31.12.2012, 20:32
Zitat:Original von TaKeRoCk
Deutschland geht schwierigen Zeiten entgegen: Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Deutschen in ihrer Neujahrsansprache angesichts einer sich verschlechternden Wirtschaftslage zu Leistungsbereitschaft und Zusammenhalt auf.
Das wirtschaftliche Umfeld werde „nächstes Jahr nicht einfacher, sondern schwieriger“, sagte die Kanzlerin laut vorab verbreitetem Text in ihrer Neujahrsansprache. „Das sollte uns jedoch nicht mutlos werden lassen, sondern – im Gegenteil – Ansporn sein.“ In der europäischen Staatsschuldenkrise begännen die Reformen zu wirken. „Dennoch brauchen wir weiterhin viel Geduld. Die Krise ist noch längst nicht überwunden“, sagte Merkel.
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„Die Krise soll euer Ansporn sein“: Merkel fordert Leistungsbereitschaft im schwierigen neuen Jahr - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/...89594.html
Ich würde es eher mit „Die Krise sollte ihr Ansporn sein“ umformulieren. Sie ist die Kanzlerin. Ihre Aufgabe ist es Deutschland aus der Krise zu bringen und dafür zu sorgen das unser Land nicht weiter in die Krise rutscht. Nicht die des Volkes.
So nicht ganz richtig. Die Politik kann Impulse setzen in die eine oder andere Richtung. Wie diese dann wirken, hängt aber unter anderem von den Unternehmen und den Bürgern ab.
Außerdem sehe ich die beigeredete Krise in Deutschland nicht so wirklich. Die Wirtschaftskrise wurde bisher gut umschifft, auch weil man vor Jahren dem Bürger große Einschnitte brachte, die der Bürger zwar mit Mürren aber am Ende doch mit unterstützte. Dadurch hat man den Arbeitsmarkt wieder interessanter gemacht.
Was mir persönlich mehr Sorgen macht, ist wie es mit der Euro und Dollar-Krise weiter geht. Deutschland kann nicht ewig für ein Land nach dem anderen Gradestehen, weil dieses die notwendigen Reformen verschlafen hat (Frankreich, Italien bspw.) oder es schon Fehler beim Beitritt in die EU gab (Griechenland bspw.).
Die EU an sich ist ein fragiles Gebilde und es kann in zwei Richtungen gehen. Was ich persönlich glaube ist das es einen Bundesstaat Europa geben wird. Die einzelnen Ländern geben ihre Eigenständigkeit auf. Das wäre allerdings nicht wirklich gut. Wir haben 26 verschiedene Länder und dabei auch verschiedene Kulturen. Das würde Krawalle geben, ein Vielvölkerstaat funktioniert meiner Erachtens nicht.
Möglichkeit zwei. Die EU zerfällt in ihre starken und schwachen Länder. Theoretisch die optimalere Lösung, wird aber solange Herausgezögert werden wie nur möglich, da die Verliebtheit in ein Einiges Europa einfach zu groß in den Politikerköpfen ist.
Die Gefahr für die nächsten Jahre wird neben dem Norden Afrikas und dem Südwesten Asiens, die Inflation sein. In den letzten Jahre wurde immer wenn es Probleme gab, Geld gedruckt, dass keinen Gegenwert hat. Das Leben wird stetig immer teurer werden und hoffen wir mal, dass es keine Galoppierende Inflation geben wird. Eine Inflation von 5-10 % des Warenkorbs halte ich aber durchaus in den nächsten Jahren für möglich.
Nun nochmal zum letzten Absatz von dir. Ein schlauer Mann hat mal gesagt. Die Politik ist das Suchen nach der besten Lösung, ohne zu Wissen was daraus wird. Und genau das ist es, man kann Impulse setzen, ob diese funktionieren kann man vorher nur erahnen.
Wichtig in der Politik ist, dass man nicht nur Wahlkampfpolitik macht. Das ist zu oft das Problem.
