10.06.2011, 13:54
Zitat:Original von zbyszko
Ich bin es echt leid von Leuten wie Steve Yohe zu lesen, dass es auf dem alten Kontinent niemanden gäbe, der sich intensiv um die Wrestlinggeschichte bemüht.
Ich hatte nie wirklichen Kontakt zu Yohe und wenn er es so sieht, dann hat er sich wohl auch nie richtig mit dem Wrestling in Europa beschäftigt. Aber welcher amerik. Historiker, außer Kenyon, hat das denn auch gemacht? Hornbaker ist gerade dabei, sich mehr Kenntnisse über die europäische Szene zu verschaffen. Bei ihm hab ich zumindest wirklich den Eindruck, dass er sein Wissen, außerhalb der USA, ausbauen will, was ohnehin schon groß ist.
Um mal Yohe's These zu widerlegen:
Horst Faller
Michael Selenkowitsch
Andreas Matlé
Bernd Model
Gernot Freiberger
Gherado Bonini
^^ Alles Leute, die sich in der Vergangenheit und heute um die Aufarbeitung des Wrestlings in Europa verdient gemacht haben. Nur sie erkenne ich auch als Quelle an, wenn es ums Catchen oder die Ära von Jakob Koch geht!!
Klar wird es keinen zweiten Gerhard Schäfer geben, aber der war ja auch ne Ausnahmeerscheinung. So wie Kenyon in den USA, der mittlerweile nen halbes Jahrhundert lang recherchiert.
Zu dem AWA Buch hab ich drei Fragen:
1.
Wird der "Split" von der NWA 1960 dort als echt dargestellt oder als Storyline beschrieben? Also in der Hinsicht, dass die NWA ein ständiger und ernster Konkurrent war.
2.
Wie wird die Anerkennung bzw. der Beginn von Verne Gagne's erstem Run als AWA Champion skizziert? Wird er als erster Champion genannt oder Pat O'Connor, der den Titel 1959 bekommen haben soll, ihn aber nicht verteidigte? Nachdem die 90 Tage verstrichen waren, wurde Gagne am 16.08.1960 nach der Storyline zum AWA Champion ernannt (erster????). Heute ist ja im Prinzip klar, dass die Herausforderung an O'Connor dazu diente, den Aufbau eines eigenen World Titles zu pushen. Vor den Kulissen natürlich als Split dargestellt, dahinter waren AWA Leute auch bei NWA Meetings anwesend. Das Gleiche trifft auf die WWF zu.
3.
Wie wird das Ende der AWA beschrieben?
Ich bin nämlich dagegen zu sagen, dass es nur durch Gagne selbst kam, denn er hatte mit der WWF und WCW nun mal keine kleine Konkurrenz mehr. Zudem war die beste Zeit der ganzen territorialen Ligen längst Geschichte.
