24.02.2012, 09:25
Mir fällt noch ein, dass Bartoletti mal mit Eugen Sandow trainiert oder gegen ihn gekämpft hat. Irgendwas in der Richtung....
Dürfte wohl wieder das klassische Problem sein: Irgendeine Seite publiziert was und alle anderen richten sich dann danach.
In einer Ringer-Chronik fand ich vor Jahren z.B. sowas:
Pons kann in den FILA Listen auch nicht auftauchen, weil sich diese auf den Amateurringkampf beziehen. Was als "Pseudoweltmeisterschaften" tituliert wird, sind dann eben die Turniere im gr.-röm. Stil der Profis, die jedoch seitens der Amateurszene schon damals nicht anerkannt wurden. Das Erste dieser Art gewann Pons 1898 in Paris, und konnte sich so Weltmeister nennen. Sein Weltmeistertitel basierte auf der Grundlage eines Turniersieges, wie man ihn danach noch etliche Male vorfand. Würde dieser nun praktisch nicht mehr anerkannt werden, müsste man auch alle anderen WM Titel im Pro-Wrestling streichen. Pons ist ebenso als Weltmeister anzusehen wie Ernst Erlenkamp als Amateur-Weltmeister. Die Turniere, die nicht unter der Rige des DAV (Deutscher Athleten Verband) standen (Amateurszene), sind trotzdem relevant und können nicht einfach unter den Tisch fallen. Diese Gegensätze von Amateuren und Profis sind historisch gesehen ein sehr interessantes Phänomen. Man findet bereits in den Zeitungsartikeln um die Jahrhundertwende (1900) entsprechende Abschnitte, wo die Berufsringer nicht ernst genommen werden bzw. diese Szene keiner Erwähnung bedarf. Noch kurioser sind jedoch die Artikel zum Catchen in der Nachkriegszeit. Speziell in den 50er Jahren hatte der Konflikt mit dem Amateur-Lager noch mal einen deftigen Höhepunkt erreicht.
Zitat:Original von zbyszko
Wenn der Begriff "griechisch-römisch" tatsächlich schon vor Bartoletti in Gebrauch war, sollten einige Artikel über den Griechisch-Römischen Amateur-Ringkampf korrigiert werden, die im Internet kursieren
Dürfte wohl wieder das klassische Problem sein: Irgendeine Seite publiziert was und alle anderen richten sich dann danach.
In einer Ringer-Chronik fand ich vor Jahren z.B. sowas:
Zitat:1898 Der Franzose Paul Pons nennt sich Weltmeister, taucht jedoch in den Siegerlisten der FILA nie auf, da erst ab 1904 offizielle Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Diese Pseudoweltmeisterschaften fanden überwiegend in Europa statt und erst nach Gründung eines Weltverbandes (1913 bzw. 1921) gab es richtige WM-Veranstaltungen.
Pons kann in den FILA Listen auch nicht auftauchen, weil sich diese auf den Amateurringkampf beziehen. Was als "Pseudoweltmeisterschaften" tituliert wird, sind dann eben die Turniere im gr.-röm. Stil der Profis, die jedoch seitens der Amateurszene schon damals nicht anerkannt wurden. Das Erste dieser Art gewann Pons 1898 in Paris, und konnte sich so Weltmeister nennen. Sein Weltmeistertitel basierte auf der Grundlage eines Turniersieges, wie man ihn danach noch etliche Male vorfand. Würde dieser nun praktisch nicht mehr anerkannt werden, müsste man auch alle anderen WM Titel im Pro-Wrestling streichen. Pons ist ebenso als Weltmeister anzusehen wie Ernst Erlenkamp als Amateur-Weltmeister. Die Turniere, die nicht unter der Rige des DAV (Deutscher Athleten Verband) standen (Amateurszene), sind trotzdem relevant und können nicht einfach unter den Tisch fallen. Diese Gegensätze von Amateuren und Profis sind historisch gesehen ein sehr interessantes Phänomen. Man findet bereits in den Zeitungsartikeln um die Jahrhundertwende (1900) entsprechende Abschnitte, wo die Berufsringer nicht ernst genommen werden bzw. diese Szene keiner Erwähnung bedarf. Noch kurioser sind jedoch die Artikel zum Catchen in der Nachkriegszeit. Speziell in den 50er Jahren hatte der Konflikt mit dem Amateur-Lager noch mal einen deftigen Höhepunkt erreicht.
