03.02.2015, 16:44
Sting aenderte seine komplette Aura. Er fuehlte sich von der WCW wie der NWO verraten, sein Face Paint wurde Weiss, seine Haare lang. Er trug einen langen Mantel und sollte bald nur noch unter der Hallendecke zu sehen sein, oft mit einem Baseball Schlaeger. Aus dem Surfer Sting wurde Crow Sting. Die WCW Kommentatoren versuchten Monatelang herauszufinden ob Sting nun NWO Mitglied sei oder nicht und verwendeten dabei solche Fakten wie die Farbe seines Face Paints, ja WCW Kommentatoren waren nicht die schlausten. Sting wrestlete fortan nicht mehr (bis Starrcade 1997), er gab keine Interviews mehr (was gut war, weil Sting nicht gut am Mic war) und tauchte nur selten auf und hatte keinen physischen Kontakt mehr. Das war brilliant von der WCW. Zum einen konnte Sting somit nicht von der NWO genauso schlecht dargestellt werden wie jeder andere inkompetente WCWler, und irgendwann wurde Sting als Retter der WCW angesehen. Zudem draengte man JEDE Schwaeche von Sting in den Hintergrund, also das er nicht gut am Mic war und oft lazy im Ring. Das war Textbook Booking, die Staerken hervorheben, die Schwaechen vermeiden und das alles fuer das Buildup des groessten WCW Matches der Geschichte. Hier kann man auch Eric Bischoff loben das er dieses Buildup fuer Hogan vs Sting 18 Monate durchhielt, viele andere Promoter haetten das Match viel frueher gebracht. Die WCW machte in dem Buildup dann auch Fehler, gerade am Ende, aber man machte auch vieles Richtig.
Im Herbst 1996 lief, wie gesagt, Hulk Hogan`s (nun Hollywood Hogan) Vertrag aus. Hogan war ein Meisterpolitiker. Hogan sagte Eric Bischoff das er ein WWF Angebot ueber $5 Millionen pro Jahr haette. Niemand glaubte ihm…ausser Eric Bischoff. Der Bluff funktionierte, und Bischoff gab Hogan einen Vertrag ueber $5 Millionen pro Jahr. In Wirklichkeit hatte Hogan kein Angebot der WWF Ende 1996, aber nach dem sein Heel Turn funktionierte und die Ratings nach oben gingen war Bischoff mehr den je von Hogan ueberzeugt. Zur gleichen Zeit unterschrieb Roddy Piper bei der WCW, der konnte sich nach seiner Hueftoperation wo er eine kuenstliche Huefte bekam zwar kaum noch bewegen (was keine Uebertreibung ist), aber Piper war der Hauptgegner von Hogan Mitte der 80er Jahre und die WCW sprach damals immer aeltere Zuschauer an und fuer die war Roddy Piper ein Star.
5 Monate nach dem Start des NWO Angles ging es fuer die WCW nur Bergauf, also die Promotion nicht in der Storyline. In der Storyline wurde die WCW als total inkompetent dargestellt. Die Outsiders gewannen die Tag Team Title, The Giant den US Title und Hogan hatte ja den World Title. Die NWO war an der Spitze und nichts konnte sie gefaehrden. Der Halloween Havoc PPV erreichte am ersten Tag der Ticketverkaeufe $94,000, was ein neuer WCW Rekord war. Im Main Event gab es Hogan vs Savage, ein Match das universal suckte, und Hogan dominierte. Am Ende des Events wurde dann Hogan vs Piper aufgebaut fuer Starrcade 1996. Piper behauptete das Hogan ihn nie besiegt haette, was nicht stimmte, aber um Fakten kuemmerte sich bei der WCW niemand. Und genau diese Fehde fuehrte dazu das die WCW den Spitznamen Wheel Chair Wrestling bekam. Bischoff war es egal, wieso sollte er sich um sowas kuemmern wenn die Ratings staendig steigern? Jeden Dienstag Morgen kamen die Nitro Ratings vom Vortag heraus, und jeden Dienstag Morgen war Eric Bischoff bester Laune!
In der Hogan vs Piper Storyline turnte dann Eric Bischoff zur NWO. Bischoff schrieb sich selbst ins Programm mit dem hottesten Stable als coolen Heel, er machte damit den selben Fehler wie die meisten anderen Leute die eine Machtposition in einer Wrestling Promotion haben und On Air antreten. Fairerweise muss man natuerlich sagen das Bischoff seine Rolle gut spielte als arroganter und schleimiger Typ. Die meisten WCW Fans mochten Eric Bischoff als Kommentator vorher nicht, und jetzt konnten sie ihn ausbuhen, es funktionierte. Bischoff wurde nun der Leader der NWO und es wurde behauptet das er schon lange der Leader dieser Gruppierung sei, was nur zum Teil Sinn ergab. In der Storyline gab nun Eric Bischoff JEDEM WCW Wrestler die Moeglichkeit zur NWO zu turnen. Innerhalb von wenigen Wochen kamen Midcarder wie Big Bubba Rogers, Scott Norton, Michael Wallstreet, oder Marcus Alexander Bagwell zur NWO. Was vorher eine Gruppierung von Stars war, wurde weich gespuelt. Dave Meltzer nannte diese Entscheidung den ersten grossen Fehler von Eric Bischoff in dieser Storyline. Jeff Jarrett lehnte im uebrigen laut Storyline eine NWO Mitgliedschaft ab, womit er der erste WCWler war der das tat, im Gegensatz zur Behauptung Anfang 1997 das es DDP war. Half Jarrett aber nichts, waehrend DDP dadurch einer der beliebtesten WCW Wrestler wurde, buhten die WCW Fans Jarrett weiterhin aus.
