16.07.2007, 17:51
Zitat:Original von Pauleta
War ja nur eine Frage der zeit, bis es mal einen solchen Unfall gibt!
Wenn ich sehe, wie die Fans undiszipliniert auf der bahn stehen, teilweise sogar aktiv ins Renngeschehen eingreifen, dann weiss ich schon warum sowas passiert!
Da find ich es schon lobenswert, dass manche Rennen, u.a. der Giro, die Tour de France, Dauphine und die Tour de Suisse aktive Streckenposten an solchen Anstiegen haben.
Teilweise werden ja die Zäune früher gezogen, aber es ist auch der Fall, dass Posten dort stehen und die Zuschauer wegziehen. Das war auch gestern bei Rasmussen und vorgestern bei Gerdemann zu sehen. Beim Giro gab es da dieses Jahr auch einen Extremfall, als ein Zuschauer von so einem Posten quasi umgerissen werden musste.
Aber wie bereits von euch erwähnt, die Zuschauer wissen doch, dass die Fahrer auch wieder bergab fahren und bergab ist ein Radfahrer bekanntlich auch schneller als bergauf. Ich will auch nichts böses behaupten und wünsche dem Unfallopfer auch alles gute, aber dass er 78 ist spricht doch eine deutliche Sprache. Reaktionsfähigkeit nicht mehr vorhanden, das ist wie im Straßenverkehr.
Zu Klöden/Vino: Ich hab darüber jetzt eine Nacht geschlafen und meine Wut ist nicht mehr so groß wie gestern. Klöden hat vielleicht eine Minute verloren, aber in seiner Form sollte ihm in den Bergen keiner Zeit abnehmen und wenn er im Zeitfahren Zeit auf Vino rausholt sollte er automatisch einen Freifahrtsschein bekommen. Dadurch dass Vino gestern durch Klödens Hilfe nicht allzu viel verloren hat sollte Astana für die Gegner noch unberechenbarer sein. Sollten ein Vino oder Kashechkin in den Pyrenäen attackieren stellen beide eine Gefahr da und die Favs müssen hinter. An die hängt sich Klöden einfach ran und gut ist.
Wenn ein Vino gestern noch mehr verloren hätte wäre diese taktische Möglichkeit weg und der Gefahreffekt bei einem Astana-Angriff verpufft, da ein Kashechkin fälschlicherweise immer noch nicht ernst genommen wird.
In der jetzigen Rolle muss Klöden nicht selber in die Offensive und das liegt ihm. Da darf man nur hoffen, dass Vino kein schlechten Tag mehr hat, denn wenn das der Fall ist ist Klöden logischerweise auch weit vorne.
Aus dieser Position aus gesehen ist Klöden immer noch der Fahrer mit der besten Ausgangsposition, denn er und Vino sind die besten Zeitfahrer, allerdings hat er schon 1.40 Vorsprung auf Vino.
Also ist eigentlich alles im grünen Bereich, halt nur ärgerlich für uns Deutsche, dass Klöden nicht auf die komplette Hauptkonkurrenz hinunterschaut, wie es gekommen wäre, wenn er nicht für Vino hätte fahren müssen.
Ob das bei dem allerdings noch besser wird weiß ich nicht, denn auch gestern haben seine Knie wieder geblutet, jedenfalls sahen seine Kniebandagen im Ziel so aus, als wären sie durchblutet.
