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Naechster Anderson Silva Gegner? Wer will und wer darf ueberhaupt?
#2
Auch hier wieder das Problem, das es an glaubwürdigen Contendern mangelt und die UFC hat daran sicher eine Teilschuld.

Beispiele gefällig?

- Michael Bisping: Wurde viel zu lange protected, verlor gegen jeden Top-Gegner gegen den er gestellt wurde. Kein Wunder das heute kaum jemand Bisping ernsthaft in einem Titelkampf sehen möchte und wenn ja, dann eigentlich auch nur weil man hofft das er gegen Anderson genauso schwer KO geht wie damals bei UFC 100 gegen Hendo. Bisping bekam bei seinen letzten Wins (man kann es in seinem Falle gerne auch als Record-Padding bezeichnen) immer angenehme Matchups: Dan Miller, absoluter Gatekeeper und durchschnittlicher Fighter. Yoshihiro Akiyama, fürs Middleweight viel zu klein und auch über seinen Zenit hinaus. Jorge Rivera, alter Journeyman und Gatekeeper auf Abschiedstournee gegen den Bisping sich sogar eines blatanten, illegalen Kniestoß bedienen musste. Jason Miller, zu alt und absolut null Cardio. Kein Wunder das Bisping die Glaubwürdigkeit für den Titel fehlt.

- Mark Munoz: In meinem Hinterkopf ist Munoz "der Typ, der von Mark effin' Hamill via Highkick ausgeknockt wurde und anschließend die Gewichtsklasse wechselte". Sein MMA-Wrestling und seine Cardio sind für seine Credentials vergleichsweise horrend schwach in die Praxis transferiert und seine größten Wins sind Chris Leben und die K1-Version von Demian Maia. Großer Hype, nicht viel dahinter.

- Chael Sonnen: Sonnen hat in kurzer Zeit bereits zweimal einen Titelkampf verloren, könnte sicher ohne weiteres auch einen dritten Fight gegen Anderson noch sellen. Ansonsten erst durch TRT zum Monster mutiert. In der WEC noch eine kleine Nummer, welche nichtmal die "Ghost Whisperer"-Version von Paulo Filho finishen konnte. Ich denke, dass es das für Sonnen mit der Niederlage im zweiten Kampf gegen Anderson sowieso gewesen ist.

- Brian Stann: Stann hat es in meinen Augen leider nie geschafft die Top 10 der MW-Division zu durchbrechen, auch wenn er sich vor allem im Stand verglichen zu seiner WEC-Zeit stark verbessert hat. Trotzdem hat er bisher nur bestenfalls B-Level Fighter geschlagen und wird daher auch mittelfristig wohl eher keine ernsthafte Option auf den Titel sein.

- Yushin Okami: Okami bekam irgendwann einmal seinen vor Jahren zugesicherten Titleshot gegen Anderson nachgereicht, aber auch erst als man in der MW-Division eh schon auf der letzten Contender-Rille fuhr. Das Ergebnis ist bekannt: Okami sah gegen Anderson im Octagon aus wie ein kleines hilfloses Kind und wurde zerstört. "Thunder" hat durch die Niederlage gegen Tim Boetsch nun noch mehr an Momentum eingebüßt und dürfte große Probleme haben sich noch einmal nach oben zu kämpfen. Aber sind sind wir ehrlich: Ich glaube nicht, dass irgendwer Okami nochmal in einem Titlekampf sehen will. Wenigstens war die UFC am Ende konsequent mit Okami und hat ihm seinen Shot doch noch gegeben, so sinn- und nutzlos wie er zu diesem Zeitpunkt dann auch schon gewesen sein möchte. Leider hat die UFC dieses Talent, diese Form von Konsequenz immer erst dann anzuwenden wenn sie viel zu spät kommt und sämtliche anderen Chancen verpasst wurden.