Hinter den Kulissen hatte Eric Bischoff eine weitere Idee. Raw wurde im Herbst 1996 verlegt von 21 bis 22 Uhr auf 20-21 Uhr. Nun ging also die erste Stunde von Nitro Head to Head mit Raw und nicht mehr die zweite Stunde. Bischoff`s Idee war nun die erste Stunde von Nitro zu einer NWO Stunde zu machen, und die zweite Stunde zu einer WCW Stunde. Bischoff dachte NWO vs RAW wird besser laufen wie WCW vs RAW. Das zeigt wie Bischoff schon im Herbst 1996 von dieser Storyline ueberzeugt war. Ausserdem setzte sich Bischoff in der ersten Stunde an den Kommenatorentisch um in der ersten Stunde ueber die WWF und vorallem Vince McMahon herzuziehen. Bischoff muss die Zeit geliebt haben, wo alles fuer die WCW lief und er offensichtlich nichts falsch machen konnte.
Als naechstes fand der World War 3 PPV statt, ein overbookter und verwirrender Event um eine 60 Man 3 Ring Battle Royal. Hogan und Piper wurde weiterhin aufgebaut fuer Starrcade, waehrend The Giant (natuerlich NWO Wrestler) die Battle Royal gewann. Fuer den Starrcade Main Event gab es ein Contract Signing von Piper und Hogan. Laut Storyline war es Roddy Piper der die Klauseln des Vertrags bestimmte, warum er das konnte wurde natuerlich nicht erklaert. Merkt euch das, das wird noch wichtig! Starrcade 1996 war eure typische WCW PPV Show. Undercard war gefuellt mit guten Matches rund um Dean Malenko, Chris Benoit, Eddie Guerero, Rey Mysterio Jr. und The Ultimo Dragon. Bei Starrcade holte dann Lex Luger in einem mieserablen Match den ersten wichtigen Sieg gegen ein NWO Mitglied, und zwar The Giant…der eigentliche #1 Contender durch seinen Battle Royal Sieg. Der Main Event der Show war natuerlich Hollywood Hogan vs Roddy Piper, das als Match of the Century von der WCW beworben wurde. Das Buildup des Matches war gut, leider waren beide und vorallem Roddy Piper nicht mehr in der Lage zu wrestlen. Es folgte ein Match wo beide durch den Ring humpelten mit schwachen Schlaegen und Tritten. Wrestling Holds sah man kaum, von Moves gar nicht erst zu reden. Piper machte sein Face Comeback in dem Match mit einer lachhaften Schlagoffensive. Wenn man bedenkt das am Anfang der Show die Fans Top Matches sahen und nun das hier zu sehen bekamen, ist das erschreckend gewesen. Natuerlich gab es hier einen NWO Run In, doch Piper machte The Giant fertig und setzte den Sleeper Hold gegen Hogan an. Hogan`s Arm fiel dreimal und der Referee lies das Match beenden. Die Zuschauer waren erstmal schockiert und reagierten gar nicht. Ein Sleeper Hold BEENDET EIN MATCH! Dann realisierten sie das Hogan verloren hatte und begannen zu klatschen. Jeder erwartete das Piper nun zum neuen World Champion erklaert wird…doch das passierte nicht. Das Match war naemlich ein Non Title Match, aber das wurde vorher NICHT gehyped! Und nun kommt das was ich vorher beschrieben hatte, laut Storyline war es doch Roddy Piper der die Matchklauseln festlegte. Warum sollte er ein Non Title Match wollen bzw. zustimmen…oder ueberhaupt vorschlagen? Hiermit nominiere ich Roddy Piper zum duemmsten Wrestler des Jahrhunderts und gleichzeitig noch dieses Match hier zu einem der schlechtesten Matches des Jahrhunderts. Aus Non Kayfabe Sicht promotete die WCW dieses Match klar als Title Match, es war ein Swerve an den Fans, fuer die die WCW in den naechsten Jahren beruehmt werden sollte, und die auch ein Grund sind warum die Fans schliesslich gegen die Promotion turnten.
