30.08.2011, 09:55
Da ich den Thread nicht allein organisieren kann und mag, finde ich es besser, wenn die zum Vergleich stehenden Wrestler nicht nur durch mich vorgeschlagen werden ... sonst entstehen wieder monatelange Pausen, dazu ist die Idee zu Schade. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht an den Diskussionen beteiligen werde ;)
1. Gen'ichiro Tenryu vs. Riki Choshu
Wrestling Skills: Kann ich sehr schwer beurteilen, "Mr. Puroresu" Tenryu hat mir rein wrestlerisch etwas besser gefallen, aber nur knapp. Beide waren Bad Asses allererster Güte ... Tenryu war in seinen späten Jahren dazu noch besser anzusehen als Choshu. Zu Choshu fallen mir nicht so absolute Klassiker wie Tenryu vs. Tsuruta ein.
Entertainment Skills: Tenryu hat gewaltiges Charisma, ich würde aber Choshu den Vorzug geben. Allein der "Ishin Gundam"-Angle, scheint bei New Japan UND All Japan höchst unterhaltsam gewesen zu sein, mit Choshu als Gesicht und Anführer des Stables ...auch heute noch hat Choshu eine tolle Mimik, Tenryu war mir irgendwie zu stoisch. Über Interview-Skills kann ich natürlich wenig sagen.
Drawing Power: Tenryu hat Mit Tsuruta sicherlich gedrawt ... und als man ihn später zu New Japan holte und zu All Japan zurückholte, war er sicherlich ein tolle Attraktion ... aber das hatte auch viel mit seinen Gegnern zu tun. Choshu hatte zwar Inoki und Fujinami als Kontrahenten, was an ihm aber zog, war seine Revolutionary Army, seine Einstellung, seine Herangehensweise an das Wrestling ... Tenryu brauchte meiner Meinung nach seine Gegner mehr um zu drawen als Choshu, der mehr für sich alleine funktionierte.
Erfolge: Choshu war dreifacher IWGP Champion, Tenryu war dreifacher Triple Crown Champion. Umgekehrt war Tenryu auch einmal IWGP Champion, während Choshu die PWF Championship von All Japan gewann. Beide waren zudem international (Tenryu in den USA, Choshu in Mexiko) erfolgreich. Choshu gewann den G1 Climax, Tenryu den Champion's Carnival ... ich finde bei den Erfolgen geben sie sich nicht viel. Wenn ich hier einen Punkt vergeben müsste, dann an Choshu, da er im Nachhinein nicht so sehr wie ein Übergangschampion wirkte wie Tenryu, der ja eher die zweite Geige hinter Tsuruta spielte.
Einfluss: Hier kommt wieder der Ishin Gundam-Angle ins Spiel. Damit hat Choshu doch letztlich das ganze japanische Wrestling umgekrempelt und noch Einfluss auf Invasion-Angles in den USA und Mexiko gehabt ... Ganz klar bin ich hier für Choshu.
Ergebnis: Auch wenn viele Kategorien eher knapp sind, tendiere ich aufgrund der Kategorie "Einfluss" ganz klar zu Riki Choshu.
2. Stone Cold Steve Austin vs. Ric Flair
Wrestling Skills: Vom reinen Wrestling her hat mich Flair eher überzeugt, da waren mehr Finessen sichtbar als bei Austin. Insgesamt fand ich sie aber beide nicht überragend als Wrestler. Beide punkteten während ihrer Kämpfe eher mit ihren Entertainment Skills.
Entertainment Skills: Austin musste sich mehr Mühe geben als Flair, der mit dem kleinen Finger das Publikum zum Kochen brachte. Austin benötigte dafür die ganze WWF-Maschinerie im Hintergrund und gute Interviewpartner. Als Austin dann etabliert war, hat er sicher mehr und größere Unterhaltungsmomente geliefert ... aber das liegt eben an WWE und nicht nur seinen Skills. Flair konnte sowas aus dem Nichts herauszaubern. Meine Stimme geht hier an den Nature Boy.
