07.09.2010, 15:41
Overrated sind bei mir letztlich alle Wrestler, die nicht den Zeitpunkt erkennen, wann ihre Ära zu Ende geht. Bei Hogan und Flair ist das ja schon seit Jahren der Fall und bei Bret Hart ebenfalls. Hart ist für mich zu 1000 Prozent overrated, weil er diesen Quatsch mit dem Montreal Screwjob, mittlerweile bin ich allergisch gegen das Wort
, mit seinem "Comeback" wieder ins Gespräch gebracht hat. Die Szene hat das längst an den Nagel gehängt und es ist heute ein Bestandteil der Wrestlinggeschichte. Betonung liegt auf ein. Bret Hart war ein echter Star in den 90er Jahren. Also die Zeit, wo viele von uns hier zu Fans wurden.
Was soll man noch groß zu Hulk Hogan sagen? Erstens hab ich ihn als größten Wrestler nie akzeptiert und Zweitens ist sein Status längst im Keller. Gleiches für Kevin Nash und Scott Hall, die ebenfalls das Ende ihrer Karriere nicht wahrhaben wollen. Der Push geht heute sehr viel schneller. Was folgt daraus? Die Zeitspanne, wo ein Wrestler seine größten Erfolge feiert, wird dadurch nicht unbedingt länger, weil es eben eine Vielzahl an talentierten Nachfolgern gibt.
Bei Ric Flair sehe ich die Sache so: Sein frühere Karriere in den 70er und 80er Jahren stufe ich als höher ein, als etwa seine Zeit in der Evolution. Die Erfolge von ihm, u.a. als NWA World Champion, sprechen jedoch Bände. Was seine spätere "Karriere" betriftt, hat er den gleichen Fehler gemacht, wie viele seiner Mitstreiter - er hat den Zeitpunkt seines wirklichen Endes nicht selbst kommen sehen. Auch es gab genug Anzeichen dafür, die irgendwann jeder hätte erkennen müssen - nicht erkennen können.
Seine frühere Popularität, also während der 70er und 80er Jahre, lässt sich eigentlich ganz einfach begründen: Die Namensgebung zum "Nature Boy" war eine Erinnerung an den originalen "Nature Boy" Buddy Rogers. Die Anzahl an Moves ergo Ringaktionen war damals noch erheblich beschränkter, als etwa in späten Jahren. Sagen wir vielleicht in den 90er Jahren. Heute ist das ja noch mehr, was an Aktion im Ring geboten wird. Flair war Heimfavorit für Crockett's Mid-Atlantic Championship Wrestling. Regionale Größen spielten in vielen lokalen Promotions noch eine weitaus höhere Rolle, wie es etwa später der Fall war. Flair zählt zu den Besten. Er ist aber sicher nicht der Beste. Seine Autobiografie macht diesen Eindruck jedoch schon, trotzdem sie natürlich sehr aufschlussreich ist.
, mit seinem "Comeback" wieder ins Gespräch gebracht hat. Die Szene hat das längst an den Nagel gehängt und es ist heute ein Bestandteil der Wrestlinggeschichte. Betonung liegt auf ein. Bret Hart war ein echter Star in den 90er Jahren. Also die Zeit, wo viele von uns hier zu Fans wurden. Was soll man noch groß zu Hulk Hogan sagen? Erstens hab ich ihn als größten Wrestler nie akzeptiert und Zweitens ist sein Status längst im Keller. Gleiches für Kevin Nash und Scott Hall, die ebenfalls das Ende ihrer Karriere nicht wahrhaben wollen. Der Push geht heute sehr viel schneller. Was folgt daraus? Die Zeitspanne, wo ein Wrestler seine größten Erfolge feiert, wird dadurch nicht unbedingt länger, weil es eben eine Vielzahl an talentierten Nachfolgern gibt.
Bei Ric Flair sehe ich die Sache so: Sein frühere Karriere in den 70er und 80er Jahren stufe ich als höher ein, als etwa seine Zeit in der Evolution. Die Erfolge von ihm, u.a. als NWA World Champion, sprechen jedoch Bände. Was seine spätere "Karriere" betriftt, hat er den gleichen Fehler gemacht, wie viele seiner Mitstreiter - er hat den Zeitpunkt seines wirklichen Endes nicht selbst kommen sehen. Auch es gab genug Anzeichen dafür, die irgendwann jeder hätte erkennen müssen - nicht erkennen können.
Zitat:aber was war das eigentlich? Selbst in alten Flair Matches sehe ich Chops, den Kneedrop und den Figure 4; und alle feiern ihn als Gott des Ringes ab, das habe ich nie verstanden.
Seine frühere Popularität, also während der 70er und 80er Jahre, lässt sich eigentlich ganz einfach begründen: Die Namensgebung zum "Nature Boy" war eine Erinnerung an den originalen "Nature Boy" Buddy Rogers. Die Anzahl an Moves ergo Ringaktionen war damals noch erheblich beschränkter, als etwa in späten Jahren. Sagen wir vielleicht in den 90er Jahren. Heute ist das ja noch mehr, was an Aktion im Ring geboten wird. Flair war Heimfavorit für Crockett's Mid-Atlantic Championship Wrestling. Regionale Größen spielten in vielen lokalen Promotions noch eine weitaus höhere Rolle, wie es etwa später der Fall war. Flair zählt zu den Besten. Er ist aber sicher nicht der Beste. Seine Autobiografie macht diesen Eindruck jedoch schon, trotzdem sie natürlich sehr aufschlussreich ist.
