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UFC 103: Franklin Vs. Belfort Card
#24
Kopf an Kopf mit Floyd Mayweather Jr., dem Messias des Boxsports, aber bringt er auch die erhofften PPV-Buys. Wir werden es später erfahren. Man kann sich fragen warum bringt UFC nicht eine Knaller-Card mit den Big Names an den Start, um Boxen ein für alle Mal auf die hinteren Plätze zu verweisen. Nun Dana White scheint auch ein bisschen „masochistisch“ veranlagt zu sein. Man will den Gegner (Boxen) vielleicht in Sicherheit wiegen, um dann richtig zuzuschlagen, um den Boxsport endgültig in den Abgrund zu stürzen. Aber das passiert ja nur in den USA, in Europa ist der Boxsport noch immer die Nr.1 Kampfsport Art und wird es auch noch lange bleiben (natürlich nicht für mich).
Trotzdem wird man mit UFC 103 eine ordentliche PPV Quote so im Bereich von 600.000-750.000 einfahren, was schon ein Riesenerfolg wäre, bei der Konkurrenz. Denn die Kampfpaarungen hätten es locker verdient. Wie gesagt nicht die Big Names, aber trotzdem Top Leute und ehemalige Champions und zukünftiges Championkaliber sind hier am Start.

-Lightweight Fight:
Tyson Griffin (13-2-0) vs. Hermes Franca (19-7-0)


Der Übergang ist fließend. Von einem Lightweight Kampf zum nächsten. Von der FreeTV Card zur PPV Card. Von einem Kampf der Potential zum Fight of the Night hat zum Nächsten. Wie der vorherige Kampf Efrain Escudero gegen Cole Miller, verspricht auch Tyson Griffin gegen Hermes Franca großes Tennis zu werden. Beide sind exzellente Lightweights. Griffin, ein ausgewiesener Wrestling Experte, gegen Franca ein BJJ Black Belt seines Zeichens. Obwohl beide von der Ausrichtung her Bodenkämpfer zu sein scheinen, können sie auch teilweise im Stand-up überzeugen, wobei dort Franca der versiertere ist. Er hat das Potenzial Griffin mit einem Schlag aus dem Kampf zu nehmen, was aber kaum möglich sein wird, da Griffin noch nie KO war bzw. zur Aufgabe gezwungen wurde. Da kommen wir zum 2. Punkt. Kann Franca Griffin submitten, ich sage nein, denn Griffin hat schon gegen ähnlich gute Leute wie Franca bewiesen, wie er sich gegen sehr gute BJJ Kämpfer zu verteidigen hat. Die 2 einszigsten Niederlagen kassierte er gegen Wrestler. Dieser Kampf wird mit ziemlicher Sicherheit über die volle Distanz von 3 Runden gehen. Griffin sollte das Ding eintüten, da Franca allgemein gegen Wrestler einen schweren Stand hat und seine Takedown Verteidigung auch nicht die allerbeste zu sein scheint. Sollte es anders kommen, erleben wir eine Premiere, denn nur ein (T)KO oder Aufgabe wird, in meinen Augen, Franca den Sieg bringen.

Tyson Griffin durch Unanimous Decision


-Welterweight Fight:
Josh Koscheck (12-4-0) vs. Frank Trigg (19-6-0)


