12.06.2008, 01:21
-Welterweight Fight:
Mike Swick (11-2-0) vs. Josh Burkman (14-3-0)
Kommen wir nun zum nächsten Welterweight Fight der Card und zu einem weiteren „Europa-Veteranen“ in Marcus „The Irish Hand Grenade“ Davis. Davis ist einer der Fighter, die bei den letzten drei UFC-Events in England in den Käfig steigen durften. Wir werden sehen, ob sich sein Höhenflug mit einem Sieg gegen den ehemaligen Heavyweight-, Light-Heavyweight- und Middleweight-Fighter Mike „Quick“ Swick fortsetzen lässt.
Ich hatte mir eigentlich jede Menge von dem Fight versprochen, da beide im Standup zu Hause sind und ich daher auf einen schönen Schlagabtausch gehofft habe. Leider bin ich dabei enttäuscht worden, denn die meiste Zeit über befanden sich beide Kontrahenten am Boden, wo Mike Swick den Kampf bestimmt und durch sein Ground And Pound und die zuvor stattfindenden Takedowns letztendlich den Sieg davontrug. Die krumme Zahl kommt daher, dass Swick ein Punkt in der dritten Runde dafür abgezogen wurde, dass er sich am Zaun festgehalten hat.
Swick dürfte sich nach dem Sieg mittlerweile in die höheren Regionen der Welterweight Division vorgekämpft haben und jetzt erwarte ich auf jeden Fall einen Kracher als nächsten Gegner für „Quick“.
Mike Swick (12-2-0) besiegt Marcus Davis (14-4-0) durch Unanimous Decision (29:27; 29:27; 29:27)
-Middleweight Fight:
Jason Day (17-5-0) vs. Michael Bisping (15-1-0)
Und täglich grüßt das Murmeltier möchte man sagen. England-Show=Bisping-Kampf. Nach Elvis Sinosic und Matt Hamill wartet mit Jason Day der nächsten Prüfstein auf dem Weg zum Titel besiegen für den Hometown-Hero Michael Bisping. Day ist dabei der Ersatzkämpfer für Chris Leben, der sich aufgrund einer Haftstrafe nicht ausreichend auf Bisping vorbereiten konnte.
Und Bisping, bei dessen Einzug die Halle übrigens Kopf steht, bestimmt von Anfang bis Ende einen unausgewogenen Kampf und lässt Day von vornherein wissen, wer hier Herr im Haus ist. Day lässt sich scheinbar von der Menge beeinflussen, denn er hat überhaupt kein Gegenmittel für Bisping, der mit allem, was er versucht, durchkommt und am Ende Dan Miragliotta dazu zwingt, dazwischen zu gehen und dem Ground and Pound ein Ende zu bereiten. Sehr dominante Leistung von Bisping, der vielleicht nur noch einen oder zwei Kämpfe von einem Titelkampf entfernt sein dürfte. Ein Fight gegen Chris Leben dürfte zu diesem Zeitpunkt nun definitiv einen Rückschritt darstellen.
Michael Bisping (16-1-0) besiegt Jason Day (17-6-0) durch TKO (Punches) in Runde 1 (3:42)
-Main Event Catchweight Fight (174 lbs.):
Matt Hughes (42-6-0) vs. Thiago Alves (14-3-0)
Kommen wir nun zum Main Event der Show und damit zum Showdown zwischen dem ehemaligen Champion Matt Hughes und dem zehn Jahre jüngeren Thiago Alves, der erst vor ein paar Wochen Karo Parisyan ausknocken konnte. Dieser Fight war eigentlich als Welterweight-Fight angesetzt, allerdings verletzte sich Thiago Alves vor dem Fight am Knöchel, sodass er gegen Ende der Vorbereitung nicht in ausreichendem Maße laufen oder Rad fahren konnte, um die überflüssigen Pfunde loszuwerden und das Gewichtslimit einzuhalten. Somit wog Alves beim offiziellen Wiegen 4 Pfund zuviel und man darf davon ausgehen, dass er bis zum Fight noch mal zugelegt hat. Matt Hughes war das aber egal, denn er nahm den Fight trotzdem an.
