Tag Team Matches ein wesentlicher Bestandteil, aber heute kann die Division nur mehr als schlechter Witz betrachtet werden. Was soll man denn sagen, wenn man gerade mal 2-3 richtige Teams hat? Wenn überhaupt...
Fazit meinerseits: die Entwicklung geht sicherlich nicht in die richtige Richtung, was Buyrates etc. auch bestätigen, aber WWE passt sich leider dem modernen Stil sehr an (man merkts auch mit Twitter - WWE ist verrückt nach dem Ding und wie diese Social Networks alle heißen). Dennoch kann die WWE noch Momente kreieren, die mich stolz machen, ein Fan zu sein, sei es die Rückkehr von Rocky, Lesnar, etc. Die vergangenen Eras waren in meinen Augen zwar besser, aber auch nicht alles war damals so toll, wie es manchmal gemacht wird!
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Hier mal die Matches die ich mir ansah und wodurch es überhaupt dazu kam den Thread zu eröffnen:
Zitat:Steve Austin vs Kurt Angle (2001 Summerslam http://www.youtube.com/watch?v=j-x7B9GIt-I & Unforgiven http://www.youtube.com/watch?v=Da2GrSWdR6Q)
Da stimmt für mich einfach alles von vorn bis hinten. Die Kommentatoren sind voll bei der Sache und beim Match. Das Wrestling auf hohen Niveau, die Art wie man wrestlet, sich kackfrech die Finisher klaut und jedes mal denkt jetzt ist es zu Ende...aber nein KICKOUT und es geht weiter...sowas seh ich heutzutage nur noch sehr sehr selten. Nach spätestens dem 2. Finisher war es das in 99,99999% der Fälle gewesen, das war früher nicht so. Schaut euch an wie Kurt Angle aus dem Cover auskickt, so muss das aussehen. Auch einfach mal die Ringrichter ausnocken oder allgemein etwas mit den Ringrichter machen, ohne das sofort DQ kommt und das wars...sowas sehe ich heute auch nicht mehr. Auch was das Cover der Ringrichter betrifft find ich das im Vergleich zu heute viel gekonnter, ich weiß erst wenn es gesagt wird ob es jetzt ein Kickout war oder nicht, weils so schnell geht man sieht es nicht. Wobei ich sagen muss das der Ref Earl Hebner ein Ausnahmetalent war.
Das Match kurz nach draußen verlagern, dann wieder rein in den Ring...einfach Sachen tun die unvorhersehbar sind und man das Gefühl bekommt jeden Moment passiert etwas anderes...wann gibts das denn heute noch, da haben einfach die Ideen nachgelassen. Ich weiß nicht ob da nur noch Leute arbeiten die keine Ahnung haben...ändern muss sich was. Außer man hat bei WWE die Absicht, nicht mehr auf die Vermarktung von gutes Wrestling zu schauen, sondern nur auf das Geld und es, solang es finanziell ok läuft dabei zu belassen...
Rein vom Wrestling ist das Produkt nicht mehr das was es einmal war... :/:
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@ Take a Rock
Du hast schon recht Früher wurde in manchen Matches mehr auf Feinheiten Wert gelegt aber dann waren es auch Matches von Ausnahmetalenten die auf ihrem Zenit waren. Ich dachte Früher auch immer was, wie, die Alten sagen immer Früher war das und das besser, so werde ich nie und dann hab ich mich selbst mal dabei erwischt und es gleich wieder ein gestellt. Man kann keinen realistischen Vergleich ziehen, es ist fast so als wäre es eine Neue Liga.
So dass war mein Senf zu dem Thema  .
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Ist echt eine treffende Aussage das WWE heute eine andere Liga ist wie die damalige WWF.
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Die Rosterdichte stellt für die WWE aber in meinen Augen ein Problem dar, weil sie damit falsch umgeht. Es werden immer die gleichen gepusht und erfolgsversprechende Aufbauten und Storylines idiotischerweise wieder zerstört (wie meine Vorredner auch schon bemerkt haben ;) )
Dadurch das es auch keine ernstzunehmende 3. Show gibt (wie es früher ECW), kommen viele Talente nicht über ein Jobber Dasein hinaus. Die WWE sollte ihre Richtung wirklich überdenke und lieber langfristig mit jungen Talenten planen, anstatt auf Legenden zurück zu greifen.
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Interessantes Thema, aber Ich trau mich wetten, dass exakt die selbe Diskussion schon vor 10 und vor 20 Jahren geführt wurde. ALles ändert sich, und alles aht sich geändert und grundsätzlich scheint sich alles zum schlechten zu ändern; zumindest wirkt es so.