Frank „Wie verteidige ich einen Rear Naked Choke“ Trigg ist zurück. Der alte Haudegen (ließ sich ja auch leidenschaftlich gerne durch den Ring tragen), denken sich viele und fragen sich gleichzeitig, „Was will die UFC mit diesem Mann“. Gut er ist immer noch ein solider MMA Fighter, der aber, seien wir mal ehrlich, seine beste Zeit schon hinter sich hat und in der UFC maximal den Gatekeeper geben kann, was mich verwundern würde, da der Job doch eigentlich Chris Lytle im Welterweight vorbehalten ist. Josh Koscheck wird sich freuen, der hat nämlich das Vergnügen Frank Trigg im Käfig die Hand zu geben und ihn dann durch den Käfig zu scheuchen.
Na gut zurück zum ernst der Lage. Trigg der mit Judo begann um dann später ein ausgezeichneter Wrestler zu werden, hat sowohl in Japan (PrideFC und Shooto) als auch in seinem Heimatland USA (UFC, Strikeforce und HDNet Fights) seine Spuren im MMA Sport hinterlassen. Aber auch als Kommentator versuchte er sich später und auch das Pro Wrestling (TNA) ließ er nicht aus. Nun ist er wieder da und mit Koscheck hat er gleich ein fast unüberwindliches Kaliber vor den Fäusten.
Dieser braucht dringend wieder ein paar Siege in Folge, ansonsten wird das nie mehr was mit einen Titelkampf, vor dem er schon ein paar Mal stand, aber dann jeweils im Title Eliminator den kürzeren zog. Dazu kam dann noch eine dumme (T)KO Niederlage gegen Paulo Thiago, die ihn noch weiter ins Hintertreffen brachte.
Zu den Fakten, Koscheck ist der stärkere Ringer. Trigg war mal vor 10 Jahren mindestens gleichwertig, aber gestern ist nicht heute. Die Kondition spricht auch eine klare Sprache für den blonden Lockenkopf, also was sollte schief gehen. Naja, das Selbe vielleicht wie im Thiago Kampf, als er versuchte es im Stand-up zu erzwingen, dass könnte die Chance für Trigg sein, denn dieser verfügt über solide Box-Fähigkeiten, die für einen (T)KO Sieg gegen Koscheck allemal reichen würden. Aber wird Koscheck jemals wieder den Fehler machen, ich denke nein. Ansonsten ist ihm nämlich auch nicht mehr zu helfen. Also das Ding wird seinen normalen Lauf nehmen in dem Koscheck Trigg schön via GnP in Runde 2 auseinander nehmen wird oder vielleicht sogar durch Rear Naked Choke zur Aufgabe zwingt, wer weiß.

Josh Koscheck durch TKO in Runde 2


-Welterweight Fight:
Martin Kampmann (15-2-0) vs. Paul Daley (21-8-2)


Nachdem ihm Nate Marquardt einen Run auf den Middleweight Titel verwährte, versucht es Kampmann seit geraumer Zeit im Welterweight. Nach dem knappen und diskutablen Sieg gegen Carlos Condit stand er schon wieder vor einem zukünftigen Titelmatch. Er hätte „nur“ Mike Swick besiegen müssen. Dieser Kampf war eigentlich für UFC 103 vorgesehen, um es nochmal zu erwähnen, es kam auch hier eine Verletzung dazwischen. Swick verlor aufgrund seiner Verletzung den Slot und Paul Daley, eigentlich für die Undercard eingeplant (siehe weiter oben), sprang ein. Aus einen Nummer 1 Herausfordererkampf wird ein normaler Kampf im Welterweight. Trotzdem ist dieser Kampf nicht ungefährlich für Kampmann, denn mit einer Niederlage ist er raus aus seinen Titelträumen und bei einem Sieg ist unklar ob er den nächsten Spot gegen GSP, dem Godfather of Welterweight, bekommt. Also eine „Win-Win“ Situation sieht anders aus, zumindest für Kampmann.
Für Daley erscheint die Sache schon in einem ganz anderen Licht, für ihn ist es eine eindeutige „Win-Win“ Situation. Er kann sich zum 1.Mal in der UFC beweisen und wäre bei einem Sieg ziemlich gut im Welterweight Geschäft dabei.
Der Brite, der ein ausgezeichneter Stand-up Fighter ist, hat mit seinen erst 26 Jahren schon beeindruckende 31 Kämpfe auf den Buckel. 21 Davon konnte er gewinnen, 16 durch T(KO). Dagegen stehen 8 Niederlagen, 5 davon via Submission. Das zeigt vor allem, so gut wie er im Stand-up ist, so verbesserungswürdig ist sein Groundgame bzw. seine Verteidigung.
Das könnte Kampmann in die Karten spielen, der sich stark im Ringen verbessert hat und ordentliche Takedowns zustande bringen kann, außerdem kommt er vom Kickboxen und hat einen Reichweitenvorteil den er im Stand-up nutzen sollte. Im Clinch wird es nämlich äußerst gefährlich gegen den aggressiv agierenden Briten.
Die Devise für den Dänen muss lauten, den Stand-up von Daley mit Reichweitenvorteilen ausgleichen, den Takedown suchen und durch Submission gewinnen, denn die BJJ Fähigkeiten von Kampmann können sich allemal sehen lassen.
Für Daley kann es nur heißen, so schnell wie möglich ran an den Körper, den Kampf im Stehen und im In-Fight führen und den KO suchen. Auf jegliches Geplänkel, wie Bodenkampf sollte er verzichten. Denn am Körper ist Kampmann verwundbar, außerdem muss man das Kinn schon in Frage stellen, nach dem Marquardt KO.
Ich würde es ja Daley gönnen, sehe aber wenig Chancen den Kampf zu seinen Gunsten zu führen und dann auch noch zu gewinnen.