Drawing Power: Hier stimme ich für Austin. Er hat sich als das größere Zugpferd entpuppt, der immer neue Höhen erklommen hat, während bei Flair irgendwie ab einem bestimmten Punkt nicht mehr herausgeholt werden konnte. Mit einem jungen Flair hätte WWE den Ratings War gegen WCW nicht gewinnen können, glaube ich ... und so überragend waren die Zuschauerzahlen zu Flairs Zeiten als NWA-Champion auch nicht.
Erfolge: EINDEUTIG Flair. Austins "Erfolge" wie Titelgewinne und Turniergewinne waren zahlreich, letztlich stehen sie aber hinter seiner bloßen Präsenz weit zurück. Er ist NICHT als großer Champion oder Turniersieger in die Geschichte eingegangen, sondern als jemand der das Wrestling verändert hat, was natürlich auch ein Erfolg ist, aber eben kein klassischer. Flair hingegen war ein Jahrzehnt lang DER NWA Champion schlechthin und trug die Promotion auf seinen Schultern ... ob nun 16 mal oder 21 mal World Champion ... er hat da Maßstäbe gesetzt ... wenn man allein die Zeiträume bedenkt, da kommt Austin nicht mit ... gegen Flair war Austin wirklich eine Eintagsfliege, wenn auch eine mächtig dicke.
Einfluss: Hier würde ich wieder Stone Cold den Vorzug geben. Flair hat keine Revolution im Wrestling ausgelöst ... Austin hingegen konnte mit seinen Fähigkeiten das Wrestling umkrempeln, den Ratings War gewinnen und in relativ kurzer Zeit zur Legende aufsteigen, dafür hat Flair viel länger gebraucht.
Ergebnis: Unterm Strich muss ich sagen, dass es Steve Austin sehr sehr schadet, dass er nur so kurz an der Spitze stand (1997 - 2003), während Ric Flair zwar immer hinter Hogan zurückstand, aber doch letztlich zwei Jahrzehnte zu den Major Players gehörte. Das macht für mich Ric Flair zur größeren Legende.
1. Gen'ichiro Tenryu vs. Riki Choshu
Wrestling Skills: Kann ich sehr schwer beurteilen, "Mr. Puroresu" Tenryu hat mir rein wrestlerisch etwas besser gefallen, aber nur knapp. Beide waren Bad Asses allererster Güte ... Tenryu war in seinen späten Jahren dazu noch besser anzusehen als Choshu. Zu Choshu fallen mir nicht so absolute Klassiker wie Tenryu vs. Tsuruta ein.
Entertainment Skills: Tenryu hat gewaltiges Charisma, ich würde aber Choshu den Vorzug geben. Allein der "Ishin Gundam"-Angle, scheint bei New Japan UND All Japan höchst unterhaltsam gewesen zu sein, mit Choshu als Gesicht und Anführer des Stables ...auch heute noch hat Choshu eine tolle Mimik, Tenryu war mir irgendwie zu stoisch. Über Interview-Skills kann ich natürlich wenig sagen.
Drawing Power: Tenryu hat Mit Tsuruta sicherlich gedrawt ... und als man ihn später zu New Japan holte und zu All Japan zurückholte, war er sicherlich ein tolle Attraktion ... aber das hatte auch viel mit seinen Gegnern zu tun. Choshu hatte zwar Inoki und Fujinami als Kontrahenten, was an ihm aber zog, war seine Revolutionary Army, seine Einstellung, seine Herangehensweise an das Wrestling ... Tenryu brauchte meiner Meinung nach seine Gegner mehr um zu drawen als Choshu, der mehr für sich alleine funktionierte.