Ich kann und will jetzt auch nicht explizit auf einzelne Postings eingehen, da im Prinzip in jedem ein wahrer Kern steckt in den längeren vielleicht auch zwei, und sich der lange Post sonst ins unendliche zieht.
Zuerstmal ein Punkt, der mir auffällt, und noch nicht genannt wurde.
Früher waren Faustschläge untersagt und dementsprechend verlief das MAtch auch. Heutzutage schlagen sich die Kontrahenten andauernd auf die Fresse und trotz alledem scheint nur Big SHow jemanden auszuknocken. Das ist doch lächerlich. Und vollkommen ungaubwürdig. Wenn jemand mehrere Faustschläge einsteckt, dann müsste irgendwann mal jemand ausgeknockt sein!
Und wieso gibt es noch diese sinnfreien Chops, wenn man genausogut einfach mit der Faust zuschlagen kann? Macht doch gar keinen Sinn. Und wieso warten die andauernd, bis der Gegner aufgestanden ist, anstatt ihm eifnach nur aus der Mount den Rest zu geben? Das ist doch vollkommen bizarr.
Abgesehen davon ist es so unglaublich berechenbar geworden.
Ein Cena zeigt immer seine Back Suplex Powerbomb und dann den Five knuckle Shuffle, ein Orton immer seinen wahnsinnig komplizierten DDT aus den Seilen... Und anscheinend kam in der WWE bisher niemand uaf die Idee, mal Videobänder anzuschauen, dnen dann wüsste man genau was jetzt kommt.(Wobei das auch vor 10 Jahren schon so war)
Offensichtlich sind die WWE Wrestler auch komplett imun gegen Wunden und BLut, ein Dank an Pg, und versuchen sich wzar zu töten, aber bluten tut dabei keiner.
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Pauleta spricht also damit den Punkt Glaubwürdigkeit des heutigen Wrestlings an. Kam zwar oben schon das ein oder andere Mal etwas durch, aber natürlich muss auch beim Pro Wrestling ein gewisser Grad an dieser Glaubwürdigkeit da sein, sonst verliert man ganz klar das Standing und das ist ebenfalls ein großes Problem!
Ich hab mir eben Lockdown angesehen und hier gibt es eben noch das Blading und den ein oder anderen Unprotected Chairshot. Natürlich ist das glaubwürdiger, denn wer würde schon mit einem Stuhl in der Hand eher auf den Rücken, statt auf den Kopf schlagen und danach gibts eben auch mal eine Platzwunde. Das gehört zum "Kampfsport" dazu und sollte beim Pro Wrestling eben nicht einfach ignoriert werden. Man hat es ja jetzt bei der letzten RAW mit Lesnar und Cena gesehen. Es gab Schläge und dann eben auch mal eine blutige und dicke Lippe. Das passiert eben, wenn zwei Leute aufeinander einprügeln und sollte nicht einfach ignoriert werden. Da gebe ich dir vollkommen Recht!
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Dem kann ich auch völlig zustimmen - hab ich auch oben erwähnt.
Vor allem diese ständigen Chair Shots auf den Rücken sind einfach so lächerlich. Ich verdrehe immer wieder die Augen, wenn es gefühlt 10 davon am Stück gibt.
Vor allem im Zusammenhang mit einem Sledgehammer der gegen den Kopf eingesetzt wurde (WM HHH vs Taker), war das irgendwie urkomisch. Meinem Gegner mit einem Hammer auf den Kopf zu schlagen ist okay - aber bloß kein Stuhl nehmen.
Ein weiteres Problem, das ich oben noch "vergesesn" habe ist folgendes:
Heel-Face Verhältnis
Ich meine hier nicht einmal das Verhältnis wie viele Wrestler/Roster Heel und Face sind. Das ist im Grunde ausgeglichen. Das Problem ist oft die Darstellung der Heels. Bzw. noch weiter, das man einfach keinen Heel mehr hat, wie ihn Vince McMahon damals verkörperte. Ich muss sagen, dass ich ihn als einen der größten Heels aller Zeiten bezeichnen würde: Absolut überzeugend am Mic, tolle Mimik, absolut glaubwürdig und einfach großartig fies. Wie habe ich ihn zu meiner Markzeit gehasst. DAS geht in letzter Zeit der WWE eindeutig ab. Vince war ja auch quasi Jahrelang in dieser Rolle, als Vince etwas weg war, war es Bischoff als RAW GM - man hatte immer jemanden den man aus tiefster Seele hassen konnte.