Martin Kampmann durch Submission in Runde 2


-Heavyweight Fight:
Mirko Filipovic (25-6-2) vs. Junior dos Santos (8-1-0)


Die letzte Chance noch einmal was großes zu Erreichen. Unter diesem Motto könnte der nächste Kampf stehen, der auch schon der Co-Main Event der Veranstaltung ist. Mirko „Crocop“ Filipovic, der Left High Kick Fanatiker der so viele Japaner ins Reich der Träume schickte und auch ein paar Elite Kämpfer. Sollte das an diesem Abend wieder nichts werden, ist seine Karriere endgültig vorbei, sogar die in Japan. Und ich sehe es schon kommen, dass ich nach dem Kampf gegen den Brasilianer Junior dos Santos einen Abgesang auf Crocop schreiben werde (oder auch nicht, da er nie zu meinen Lieblingskämpfern gehört hatte). Aber was soll’s, er hatte seine große Zeit, hat zuletzt einige Fehler begangen, versucht noch mal alles herauszuholen und wird gnadenlos scheitern, meiner Meinung nach.
Mirko Filipovic war immer ein eindimensionaler Kämpfer, der zwar über eine ordentliche Takedown Verteidgung verfügt, aber nie anstalten machte sein Leistungsspektrum zu erweitern. Solange er sein Stand-up durchdrücken kann, ist er auf der sicheren Seite, aber sobald ein physisch stärkerer Gegner mit ähnlichen Stand-up Skills kommt, ist es aus (siehe Hunt oder Kongo). Dazu kommt das MMA sich schnell entwickelte und man heute mit eindimensionalen Techniken nicht mehr voran kommt oder besser gesagt keinen Blumentopf mehr gewinnt. Der Mix bringt den Erfolg und davon ist Crocop weit entfernt. Außerdem ist er mit dem Käfig nie richtig warm geworden.
Mit dos Santos trifft er auf einen physisch stärkeren jungen, hungrigen Fighter, der sowohl im Stand-up eine Waffe ist, wie auch über ausgezeichnete Submission Fähigkeiten verfügt. Das kommt nicht von ungefähr, wenn man mit den Nogueira Zwillingen trainiert. Zuletzt musste erst der ehemalige Trainingspartner von Crocop, Fabricio Werdum, dann der Niederländer Stefan Struve die Überlegenheit des aufstrebenden Fighters anerkennen. Ich denke auch für Filipovic hat dos Santos das gleiche vorgesehen.
Mirko muss auf eine Gelegenheit hoffen seine Waffe, den Left High Kick einsetzen zu können, was in der Vergangenheit zu wenig geschah. Eine andere Möglichkeit sehe ich gar nicht und darauf haben sich auch alle seine Gegner eingestellt. Es kommt nichts Überraschendes und ich befürchte auch in diesem Kampf wird man davon nichts sehen.

Junior dos Santos durch KO in Runde 1


-Catchweight Fight (195 lbs.):
Rich Franklin (25-4-0-1) vs. Vitor Belfort (18-8-0)


