23.02.2008, 21:36
Die Trainingsfahrt konnte Lucas einigermaßen ablenken, aber ganz ließen ihn seine Gedanken über seinen zukünftigen Rennstall nicht los. Ein Jedermann würde sich freuen über die Angebote, warum bereiteten diese gerade ihm so ein Kopfzerbrechen? War es sein eigener Erwartungsdruck oder vielleicht die Angst in einem großen Team als Jungprofi unterzugehen?
Dass er ein hohen Druck an sich selbst hatte zeigte sein Astana-Traum. Diese Gedanken würde sein Kopf nicht einfach so zusammenspinnen, denn sein Ziel war ganz klar der Toursieg.
Früher oder später wollte er diese gewinnen – wohl eher früher. Er war sich dessen bewusst und war sich auch sicher, dass er das Zeug dazu hatte. Umso mehr wunderte es ihn, dass sein eigener Kopf gerade nicht mitspielen wollte. Bei dem Gedanken daran packte ihn während der Ausfahrt die Wut und bevor ihn die Zweifel zerfressen könnten wollte er es sich selbst beweisen. Schnell wendete er mitten auf der Strasse und fuhr zurück Richtung Schierke.
Allerdings hatte er es nicht darauf abgesehen eher daheim zu sein oder etwas früher zum Treffpunkt zu kommen um Andreas schon mal einen Kaffee zu bestellen.
Nein – Er wollte es sich selbst beweisen an seinem Hausberg, dem Brocken. Er wollte ihn nicht nur bezwingen, ihn nicht nur in einer sehr guten Zeit befahren. Sinnbildlich wollte er den Asphalt von der Straße reißen um seinen Selbstzweifeln ein Ende zu setzen. Daraus wurde allerdings nichts. Nach gut 4 km, er war recht schnell unterwegs, bekam er einen Platten. Entnervt wendete er, packte sich das Rad auf die Schulter und ging den Berg hinab. Dabei war ihm aus irgendeinem Grund gänzlich egal, dass sein Trainer im Tal auf ihn wartete.
Als er wieder zurück in Schierke war, war Andreas nicht mehr in dem Café aufzufinden, Lucas wurde nur eine Notiz hinterlassen. Er solle sich doch bitte melden sobald er daheim sei.
Aber auch das machte Lucas nicht. Viel zu sehr hatte auch dieser Tag an ihm genagt. Hinzu kam auch, dass ihm sein Trainer ein wenig Leid tat und er nicht so direkt mit ihm darüber sprechen wollte. Er schrieb eine SMS, dass es ihm Leid tat und er verhindert gewesen sei. Er doch bitte morgen früh bei ihm vorbei kommen. Weiter konnte er das Gespräch nicht aufschieben, denn es war klar dass er bald eine Entscheidung treffen musste, sonst würden manche Teams schneller abspringen als ihm lieb sei.
Lucas wusste das auch und wollte deshalb ausgeruht in den nächsten Tag gehen.
Nachdem er noch einen Schlaf – u. Nerventee trank legte er sich hin, allerdings dauerte es noch eine Weile bis er endgültig einschlafen konnte.
Innerhalb weniger Tage war aus dem sorglosen, selbstverliebten Lucas Kiehl ein geplagter Junge geworden, der sich langsam bewusst wurde, dass der Weg zum Ernst des Lebens voll von Hindernissen ist. Kann er diese überwinden und die Grenzen durchbrechen?
Dass er ein hohen Druck an sich selbst hatte zeigte sein Astana-Traum. Diese Gedanken würde sein Kopf nicht einfach so zusammenspinnen, denn sein Ziel war ganz klar der Toursieg.
Früher oder später wollte er diese gewinnen – wohl eher früher. Er war sich dessen bewusst und war sich auch sicher, dass er das Zeug dazu hatte. Umso mehr wunderte es ihn, dass sein eigener Kopf gerade nicht mitspielen wollte. Bei dem Gedanken daran packte ihn während der Ausfahrt die Wut und bevor ihn die Zweifel zerfressen könnten wollte er es sich selbst beweisen. Schnell wendete er mitten auf der Strasse und fuhr zurück Richtung Schierke.
Allerdings hatte er es nicht darauf abgesehen eher daheim zu sein oder etwas früher zum Treffpunkt zu kommen um Andreas schon mal einen Kaffee zu bestellen.
Nein – Er wollte es sich selbst beweisen an seinem Hausberg, dem Brocken. Er wollte ihn nicht nur bezwingen, ihn nicht nur in einer sehr guten Zeit befahren. Sinnbildlich wollte er den Asphalt von der Straße reißen um seinen Selbstzweifeln ein Ende zu setzen. Daraus wurde allerdings nichts. Nach gut 4 km, er war recht schnell unterwegs, bekam er einen Platten. Entnervt wendete er, packte sich das Rad auf die Schulter und ging den Berg hinab. Dabei war ihm aus irgendeinem Grund gänzlich egal, dass sein Trainer im Tal auf ihn wartete.
Als er wieder zurück in Schierke war, war Andreas nicht mehr in dem Café aufzufinden, Lucas wurde nur eine Notiz hinterlassen. Er solle sich doch bitte melden sobald er daheim sei.
Aber auch das machte Lucas nicht. Viel zu sehr hatte auch dieser Tag an ihm genagt. Hinzu kam auch, dass ihm sein Trainer ein wenig Leid tat und er nicht so direkt mit ihm darüber sprechen wollte. Er schrieb eine SMS, dass es ihm Leid tat und er verhindert gewesen sei. Er doch bitte morgen früh bei ihm vorbei kommen. Weiter konnte er das Gespräch nicht aufschieben, denn es war klar dass er bald eine Entscheidung treffen musste, sonst würden manche Teams schneller abspringen als ihm lieb sei.
Lucas wusste das auch und wollte deshalb ausgeruht in den nächsten Tag gehen.
Nachdem er noch einen Schlaf – u. Nerventee trank legte er sich hin, allerdings dauerte es noch eine Weile bis er endgültig einschlafen konnte.
Innerhalb weniger Tage war aus dem sorglosen, selbstverliebten Lucas Kiehl ein geplagter Junge geworden, der sich langsam bewusst wurde, dass der Weg zum Ernst des Lebens voll von Hindernissen ist. Kann er diese überwinden und die Grenzen durchbrechen?