Aber das katastrophale Match mal bei Seite gelassen, der Event war ein Erfolg. Starrcade 1996 erreichte eine Buyrate von 0,95 Punkten und damit doppelt so hoch wie der PPV einen Monat zuvor (World War 3 1996). Die letzte Monday Nitro Ausgabe 1996 schlug WWF Raw mit 3,51 Punkten zu 1,64 Punkten, fast 2 Punkte Unterschied! Das ist umso bemerkenswerter weil die erste Nitro Show des Jahres 1996 12 Monate vorher 2,52 Punkte erreichte und WWF Raw den Abend gewann mit 2,61 Punkten. Die WCW erreichte Ende 1996 die hoechsten Ratings der Promotion Geschichte und mit die hoechsten Buyrates der Promotion Geschichte. Die WCW hatte ausserdem einen Top Roster der 1997 viel versprach und man hatte ein Dream Match in der Hand das die meisten Fans sehen wollten in Nord Amerika, und Bischoff sollte dieses Match noch weitere 12 Monate aufbauen. 1997 schien viel zu versprechen und die WCW war schon an der Spitze. Doch man sollte sich nicht taueschen lassen, Ende 1996 und Anfang 1997 machte man genuegend Fehler die der Promotion enorm schadeten auf lange Sicht, die aber niemand interessierte aufgrund des Erfolgs. Hulk Hogan etwa konnte sich nun alles erlauben und war in Wirklichkeit derjenige der die Macht hatte in der WCW. Hogan konnte nicht nur seine Matches und Stories bestimmen, sondern auch die der anderen. WCW Booking Mitglied im Jahr 1997 Terry Taylor meinte damals (!) “Hulk has control over what he does. We don`t mind, because obviously he is doing it right. It helps us and we need help.”
Eric Bischoff war von der NWO ueberzeugt das sie der Schluessel zum Erfolg ist, und damit auch Hulk Hogan. Die Zahlen sprachen dafuer. Die Zuschauerzahlen stiegen 1996 im Vergleich zu 1995 um 43%, die Zuschauereinahmen sogar um 87%. Die Buyrates waren um 74% gestiegen, Die erste Nitro Show 1997 erreichte mit 10,034 zahlenden Zuschauern einen neuen Rekord, und eine Woche spaeter wurde in Chicago mit ueber 17,000 Zuschauern und Einnahmen von $189,206 dieser Rekord gleich pulverisiert. Die NWO war sicherlich das Zugpferd, doch sie waren Heels, und Heels drawen nur wenn sie starke Faces haben und die Fans glauben das die Faces mal Revanche bekommen. Das war das Problem, der einzige Face der im Januar 1997 noch nicht als kompletter Idiot gebookt wurde war STING. Der Mann also der fuer die WCW stand wie kaum ein anderer Wrestler, und die Fans waren ueberzeugt das Sting ihr “Retter“ ist. Wie gesagt machte Bischoff vieles in diesem Buildup perfekt und verlor nicht die Geduld um den groessten Zahltag der WCW Geschichte zu bekommen.
Anfang 1997 jedoch bildete Eric Bischoff die gesamte Promotion um die NWO. Die NWO war weiter verwaessert worden mit Mitgliedern wie Virgil, Masahiro Chono, Miss Liz und zahlreichen anderen Midcardern 4 Life. Wenn die NWO Auftrat war fortan der Ring VOLL und man sah die NWOler wie sie versuchten die meiste TV Praesenz zu bekommen. Es war ein Omen was noch kommen sollte fuer diesen Stable und diese Promotion. Der erste PPV des Jahres 1997 war Souled Out, ein NWO PPV. Dieser PPV hatte einen komplett anderen Look und sollte die NWO noch mehr pushen als ohnehin. Es gab nur Matches mit NWO Beteiligung gegen WCW Wrestler und die NWO gewann die meisten Matches, darunter natuerlich die wichtigsten. WCW Wrestler bekamen keinen Entrance und wurden von dem Announcer fertig gemacht. NWO Wrestler wurden gefeiert. Es wurde die Miss NWO gewaehlt, unter alten Frauen die alle vorgaben die NWO zu lieben. Der PPV startete damit das die NWO Wrestler zur Halle mit Muellwaagen kamen. Der Ring war Schwarz-Weiss, genauso wie der Entrance. Ueberall gab es NWO Logos und Motorraeder durften auch nicht fehlen weil der gute Eric ja Motorradfan war. Kurzum der Event war absolut Unique, und man kann Eric Bischoff nicht vorwerfen das er nicht Dinge ausprobierte. Ich meine es suckte total, aber der PPV war auf jeden Fall denkwuerdig.
-"NWO Souled Out (or suddenly the Royal Rumble was a hell of a show) poll results:
Thumbs Up 2
Thumbs Down 195
In the Middle 1"
WON - 3 Februar 1997
Die Fans chanteten bei der Show “Boring“, aber das lies Eric`s gute Laune nicht verderben. Das Problem war, die NWO waren eigentlich die Heels, sie waren cool, aber immer noch Heels. Als man bei Souled Out jedoch die WCW total fertig machte liesen die Fans es wissen was sie davon hielten, es war “boring“. Die Fans wollten nicht hoeren wie toll die NWO ist, und das die WCW suckt. Das erzaehlte die WCW den Fans seit Monaten und Souled Out war der Hoehepunkt. Die WCW suckte, nur leider war das nicht nur die NWO Promotion Arbeit, es war die Wahrheit. Die WCW suckte! Nur das die WCW sich selber darueber lustig machte, das schienen die Fans abzulehnen. Hinzu kommt das man dann auch noch zu weit. Eddie Guerrero wurde bei diesem Event als “Mexican Jumping Bean“ bezeichnet, wofuer natuerlich die WCW kritisiert wurde. Nach dem diese Show 2 1/2 Stunden mehr oder weniger schlechtes Wrestling bot, wurde man dann noch mit dem mieserablen Hollywood Hogan vs The Giant Main Event gequaelt, letzterer war im uebrigen wieder gegen die NWO geturnt. Das Match endete darin das jedes NWO Mitglied eingriff und The Giant attackierte. Ein weiteres Screwfinish in der langen Reihe der WCW Main Events.