Erfolge: Choshu war dreifacher IWGP Champion, Tenryu war dreifacher Triple Crown Champion. Umgekehrt war Tenryu auch einmal IWGP Champion, während Choshu die PWF Championship von All Japan gewann. Beide waren zudem international (Tenryu in den USA, Choshu in Mexiko) erfolgreich. Choshu gewann den G1 Climax, Tenryu den Champion's Carnival ... ich finde bei den Erfolgen geben sie sich nicht viel. Wenn ich hier einen Punkt vergeben müsste, dann an Choshu, da er im Nachhinein nicht so sehr wie ein Übergangschampion wirkte wie Tenryu, der ja eher die zweite Geige hinter Tsuruta spielte.
Einfluss: Hier kommt wieder der Ishin Gundam-Angle ins Spiel. Damit hat Choshu doch letztlich das ganze japanische Wrestling umgekrempelt und noch Einfluss auf Invasion-Angles in den USA und Mexiko gehabt ... Ganz klar bin ich hier für Choshu.
Ergebnis: Auch wenn viele Kategorien eher knapp sind, tendiere ich aufgrund der Kategorie "Einfluss" ganz klar zu Riki Choshu.
2. Stone Cold Steve Austin vs. Ric Flair
Wrestling Skills: Vom reinen Wrestling her hat mich Flair eher überzeugt, da waren mehr Finessen sichtbar als bei Austin. Insgesamt fand ich sie aber beide nicht überragend als Wrestler. Beide punkteten während ihrer Kämpfe eher mit ihren Entertainment Skills.
Entertainment Skills: Austin musste sich mehr Mühe geben als Flair, der mit dem kleinen Finger das Publikum zum Kochen brachte. Austin benötigte dafür die ganze WWF-Maschinerie im Hintergrund und gute Interviewpartner. Als Austin dann etabliert war, hat er sicher mehr und größere Unterhaltungsmomente geliefert ... aber das liegt eben an WWE und nicht nur seinen Skills. Flair konnte sowas aus dem Nichts herauszaubern. Meine Stimme geht hier an den Nature Boy.
Drawing Power: Hier stimme ich für Austin. Er hat sich als das größere Zugpferd entpuppt, der immer neue Höhen erklommen hat, während bei Flair irgendwie ab einem bestimmten Punkt nicht mehr herausgeholt werden konnte. Mit einem jungen Flair hätte WWE den Ratings War gegen WCW nicht gewinnen können, glaube ich ... und so überragend waren die Zuschauerzahlen zu Flairs Zeiten als NWA-Champion auch nicht.
Erfolge: EINDEUTIG Flair. Austins "Erfolge" wie Titelgewinne und Turniergewinne waren zahlreich, letztlich stehen sie aber hinter seiner bloßen Präsenz weit zurück. Er ist NICHT als großer Champion oder Turniersieger in die Geschichte eingegangen, sondern als jemand der das Wrestling verändert hat, was natürlich auch ein Erfolg ist, aber eben kein klassischer. Flair hingegen war ein Jahrzehnt lang DER NWA Champion schlechthin und trug die Promotion auf seinen Schultern ... ob nun 16 mal oder 21 mal World Champion ... er hat da Maßstäbe gesetzt ... wenn man allein die Zeiträume bedenkt, da kommt Austin nicht mit ... gegen Flair war Austin wirklich eine Eintagsfliege, wenn auch eine mächtig dicke.
Einfluss: Hier würde ich wieder Stone Cold den Vorzug geben. Flair hat keine Revolution im Wrestling ausgelöst ... Austin hingegen konnte mit seinen Fähigkeiten das Wrestling umkrempeln, den Ratings War gewinnen und in relativ kurzer Zeit zur Legende aufsteigen, dafür hat Flair viel länger gebraucht.
Ergebnis: Unterm Strich muss ich sagen, dass es Steve Austin sehr sehr schadet, dass er nur so kurz an der Spitze stand (1997 - 2003), während Ric Flair zwar immer hinter Hogan zurückstand, aber doch letztlich zwei Jahrzehnte zu den Major Players gehörte. Das macht für mich Ric Flair zur größeren Legende.