Wie ich schon oben erwähnte: Wir hatten auch tolle Heels in der Vergangenheit, aber irgendetwas fehlt diesen eben um sie hundertprozentig zu hassen. Beim Wrestler braucht es z.B. ein Stable, das alles und jeden fertig macht. Beim Manager/GM braucht es halt wieder einen Mr. McMahon Charakter. Ich denke, man versucht mit Johnny Ace so jemanden aufzubauen, ich hoffe aber, dass ein Triple H, wenn er die Company mal komplett übernimmt, das wird, was Vince Ende der 90er/Anfang des letzten Jahrzehnts war.
Natürlich bräuchte es dann auch wieder einen, der der Gegenpol dazu wäre.
Das ein CM Punk das perfekt beherrscht hat man in den Segmenten im Sommer gesehen. Genau darum waren sie auch so großartig: Es wehte ein Hauch von Attitude durch die WWE. Diese Segmente sind nicht umsonst meine persönlichen meist gesehensten Segmente der jüngeren WWE Vergangenheit!
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Nochmal bezüglich der Glaubwürdigkeit.
Wenn man sich die Matches der Gegenwart anschaut, dann hat man einfach nicht den Eindruck, dass sich die zwei Leute prügeln, sondern dass da zwei Akrobaten ihre Choreographie vorführen. Und das ist vielleicht nichtmal eine neuere Entwicklung.
nehmen wir mal einen Superplex. Der Gegner sitzt voll wehrlos am Turnbuckle(sonst würde er die Aktion ja abwehren) und nachdem dann der Superplex angesetzt wurde steigt er brav in Erwartung des Superplex aufs Top Rope. Und das Schauspiel wiederholt sich jedesmal und es bleibt völlig unklar, warum derjenige nicht sitzen bleibt, so erschöpft wie er ist und in Anbetracht dessen, dass er dann auch keinen Superplex einstecken müsste. Und das sieht doch jeder am TV.
Ansonsten hab Ich schon etwas das gefühl, dass man wieder mehr wert auf Wrestler legt. Also so richtige.
man bedenke, dass mit CM Punk und daniel Bryan die 2 besten Wrestler Titelruns hatten, und im Vergleich zur jüngeren vergangenheit sogar ziemlich lange. Chris Jericho war der Top Contender.
In der Summe könnte man zusammenfassen, dass drei der besten Wrestler momentan die vier möglichen Spots im Titelgeschehen einnehmen, und als Runner Up folgt dann Del Rio.
Auch wenn er hier nicht gerade besonders gut ankommt, finde Ich dass Del rio Matches logisch und damit glaubwürdig sind. Er bereitet das gesamte match seinen finisher vor, methodisch und plausibel.
Die spannende Frage, die sich für die WWE Verantwortlichen stellt ist letztlich, wie mit dem internet, den sozialen Netzwerken und der ungewollten transparenz umzugehen ist.
Nehmen wir doch mal das Punk Beispiel. Sicherlich hätte man seine Abstinenz in die Länge ziehen können, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das geheim geblieben wäre ist äusserst gering.(Müsste man mal nachschauen, ob nicht schon die eine Woche "zu viel" war)
Und so verhält es sich mit vielem. Dass Jerichos Comeback relativ überraschend kam, war schon eine extreme Leistung, dass aber der weitere Verlauf überraschend bleibt ist unmöglich. Aber unumgänglich. Sind wir mal ehrlich. Überraschung und Unvorhersehbarkeit ist doch integral für die WWE und genau deswegen ist es doch auch logisch kurzfristig auf die Vorhersagen der Smarks zu reagieren.
Das ist der nachteil des Internet. Alles wird online diskutiert, vorhergesagt und damit die WWE ihren größten Trumpf, die Spannung, erhalten kann, muss sie zwangsweise konsequent "falsch" booken, da das richtige Booking jedesmal schon vorhergesagt wird.
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Ein weiterer Gedanke, der mir heute gekommen ist:
Kommentatoren
Wenn es viele Faktoren gibt, die ein technisch überragendes Wrestlingmatch legendär machen, dann muss man sicher Kommentatoren und Crowd erwähnen.
Vor allem erstere haben in den letzten Jahren leider abgebaut. Ein Jim Ross fehlt wirklich an allen Ecken und Enden, doch wenn er dann mal da ist, ist er auch nicht mehr das was er mal war.
Genauso Lawler, der gefühlt 100% seiner Intensität eingebüßt hat. Lediglich beim lüsternen Kommentieren der Diven ist er noch ganz vorn dabei. Ein Michael Cole verkörpert zwar ein recht guten Heel, ihm fehlt aber irgendwo auch die Möglichkeiten sich richtig in ein Match reinzusteigern. Die beste Kommentatorenleistung war einmal mehr bei MITB 2011, Punk vs Cena.