Und nach dem ersten NWO PPV, wo Eric Bischoff so viel Produktionskosten reinsteckte, hatte der Event Erfolg? Nein. Die Buyrate betrug 0,47 Punkte, die niedrigste Buyrate seit dem Start des NWO Angles, und nur die haelfte von dem was der PPV einen Monat zuvor erreichte. Die Zuschauereinnahmen betrugen auch nur $70,000 was auch eine grosse Entaueschung war. Der naechste PPV wurde dann wieder ein WCW PPV, Superbrawl 7 hatte erneut ein Hogan vs Piper Main Event. Um dieses Match aufzubauen filmte man kleine Mini Movies mit Roddy Piper wie er in Alcatraz eingesperrt war um sich auf das Match vorzubereiten. Nicht nur waren die Videos peinlich, es ergab auch keinen Sinn. Wieso sollte sich jemand in einem Gefaengniss einsperren um sich auf ein Wrestling Match vorzubereiten?
Die Undercard der WCW war damals hervorragend mit Top Leuten wie Chris Benoit, Dean Malenko, Eddie Guerrero, Chris Jericho, Rey Mysterio Jr., Juventud Guerrera, Psychosis, The Ultimo Dragon und zahlreichen weiteren Talenten. Diese Undercard produzierte nicht nur bei PPV`s und Nitro`s Top Matches, sie versprach auch eine goldene Zukunft und die naechsten Stars, den schliesslich kommen ja von der Undercard die Stars der Zukunft. Und jedem wurde spaetestens im Fruehjahr 1997 klar das die WCW dringend neue Stars brauchen wuerde. Mit “JEDEM“ meine ich natuerlich alle bis auf die WCW Verantwortlichen. Bei Superbrawl 7 humpelten Hogan und Piper wieder durch den Ring in einem weiteren Main Event der zu den schlechtesten gehoerte die man jemals sah. Natuerlich gab es auch hier wieder ein Screwfinish, diesesmal turnte Randy Savage auf die Seite der NWO und brachte Hogan den Sieg. Der Savage Turn war auch ein Ereignis in der langen Liste der Dinge die keinen Sinn in der WCW machten. Sting schaute sich das ganze auch an, und ging dann einfach fort ohne Einzugreifen.
Diese Superbrawl 7 Show war wieder ein Erfolg, die Buyrate betrug 0,75 Punkte und die Zuschauereinahmen betrugen $200,000. Bischoff fuehlte sich wieder bestaetigt, das er auf dem richtigen Weg ist. Als naechstes nahm Bischoff wieder VIEL Geld in die Hand um Dennis Rodman fuer den naechsten PPV (Uncensored) zu verpflichten. Die NBA Season war noch am laufen und so konnte Rodman nicht selbst in den Ring steigen (zum Glueck), aber Bischoff dachte sich das er die PR nutzen kann. Rodman hatte das Image eines “Bad Boys“ und so lies er ihn mit der NWO auftreten. Hintergrund ist im uebrigen das es damals das Geruecht gab das Vince McMahon selbst Dennis Rodman fuer die WWF verpflichten wollte und dafuer $1 Millionen fuer zwei Auftritte bezahlen wollte. Wohlgemerkt das waren nur Geruechte! Eric Bischoff nahm das aber zum Anlass um sofort Dennis Rodman $2 Millionen fuer DREI Auftritte zu bezahlen! Er wollte einfach nur Vince wieder zeigen was er kann.
Uncensored war euer typischer WCW PPV, Undercard wieder mit guten Matches, jedoch die NWO stand ueberall im Fokus, und die Uppercard war grausam mit einem mieseraben Main Event den die NWO natuerlich gewann. Im Main Event (Team WCW vs Team NWO vs Team Piper) ging es im uebrigen darum das wenn die NWO gewinnt sie sich jederzeit Titleshots aussuchen darf, wenn Team Piper gewinnt das Piper noch Mal gegen Hogan antreten darf (es gab wohl keinen Fan auf der Welt der fuer Team Piper war) und wenn Team WCW gewinnt duerften die NWO Wrestler drei Jahre lang nicht mehr antreten. Ja, das habt ihr richtig gelesen, es war total laecherlich. Nach dem die NWO das Match gewann, natuerlich unfair, da kam Sting von der Hallendecke. Mit dem Baseballschlaeger verpruegelte er Savage, Nash und Hall als waere es nichts, und dann zeigte er mit dem Baseballschlaeger aus Styropor, auf Hollywood Hogan. Dann machte Sting auch Hogan fertig und die Fans FLIPPTEN AUS. So eine Zuschauerresonanz gab es in der WCW seit Jahren nicht mehr, wenn ueberhaupt. WCW Uncensored erreichte eine Buyrate von 0,89 Punkten und schlug sogar damals WWF Wrestlemania 13 (0,77 Punkte) im selben Monat.
