31.08.2009, 22:03
Bocks Veranstaltungen wurden unter Insidern ja nur mehr BBB-Shows genannt. Also B-usen, B-lut und B-är.
Zu den anderen Teilnehmer. Dies waren durchwegs unbekannte und Branchenfremde Leute die Bock irgendwo aufgetrieben hat. Allerdings gab es auch Ausnahmen. Peter Kayser war ein talentierter und Namhafter Ringer, der allerdings schwere Alkoholprobleme hatte und auch schon am Absteigenden Ast war. Ian Gilmour hatte einen guten Namen auf der Insel und bildete mit Sir Jeff Kay (langjähriger Referee am Heumarkt) das Team "Les Ecossais" als die Schotten. Und Danny Lynch der den Stunt mit Peter Gurr abgezogen hat war vor allem in Südostasien ein gefürchteter Ringer. Aber auch war er oft bei Turnieren in Europa zu sehen und galt als einer der brutalsten seiner Zunft.
Hier der Artikel aus der Zeitschrift "Gong aktuell" die sich mit dem angesprochenen Vorfall befasste im Orginal.
Catcher-Trick täuschte Millionen
Der Intendant war erbost. Ein Zuschauer verklagte das ZDF. Der Grund: "Brutalität im Sport-Studio"
Die "Sport-Studio" Zuschauer schrien auf, Moderator Dieter Kürten, sichtbar blaß geworden, rief laut nach einem Arzt: Im ZDF-Studio krümmte sich ein Mann mit blutüberströmten Gesicht. Der Engländer Peter Gurr schien nach einer kurzen Catch-Demonstration so gefährlich verletzt, daß Dieter Kürten sich immer wieder entschuldigte: "Diese Brutalität haben wir nicht gewollt."
Während sich die Zuschauer im noch über den scheinbar grausemen Kampfstil empörten, waren in der Telefonzentrale des Senders schon die ersten Protestanfrufe eingegangen. Die Leiter des Sportstudios zeigten sich geichfalls geschockt und setzten auf der Stelle den nächsten Beitrag ab. Der Kampf mit einem Bären, der schon im Studio wartete, durfte nicht gezeigt werden. Sonntags, als sich immer mehr Zuschauer über den scheinbar rücksichtslosen Gladiatorenkampf beschwerten - sogar Strafanzeige wurde erstattet - schaltete sich auch Professor Holzamer ein. Von seinem Chefredakteur Appel verlangte er Auskunft, was sich denn die Sportredaktion bei dieser Einlage gedacht habe.
Diese Ernsthaftigkeit steht in groteskem Gegensatz zum tatsächlichen Vorgang: Die Catcher hatten das ZDF mit einem Trick hereingelegt, den sie seit langem allabendlich in Klein- und Mittelstädten anwenden. Nachdem sie auf eigene Empfehlung von Studiochef Helmuth Bendt ins ZDF Eingeladen worden waren, zogen sie ihr Blut-Theater erstmals auch vor mehreren Millionen Zuschauern auf. Der Ablauf ist meistens so: Der übergewichtige Denny Lynch verabreicht Peter Gurr ein paar Kopfstäße, hebt in hoch und donnert ihn anschließend auf die Bretter. Gurr krümmt und windet sich und zeigt dann sein Gesicht - immer blutübersträmt. 48 Stunden nach dem Auftritt im ZDF blutetet Gurr in Ingolstadt, dann blutete er in Dormagen und tags darauf in Mengeringhausen bei Kasssel. Wie planmäßig die Cactertruppe des früheren Amateur-Europameisters Roland Bock mit dieser Blutnummer reist, beweist ein Prospekt des Wanderzirkus. Da sieht man Gurr xvor dem Fight" - frischgewaschen - und "nach dem Fight" - blutüberströmt.
Selbst kleine Provinzzeitungen mokierten sich schon über den "Bluter" vom Dienst und spekulierten, Gurr beschmiere sein Gesicht mit Farbbe oder Tomatensaft.
Aber dieser Verdacht ist falsch: Peter Gurr vergießt tatsächlich allabendlich sein eigenes Blut.
Der Trick, mit dem er arbeitet, basiert auf der Tatsache, daß selbst kleinste Verletzungen im Gesicht stets heftig bluten, wie jedermann weiß, der sich schon beim Rasieren geschnitten hat.
Die vielen Schnitte in der Stirn des allabendlich blutenden Engländers lassen erkennen, daß sie nicht von gegnerischen Schlägen herrüphren. Schon immer gab es Catcher, die im Hosenbund den Rest einer Rasierklinge versteckt hatten - bis auf eine winzige Schnittkante sorgfältig in Heftpflaster verpackt.
Während der eine zu Boden stürzt und der Gegner die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht, ritzt sich der scheinbar Schmerzverkrümmte kurz die Stirn. Dann einmal durchs Gesicht gewischt - und der ahnungslose Zuschauer erschrickt vor dem furchterregenden Anblick.
Wenn das noch nicht reicht, ist mein einem einzigen Angriff auch der Gegner schnell besudelt. Fürs ZDF- Publikum bl.utetet Gurr sogar noch etwas mehr als auf der Dorf Tournee: Diesmal mußte seine Wunde genäht werden.
An diesem Bericht, der den sehr gut recherchierten Beitrag von Ronald unterstützen soll, kann man hervoragend sich Vorstellen was für Auswirkungen die Machenschaften auf die gut und sauber arbeiteten Promotoren wohl hatte. Die Folgen waren ja bekannt.
