09.06.2008, 12:35
[Bild: http://assets.espn.go.com/photo/2008/060...03_412.jpg]
U Got Powe'd!
Irgendwie muss man diesem Spiel ein wenig das Prädikat seltsam aufdrücken, zumindest sorgte es für viel Diskussionsstoff. Das Spiel begann wie Game One mit einem offenen ersten Viertel, dem wieder Kevin Garnett und Ray Allen auf Seiten Bostons ihren Stempel aufdrückten. Am Drücker waren aber die Lakers, bei denen jeder mal ran durfte, man versuchte, die Tiefe des Teams auszuspielen. Dann folgte Quarter 2 und ein 16-4-Run der Celtics-Reserve, bei dem Leon Powe mit 8 Punkten herausstach. Kobe Bryant hielt im Anschluss tapfer dagegen, musste sich aber erneut aufgrund sehr guter Defense auf Jump Shots besinnen. Auch Paul Pierce drehte im zweiten und dritten Viertel auf, er spielte 41 Minuten durch, von Knieproblemen wenig zu sehen. Die letzten vier Minuten im dritten Abschnitt brachen die Lakers dann komplett auseinander und wurden in letzter Minute sogar wieder von Leon Powe mit zwei Krachenden Dunks überwälzt: 83-61 für die Grünen. Man dachte, nun sind die Lilanen am Boden, es sollte jedoch das stärkste Viertel der Lakers in der gesamten Serie bisher folgen: Bryant riss das Ruder an sich und glänzte entweder mit Asssists oder schloss den Angriff selber ab, auch schaffte man es öfter, zum Korb durchzuziehen. Pressure Defense wurde gespielt, Boston machte Fehler und nach einem 41-19-Run stand es 38 Sekunden vor Schluss nur noch 102-104 aus Sicht der Lakers. Nun spielte Boston aber ganz cool die Uhr herunter und Pierce lieferte einen ganz wichtigen Block gegen Sasha Vujacic's Dreier mit 0:14 auf der Uhr. Die Celts trafen ihre Free Throws und gewannen das Spiel unter dem Strich verdient, da die Lakers zwei Riesenhänger Anfang des zweiten und Ende des dritten Viertels drin hatten.
Nun kommt natürlich bei einem Blick auf die Box Score ein bisschen das Officiating ins Spiel, da die Begegnung ob guter Wurfquote aus dem Feld beider Teams von der Freiwurflinie entschieden wurde: 10 Stück für LA, 38 Stück gab's für Boston. Das mag einerseits wirklich daran liegen, dass Herr Bryant einfach zu Jumpern gezwungen wurde, insbesondere in den Mittelvierteln und an den taktischen Fouls zum Schluss, die auch nochmal sechs Freiwürfe für Boston brachten, aber es ist sicher auch die Kulisse, die da ein bisschen mit in die Entscheidungen reinfließt. Wie stark sich die Referees da nun wirklich beeinflussen ließen, ist natürlich die Frage - man muss sehen, wie sehr sich das dann in Los Angeles am Dienstag dreht.
"Man of the Match" war gestern in jedem Fall Leon Powe, dessen Leistung man nicht schmälern sollte. Er wurde der wahre X-Faktor in diesem Spiel und stellte eine ausgeglichen gut scorende Lakers-Bank in seinem Schatten. Kobe wusste auch zu gefallen und hat nun drei Spiel in Folge vor Jack Nicholson & Co. vor sich, das wird mit Sicherheit ein Spießrutenlauf für die Celtics werden...
NBA Finals - Game 2
Los Angeles Lakers @ Boston Celtics 102-108 [Serie 0-2]
LAL: K. Bryant (30Pkt, 8Ast, 3Stl), P. Gasol (17Pkt, 10Reb), V. Radmanovic (13Pkt, 10REb), D. Fisher (3Stl)
BOS: P. Pierce (28Pkt, 8Ast), L. Powe (21Pkt), K. Garnett (17Pkt, 14Reb), R. Allen (17Pkt), R. Rondo (16Ast)
U Got Powe'd!
