16.01.2012, 23:15
16. Januar 2007
Sebastian Deisler beendet im Alter von 27 Jahren nach zahlreichen Verletzungen sowie Depressionen seine Fußballkarriere.
5 Jahre ist das schon her. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Mich hat die Nachricht damals wirklich geschockt, obwohl schon vorher deutlich wurde, dass Deisler nicht mehr den Spaß an seinem Beruf hatte, den er vielleicht gebraucht hätte.
Wenn man sieht was in den letzten 2-3 Jahren noch nachgekommen ist an schlimmen Nachrichten in diese Richtung, egal ob Enke, Rafati, Fenin oder Rangnick, dann muss man wohl sagen, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Eine mutige, ehrliche Entscheidung. Ich hab 2-3 Jahre insgeheim gehofft, dass ihn vielleicht doch nochmal die Lust packt, aber im Nachhinein betrachtet hat er so gehandelt, wie es für ihn am besten war. Das war einfach nicht seine Welt, so schade es für Fußball-Deutschland war. Manchmal frage ich mich, was Deisler für eine Karriere hätte haben können, wenn er nicht so viel Pech gehabt hätte und mental stärker gewesen wäre. Er hatte, ähnlich wie Ballack, das Pech in einer Fußballergeneration in Deutschland aufzuwachsen, in der es kaum großartige Spieler gab. Aber während Ballack ruhig heranreifen konnte war Deisler bis zu einem gewissen Zeitpunkt immer das Objekt der Begierde. Damit wurde ihm leider kein Gefallen getan.
Da haben es die jungen Burschen heute deutlich besser. Da wird zwar auch viel hochgelobt, aber der Druck ist auf sehr vielen Schultern verteilt. Der deutsche Fußball braucht keinen Heilsbringer, es gibt viele großartige Talente und dazu noch reife Spieler auf hohem Niveau, die es zur Jahrtausendwende auch nicht bzw. kaum gab.
Mal schauen, ob man Deisler irgendwann nochmal mit einem Ball am Fuß sieht, selbst wenn es nur ein Benefiz-Spiel ist. Ich würde gerne nochmal einen haargenauen Diagonalpass über 60 Meter sehen, angeschnittene Flanken im Stile von Beckham oder einfach nur einen tollen Freistoß. Aber da muss man sehen, ob er sowas mit sich und seinem Gewissen vereinbaren kann, denn so wie er mit dem Fußball abgeschlossen hatte wäre wohl sogar solch ein Kick zu viel. Und das müsste man akzeptieren.
Am wichtigsten ist einfach, dass es ihm gut geht.
Sebastian Deisler beendet im Alter von 27 Jahren nach zahlreichen Verletzungen sowie Depressionen seine Fußballkarriere.
5 Jahre ist das schon her. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Mich hat die Nachricht damals wirklich geschockt, obwohl schon vorher deutlich wurde, dass Deisler nicht mehr den Spaß an seinem Beruf hatte, den er vielleicht gebraucht hätte.
Wenn man sieht was in den letzten 2-3 Jahren noch nachgekommen ist an schlimmen Nachrichten in diese Richtung, egal ob Enke, Rafati, Fenin oder Rangnick, dann muss man wohl sagen, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Eine mutige, ehrliche Entscheidung. Ich hab 2-3 Jahre insgeheim gehofft, dass ihn vielleicht doch nochmal die Lust packt, aber im Nachhinein betrachtet hat er so gehandelt, wie es für ihn am besten war. Das war einfach nicht seine Welt, so schade es für Fußball-Deutschland war. Manchmal frage ich mich, was Deisler für eine Karriere hätte haben können, wenn er nicht so viel Pech gehabt hätte und mental stärker gewesen wäre. Er hatte, ähnlich wie Ballack, das Pech in einer Fußballergeneration in Deutschland aufzuwachsen, in der es kaum großartige Spieler gab. Aber während Ballack ruhig heranreifen konnte war Deisler bis zu einem gewissen Zeitpunkt immer das Objekt der Begierde. Damit wurde ihm leider kein Gefallen getan.
Da haben es die jungen Burschen heute deutlich besser. Da wird zwar auch viel hochgelobt, aber der Druck ist auf sehr vielen Schultern verteilt. Der deutsche Fußball braucht keinen Heilsbringer, es gibt viele großartige Talente und dazu noch reife Spieler auf hohem Niveau, die es zur Jahrtausendwende auch nicht bzw. kaum gab.
Mal schauen, ob man Deisler irgendwann nochmal mit einem Ball am Fuß sieht, selbst wenn es nur ein Benefiz-Spiel ist. Ich würde gerne nochmal einen haargenauen Diagonalpass über 60 Meter sehen, angeschnittene Flanken im Stile von Beckham oder einfach nur einen tollen Freistoß. Aber da muss man sehen, ob er sowas mit sich und seinem Gewissen vereinbaren kann, denn so wie er mit dem Fußball abgeschlossen hatte wäre wohl sogar solch ein Kick zu viel. Und das müsste man akzeptieren.
Am wichtigsten ist einfach, dass es ihm gut geht.
