16.03.2010, 14:49
Versuche über Versuche:
Von mir war ja länger, mit Ausnahme ein bis zwei sporadischer Postings, hier nichts zu sehen. Das soll sich jetzt ändern. Da ich aber weiterhin wenig Zeit habe, möchte ich nicht wie weiterhin bei Pokerstars grinden, was bei Sessions von knapp 50 Händen sowie lächerlich ist, sondern ich möchte Dinge ausprobieren. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, schaffe ich durch meine aktuelle Spielweise nicht mehr als break-even. Mal schwinge ich nach oben, mal nach unten, aber es kommt nicht wirklich was dabei rum. Deshalb sehe ich das mir verbleibende Geld nun als Lehrgeld an und möchte stattdessen meinen Stil verbessern, um zukünftig, mit dann vielleicht eingezahltem Geld zu gewinnen. Ich werde zu Beginn den Stil eines erfolgreichen Microstakesspielers kopieren und über hundert Hände testen.
Weak-Tightes Multitabling:
Was heißt das:
Weak --> schwaches Anspielen der Hände: kaum Raises Preflop, viel gelimpe, wenig Reraises und ähnliches
Tight --> es werden nur die besten Hände gespielt
Multitabling ---> mehrere Tische gleichzeitig
Warum dieser Spielstil:
Mit diesem Spielstil hat ein Pokerstars Pro mit Namen chipstar1 (oder so ähnlich) sich eine beachtliche Bankroll aufgebaut. Die Gründe dafür sind recht leicht zu erklären. Spieler in den Microstakes haben größtenteils keine Ahnung von der Stärke ihrer Hand. Es bringt einem also nicht so viel, wie in höheren Limits, wenn man AKo Preflop raist und dann seinen TPTK auf einem K74 Board abfeiern kann, da viele Gegner sicherlich auch K7 für eine gute Hand halten und damit lässig Preflop callen, wodurch ein großer Vorteil des TAG-Spiels wegfällt. Genauso kann es passieren, dass das TAG-Spiel einem zum Nachteil gerät, da man oft seine guten Hände nicht ausbezahlt bekommt, einfach weil man so aggressiv gegen Anfänger ist und der eigene aggressive Spielstil, dem Gegner immer eine gute Hand suggeriert und niemals einen Bluff. Es gibt noch sehr viel gründe für diesen Spielstil, von denen ich aber viele nicht verstehe, aber ich denke, dass der Hauptgrund immer noch sein sollte: Dieser Kerl hat es ausprobiert und es funktioniert super bei ihm.
Wie lief mein Test:
Ausgangsbankroll: $7,53
Endbankroll: $6,03
Spiel: No-Limit Texas Hold'em $0,01/$0,02
Buy-Ins: $2
Tische: 2 x 9-max
Fazit:
Man sieht es schon an den Bankroll Ergebnissen, aber ich werde es noch einmal etwas ausführlicher begutachten. Tatsache ist, der Stil funktioniert für mich nicht. Ich habe insgesamt zehn Pots gewonnen und nur zwei beim Showdown verloren. Preflop wurde nie geraist, ich habe also in kaum einen Pot etwas reingetan und bin dann nicht zum Showdown gegangen. Trotzdem habe ich einen Verlust von $1,50 gehabt. $1 davon liegt an einem bescheuerten "Hero-Call", den natürlich machen musst. Ich hatte Two Pair, aber es war eigentlich klar, dass der andere ein besseres hatte.
Der Spielstil baut generell darauf auf, die Nuts zu treffen und dann noch genügend Spieler zu haben, die einen auch callen, um somit die Hand ausbezahlt zu kommen. Dies kam bei mir nie vor. Ich konnte nie genau sagen, ob meine Hand die beste war, weil meine Gegner im Grunde genommen jeden Scheiß haben konnten. Ich kann sogar froh sein, dass ich zwischendurch auf Tisch 1 den Papst in der Tasche hatte, ansonsten wären meine Verluste noch größer gewesen.
Multitabling allerdings ist genial. Es macht einen geduldiger, da man an zwei Tischen auf Karten warten kann und ist bei geringer Anzahl der Tische auch in keinster Weise stressig, da man bei tighter Spielweise fast nie an beiden Tischen gleichzeitig spielt. Ebenso ist der "never bluff" Ansatz dieses Spielstils absolut richtig. Bluffen bringt gegen schwache Gegner nichts. Sie sehen den Flush nicht, den man repräsentieren möchte, sie wissen nicht, dass ein Paar auf dem Board ihren Flush verschlechtert etc. Es macht keinen Sinn, Hände zu repräsentieren.
Entwicklung des neuen Stils:
Wie möchte ich also in Zukunft vorgehen? Was nehme ich aus dieser kurzen Session mit? Der weak-tighte Stil ist nichts für mich. Ich liebe TAG, ich kann nur TAG, TAG ist mein Stil. Aber womit kann ich diesen Stil ergänzen? Für mich sind das folgende Dinge:
--> Never ever in a million lightyears bluff a donkey
--> konstantes tightes Spiel, keine Rumgedaddel und Blindattackieren mit KJo, es macht keinen Sinn
--> Multitabling! Zu Beginn mit zwei, falls meine Bankroll steigt mit drei. Es macht nicht nur Spaß, es verbessert auch mein Spiel und, so ich denn ein Winning Player werden sollte, verbessert es meinen Gewinn
Ich melde mich dann wieder, wenn ich den neuen Stil getestet habe. Je nachdem wie es läuft über 100 Hände besser aber über min. 200. Vielleicht schaffe ich es schon heute, es sieht aber eher nach nächste Woche aus.