Der naechste WCW PPV Spring Stampede zeigte weder Sting noch Hogan. Es war kein guter Event, mit einem Savage vs DDP Main Event. Die Buyrate betrug immer noch 0,58 Punkte und die Zuschauereinahmen betrugen $107,115. Weniger wie normal fuer die WCW damals, aber immer noch solide wenn man das schlechte Lineup und die fehlende Werbung sich anschaut. Spring Stampede war im uebrigen ausverkauft noch bevor das erste Match bekannt gegeben wurde, dieser Trend setzte sich bis im Fruehjahr 1998 fort. Eine Show vorher auszuverkaufen ist zwar erstmal positiv, nur sind damit auch Erwartungen bei den Zuschauern verbunden. Wie viele Live Zuschauer von Spring Stampede werden entauescht gewesen sein bei dem Lineup und dann der entaueschenden Show? Wahrscheinlich einige.
Wie vorher erwaehnt hat Eric Bischoff hier eine Richtige Entscheidung getroffen, nach Souled Out, nach Spring Stampede ist er nicht hingegangen und hat das grosse Sting vs Hogan Match gehotshottet, sondern das Match wurde weiterhin langsam aufgebaut. Sting erschien immer unter der Hallendecke und er verfolgte die NWO und Hogan. Der naechste PPV Slamboree erreichte eine aehnliche Buyrate von 0,6 Punkten (wie etwa auch der naechste PPV Great American Bash), Bischoff blieb auch hier ruhig und sich treu. Die Nitro Show am 9 June in Boston war schon zwei Monaten vorher ausverkauft mit 10,000 Zuschauern und $170,000 Einnahmen. Bei den Houseshows erreichte man im Sommer 1997 das dreifacher an Zuschauern wie zwei Jahre zuvor. Hier sei noch Mal Zane Bresloff erwaehnt, der WCW Berater. Er ist vorallem fuer die Live Shows zustaendig gewesen und wie sie promotet werden. Bresloff war in der WCW Geschichte wohl einer derjenigen die am meisten positiven Impact auf die Promotion hatte. Zu jener Zeit rief Eric Bischoff nach jeder Nitro Show Zane Bresloff an um ihn zu fragen wie er die Show fand.
Der naechste PPV war dann der Bash at the Beach 1997. Mittlerweile war dieser Event einer der groessten des WCW Jahres. 1994 gab es Hogan`s Debut, 1995 die Strand Show, 1996 Hogan`s Heel Turn und 1997 wollte Bischoff den Fans ebenfalls etwas denkwuerdiges geben, Dennis Rodman sollte nicht nur auftreten, sondern auch den Main Event bestreiten. Hogan & Rodman gegen The Giant & Lex Luger. Rodman hatte gerade erst seinen 2. NBA Title mit den Chicago Bulls an der Seite von Michael Jordan gewonnen. Sein Buch “Bad as I Wanna Be“ kam zuvor raus und wurde ein Bestseller, und die Medien folgten Rodman wohin er ging. Das Bischoff dachte das es eine gute Idee sei Rodman zu verpflichten kann man verstehen. Es ist nur so das es nun Mal eine scheiss Idee war wenn man es langfristig bedachte. In diesem Main Event mit vier Leuten war Lex Luger noch der beste von Ihnen, das ist erschreckend und bezeichnend wenn man das von einem Tag Team Match sagen kann das Lex Luger noch der beste ist. Die ersten Minuten passierte erstmal nichts, weil die Heels das Match verzoegerten. Nach 7 Minuten in dem Match gab es den ersten physischen Kontakt, und Rodman zeigte eine ARMDRAG gegen Luger. Das ist einer der simpelsten Moves die es gibt, aber die WCW Kommentatoren machten so als ob Dennis Rodman die Reinkarnation von Frank Gotch waere. Lex Luger war davon auch erschuettert das ein Basketballer einen der 10 Moves beherrscht die er selber kann. Luger schaffte es gerade so nach diesem Armdrag zurueck zukommen und zeigte gleich zweimal einen Armdrag gegen Rodman und dann zweimal einen Armdrag gegen Hogan. Die WCW Kommentatoren erklaerten nun freudig:“Welcome to WCW, where the big boys play!“. Ja, Armdrags waren in der WCW wirklich was Besonderes! Rodman kam aber zurueck und zeigte nun einen LEAPFROG, also so ziemlich den zweit einfachsten Move im Pro Wrestling. Und auch wenn in den letzten 30 Jahren der Leapfrog ein Move war der bei der haelfte aller Matches gezeigt wird bekommen die WCW Kommentatoren nahezu einen Herzinfakt. Tony Schiavone erklaerte sofort:“That`s no rookie we`re watching! He`s been tutored by the best!” Und dann erklaerte er das Dennis Rodman ”flashed of brilliance” zeigen wuerde. Kein Scherz. Ja, Leapfrogs und Armdrags sind schon brilliant, und koennen nur die besten zeigen. Zu diesem Zeitpunkt im uebrigen konnte man die WCW Kommentatoren schon lange nicht mehr ernst nehmen. Das Match gewannen die WCWler als Luger den allmighty Hogan zur Aufgabe brachte.