D.S.K.
Zu den anderen Teilnehmer. Dies waren durchwegs unbekannte und Branchenfremde Leute die Bock irgendwo aufgetrieben hat. Allerdings gab es auch Ausnahmen. Peter Kayser war ein talentierter und Namhafter Ringer, der allerdings schwere Alkoholprobleme hatte und auch schon am Absteigenden Ast war. Ian Gilmour hatte einen guten Namen auf der Insel und bildete mit Sir Jeff Kay (langjähriger Referee am Heumarkt) das Team "Les Ecossais" als die Schotten. Und Danny Lynch der den Stunt mit Peter Gurr abgezogen hat war vor allem in Südostasien ein gefürchteter Ringer. Aber auch war er oft bei Turnieren in Europa zu sehen und galt als einer der brutalsten seiner Zunft.
Hier der Artikel aus der Zeitschrift "Gong aktuell" die sich mit dem angesprochenen Vorfall befasste im Orginal.
Catcher-Trick täuschte Millionen
Der Intendant war erbost. Ein Zuschauer verklagte das ZDF. Der Grund: "Brutalität im Sport-Studio"
Die "Sport-Studio" Zuschauer schrien auf, Moderator Dieter Kürten, sichtbar blaß geworden, rief laut nach einem Arzt: Im ZDF-Studio krümmte sich ein Mann mit blutüberströmten Gesicht. Der Engländer Peter Gurr schien nach einer kurzen Catch-Demonstration so gefährlich verletzt, daß Dieter Kürten sich immer wieder entschuldigte: "Diese Brutalität haben wir nicht gewollt."
Während sich die Zuschauer im noch über den scheinbar grausemen Kampfstil empörten, waren in der Telefonzentrale des Senders schon die ersten Protestanfrufe eingegangen. Die Leiter des Sportstudios zeigten sich geichfalls geschockt und setzten auf der Stelle den nächsten Beitrag ab. Der Kampf mit einem Bären, der schon im Studio wartete, durfte nicht gezeigt werden. Sonntags, als sich immer mehr Zuschauer über den scheinbar rücksichtslosen Gladiatorenkampf beschwerten - sogar Strafanzeige wurde erstattet - schaltete sich auch Professor Holzamer ein. Von seinem Chefredakteur Appel verlangte er Auskunft, was sich denn die Sportredaktion bei dieser Einlage gedacht habe.
Diese Ernsthaftigkeit steht in groteskem Gegensatz zum tatsächlichen Vorgang: Die Catcher hatten das ZDF mit einem Trick hereingelegt, den sie seit langem allabendlich in Klein- und Mittelstädten anwenden. Nachdem sie auf eigene Empfehlung von Studiochef Helmuth Bendt ins ZDF Eingeladen worden waren, zogen sie ihr Blut-Theater erstmals auch vor mehreren Millionen Zuschauern auf. Der Ablauf ist meistens so: Der übergewichtige Denny Lynch verabreicht Peter Gurr ein paar Kopfstäße, hebt in hoch und donnert ihn anschließend auf die Bretter. Gurr krümmt und windet sich und zeigt dann sein Gesicht - immer blutübersträmt. 48 Stunden nach dem Auftritt im ZDF blutetet Gurr in Ingolstadt, dann blutete er in Dormagen und tags darauf in Mengeringhausen bei Kasssel. Wie planmäßig die Cactertruppe des früheren Amateur-Europameisters Roland Bock mit dieser Blutnummer reist, beweist ein Prospekt des Wanderzirkus. Da sieht man Gurr xvor dem Fight" - frischgewaschen - und "nach dem Fight" - blutüberströmt.
Selbst kleine Provinzzeitungen mokierten sich schon über den "Bluter" vom Dienst und spekulierten, Gurr beschmiere sein Gesicht mit Farbbe oder Tomatensaft.
Aber dieser Verdacht ist falsch: Peter Gurr vergießt tatsächlich allabendlich sein eigenes Blut.
Der Trick, mit dem er arbeitet, basiert auf der Tatsache, daß selbst kleinste Verletzungen im Gesicht stets heftig bluten, wie jedermann weiß, der sich schon beim Rasieren geschnitten hat.
Die vielen Schnitte in der Stirn des allabendlich blutenden Engländers lassen erkennen, daß sie nicht von gegnerischen Schlägen herrüphren. Schon immer gab es Catcher, die im Hosenbund den Rest einer Rasierklinge versteckt hatten - bis auf eine winzige Schnittkante sorgfältig in Heftpflaster verpackt.
Während der eine zu Boden stürzt und der Gegner die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht, ritzt sich der scheinbar Schmerzverkrümmte kurz die Stirn. Dann einmal durchs Gesicht gewischt - und der ahnungslose Zuschauer erschrickt vor dem furchterregenden Anblick.
Wenn das noch nicht reicht, ist mein einem einzigen Angriff auch der Gegner schnell besudelt. Fürs ZDF- Publikum bl.utetet Gurr sogar noch etwas mehr als auf der Dorf Tournee: Diesmal mußte seine Wunde genäht werden.
An diesem Bericht, der den sehr gut recherchierten Beitrag von Ronald unterstützen soll, kann man hervoragend sich Vorstellen was für Auswirkungen die Machenschaften auf die gut und sauber arbeiteten Promotoren wohl hatte. Die Folgen waren ja bekannt.
D.S.K.