Wie man es von Matt Hughes kennt, will er vor allem schnell den Takedown schaffen, um dann mit Ground and Pound Alves zu besiegen. Das funktioniert in der ersten Runde nur bedingt, denn Alves Sprawl ist nicht von schlechten Eltern und geht es dann mal auf den Boden, ist es eher Alves, der die Oberhand hat und entweder selbst Treffer landet oder zumindest kaum welche einstecken muss. In der zweiten Runde geht Hughes wieder mit dem selben Gameplan in den Ring, aber Alves kann den ersten Takedown abfangen und Hughes mit einem Kniestoß einen Cut zwischen den Augen verpassen. Warum da der Herb Dean den Kampf nicht pausiert, muss in Frage gestellt werden, denn der Cut behindert Hughes Sehvermögen. Vor allem am Boden läuft ihm das Blut in die Augen, aber Dean lässt den Kampf weiterlaufen, sodass Hughes wieder zum Stehen kommt.
Einem Takedownversuch kann Alves ausweichen und landet nun einen Kniestoß mit Anlauf, der Hughes die Luft aus den Segeln nimmt. Alves setzt mit Ground and Pound nach und nun muss Herb Dean dazwischengehen um Schlimmeres zu verhindern. Ein brutaler Knockout des Pitbulls und somit hat er nach Parisyan auch den zweiten Top Ten Welterweight mit seinem Knie finishen können. Einfach nur klasse, wie Alves Karriere momentan verläuft. Wenn es so weitergeht und Alves auch noch einen Fighter vom Kaliber Diego Sanchez oder Josh Koscheck besiegen kann, könnten wir gegen Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres einen Titelkampf mit Alves sehen.
Für Matt Hughes scheint es nun endgültig Richtung Sonnenuntergang zu gehen, hoffen wir, dass die UFC seinen Wunsch erfüllt, und wir einen Kampf gegen Matt Serra zum Abschluss seiner Karriere sehen können.
Thiago Alves (15-3-0) besiegt Matt Hughes (42-7-0) durch TKO (Knee and Punches) in Runde 2 (1:02)
Fazit:
Trotz der vielen Umstellungen und Änderungen haben die Fights bei UFC 85: Bedlam das beste daraus gemacht. Mit Wiman gegen Tavares und Marquardt gegen Leites hat man zwei ausgezeichnete Fights bewundern können und auch die Fans des Knockouts und der Submission sind wieder einmal auf ihre Kosten gekommen.
Die einzige negative Anmerkung, die ich habe, ist dass die UFC leider immer wieder die gleichen Fighter auf der Card hat, denn mit Fabricio Werdum, Marcus Davis, Michael Bisping, Jess Liaudin und Paul Taylor haben wir heute ganze fünf Fighter gesehen, die in mindestens drei der letzten fünf europäischen UFC-Events zum Einsatz kamen. Zudem durfte man als Europäer auch schon bei UFC 80 in den Genuss der Künste von Jorge Rivera, Jason Lambert und Antoni Hardonk.
Einerseits nachvollziehbar, aber andererseits gibt es mir Rätsel auf, wie die UFC mal einen möglichen Schwergewichtstitelkampf mit Beteiligung von Fabricio Werdum promoten will, wenn dieser bisher nur auf der britischen Insel zu sehen war. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.
Abschließend kann man sagen, dass UFC85: Bedlam ein solider, wenn auch kein herausragender Event war, der allerdings locker den Ticketpreis wert war. Es bleibt abzuwarten, wann die UFC ihre Expansion auch nach Deutschland vorantreiben will. Mit einer Card wie dieser bin ich sicherlich einer der ersten Besteller.