Doch dies war ein seltener Lichtblick.
Wie wenig den Kommentatoren mittlerweile auch zugetraut wird, ist eben die Tatsache, das man ihnen nicht mehr zutraut große Comebacks noch größer zu machen. Ein Beispiel ist hier definitiv die Rückkehr von The Rock oder auch das Comeback von Chris Jericho. Bei Lesnar gab es mal wieder einen Kommentar, der auch nicht schlecht war.
So wie es sein sollte(ab ca. 13 Minuten):
[YOUTUBE]KAhivIwaN-4&feature=related[/YOUTUBE]
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Zitat:Original von Pauleta
man bedenke, dass mit CM Punk und daniel Bryan die 2 besten Wrestler Titelruns hatten, und im Vergleich zur jüngeren vergangenheit sogar ziemlich lange.
Hängt für mich mehr damit zusammen aus der Not eine Tugend zu machen.
Niemand anderes vorhanden für den Titel, also rücken die letzten die was können nach.
Viel Auswahl ist nicht, Mangel an etablierten Talenten.
Zitat:Alles wird online diskutiert, vorhergesagt und damit die WWE ihren größten Trumpf, die Spannung, erhalten kann, muss sie zwangsweise konsequent "falsch" booken, da das richtige Booking jedesmal schon vorhergesagt wird.
Denke kaum das es damit was zu tun hat. Höchstens was den Zeitpunkt eines Comebacks betrifft.
Normale Matches usw da hat kein WWE Mitarbeiter die Zeit sämtliche Foren zu durchsuchen wo denn nun die Meinung liegt, dass glaub ich nicht.
Fehlt einfach nur am Verstand in den WWE Köpfen, um es mal milde auszudrücken.
Zitat:Original von Light
So wie es sein sollte(ab ca. 13 Minuten):
Mir kams so vor das solch hysterisches kommentieren seit PG-Zeiten nahezu verschwunden ist.
Wo soll die Spannung auch herkommen, wenn es im Match nicht viel spannendes zu kommentieren gibt?
Den Kommentatoren ist dabei bestimmt genauso langweilig wie uns.
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Moin Moin,
habe mich heute dazu entschlossen mich bei diesem Forum anzumelden, da die anderen Foren leider von Usern bevölkert werden, welche sich ausschließlich mit Spoilern und Flamen beschäftigen und zwar 24/7/365
Diesen Beitrag hier habe ich mir sehr interessiert durchgelesen und kann in großen Teilen nur zustimmen. Die Wrestling Scene (damals WWF + WCW) verfolge ich mit kleinen Unterbrechungen seit 1992.
Diese Zeit war meiner Meinung nach 3 Personen / Gruppen geprägt:
1) The Ultimate Warrior
2) Bret Hart
3) Legion of Doom (Hawk + Animal)
Es gab zwar schon Lengenden wie Ric Flair, Macho Man und Hulk Hogan aber mit diesen Wrestlern konnte ich mich noch nie anfreunden.
Einen Undertaker gab es ebenfalls. Diesen habe ich bewusst nicht oben aufgeführt, da er damals noch nicht so im Fokus stand wie heute.
Mit feude erinnere ich mich an die völlig überdrehten Promos der damaligen Wrestler, welche ausschliesslich in Form eines Interviews stattfanden. Eine meiner Meinung nach sehe gute Promo war die Fehde zw. Papa Shango und dem Warrior.
http://www.youtube.com/watch?v=U7XkkSRT65s
Ich weiss, dass die meisten Fans über sowas nur müde lachen würden. Ich fand das damals einfach nur genial und alsolut faszinierend. (Gut, ich war damals auch erst 10 Jahre alt und durch visuelle Effekte sehr leicht beeinflussbar)
Die Jahre gingen ins Land und das Wrestling veränderte sich.
Zeitsprung 1997
Es sind 5 Jahre vergangen und die Wrestlingwelt hatte sich etwas verändert...die Wrestlingwelt versuchte komisch zu werden.
Bestes Beispiel...ein Match Mini Goldust vs Mini Vader..
Langsam fragte ich mich, was das eig alles soll...es wurde langweilig... Immer mehr "komische" Gestalten wurden eingeführt.
Aber es gab leichte Lichtblicke...
Hunter Hearst Helmsley, Ken Shamrock, Steve Austin und Mankind waren meine Lichtblicle. Diese Charaktere konnten mich noch gut unterhalten noch ein Lichtblick waren die Monday-Night-Wars. Die WWF und WCW lieferten sich knallharte TV Duelle.
