19.07.2013, 21:35
Zitat:Original von Nefercheperur
Als ich glaube das härtere Strafen keine so grossen Auswirkungen haetten. Vielleicht schreckt es den ein oder anderen ab wenn er auf Lebenszeit gesperrt wird, Geldstrafen bekommt oder ins Gefaengnis muss, aber der Grossteil laesst sich davon nicht beeindrucken, das zeigen auch Statistiken das haerte Strafen die Leute nicht davon abschreckt es doch zu tun. Wovon ich auch nichts halte ist die Legalisierung, wenn man bedenkt wie gefaehrlich es ist und was Sport eigentlich sein sollte. Was die Leute abhaelt und eine Abschreckung ist, ist das Risiko erwischt zu werden. Je hoeher das ist, desto weniger wird betrogen.
Haertere Strafen wuerden auch nicht das eigentliche Problem loesen. Es ist nicht nur im Sport so das betrogen wird und es normal ist, es ist in der gesamten Gesellschaft so! Wer hat nicht schon einen Handwerker hinten rum bezahlt? Wer hat nicht schon bei einer Prüfung beschissen? Wer hat nicht schon bei der Arbeit beschissen? Wer hat nicht schon im Internet illegal Sachen runter geladen? Die meisten werden das getan haben. Im Sport ist es nicht nur Doping, ueberall wird betrogen und oft ist das Akzeptiert! Die Gesellschaft Akzeptiert Betrug solange es den Moralischen Standard entspricht. Man hoert dann so Saetze wie “Das macht ja jeder“, im Prinzip war das die Argumentation von Lance Armstrong und Jan Ulrich, koennte man aber auch auf viele normale Buerger genauso beziehen.
Haertere Strafen fuehren nicht zum Umdenken, das wird nur wenige Abbringen vom Betrug, und diejenigen die das dann machen, machen das dann nicht aus Ueberzeugung. Wir haben eigentlich in den meisten Gesellschaften das Problem das Betrug anerkannt ist, und es normal ist zu betruegen. Das ist das eigentliche Problem, warum sollten Sportler anders denken als die “normalen“ Menschen? Solange man nicht generell Betrug verurteilt, solange wird es immer Betrug geben, im Sport wie in der Gesellschaft.
Ich gebe dir soweit recht. Wollte aber noch darauf hinweisen, dass in der DDR auf staatliche Verordnung so hart gedopt wurde, wie nur irgendwie möglich. Dort war Betrug absolut gewollt um dem Klassenfeind entgegenzutreten. Dementsprechend sind die Spätfolgen (gerade für weibliche Athleten, die dadurch enorme Schwierigkeiten bekommen haben) dramatisch gewesen.
Was auch einen Einfluss spielt: MMA ist so vielseitig, dass Dopen keine Erfolgsgarantie ist. Anders als z.B. im Radsport, wo man wirklich nur gewinnen kann, wenn man dopt, verschlechtert man im MMA nicht signifikant seine Erfolgschancen, indem man 100% clean bleibt. Und das Chin und submission Defense gibt es nicht auf Rezept
...Betrug gibt es natürlich überall, aber gerade was Sport anbelangt, denken Menschen - vor allem als Zuschauer - anders, da will man ein ausgeglichenes Kräftemessen sehen. Insofern würde ich z.B. Raubkopieren, damit nicht vergleichen, das ist zuweit hergeholt.