Mike Swick (11-2-0) vs. Josh Burkman (14-3-0)
Kommen wir nun zum nächsten Welterweight Fight der Card und zu einem weiteren „Europa-Veteranen“ in Marcus „The Irish Hand Grenade“ Davis. Davis ist einer der Fighter, die bei den letzten drei UFC-Events in England in den Käfig steigen durften. Wir werden sehen, ob sich sein Höhenflug mit einem Sieg gegen den ehemaligen Heavyweight-, Light-Heavyweight- und Middleweight-Fighter Mike „Quick“ Swick fortsetzen lässt.
Ich hatte mir eigentlich jede Menge von dem Fight versprochen, da beide im Standup zu Hause sind und ich daher auf einen schönen Schlagabtausch gehofft habe. Leider bin ich dabei enttäuscht worden, denn die meiste Zeit über befanden sich beide Kontrahenten am Boden, wo Mike Swick den Kampf bestimmt und durch sein Ground And Pound und die zuvor stattfindenden Takedowns letztendlich den Sieg davontrug. Die krumme Zahl kommt daher, dass Swick ein Punkt in der dritten Runde dafür abgezogen wurde, dass er sich am Zaun festgehalten hat.
Swick dürfte sich nach dem Sieg mittlerweile in die höheren Regionen der Welterweight Division vorgekämpft haben und jetzt erwarte ich auf jeden Fall einen Kracher als nächsten Gegner für „Quick“.
Mike Swick (12-2-0) besiegt Marcus Davis (14-4-0) durch Unanimous Decision (29:27; 29:27; 29:27)
-Middleweight Fight:
Jason Day (17-5-0) vs. Michael Bisping (15-1-0)
Und täglich grüßt das Murmeltier möchte man sagen. England-Show=Bisping-Kampf. Nach Elvis Sinosic und Matt Hamill wartet mit Jason Day der nächsten Prüfstein auf dem Weg zum Titel besiegen für den Hometown-Hero Michael Bisping. Day ist dabei der Ersatzkämpfer für Chris Leben, der sich aufgrund einer Haftstrafe nicht ausreichend auf Bisping vorbereiten konnte.
Und Bisping, bei dessen Einzug die Halle übrigens Kopf steht, bestimmt von Anfang bis Ende einen unausgewogenen Kampf und lässt Day von vornherein wissen, wer hier Herr im Haus ist. Day lässt sich scheinbar von der Menge beeinflussen, denn er hat überhaupt kein Gegenmittel für Bisping, der mit allem, was er versucht, durchkommt und am Ende Dan Miragliotta dazu zwingt, dazwischen zu gehen und dem Ground and Pound ein Ende zu bereiten. Sehr dominante Leistung von Bisping, der vielleicht nur noch einen oder zwei Kämpfe von einem Titelkampf entfernt sein dürfte. Ein Fight gegen Chris Leben dürfte zu diesem Zeitpunkt nun definitiv einen Rückschritt darstellen.
Michael Bisping (16-1-0) besiegt Jason Day (17-6-0) durch TKO (Punches) in Runde 1 (3:42)
-Main Event Catchweight Fight (174 lbs.):
Matt Hughes (42-6-0) vs. Thiago Alves (14-3-0)
Kommen wir nun zum Main Event der Show und damit zum Showdown zwischen dem ehemaligen Champion Matt Hughes und dem zehn Jahre jüngeren Thiago Alves, der erst vor ein paar Wochen Karo Parisyan ausknocken konnte. Dieser Fight war eigentlich als Welterweight-Fight angesetzt, allerdings verletzte sich Thiago Alves vor dem Fight am Knöchel, sodass er gegen Ende der Vorbereitung nicht in ausreichendem Maße laufen oder Rad fahren konnte, um die überflüssigen Pfunde loszuwerden und das Gewichtslimit einzuhalten. Somit wog Alves beim offiziellen Wiegen 4 Pfund zuviel und man darf davon ausgehen, dass er bis zum Fight noch mal zugelegt hat. Matt Hughes war das aber egal, denn er nahm den Fight trotzdem an.