Trotz des totalen Match Fiasko`s brachte der PPV eine Buyrate von 0,78 Punkten und Zuschauereinahmen von $150,870. Das sind keine Top Zahlen, aber solide. Die WCW hatte sich definitiv mehr erhofft. Was zaehlte war das die Nitro Ratings weiter stiegen. Zu dieser Zeit war die Hauptstoryline Lex Luger der den WCW World Title von Hollywood Hogan gewinnen wollte. Einen Tag nach dem Bash erreichte Nitro ein Rating von 3,5 Punkten. Drei Wochen spaeter allerdings, mit einem riesen Promotion Hype, erreichte die 100. Nitro Ausgabe, die auch noch drei Stunden ging ein Rating von 4,34 Punkten. Der Main Event dieser Nitro Show sah Lex Luger`s Titlegewinn von Hollywood Hogan. Dieses Match erreichte fuer die damalige Zeit ein herausragendes Rating von 5,2 Punkten. Hierzu ein paar Anmerkungen, kurzfristig erreichte Luger`s Titlegewinn hoehere Ratings, langfristig beschaedigte es aber das Hogan vs Sting Programm. Bischoff war zu dem nun ueberzeugt das er mit drei stuendigen Nitro Shows noch mehr Erfolg haben koennte. Den drei Stunden Nitro Show wuerden die Werbeeinahmen um 30% ansteigen lassen.
Bei dem naechsten PPV, 6 Tage nach Luger`s Titlegewinn, Road Wild (Bischoff`s Wet Dream einer Wrestling Show beim Harley Davidson treffen in Sturgis) gewann natuerlich wieder Hollywood Hogan den Title von Lex Luger zurueck. Das beweisste mal wieder das am Ende immer die NWO gewann! Das war langfristig eine enorm schaedliche Einsicht die man spaetestens im Sommer 1997 bekam. Top Heels brauchen auch Top Faces an die die Fans glauben koennen. In der WCW war das 1997 natuerlich Sting, aber auch Lex Luger, The Giant, und The Steiner Brothers. Keiner von ihnen sollte jemals einen echten Sieg ueber die NWO bekommen, also so ein Sieg wo die NWO nicht gleich danach ebenfalls einen Sieg bekam. Bei diesem Event sollten The Steiner Brothers die WCW Tag Team Title von den Outsiders gewinnen. Hall und Nash gingen jedoch zu Eric Biscoff, und sagten tatsaechlich das die ganzen Titlewechsel der Drawing Power der Title schaden wuerde, und deshalb sollten sie die Tag Team Title behalten. Bischoff, der damals massiv von Kevin Nash und Hollywood Hogan beeinflusst wurde, stimmte zu. Die Ironie daran ist das Eric Bischoff dieser Gedanke nicht kam im Main Event als Hogan den Title zurueck gewann, was ja auch ein Titlewechsel war.
Den Steiners schadete es enorm das sie die Tag Team Title bei Road Wild nicht gewannen, sie sahen aus wie Verlierer die nichts gewinnen. Die Story war das die Steiners ueber ein Jahr die Outsiders um die Title jagten. Ein Titlegewinn der Steiners waere nicht nur logisch gewesen, er haette auch der WCW geholfen. Aber nein, die NWO lies ihre Gegner wieder schlecht aussehen. Ansonsten war der Road Wild 1997 PPV ein Flop. Wie in jedem Jahr gab es wieder 0 Dollar Zuschauereinahmen, und es gab nur eine entaueschende Buyrate von 0,65 Punkten. Spaetestens jetzt haette es auffallen muessen, das die Nitro Ratings zwar steigen koennen, aber die PPV buys nicht automatisch mit steigen. Mit anderen Worten, die WCW Fanbase wurde durch Nitro aufgebaut, aber das fuehrte nicht automatisch zu mehr WCW Fans die gewillt sind Geld auszugeben!
Bei der Nitro Ausgabe nach Road Wild wurde Lex Luger der einen Tag zuvor im Main Event stand noch nicht ein Mal erwaehnt! Viele in der WCW kritisierten dieses vorgehen, und die Stimmung Backstage wurde schlechter. Finanziell wurden die WCW Wrestler gut bezahlt, aber im Sommer 1997 wurden den meisten klar das sie es nicht nach oben schaffen, egal wie gut ihre Leistung war oder wie sie bei den Fans ankamen. Die Steiners, Giant, und Luger waren aber nicht die einzigen die regelmaessig von der NWO schlecht dargestellt worden sind. Die 4 Horsemen und Ric Flair vorallem waren das Musterbeispiel von NWO Jobbern. Flair war Backstage immer noch angesehen bei seinen Kollegen, On Air war er jedoch der kleine Jobber der NWO. Flair war extrem over in den Carolina Region, also das Alte Mid-Atlantic Territory. Hier war Flair ein riesen Star. Hogan und Nash spielten hier besonders Backstage Politics, den jedesmal wenn Nitro in dieser Region stattfand lies man Flair besonders schlecht aussehen. Staendig wurde Flair in Interviews von der NWO laecherlich gemacht, das er so alt sei (was fuer eine Ironie bei Hogan…), oder Flair wurde dauernd zusammen geschlagen. Kurz gesagt, Nash und Hogan kuemmerten sich nicht darum was das Beste fuer die WCW waere, etwa den Top Draw der Region auch dort zu pushen und daraus einen nutzen fuer die Promotion und sich selbst zu haben, sondern sie liesen Flair wie einen Idioten aussehen und schadeten der WCW.
