04.01.2013, 05:04
Zitat:Original von The Russian Zar
Außerdem sehe ich die beigeredete Krise in Deutschland nicht so wirklich. Die Wirtschaftskrise wurde bisher gut umschifft, auch weil man vor Jahren dem Bürger große Einschnitte brachte, die der Bürger zwar mit Mürren aber am Ende doch mit unterstützte. Dadurch hat man den Arbeitsmarkt wieder interessanter gemacht.
Oh, wir habend die Krise mitten im Land, so ist das nicht. Allein die theoretischen Zusagen für Europa ziehen uns runter. Deutschland im Ausland ist mehr oder weniger als pleite angesehen. Eil die weil wir für zuviel Garantien eingelöst haben. Europa ansich wäre ja ok, das schlimme ist aber unser Bankensektor. Vergesst nicht die HRE und Commerzbank. Wobei das nur die Spitze ist.
Zitat:Original von The Russian Zar
Was mir persönlich mehr Sorgen macht, ist wie es mit der Euro und Dollar-Krise weiter geht. Deutschland kann nicht ewig für ein Land nach dem anderen Gradestehen, weil dieses die notwendigen Reformen verschlafen hat (Frankreich, Italien bspw.) oder es schon Fehler beim Beitritt in die EU gab (Griechenland bspw.).
Es gibt keine "Dollar oder Euro" Krise. Es gibt maximal eine Glaubwürdigkeitskrise. Letztens wurde Griechenland, ohne signifikanten Fortschritt, von einer US-Agentur in der Glaubwürdigkeit nach oben gestuft. So zweckfrei sind die Geldmärkte. Und als Vergleich - Japan, die (glaube ich) drittstärkste Industriemacht weltweit...gehört zu fast 90% seinen Bürgern. Ihr kennt das - Notenbank gibt Geld günstig raus usw. Das gleiche Prinzip - die USA gehören mehrheitlich China. ;)
Alles sehr simpel ausgedrückt, aber es verdeutlicht, der Euro ansich ist mehr als sicher. Niemand weltweit kann es sich leisten den Euro, also auch Deutschland, fallen zu lassen. Zur Not druckt die EZB eben ein paar Milliarden...wird schon nicht schaden- nachweislich. *g*
Zitat:Original von The Russian Zar
Die EU an sich ist ein fragiles Gebilde und es kann in zwei Richtungen gehen. Was ich persönlich glaube ist das es einen Bundesstaat Europa geben wird. Die einzelnen Ländern geben ihre Eigenständigkeit auf. Das wäre allerdings nicht wirklich gut. Wir haben 26 verschiedene Länder und dabei auch verschiedene Kulturen. Das würde Krawalle geben, ein Vielvölkerstaat funktioniert meiner Erachtens nicht.
Das wirst du wahrscheinlich nicht mehr erleben. Europa driftet gerade mit mehr Kraft auseinander, als es zuvor zusammengefunden hat. Also kaum Krawalle, mehr Beschuldigungen.
Zitat:Original von The Russian Zar
Möglichkeit zwei. Die EU zerfällt in ihre starken und schwachen Länder. Theoretisch die optimalere Lösung, wird aber solange Herausgezögert werden wie nur möglich, da die Verliebtheit in ein Einiges Europa einfach zu groß in den Politikerköpfen ist.
Gerade Poltiker wollen kein geeintes Europa...kein einziger in der Regierung eines Landes. Ein geeintes Europa bleibt Bürgertraum. Aber wie weit wir davon entfernt sind, kann jeder für sich beantworten. ich für meinen Teil kenne weder portugiesische, finnische, holländische oder sonstige (halt Rest von Europa) Sitten und Bräuche. Bin zwar tolerant und lernfähig, aber ein echtes "Europa" bräuchte noch locker 100 oder mehr Jahre...zuviele Generationen (darunter meine) müsste vorher sterben. ;)
Zitat:Original von The Russian Zar
Die Gefahr für die nächsten Jahre wird neben dem Norden Afrikas und dem Südwesten Asiens, die Inflation sein. In den letzten Jahre wurde immer wenn es Probleme gab, Geld gedruckt, dass keinen Gegenwert hat. Das Leben wird stetig immer teurer werden und hoffen wir mal, dass es keine Galoppierende Inflation geben wird. Eine Inflation von 5-10 % des Warenkorbs halte ich aber durchaus in den nächsten Jahren für möglich.
Norden Afrikas? Wo nimmst du diese Gewissheit her? Ich hatte mehr Kenia, Nigeria, Südafrika als afrikanische Hauptfaktoren auf dem Schirm...da bin ich jetzt gespannt.
Ansonsten - das Leben wird so teuer, wie wir es als Wähler gestalten. Nehmen wir die CDU, entscheiden wir uns dafür, für Lebensmittel zukünftig 19% (folgend 21%) Mehrwertsteuer tzu zahlen...anstatt wie bisher 7%. Sprich der ermäßigte Steuersatz fällt flach. Als Büchernarr bin ich zwar nicht begeistert, aber ich würde das mittragen. Lebensmittelverschwendung ist doch ein riesen Thema. *g*
Zitat:Original von The Russian Zar
Wichtig in der Politik ist, dass man nicht nur Wahlkampfpolitik macht. Das ist zu oft das Problem.
Wird nur leider nie passieren. Da kannst du wählen wen du möchtest (hierbei muss ich erwähnen - ich kenne nur Großstadt/Landes/Bundespolitik).
