23.04.2009, 11:50
Anmerkung zum NWA Buch von Tim Hornbaker:
Ich respektiere die Leistung von Hornbaker auf dem Gebiet der NWA, allerdings kann ich Nefs Fazit nicht im vollem Umfange entsprechen. Es gibt auch ältere Literatur, vor allem aus Deutschland, die man bei der Geschichte des Wrestlings berücksichtigen muss. Das beste Buch im Wrestling müsste - nach meiner Ansicht - auch alle Teile umfassen. Hornbakers NWA Buch beschränkt sich jedoch größenteils auf den amerikanischen Raum. Frühere Historiker wie Nat Fleischer haben auf dem Sektor der Geschichte bei weitem mehr geleistet als Hornbaker. Fleischer brachte 1936 die erste umfangreiche Geschichte des Wrestlings in Nordamerika heraus (From Milo to Londos). Entgegen manchen Kritiken, kann man seine Informationen selbst im 21. Jahrhundert nicht als veraltet bezeichnen. Fleischer schrieb viele Bücher, vor allem über das Boxen. Sein Magazin "The Ring" stellte damals das größte Fachorgan in Nordamerika dar.
Die Liste von großen Wrestlinghistorikern ist lang, kann aber nicht nur auf Amerikaner beschränkt werden. Der erste wirkliche Wrestling-Archivist mit einem großen Wissen war Gerhard Schaefer (1921-1995) aus Salzgitter. Er hatte das größte Wrestling-Archiv, dass er seit Ende der 40er Jahre aufbaute. Schaefer arbeitete damals mit einem weiteren bedeutenden Historiker namens Tom A. Gannon zusammen. Dieser erstellte bereits seit den 60er Jahren eine lange Liste von Wrestling-Resultaten (A History of Wrestling). Gannon stand mit Schaefer im Briefkontakt und sie tauschten regelmäßig Daten aus. So entstand die erste und bis heute einzige Liste von kompletten Turnierdaten. Erst durch Schaefer und Gannon war es möglich geworden, an alte Kampfdaten über das Wrestling heranzukommen.
Die deutsche Literatur zum Berufsringkampf ist heute nahezu unbekannt, aber dennoch nicht unwichtig. Eine Vielzahl von historischen Zeitungsartikeln und Büchern schrieb etwa der Sportjournalist Adolf von Guretzki (1873-1953), der 1922 sein "Lexikon der Schwerathletik" veröffentlichte. Zum ersten Mal hatte man damit auch in Deutschland eine große Übersicht von nahezu allen damals bekannten Berufsringern. Letztendlich kann man ein Buch nicht als "Bibel des Wrestlings" betrachten. Man muss den Kontext und damit die Gesamtheit aller Bücher betrachten.
Ich respektiere die Leistung von Hornbaker auf dem Gebiet der NWA, allerdings kann ich Nefs Fazit nicht im vollem Umfange entsprechen. Es gibt auch ältere Literatur, vor allem aus Deutschland, die man bei der Geschichte des Wrestlings berücksichtigen muss. Das beste Buch im Wrestling müsste - nach meiner Ansicht - auch alle Teile umfassen. Hornbakers NWA Buch beschränkt sich jedoch größenteils auf den amerikanischen Raum. Frühere Historiker wie Nat Fleischer haben auf dem Sektor der Geschichte bei weitem mehr geleistet als Hornbaker. Fleischer brachte 1936 die erste umfangreiche Geschichte des Wrestlings in Nordamerika heraus (From Milo to Londos). Entgegen manchen Kritiken, kann man seine Informationen selbst im 21. Jahrhundert nicht als veraltet bezeichnen. Fleischer schrieb viele Bücher, vor allem über das Boxen. Sein Magazin "The Ring" stellte damals das größte Fachorgan in Nordamerika dar.
Die Liste von großen Wrestlinghistorikern ist lang, kann aber nicht nur auf Amerikaner beschränkt werden. Der erste wirkliche Wrestling-Archivist mit einem großen Wissen war Gerhard Schaefer (1921-1995) aus Salzgitter. Er hatte das größte Wrestling-Archiv, dass er seit Ende der 40er Jahre aufbaute. Schaefer arbeitete damals mit einem weiteren bedeutenden Historiker namens Tom A. Gannon zusammen. Dieser erstellte bereits seit den 60er Jahren eine lange Liste von Wrestling-Resultaten (A History of Wrestling). Gannon stand mit Schaefer im Briefkontakt und sie tauschten regelmäßig Daten aus. So entstand die erste und bis heute einzige Liste von kompletten Turnierdaten. Erst durch Schaefer und Gannon war es möglich geworden, an alte Kampfdaten über das Wrestling heranzukommen.
Die deutsche Literatur zum Berufsringkampf ist heute nahezu unbekannt, aber dennoch nicht unwichtig. Eine Vielzahl von historischen Zeitungsartikeln und Büchern schrieb etwa der Sportjournalist Adolf von Guretzki (1873-1953), der 1922 sein "Lexikon der Schwerathletik" veröffentlichte. Zum ersten Mal hatte man damit auch in Deutschland eine große Übersicht von nahezu allen damals bekannten Berufsringern. Letztendlich kann man ein Buch nicht als "Bibel des Wrestlings" betrachten. Man muss den Kontext und damit die Gesamtheit aller Bücher betrachten.