Von mir war ja länger, mit Ausnahme ein bis zwei sporadischer Postings, hier nichts zu sehen. Das soll sich jetzt ändern. Da ich aber weiterhin wenig Zeit habe, möchte ich nicht wie weiterhin bei Pokerstars grinden, was bei Sessions von knapp 50 Händen sowie lächerlich ist, sondern ich möchte Dinge ausprobieren. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, schaffe ich durch meine aktuelle Spielweise nicht mehr als break-even. Mal schwinge ich nach oben, mal nach unten, aber es kommt nicht wirklich was dabei rum. Deshalb sehe ich das mir verbleibende Geld nun als Lehrgeld an und möchte stattdessen meinen Stil verbessern, um zukünftig, mit dann vielleicht eingezahltem Geld zu gewinnen. Ich werde zu Beginn den Stil eines erfolgreichen Microstakesspielers kopieren und über hundert Hände testen.
Weak-Tightes Multitabling:
Was heißt das:
Weak --> schwaches Anspielen der Hände: kaum Raises Preflop, viel gelimpe, wenig Reraises und ähnliches
Tight --> es werden nur die besten Hände gespielt
Multitabling ---> mehrere Tische gleichzeitig
Warum dieser Spielstil:
Mit diesem Spielstil hat ein Pokerstars Pro mit Namen chipstar1 (oder so ähnlich) sich eine beachtliche Bankroll aufgebaut. Die Gründe dafür sind recht leicht zu erklären. Spieler in den Microstakes haben größtenteils keine Ahnung von der Stärke ihrer Hand. Es bringt einem also nicht so viel, wie in höheren Limits, wenn man AKo Preflop raist und dann seinen TPTK auf einem K74 Board abfeiern kann, da viele Gegner sicherlich auch K7 für eine gute Hand halten und damit lässig Preflop callen, wodurch ein großer Vorteil des TAG-Spiels wegfällt. Genauso kann es passieren, dass das TAG-Spiel einem zum Nachteil gerät, da man oft seine guten Hände nicht ausbezahlt bekommt, einfach weil man so aggressiv gegen Anfänger ist und der eigene aggressive Spielstil, dem Gegner immer eine gute Hand suggeriert und niemals einen Bluff. Es gibt noch sehr viel gründe für diesen Spielstil, von denen ich aber viele nicht verstehe, aber ich denke, dass der Hauptgrund immer noch sein sollte: Dieser Kerl hat es ausprobiert und es funktioniert super bei ihm.
Wie lief mein Test:
Ausgangsbankroll: $7,53
Endbankroll: $6,03
Spiel: No-Limit Texas Hold'em $0,01/$0,02
Buy-Ins: $2
Tische: 2 x 9-max
Fazit:
Man sieht es schon an den Bankroll Ergebnissen, aber ich werde es noch einmal etwas ausführlicher begutachten. Tatsache ist, der Stil funktioniert für mich nicht. Ich habe insgesamt zehn Pots gewonnen und nur zwei beim Showdown verloren. Preflop wurde nie geraist, ich habe also in kaum einen Pot etwas reingetan und bin dann nicht zum Showdown gegangen. Trotzdem habe ich einen Verlust von $1,50 gehabt. $1 davon liegt an einem bescheuerten "Hero-Call", den natürlich machen musst. Ich hatte Two Pair, aber es war eigentlich klar, dass der andere ein besseres hatte.
Der Spielstil baut generell darauf auf, die Nuts zu treffen und dann noch genügend Spieler zu haben, die einen auch callen, um somit die Hand ausbezahlt zu kommen. Dies kam bei mir nie vor. Ich konnte nie genau sagen, ob meine Hand die beste war, weil meine Gegner im Grunde genommen jeden Scheiß haben konnten. Ich kann sogar froh sein, dass ich zwischendurch auf Tisch 1 den Papst in der Tasche hatte, ansonsten wären meine Verluste noch größer gewesen.
Multitabling allerdings ist genial. Es macht einen geduldiger, da man an zwei Tischen auf Karten warten kann und ist bei geringer Anzahl der Tische auch in keinster Weise stressig, da man bei tighter Spielweise fast nie an beiden Tischen gleichzeitig spielt. Ebenso ist der "never bluff" Ansatz dieses Spielstils absolut richtig. Bluffen bringt gegen schwache Gegner nichts. Sie sehen den Flush nicht, den man repräsentieren möchte, sie wissen nicht, dass ein Paar auf dem Board ihren Flush verschlechtert etc. Es macht keinen Sinn, Hände zu repräsentieren.
Entwicklung des neuen Stils:
Wie möchte ich also in Zukunft vorgehen? Was nehme ich aus dieser kurzen Session mit? Der weak-tighte Stil ist nichts für mich. Ich liebe TAG, ich kann nur TAG, TAG ist mein Stil. Aber womit kann ich diesen Stil ergänzen? Für mich sind das folgende Dinge:
--> Never ever in a million lightyears bluff a donkey
--> konstantes tightes Spiel, keine Rumgedaddel und Blindattackieren mit KJo, es macht keinen Sinn
--> Multitabling! Zu Beginn mit zwei, falls meine Bankroll steigt mit drei. Es macht nicht nur Spaß, es verbessert auch mein Spiel und, so ich denn ein Winning Player werden sollte, verbessert es meinen Gewinn
Ich melde mich dann wieder, wenn ich den neuen Stil getestet habe. Je nachdem wie es läuft über 100 Hände besser aber über min. 200. Vielleicht schaffe ich es schon heute, es sieht aber eher nach nächste Woche aus.