Wie man es von Matt Hughes kennt, will er vor allem schnell den Takedown schaffen, um dann mit Ground and Pound Alves zu besiegen. Das funktioniert in der ersten Runde nur bedingt, denn Alves Sprawl ist nicht von schlechten Eltern und geht es dann mal auf den Boden, ist es eher Alves, der die Oberhand hat und entweder selbst Treffer landet oder zumindest kaum welche einstecken muss. In der zweiten Runde geht Hughes wieder mit dem selben Gameplan in den Ring, aber Alves kann den ersten Takedown abfangen und Hughes mit einem Kniestoß einen Cut zwischen den Augen verpassen. Warum da der Herb Dean den Kampf nicht pausiert, muss in Frage gestellt werden, denn der Cut behindert Hughes Sehvermögen. Vor allem am Boden läuft ihm das Blut in die Augen, aber Dean lässt den Kampf weiterlaufen, sodass Hughes wieder zum Stehen kommt.
Einem Takedownversuch kann Alves ausweichen und landet nun einen Kniestoß mit Anlauf, der Hughes die Luft aus den Segeln nimmt. Alves setzt mit Ground and Pound nach und nun muss Herb Dean dazwischengehen um Schlimmeres zu verhindern. Ein brutaler Knockout des Pitbulls und somit hat er nach Parisyan auch den zweiten Top Ten Welterweight mit seinem Knie finishen können. Einfach nur klasse, wie Alves Karriere momentan verläuft. Wenn es so weitergeht und Alves auch noch einen Fighter vom Kaliber Diego Sanchez oder Josh Koscheck besiegen kann, könnten wir gegen Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres einen Titelkampf mit Alves sehen.
Für Matt Hughes scheint es nun endgültig Richtung Sonnenuntergang zu gehen, hoffen wir, dass die UFC seinen Wunsch erfüllt, und wir einen Kampf gegen Matt Serra zum Abschluss seiner Karriere sehen können.
Thiago Alves (15-3-0) besiegt Matt Hughes (42-7-0) durch TKO (Knee and Punches) in Runde 2 (1:02)
Fazit:
Trotz der vielen Umstellungen und Änderungen haben die Fights bei UFC 85: Bedlam das beste daraus gemacht. Mit Wiman gegen Tavares und Marquardt gegen Leites hat man zwei ausgezeichnete Fights bewundern können und auch die Fans des Knockouts und der Submission sind wieder einmal auf ihre Kosten gekommen.
Die einzige negative Anmerkung, die ich habe, ist dass die UFC leider immer wieder die gleichen Fighter auf der Card hat, denn mit Fabricio Werdum, Marcus Davis, Michael Bisping, Jess Liaudin und Paul Taylor haben wir heute ganze fünf Fighter gesehen, die in mindestens drei der letzten fünf europäischen UFC-Events zum Einsatz kamen. Zudem durfte man als Europäer auch schon bei UFC 80 in den Genuss der Künste von Jorge Rivera, Jason Lambert und Antoni Hardonk.
Einerseits nachvollziehbar, aber andererseits gibt es mir Rätsel auf, wie die UFC mal einen möglichen Schwergewichtstitelkampf mit Beteiligung von Fabricio Werdum promoten will, wenn dieser bisher nur auf der britischen Insel zu sehen war. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.
Abschließend kann man sagen, dass UFC85: Bedlam ein solider, wenn auch kein herausragender Event war, der allerdings locker den Ticketpreis wert war. Es bleibt abzuwarten, wann die UFC ihre Expansion auch nach Deutschland vorantreiben will. Mit einer Card wie dieser bin ich sicherlich einer der ersten Besteller.
