05.04.2012, 23:11
Neu Reaktionen zu zum Grass Gedicht:
TV-AUFTRITT NACH IRREM ISRAEL-GEDICHT
Jetzt geht Günter Grass auf alle los
06.04.2012 — 00:01 Uhr
Die Kontroverse um das irre Israel-Gedicht von Günter Grass wird immer heftiger.
Der Literaturnobelpreisträger wehrte sich in mehreren Interviews gegen die Welle der Kritik, die er mit dem umstrittenen Gedicht „Was gesagt werden muss” ausgelöst hat.
„Ich werde hier an den Pranger gestellt”, jammert Grass und weist den Vorwurf des Antisemitismus zurück.
JETZT GEHT GRASS AUF ALLE LOS!
„Der Vorwurf des Antisemitismus ist von einer verletzenden Gehässigkeit ohnegleichen,“ sagte Grass dem Sender 3sat.
Doch seine Kritiker legen nach. Vor allem in Israel sorgt Grass für helle Empörung!
NETANJAHU GREIFT GRASS AN
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußert scharfe Kritik an Grass.
„Die schändliche moralische Gleichstellung Israels mit dem Iran – einem Regime, das den Holocaust leugnet und mit der Vernichtung Israels droht – sagt wenig über Israel, aber viel über Herrn Grass aus”, erklärte Netanjahu.
„60 Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen”, so Netanjahu. „Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht”.
KOMMENTAR
MATHIAS DÖPFNER
Der braune Kern der Zwiebel
Eine ähnliche Reaktion kommt von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Am Rande einer Lesereise nach Tschechien sagte sie in Prag, Grass solle sich lieber zurückhalten:
„Er ist ja nicht ganz neutral. Wenn man mal in der SS-Uniform gekämpft hat, ist man nicht mehr in der Lage, neutral zu urteilen.”
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, schrieb in einem Gastbeitrag für „Handelsblatt Online”, Grass' Gedicht sei ein Pamphlet von Hass und Hetze.
„Günter Grass hat zwar die Waffen-SS verlassen. Aber offenbar hat die Judenfeindschaft der Waffen-SS Günter Grass doch niemals verlassen”, schrieb Graumann.
Heftige Kritik gab es auch aus der Politik und aus den Kirchen.
Der Präsident der Akademie der Künste in Berlin, Klaus Staeck, sagte dagegen der „Mitteldeutschen Zeitung”: Man muss ein klares Wort sagen dürfen, ohne als Israel-Feind denunziert zu werden.”
Die „reflexhaften Verurteilungen als Antisemit” empfinde er als nicht angemessen.
Der 84-Jährige hatte mit der am Mittwoch in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten wirren Poesie eine heftige politische Debatte im In- und Ausland entfacht
In dem umstrittenen Gedicht wirft Grass der „Atommacht Israel” vor, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Zudem kritisiert er die deutsche Haltung in der Frage und prangert U-Boot-Lieferungen an Israel an.
IM WORTLAUT
GÜNTER GRASS
„Was gesagt werden muss“
In Interviews mit dem NDR und 3sat verteidigte er sein irres Gedicht. „Der Tenor durchgehend ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt”, sagte er dem NDR. Gegenüber dem Sender 3sat sagte er nach dessen Angaben, widerrufen werde er auf keinen Fall.
Grass sagte gestern, es helfe Israel „überhaupt nicht”, bestimmte Themen zu tabuisieren. Die Lieferung eines sechsten deutschen U-Bootes an das Land sei nun einmal „eine falsche Form der Wiedergutmachung”.
Ferner erklärte der Schriftsteller zu dem Echo auf sein Gedicht, es sei ihm aufgefallen, „dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund” stehe. Angst vor Beifall von der falschen Seite, etwa von der rechtsextremen NPD, habe er nicht. „Dann wäre einem ja gleich das Maul versperrt, daran habe ich mich nie gehalten.”
Habe gerade ein Twitter Video von Obama gesehen wie er Rommney´s Aussagen wiederlegt.