Im Herbst 1996 lief, wie gesagt, Hulk Hogan`s (nun Hollywood Hogan) Vertrag aus. Hogan war ein Meisterpolitiker. Hogan sagte Eric Bischoff das er ein WWF Angebot ueber $5 Millionen pro Jahr haette. Niemand glaubte ihm…ausser Eric Bischoff. Der Bluff funktionierte, und Bischoff gab Hogan einen Vertrag ueber $5 Millionen pro Jahr. In Wirklichkeit hatte Hogan kein Angebot der WWF Ende 1996, aber nach dem sein Heel Turn funktionierte und die Ratings nach oben gingen war Bischoff mehr den je von Hogan ueberzeugt. Zur gleichen Zeit unterschrieb Roddy Piper bei der WCW, der konnte sich nach seiner Hueftoperation wo er eine kuenstliche Huefte bekam zwar kaum noch bewegen (was keine Uebertreibung ist), aber Piper war der Hauptgegner von Hogan Mitte der 80er Jahre und die WCW sprach damals immer aeltere Zuschauer an und fuer die war Roddy Piper ein Star.
5 Monate nach dem Start des NWO Angles ging es fuer die WCW nur Bergauf, also die Promotion nicht in der Storyline. In der Storyline wurde die WCW als total inkompetent dargestellt. Die Outsiders gewannen die Tag Team Title, The Giant den US Title und Hogan hatte ja den World Title. Die NWO war an der Spitze und nichts konnte sie gefaehrden. Der Halloween Havoc PPV erreichte am ersten Tag der Ticketverkaeufe $94,000, was ein neuer WCW Rekord war. Im Main Event gab es Hogan vs Savage, ein Match das universal suckte, und Hogan dominierte. Am Ende des Events wurde dann Hogan vs Piper aufgebaut fuer Starrcade 1996. Piper behauptete das Hogan ihn nie besiegt haette, was nicht stimmte, aber um Fakten kuemmerte sich bei der WCW niemand. Und genau diese Fehde fuehrte dazu das die WCW den Spitznamen Wheel Chair Wrestling bekam. Bischoff war es egal, wieso sollte er sich um sowas kuemmern wenn die Ratings staendig steigern? Jeden Dienstag Morgen kamen die Nitro Ratings vom Vortag heraus, und jeden Dienstag Morgen war Eric Bischoff bester Laune!
In der Hogan vs Piper Storyline turnte dann Eric Bischoff zur NWO. Bischoff schrieb sich selbst ins Programm mit dem hottesten Stable als coolen Heel, er machte damit den selben Fehler wie die meisten anderen Leute die eine Machtposition in einer Wrestling Promotion haben und On Air antreten. Fairerweise muss man natuerlich sagen das Bischoff seine Rolle gut spielte als arroganter und schleimiger Typ. Die meisten WCW Fans mochten Eric Bischoff als Kommentator vorher nicht, und jetzt konnten sie ihn ausbuhen, es funktionierte. Bischoff wurde nun der Leader der NWO und es wurde behauptet das er schon lange der Leader dieser Gruppierung sei, was nur zum Teil Sinn ergab. In der Storyline gab nun Eric Bischoff JEDEM WCW Wrestler die Moeglichkeit zur NWO zu turnen. Innerhalb von wenigen Wochen kamen Midcarder wie Big Bubba Rogers, Scott Norton, Michael Wallstreet, oder Marcus Alexander Bagwell zur NWO. Was vorher eine Gruppierung von Stars war, wurde weich gespuelt. Dave Meltzer nannte diese Entscheidung den ersten grossen Fehler von Eric Bischoff in dieser Storyline. Jeff Jarrett lehnte im uebrigen laut Storyline eine NWO Mitgliedschaft ab, womit er der erste WCWler war der das tat, im Gegensatz zur Behauptung Anfang 1997 das es DDP war. Half Jarrett aber nichts, waehrend DDP dadurch einer der beliebtesten WCW Wrestler wurde, buhten die WCW Fans Jarrett weiterhin aus.
Hinter den Kulissen hatte Eric Bischoff eine weitere Idee. Raw wurde im Herbst 1996 verlegt von 21 bis 22 Uhr auf 20-21 Uhr. Nun ging also die erste Stunde von Nitro Head to Head mit Raw und nicht mehr die zweite Stunde. Bischoff`s Idee war nun die erste Stunde von Nitro zu einer NWO Stunde zu machen, und die zweite Stunde zu einer WCW Stunde. Bischoff dachte NWO vs RAW wird besser laufen wie WCW vs RAW. Das zeigt wie Bischoff schon im Herbst 1996 von dieser Storyline ueberzeugt war. Ausserdem setzte sich Bischoff in der ersten Stunde an den Kommenatorentisch um in der ersten Stunde ueber die WWF und vorallem Vince McMahon herzuziehen. Bischoff muss die Zeit geliebt haben, wo alles fuer die WCW lief und er offensichtlich nichts falsch machen konnte.
