27.02.2008, 00:22
Lucas brauchte Bedenkzeit und die gab ihm sein Trainer auch. Andreas solle morgen früh wieder vorbei kommen und dann würde ihm Lucas seine Antwort geben. Bis dahin stand aber noch ein ganzer Tag vor Lucas. An ein ordentliches Training war heute nicht zu denken, denn das Abwägen, welche Richtung er einschlagen würde, stresste ihn genug.
Nachdem er ausgiebig frühstückte setzte er sich in sein Auto und fuhr nach Nordhausen um seinen Eltern einen Besuch abzustatten. Er wollte ihre Meinung hören und schon an der Tür wusste er wie es wahrscheinlich ausgehen würde. „Oh Gott, was ist denn mit dir? Du siehst ja total fertig aus! Bist du krank?“, waren die ersten Worte seiner Mutter. Sein Vater war da etwas konserativer. Er begrüßte seinen Sohn normal und blockte die Sorgen der Mutter gleich ab. „Was den nicht umhaut macht den nur härter. Der ist Radprofi, da mach dir mal keine Sorgen.“ Lucas nervten solche Worte eigentlich, aber jetzt war es genau das, was er brauchte. Seine Eltern baten ihn dann in die Wohnung und man setzte sich erstmal gemütlich hin zu Kaffee und Kuchen. Reinhard, Lucas sein Vater, wusste um die Abneigung seines Sohnes gegenüber Jan Ullrich und neckte ihn ein wenig. „Iss nicht zu viel Schwarzwälder Kirsch, sonst endest du nachher wie der Ullrich … als Toursieger.“ Das war die alte Ostverbundenheit, als ehemaliger Staatsbürger der DDR. Lucas hatte die auch mal, aber nachdem er tiefere Einblicke in diesen Sport bekam entwickelte sich ein Anti-Ullrich-Denken bei ihm.
Die familiäre Runde empfand Lucas als guten Zeitpunkt die Geschehnisse der letzten Tage zu erzählen. Aufmerksam hörten seine Eltern zu und seine Mutter nickte verständnisvoll, als Lucas von Andreas seinem Vorschlag erzählte. Sein Vater hingegen überließ die Entscheidung Lucas, schließlich könne nur er selber einschätzen, was in ihm vorginge.
Lucas war nicht wirklich schlauer gewesen. Er bedankte sich trotz allem bei seinen Eltern und wollte das Haus gerade verlassen, als ihm Tobi, sein kleiner Bruder entgegenkam. Der war außer sich vor Freude seinen großen Bruder und sein Vorbild, schließlich war der 18 jährige selber Radfahrer bei einem Nordhausener Club, mal wieder zu sehen. Er sah Lucas an, dass irgendetwas nicht stimmte und fragte was los sei. „Probleme, bei der Teamfindung und der Andreas meint ich solle so schnell wie möglich Urlaub machen und den Kopf frei kriegen … am besten noch die nächsten Tage. Ich allerdings bin ein wenig zwiegespalten.“ Tobi runzelte kurz die Stirn und sagte dann, dass ein Urlaub doch perfekt zum ausspannen sei. „Und mitnehmen könntest du mich auch, schließlich habe ich gerade Herbstferien. Das wäre doch der Hammer, schließlich haben wir uns so lange nicht gesehen. Wir könnten so viel unternehmen.“ In freudiger Erwartung schaute Tobi Lucas an. Nach kurzer Überlegung schaute Lucas seinen Bruder an, grinste und fragte: „Wo soll es denn hingehen?“ Tobi schrie vor Freude auf und entschied sich spontan für Gran Canaria. Lucas nickte zufrieden, worauf die beiden zurück ins Elternhaus gingen um die Sache zu klären. Als Lucas ging fühlte er die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nicht nur um auszuspannen und ein neues Team zu finden. Nein, endlich konnte er mal wieder Zeit mit seinem Bruder verbringen, denn er wusste, dass er ihm das nach der langen Saison schuldig war. Sie hatten sich einfach zu selten gesehen und die lockere Art und Fröhlichkeit von Tobi konnte nur positive Auswirkungen auf Lucas sein Befinden haben. Das hatte sich auch in der Vergangenheit schon oft bemerkbar gemacht. Von Lucas fiel ein Teil der Last ab und noch am gleichen Abend rief er Andreas an, der für Sonntag, den 22.Oktober 2 Tickets nach Gran Canaria buchte.