[YOUTUBE]dM9DVC7kd7s[/YOUTUBE]
TV-AUFTRITT NACH IRREM ISRAEL-GEDICHT
Jetzt geht Günter Grass auf alle los
06.04.2012 — 00:01 Uhr
Die Kontroverse um das irre Israel-Gedicht von Günter Grass wird immer heftiger.
Der Literaturnobelpreisträger wehrte sich in mehreren Interviews gegen die Welle der Kritik, die er mit dem umstrittenen Gedicht „Was gesagt werden muss” ausgelöst hat.
„Ich werde hier an den Pranger gestellt”, jammert Grass und weist den Vorwurf des Antisemitismus zurück.
JETZT GEHT GRASS AUF ALLE LOS!
„Der Vorwurf des Antisemitismus ist von einer verletzenden Gehässigkeit ohnegleichen,“ sagte Grass dem Sender 3sat.
Doch seine Kritiker legen nach. Vor allem in Israel sorgt Grass für helle Empörung!
NETANJAHU GREIFT GRASS AN
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußert scharfe Kritik an Grass.
„Die schändliche moralische Gleichstellung Israels mit dem Iran – einem Regime, das den Holocaust leugnet und mit der Vernichtung Israels droht – sagt wenig über Israel, aber viel über Herrn Grass aus”, erklärte Netanjahu.
„60 Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen”, so Netanjahu. „Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht”.
KOMMENTAR
MATHIAS DÖPFNER
Der braune Kern der Zwiebel
Eine ähnliche Reaktion kommt von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Am Rande einer Lesereise nach Tschechien sagte sie in Prag, Grass solle sich lieber zurückhalten:
„Er ist ja nicht ganz neutral. Wenn man mal in der SS-Uniform gekämpft hat, ist man nicht mehr in der Lage, neutral zu urteilen.”
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, schrieb in einem Gastbeitrag für „Handelsblatt Online”, Grass' Gedicht sei ein Pamphlet von Hass und Hetze.
„Günter Grass hat zwar die Waffen-SS verlassen. Aber offenbar hat die Judenfeindschaft der Waffen-SS Günter Grass doch niemals verlassen”, schrieb Graumann.
Heftige Kritik gab es auch aus der Politik und aus den Kirchen.
Der Präsident der Akademie der Künste in Berlin, Klaus Staeck, sagte dagegen der „Mitteldeutschen Zeitung”: Man muss ein klares Wort sagen dürfen, ohne als Israel-Feind denunziert zu werden.”
Die „reflexhaften Verurteilungen als Antisemit” empfinde er als nicht angemessen.
Der 84-Jährige hatte mit der am Mittwoch in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten wirren Poesie eine heftige politische Debatte im In- und Ausland entfacht
In dem umstrittenen Gedicht wirft Grass der „Atommacht Israel” vor, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Zudem kritisiert er die deutsche Haltung in der Frage und prangert U-Boot-Lieferungen an Israel an.
IM WORTLAUT
GÜNTER GRASS
„Was gesagt werden muss“
In Interviews mit dem NDR und 3sat verteidigte er sein irres Gedicht. „Der Tenor durchgehend ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt”, sagte er dem NDR. Gegenüber dem Sender 3sat sagte er nach dessen Angaben, widerrufen werde er auf keinen Fall.
Grass sagte gestern, es helfe Israel „überhaupt nicht”, bestimmte Themen zu tabuisieren. Die Lieferung eines sechsten deutschen U-Bootes an das Land sei nun einmal „eine falsche Form der Wiedergutmachung”.
Ferner erklärte der Schriftsteller zu dem Echo auf sein Gedicht, es sei ihm aufgefallen, „dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund” stehe. Angst vor Beifall von der falschen Seite, etwa von der rechtsextremen NPD, habe er nicht. „Dann wäre einem ja gleich das Maul versperrt, daran habe ich mich nie gehalten.”
Habe gerade ein Twitter Video von Obama gesehen wie er Rommney´s Aussagen wiederlegt.
[YOUTUBE]dM9DVC7kd7s[/YOUTUBE]
