01.04.2011, 07:42
Zitat:Original von The CrusherDas sehen wir eben unterschiedlich, weil ich denke das schon. Ich bin der Meinung das Europa auf das gesamte Professional Wrestling im 19 Jahrhundert und anfang des 20 Jahrhunderts einen grossen Einfluss und eine grosse Bedeutung hatte, diese nahm aber im 20 Jahrhundert immer mehr ab. Ein Grund fuer mich hast du selbst gesagt Zitat: “Der eigentliche Grund liegt weniger in einer Verlagerung aus Europa heraus, als vielmehr deshalb, dass sich die Szene in den USA weitaus stärker hatte etablieren können.“ Das stimmt, ebenso in Mexico, Canada und Japan. Dadurch das sich das Wrestling viel staerker etabliert hat in diesen Laendern, waren sie erfolgreicher, hatten mehr Zuschauer, produzierten viel mehr Shows, demzufolge gab es mehr Wrestler, mehr Aufmerksamkeit, die wiederum das Wrestling mehr beeinflussten. Das alles haengt zusammen. Erfolg und gute Zuschauerzahlen sind nicht die einzigen Argumente die man anfuehren kann wenn es um Einfluss geht, aber es ist ein dennoch ein Argument.
Eine sehr pauschale und teils unstimmige Aussage! Verlagerung heraus würde bedeuten, dass Europa im 20. Jahrhundert an Bedeutung im Wrestling verloren hätte, was allerdings nicht zutreffend ist.
Zitat:Original von The CrusherDie Bedeutung solcher Turniere sind doch eher regional/national ohne sie abwerten zu wollen. Selbst wenn es die groessten Turniere der Welt waren, so sagt das wie ich finde wenig aus. Es gab etwa in Europa noch die Turnierform, die es in den USA garnichtmehr gab. Um es anders zusagen, das ist nur eine andere Art eine Wrestling Show zu booken/promoten. Die eine Promotion veranstaltet eben “das groesste Turnier der Welt“, eine andere Promotion hat einen “World Heavyweight Champion“ die naechste Promotion veranstaltet Tourneen. Im Endeffekt geht es darum Tickets zu verkaufen, egal mit welchem Bookingkonzept, ein grosses Turnier zu veranstalten ist eine Art davon.
Beispiele dafür waren Wien und Hannover. Es muss nicht über 70 Jahre eine konstante Zuschauerzahl erreicht werden, nur damit man so einen Erfolg begründen könnte. Der Erfolg in Wien und Hannover dauerte keine 70 Jahre, aber diese beiden Städte hatten trotzdem die größten Turniere, die es jemals im gesamten Wrestling gab. Es gibt weltweit keine einzige Stadt, die die Dauer und die Konstanz solcher Turniere, wie in Wien, überbieten kann. Es war nicht wichtig, ob ein Lou Thesz auf dem Wiener Heumarkt kämpfte, sondern lokal etablierte Topstars wie Georg Blemenschütz oder Otto Wanz.
Ich will damit auch nicht den Erfolg solcher Turniere in Wien oder Hannover in Frage stellen, wenn sie erfolgreich damit waren, waren sie erfolgreich. Aber um auf das Topic zurueck zu kommen, im Vergleich waren die Zuschauerzahlen in den USA, Mexico, und Japan im 20 Jahrhundert groesser. Weshalb das so war, darueber kann man reden, genauso ob solche Vergleiche Sinn machen oder Fair sind.
Zitat:Original von The CrusherDas macht denke ich niemand. Nur weil man sagt das Europaeische Wrestling war im 20 Jahrhundert nicht so erfolgreich wie das Amerikanische, Japanische oder Mexicanische (oder eben deren Staedte) verleugnet man ja nicht Europa, sondern man erwaehnt ja nur eine Tatsache.
Wrestling kann nicht nur auf Nordamerika fokussiert werden, da Europa ebenfalls eine bedeutsame Geschichte hat.
