24.04.2010, 18:03
Zitat:Original von Ronald Gro�pietsch
Von Zwangsarbeit zu sprechen, halte ich f�r bedenklich! Vorher war ich auch darauf eingestellt Alles so zu beurteilen, wie es mir passte. Als ich den Entlassungsbescheid in der Hand hatte, war ich echt traurig, das der Zivi vorbei war. Geschweige denn meine Meinung hat sich um 100 Grad gewendet. Wenn der Zivi abgeschafft wird, dann gib's erhebliche personelle Probleme f�r die Heime und sozialen Einrichtungen. Ich denke wenn man es kann, dann sollte man sich auch f�r das Ehrenamt einsetzen. Die zwingende Notwendigkeit nach einem Wehrdienst sehe ich nicht als begr�ndet. Aber im sozialen Sektor ist der Zivildienst und das Ehrenamt heute umso bedeutender.
Es ist Zwangsarbeit. DA kann man sich drehen und winden, es ist einfach zwangsarbeit. Du wirst gezwungen gegen eine symbolische Bezahlung für den Staat zu arbeiten. Was, wenn nicht das, ist bitte zwangsarbeit? Zumal ja auch hier eine Selektion stattfindet.
Dass Soziale Arbeit etwas gutes und notwendiges ist, ist die andere Seite, aber ich denke, dass es genug gibt, die sowas gerne freiwillig machen(auch ich hab mir lange überlegt, ob ich ein jahr Zivildienst, bzw. FSJ im AUsland, machen soll).
Und wenn es nicht genug freiwillige gibt, dann läuft einiges falsch, sehr vieles, und man sollte sehr vieles nochmal überarbeiten.
ABer Zwangsarbeit, noch dazu Zwangswehrdienst(und der Zivildienst ist rechtlich eine Form des Wehrdienst), das ist in meinen AUgen klar und deutlich abzulehnen.
@Fighting Irish
Zitat:Die Bezeichnung des Wehr bwz. Zivildienstes als Zwangsarbeit klingt schon irgendwie krass, wenn man bedenkt was "richtige" Zwangsarbeiter in aller Welt erleiden mussten. Steuern sind eine Notwendigkeit, um die Aufrechterhaltung eines Staates zu gew�hrleisten. Der Dienst am Gemeinswesen ist f�r mich eher ein uneigenn�tzige Leistung. Wenn du sagst, es ist deine Entscheidung dich der Gemeinschaft zu Verf�gung zu stellen oder auch nicht, dann frage ich mich mit welcher Begr�ndung du dann Rechte von dieser Gemeinschaft einfordern kannst. Ich sehe es so, dass eine Hand die andere w�scht. Und letztendlich dient der Wehrdienst nicht prim�r dem Zweck Menschen zu t�ten, sondern dem das Land zu verteidigen. Wenn du etwa einen Kampfsport erlernst, dann w�rdest du ja auch nicht davon sprechen, dass du ausgebildet wirst, um Menschen zu verletzen, sondern um dich zu verteidigen. Momentan mag das vllt. etwas �berfl�ssig erscheinen,aber es kann, auch wenn ich das nicht hoffe, durchaus wieder Zeiten geben, in denen eine Verteidigungsarmee von N�ten sein wird. Schlie�lich gibt es keine Garantie, dass in Mitteleuropa auf ewig Frieden herrschen wird. Das der Zivildienst dem Wehrdienst gleich gestellt werden sollte, da gebe ich dir recht.
Es ist Zwangsarbeit(siehe oben).
Ich habe nicht gesagt, dass ich mich nicht engagieren will, ich habe mir den Zivildienst überlegt und ich bin Jugendleiter im Verein, aber es sit immernoch eine freie ENtscheidung, die jeder selbst treffen muss ob und vor allem wie das Engagement aussieht. Und ich habe letztlich aus prinzip keinen zivildienst gemacht, weil ich mich nicht Zwangsrekrutieren lasse, und weil ich einzig und alleine den Dienst an der Waffe verweigern kann, nicht den kriegsdienst im gesamten, was ich allerdings will.
Soldaten sind Mörder. Und diese Aussage wurde nicht umsonst vom BVG als legitim anerkannt.
Ein Soldat wird ausgebildet andere Menschen zu töten, daran besteht kein zweifel und ein Soldat wird eingesetzt, um andere Menschen zu töten. Der Vergleich mit dem kampfsport hinkt insofern, als dass du den kampfsport als hobby betreibst, für dich selber, den militärdienst hingegen als Beruf für andere. Desweiteren bleibst du beim kampfsport als Individuum in deiner Entscheidungsfreiheit nicht beeinträchtigt, während du als Soldat auf gedeih und Verderb den Befehlen andere ausgelifert bist.
Du übst letztlich einen Beruf aus, in dem deine Aufgabe darin besteht, andere Menschen umzubringen.(AUch im verteidigungsfall)
Du verpflichtest dich damit auch automatisch, dies zu tun, so es dir befohlen wird.
Abgesehen davon ist der letzte Verteidigungskrieg in Deutschland 150 Jahre her.