Der Rest war Beiwerk, mehr nicht...dieses bemerkte auch die WWF und was kam? Meiner Meinung nach die geilste Zeit der WWF die ich erlebt habe..die Ättitude Ära jene Zeit nach der ich mich zurücksehne.
Stone Cold Steve Austin, D-Generation-X, Worker legen sich mit den Bossen an, es wurde geflucht ohne ende und es floss Blut.
Ich wurde älter und das Wrestlingentertainment wurde auch älter und erwachsener das gefiel mir am Besten!
Zeitsprung heute 2012
Die WWF befindet sich in der PG-Ära...Keine Schimpfworte...wenig bis kein Blut...
In letzter Zeit mehren sich die Comebacks von Stars aus der Glanzzeit der WWE.
1) Kurzcomeback: Diesel / Kevin Nash
2) Y2J
3) Mick Foley
4) Botch Lesnar (syr, ich habe eine starke Abneigung gegen Lesnar)
- Die Matches...werden vom vielen gerde in den Schatten gestellt. Es gibt mehr Redezeit wie Ringzeit.
- Es gibt sehr viele Squash Matches und Neulinge / Comebacker werden als völlig overpowered dagestellt.
- Qualitativ hochwertige Storylines? Eher nein. Dank der Generation Online wird alles im Vorfeld gespoilert und nimmt somit die Luft raus. Die Fehde zwischen Punk und Y2J ist ebenfalls nach 2 Wochen öde...CM Punk bestreitet ein Match und am Ende kommt Y2J und überschüttet ihn mit a) Bier oder b) Schnaps...
- Sollte es mal keine Storyline geben...Kein Problem, die WWE greift zu ihrer Eierlegendenwollmilchsau: John Cena, frei nach dem Motto --> Keine Storyline --> Cena macht das schon. Bestes Beispiel ist die aktuelle wannabe Fehde Cena vs. Botch Lesnar
- Qualität der Matches? Leider sehr wenige. Das WrestleMania Match Punk vs. Y2J mag eine Ausnahme sein. Der rest war Mainstream und langweilig bzw. im Falle von The Undertaker vs. HHH mit special Referee Shawn Michaels alles schon mal gesehen.
Technisch gute Wrestler wie D. Bryan bekommen nach dem Titelgewinn ein ätzendes Gimmik verpasst und er bestreitet Matches welche vom Niveau knapp unterhalb der Grasnarbe liegen...
- Comebacks? Definitiv zu viele in zu kurzer Zeit ich hab die Befürchtung, dass es bald wieder so ein Match geben könnte!
http://www.youtube.com/watch?v=U5JETjzLAEg
Qualität des Matches grottig...Reaktion der Crowd --> Pfeifkonzert
Das Problem ist aber nicht die Entwicklung der WWE
Das Problem ist, dass die Zuschauer älter werden und die WWE darauf reagieren musste. Die neue Zielgruppe damals waren die "Teenager" diese sind jetzt aber auch wieder älter geworden. Deshalb hat die WWE auch schon reagiert. Es fliesst wieder Blut! Die WWE befindet sich in einem natürlichen Kreislauf, da die WWE ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen ist. Genau aus diesem Grund nutzt die WWE eben auch die Medien der jetzigen Generation Online...Twitter und Facebook. Kann man es Ihr verdenken? Irgendwie nicht. In ein paar jahren befindet sich die WWE eben wieder in den "Monday Night Wars" nur eben diesmal mit der TNA. Dieses scheint mir irgendwie unausweichlich. Was darauf folgen wird, ist ein reload der Attitude Ära. Es sind schon die ersten Anzeichen zu sehen...Die Stars joinen TNA danach WWE und wieder TNA...
Beispiel Kevin Nash: Erst TNA, dann WWE und was liest man, er überlegt wieder einige Zeit für TNA zu wrestlen, da es ja vor der Haustür liegt oder nehmen wir Ric Flair. Es kursieren die Gerüchte, dass Flair ebenfalls wieder der WWE joinen wird. NUr hoffe ich nicht als Wrestler, sondern als Showmanager...aber das sind nur Vermutungen.
Ich kann nur eins sagen, die WWE hat sich nicht verändert. Nur die Zuschauer. Die WWE ist in einem Kreislauf gefangen aus der sie sich nicht befreien kann.
PS: Solche Threads hab es damals auch schon, nur wurden diese nicht online ausgetragen, sondern auf dem Schulhof oder per Brief
Sry für die riesige Textwand
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