Main Event Zeit. Rich Franklin gegen den ehemaligen UFC Lightheavyweight Champion Vitor Belfort. Der Dauerbrenner Franklin gegen den Rückkehrer Belfort. Wieder im Catchweight von 195 lbs. Franklin wollte nicht ins Middleweight zurück und Belfort wollte nicht hoch ins Lightheavyweight, also nahm die UFC das Catchweight von 195 lbs,. Hat sich ja bewährt bei UFC 99, zumindest für Rich Franklin. Trotzdem sollte man das nicht ausufern lassen. Gerade dieses strickte festhalten an den Gewichtsklassen die so eindeutig auseinander liegen, macht auch den Unterschied zum Boxsport aus, der mit Gewichtsklassen und unsäglichen Verbänden durch –und überflutet ist.
Zurück zum MMA Sport. Rich Franklin, der wie gesagt zuletzt einen guten Eindruck beim Sieg gegen Wanderlei Silva hinterließ, bekommt es mit einem weiteren Brasilianer zu tun. Vitor Belfort, schon mal UFC Fighter für eine sehr lange Zeit, dann in Japan bei PrideFC unterwegs, ab da ging es dann immer weiter bergab. Zum Schluss wurde er sogar der Einnahme verbotener Substanzen überführt. Erst der „Abstieg“ in die niedere Gewichtsklasse, dem Middleweight, brachte ihn zurück in die Spur.
Was haben beide auf der Pfanne wie man so schön sagt.
Franklin, ehemaliger Middleweight Champion ist ein kompletter Fighter, der sowohl im Stand-up, als auch am Boden überzeugt. Dazu variiert er sehr gut Offensiven mit Defensiven Kampfstil und hat immer einen sehr guten Gameplan parat. Darüber hinaus kontrolliert er zum größten Teil seine Kämpfe, bestimmt die Marschroute und zwingt somit dem Gegner sein Spiel auf.
Vitor Belfort ist ein BJJ Black Belt, der über ein hervorragendes Stand-up verfügt und durch seine boxerischen Fähigkeiten jeden Kämpfer binnen Sekunden ausknocken kann. Keine Frage vom Gesamtpaket ist er Franklin eine Klasse überlegen. Aber diese ganzen Fähigkeiten hat er zu selten kombiniert und gleichzeitig in die Wagschale geworfen und nur so ist es zu erklären das „so wenig“ in seiner bisherigen Karriere herausgesprungen ist.
Belfort kann Franklin ausknocken, das steht außer Frage, aber das weiß auch Franklin. Er wird daher nicht den Fehler machen, den In-Fight zuzulassen, dass ging schon gegen Anderson Silva 2x schief.
Franklin wird wieder durch den Ring zirkeln, seine Treffer setzen und nur soviel wie möglich machen um die Runde zu gewinnen, denn er weiß um die Gefährlichkeit von Belfort. Daher sehe ich für Vitor Belfort nur wenige Chancen den Kampf zu gewinnen. Nur wenn Franklin einen Fehler macht hat er eine Chance, ansonsten wird es eine eindeutige Entscheidung für Rich Franklin.

Rich Franklin durch Unanimous Decision


Nachrichten in diesem Thema
UFC 103 Card - von Can Shamrock - 09.07.2009, 11:32
Update (09.07.09) - von Can Shamrock - 09.07.2009, 11:33
[Kein Betreff] - von Double F - 09.07.2009, 14:27
[Kein Betreff] - von TheRaven666 - 09.07.2009, 14:35
[Kein Betreff] - von Double F - 09.07.2009, 14:37
Update (12.07.09) - von Can Shamrock - 12.07.2009, 05:58
Update (14.07.09) - von Can Shamrock - 14.07.2009, 08:25
Update (18.07.09) - von Can Shamrock - 20.07.2009, 23:38
Update (22.07.09) - von Can Shamrock - 22.07.2009, 23:40
Update (27.07.09) - von Can Shamrock - 27.07.2009, 10:58
[Kein Betreff] - von crazy_horse - 30.07.2009, 20:17
[Kein Betreff] - von TheRaven666 - 30.07.2009, 22:11
[Kein Betreff] - von kovy - 30.07.2009, 23:15
Update (01.08.09) - von Can Shamrock - 01.08.2009, 13:35
Update (21.08.09) - von Can Shamrock - 21.08.2009, 15:34
[Kein Betreff] - von The Russian Zar - 04.09.2009, 21:40
[Kein Betreff] - von Can Shamrock - 05.09.2009, 12:21
[Kein Betreff] - von The Russian Zar - 05.09.2009, 13:38
[Kein Betreff] - von Mephisto - 13.09.2009, 01:06
[Kein Betreff] - von Can Shamrock - 13.09.2009, 01:29
UFC 103 Preview: Undercard - von Christian - 18.09.2009, 20:13
UFC 103 Preview: Maincard - von Christian - 18.09.2009, 20:18
Weigh-In Results - von Christian - 18.09.2009, 23:36
[Kein Betreff] - von The Russian Zar - 18.09.2009, 23:41
[Kein Betreff] - von Christian - 18.09.2009, 23:44

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