Lucas sah das nun nicht mehr als eine Flucht vor seinen Problemen an. Im Gegenteil, dieser Urlaub sollte ihm helfen seine Probleme besser lösen zu können.
Nachdem er ausgiebig frühstückte setzte er sich in sein Auto und fuhr nach Nordhausen um seinen Eltern einen Besuch abzustatten. Er wollte ihre Meinung hören und schon an der Tür wusste er wie es wahrscheinlich ausgehen würde. „Oh Gott, was ist denn mit dir? Du siehst ja total fertig aus! Bist du krank?“, waren die ersten Worte seiner Mutter. Sein Vater war da etwas konserativer. Er begrüßte seinen Sohn normal und blockte die Sorgen der Mutter gleich ab. „Was den nicht umhaut macht den nur härter. Der ist Radprofi, da mach dir mal keine Sorgen.“ Lucas nervten solche Worte eigentlich, aber jetzt war es genau das, was er brauchte. Seine Eltern baten ihn dann in die Wohnung und man setzte sich erstmal gemütlich hin zu Kaffee und Kuchen. Reinhard, Lucas sein Vater, wusste um die Abneigung seines Sohnes gegenüber Jan Ullrich und neckte ihn ein wenig. „Iss nicht zu viel Schwarzwälder Kirsch, sonst endest du nachher wie der Ullrich … als Toursieger.“ Das war die alte Ostverbundenheit, als ehemaliger Staatsbürger der DDR. Lucas hatte die auch mal, aber nachdem er tiefere Einblicke in diesen Sport bekam entwickelte sich ein Anti-Ullrich-Denken bei ihm.
Die familiäre Runde empfand Lucas als guten Zeitpunkt die Geschehnisse der letzten Tage zu erzählen. Aufmerksam hörten seine Eltern zu und seine Mutter nickte verständnisvoll, als Lucas von Andreas seinem Vorschlag erzählte. Sein Vater hingegen überließ die Entscheidung Lucas, schließlich könne nur er selber einschätzen, was in ihm vorginge.
Lucas war nicht wirklich schlauer gewesen. Er bedankte sich trotz allem bei seinen Eltern und wollte das Haus gerade verlassen, als ihm Tobi, sein kleiner Bruder entgegenkam. Der war außer sich vor Freude seinen großen Bruder und sein Vorbild, schließlich war der 18 jährige selber Radfahrer bei einem Nordhausener Club, mal wieder zu sehen. Er sah Lucas an, dass irgendetwas nicht stimmte und fragte was los sei. „Probleme, bei der Teamfindung und der Andreas meint ich solle so schnell wie möglich Urlaub machen und den Kopf frei kriegen … am besten noch die nächsten Tage. Ich allerdings bin ein wenig zwiegespalten.“ Tobi runzelte kurz die Stirn und sagte dann, dass ein Urlaub doch perfekt zum ausspannen sei. „Und mitnehmen könntest du mich auch, schließlich habe ich gerade Herbstferien. Das wäre doch der Hammer, schließlich haben wir uns so lange nicht gesehen. Wir könnten so viel unternehmen.“ In freudiger Erwartung schaute Tobi Lucas an. Nach kurzer Überlegung schaute Lucas seinen Bruder an, grinste und fragte: „Wo soll es denn hingehen?“ Tobi schrie vor Freude auf und entschied sich spontan für Gran Canaria. Lucas nickte zufrieden, worauf die beiden zurück ins Elternhaus gingen um die Sache zu klären. Als Lucas ging fühlte er die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nicht nur um auszuspannen und ein neues Team zu finden. Nein, endlich konnte er mal wieder Zeit mit seinem Bruder verbringen, denn er wusste, dass er ihm das nach der langen Saison schuldig war. Sie hatten sich einfach zu selten gesehen und die lockere Art und Fröhlichkeit von Tobi konnte nur positive Auswirkungen auf Lucas sein Befinden haben. Das hatte sich auch in der Vergangenheit schon oft bemerkbar gemacht. Von Lucas fiel ein Teil der Last ab und noch am gleichen Abend rief er Andreas an, der für Sonntag, den 22.Oktober 2 Tickets nach Gran Canaria buchte.
Lucas sah das nun nicht mehr als eine Flucht vor seinen Problemen an. Im Gegenteil, dieser Urlaub sollte ihm helfen seine Probleme besser lösen zu können.