Irgendwie muss man diesem Spiel ein wenig das Prädikat seltsam aufdrücken, zumindest sorgte es für viel Diskussionsstoff. Das Spiel begann wie Game One mit einem offenen ersten Viertel, dem wieder Kevin Garnett und Ray Allen auf Seiten Bostons ihren Stempel aufdrückten. Am Drücker waren aber die Lakers, bei denen jeder mal ran durfte, man versuchte, die Tiefe des Teams auszuspielen. Dann folgte Quarter 2 und ein 16-4-Run der Celtics-Reserve, bei dem Leon Powe mit 8 Punkten herausstach. Kobe Bryant hielt im Anschluss tapfer dagegen, musste sich aber erneut aufgrund sehr guter Defense auf Jump Shots besinnen. Auch Paul Pierce drehte im zweiten und dritten Viertel auf, er spielte 41 Minuten durch, von Knieproblemen wenig zu sehen. Die letzten vier Minuten im dritten Abschnitt brachen die Lakers dann komplett auseinander und wurden in letzter Minute sogar wieder von Leon Powe mit zwei Krachenden Dunks überwälzt: 83-61 für die Grünen. Man dachte, nun sind die Lilanen am Boden, es sollte jedoch das stärkste Viertel der Lakers in der gesamten Serie bisher folgen: Bryant riss das Ruder an sich und glänzte entweder mit Asssists oder schloss den Angriff selber ab, auch schaffte man es öfter, zum Korb durchzuziehen. Pressure Defense wurde gespielt, Boston machte Fehler und nach einem 41-19-Run stand es 38 Sekunden vor Schluss nur noch 102-104 aus Sicht der Lakers. Nun spielte Boston aber ganz cool die Uhr herunter und Pierce lieferte einen ganz wichtigen Block gegen Sasha Vujacic's Dreier mit 0:14 auf der Uhr. Die Celts trafen ihre Free Throws und gewannen das Spiel unter dem Strich verdient, da die Lakers zwei Riesenhänger Anfang des zweiten und Ende des dritten Viertels drin hatten.
Nun kommt natürlich bei einem Blick auf die Box Score ein bisschen das Officiating ins Spiel, da die Begegnung ob guter Wurfquote aus dem Feld beider Teams von der Freiwurflinie entschieden wurde: 10 Stück für LA, 38 Stück gab's für Boston. Das mag einerseits wirklich daran liegen, dass Herr Bryant einfach zu Jumpern gezwungen wurde, insbesondere in den Mittelvierteln und an den taktischen Fouls zum Schluss, die auch nochmal sechs Freiwürfe für Boston brachten, aber es ist sicher auch die Kulisse, die da ein bisschen mit in die Entscheidungen reinfließt. Wie stark sich die Referees da nun wirklich beeinflussen ließen, ist natürlich die Frage - man muss sehen, wie sehr sich das dann in Los Angeles am Dienstag dreht.
"Man of the Match" war gestern in jedem Fall Leon Powe, dessen Leistung man nicht schmälern sollte. Er wurde der wahre X-Faktor in diesem Spiel und stellte eine ausgeglichen gut scorende Lakers-Bank in seinem Schatten. Kobe wusste auch zu gefallen und hat nun drei Spiel in Folge vor Jack Nicholson & Co. vor sich, das wird mit Sicherheit ein Spießrutenlauf für die Celtics werden...
NBA Finals - Game 2
Los Angeles Lakers @ Boston Celtics 102-108 [Serie 0-2]
LAL: K. Bryant (30Pkt, 8Ast, 3Stl), P. Gasol (17Pkt, 10Reb), V. Radmanovic (13Pkt, 10REb), D. Fisher (3Stl)
BOS: P. Pierce (28Pkt, 8Ast), L. Powe (21Pkt), K. Garnett (17Pkt, 14Reb), R. Allen (17Pkt), R. Rondo (16Ast)