- Tim Boetsch: Aktuell ist Tim Boetsch auf einer 4 Fight Win Streak unterwegs und ist mit verantwortlich für den fürchterlichen Crash des Hector Lombard-Hypetrains. Er ist nach Brian Stann in der Liste der aufgezählten Fighter überhaupt erst der zweite, welcher seinen letzten Fight gewinnen konnte. Über Boetsch spricht man im Bezug auf den Titel aber trotz dieser Streak nicht. Das Level an Competition hat erst mit Okami (gegen den er zwei Runden lang chancenlos aussah) angezogen und ist mit Hector Lombard dann eher stagniert als weiter gestiegen. Auch dieser Fight war nicht schön anzusehen und dürfte Boetsch im Bezug auf den Titel nicht viel positive Resonanz gebracht haben, aber wenigstens ist er mal ein Fighter der mit der Streak einen halbwegs relevanten Record für einen Shot mitbringt. Anderson wird allerdings keine Lust haben gegen ihn anzutreten und selbst wenn man ihn irgendwie dazu zwingen könnte den Fight anzunehmen würde er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit

- Vitor Belfort: Belfort bekam einen Titleshot gegen Anderson Silva ohne über Jahre hinweg auch nur einen Fight in der MW-Division absolviert zu haben. Er kam von Affliction direkt über das Franklinweight zum Titelkampf und wurde durch einen (m.M.n. geflukten) Frontkick so schwer angeklingelt, dass der Kampf vorbei war bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Belfort hat zwischenzeitlich auch wieder zwei Siege anhäufen können, jeweils gegen Yoshihiro Akiyama und im Catchweight gegen Anthony Johnson. Wenn man Belfort ohne einen einzigen Kampf im Middleweight einen Titleshot geben kann, dann kann man das erst recht mit einer 2 Fight Win Streak, oder?

- Chris Weidman: Der Hoffnungsträger der Division. 9-0 MMA-Record und nach wie vor ungeschlagen, vom Style-Matchup her gegen Anderson Silva sicher interessanter als der Großteil der bisher aufgezählten Fighter. Aber auch hier muss man beachten: Weidman's beste Gegner waren die K1-Version von Demian Maia (welchen Weidmann allerdings "on short notice" ohne großartiges Trainingscamp fightete und trotzdem im Griff hatte) und dem overrated'sten Fighter der MW-Division seit Michael Bisping: Mark Munoz. Auch Weidmann fehlt die Top Competition, welche sich vom aktuellen Namevalue her eh nur um Sonnen und vielleicht Belfort drehen kann, ansonsten ist die Division einfach nur Durchschnittskost. Mit Weidmann hat man allerdings in jedem Falle eine aussichtreiche Position: Entweder man gibt ihm den Shot jetzt und Weidmann kann aus einer möglichen ersten Niederlage heraus nur besser werden und lernen oder man baut ihn noch weiter auf und hat dann jemanden der in 18 Monaten die Division übernehmen könnte wenn es gut läuft.

Wie man sieht ist das Bild in der Middleweight-Division ziemlich grauenhaft, nur vier Fighter hier haben ihren letzten Fight gewonnen. Der sportlich irrelevanteste dürfte Stann vs. Sakara gewesen sein, dann folgt Belfort vs. Johnson und Boetsch vs. Lombard und Weidmann vs. Munoz nehmen sich nicht viel, obwohl Weidmann aufgrund seiner Vorstellung da sicher die Nase vorn haben dürfte.

Die UFC hat nun zwei Probleme:

1. Wen?
2. Wann?

Anderson Silva hat sich zuletzt nicht sehr kooperativ gezeigt wenn es darum ging einen Fight zu unterschreiben. Wenn die UFC bei Silva irgendwo einen Hebel ansetzen kann, sollte sie es tun und Anderson nach Möglichkeit entweder Boetsch oder Belfort (am liebesten nacheinander) fighten lassen, so sehr das der Diva mit dem Gürtel und dem lustigen Vogel von Manager auch stinken mag. Das ganze Ruckzuck in sechs Monaten durchgezogen und bis Ende Q1 2013 dann Chris Weidmann ins Title Picture bringen und aufbauen. Ich weiß, ich träume...aber das wäre das einzige Szenario in dem ich sagen würde: "Okay, die Middleweight-Division lohnt sich die nächsten 12 Monate!".
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Nachrichten in diesem Thema
[Kein Betreff] - von TheRaven666 - 30.07.2012, 11:13
[Kein Betreff] - von Nefercheperur - 03.08.2012, 20:36

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