01.05.2014, 19:31
Dies galt mehr der Sensationsmache und einer Steigerung des Interesses an den Matches, da Robinet in Amerika so gut wie unbekannt war. Hinter solchen Ankündigungen stand zu dem auch das Interesse an einem längeren Push oder einer Tournee. Dass ein Wrestler z.B. in Mitteleuropa etwa sehr bekannt war, bedeutete in den USA wenig bis nichts zu diesem Zeitpunkt. Auch wenn Robinet tatsächlich eine bedeutende französische Meisterschaft gewonnen hätte, wäre dies in den USA vielleicht in den Zeitungen erwähnt worden, aber auf den Verlauf seiner Karriere dort hätte das wohl keinen weitergehenden Einfluss gehabt. Abhängig war man da eher von der richtigen Reklame und dem richtigen Management. Dies war ja noch die Zeitspanne wo kein eigentlicher World Heavyweight Title existierte, sondern zahlreiche lokale Meisterschaften, die in den allermeisten Fällen woanders nicht anerkannt wurden oder gar keine Erwähnung fanden. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Robinet in Amerika eine längere Tournee erhofft hatte, wie es etwa bei seinem Landsmann Andre Christol der Fall war. Der reiste vor Robinet bereits öfters in die USA und konnte sich dort auch gut behaupten. Christol trat auch als französischer Champion in Amerika auf, Carl Abs 1885 als deutscher Champion, obwohl Abs - genau genommen - in seiner Heimat keinen Titel in der Art was wir unter Champion Titel verstehen gewonnen hatte.