Als naechstes fand der World War 3 PPV statt, ein overbookter und verwirrender Event um eine 60 Man 3 Ring Battle Royal. Hogan und Piper wurde weiterhin aufgebaut fuer Starrcade, waehrend The Giant (natuerlich NWO Wrestler) die Battle Royal gewann. Fuer den Starrcade Main Event gab es ein Contract Signing von Piper und Hogan. Laut Storyline war es Roddy Piper der die Klauseln des Vertrags bestimmte, warum er das konnte wurde natuerlich nicht erklaert. Merkt euch das, das wird noch wichtig! Starrcade 1996 war eure typische WCW PPV Show. Undercard war gefuellt mit guten Matches rund um Dean Malenko, Chris Benoit, Eddie Guerero, Rey Mysterio Jr. und The Ultimo Dragon. Bei Starrcade holte dann Lex Luger in einem mieserablen Match den ersten wichtigen Sieg gegen ein NWO Mitglied, und zwar The Giant…der eigentliche #1 Contender durch seinen Battle Royal Sieg. Der Main Event der Show war natuerlich Hollywood Hogan vs Roddy Piper, das als Match of the Century von der WCW beworben wurde. Das Buildup des Matches war gut, leider waren beide und vorallem Roddy Piper nicht mehr in der Lage zu wrestlen. Es folgte ein Match wo beide durch den Ring humpelten mit schwachen Schlaegen und Tritten. Wrestling Holds sah man kaum, von Moves gar nicht erst zu reden. Piper machte sein Face Comeback in dem Match mit einer lachhaften Schlagoffensive. Wenn man bedenkt das am Anfang der Show die Fans Top Matches sahen und nun das hier zu sehen bekamen, ist das erschreckend gewesen. Natuerlich gab es hier einen NWO Run In, doch Piper machte The Giant fertig und setzte den Sleeper Hold gegen Hogan an. Hogan`s Arm fiel dreimal und der Referee lies das Match beenden. Die Zuschauer waren erstmal schockiert und reagierten gar nicht. Ein Sleeper Hold BEENDET EIN MATCH! Dann realisierten sie das Hogan verloren hatte und begannen zu klatschen. Jeder erwartete das Piper nun zum neuen World Champion erklaert wird…doch das passierte nicht. Das Match war naemlich ein Non Title Match, aber das wurde vorher NICHT gehyped! Und nun kommt das was ich vorher beschrieben hatte, laut Storyline war es doch Roddy Piper der die Matchklauseln festlegte. Warum sollte er ein Non Title Match wollen bzw. zustimmen…oder ueberhaupt vorschlagen? Hiermit nominiere ich Roddy Piper zum duemmsten Wrestler des Jahrhunderts und gleichzeitig noch dieses Match hier zu einem der schlechtesten Matches des Jahrhunderts. Aus Non Kayfabe Sicht promotete die WCW dieses Match klar als Title Match, es war ein Swerve an den Fans, fuer die die WCW in den naechsten Jahren beruehmt werden sollte, und die auch ein Grund sind warum die Fans schliesslich gegen die Promotion turnten.
Aber das katastrophale Match mal bei Seite gelassen, der Event war ein Erfolg. Starrcade 1996 erreichte eine Buyrate von 0,95 Punkten und damit doppelt so hoch wie der PPV einen Monat zuvor (World War 3 1996). Die letzte Monday Nitro Ausgabe 1996 schlug WWF Raw mit 3,51 Punkten zu 1,64 Punkten, fast 2 Punkte Unterschied! Das ist umso bemerkenswerter weil die erste Nitro Show des Jahres 1996 12 Monate vorher 2,52 Punkte erreichte und WWF Raw den Abend gewann mit 2,61 Punkten. Die WCW erreichte Ende 1996 die hoechsten Ratings der Promotion Geschichte und mit die hoechsten Buyrates der Promotion Geschichte. Die WCW hatte ausserdem einen Top Roster der 1997 viel versprach und man hatte ein Dream Match in der Hand das die meisten Fans sehen wollten in Nord Amerika, und Bischoff sollte dieses Match noch weitere 12 Monate aufbauen. 1997 schien viel zu versprechen und die WCW war schon an der Spitze. Doch man sollte sich nicht taueschen lassen, Ende 1996 und Anfang 1997 machte man genuegend Fehler die der Promotion enorm schadeten auf lange Sicht, die aber niemand interessierte aufgrund des Erfolgs. Hulk Hogan etwa konnte sich nun alles erlauben und war in Wirklichkeit derjenige der die Macht hatte in der WCW. Hogan konnte nicht nur seine Matches und Stories bestimmen, sondern auch die der anderen. WCW Booking Mitglied im Jahr 1997 Terry Taylor meinte damals (!) “Hulk has control over what he does. We don`t mind, because obviously he is doing it right. It helps us and we need help.”
Eric Bischoff war von der NWO ueberzeugt das sie der Schluessel zum Erfolg ist, und damit auch Hulk Hogan. Die Zahlen sprachen dafuer. Die Zuschauerzahlen stiegen 1996 im Vergleich zu 1995 um 43%, die Zuschauereinahmen sogar um 87%. Die Buyrates waren um 74% gestiegen, Die erste Nitro Show 1997 erreichte mit 10,034 zahlenden Zuschauern einen neuen Rekord, und eine Woche spaeter wurde in Chicago mit ueber 17,000 Zuschauern und Einnahmen von $189,206 dieser Rekord gleich pulverisiert. Die NWO war sicherlich das Zugpferd, doch sie waren Heels, und Heels drawen nur wenn sie starke Faces haben und die Fans glauben das die Faces mal Revanche bekommen. Das war das Problem, der einzige Face der im Januar 1997 noch nicht als kompletter Idiot gebookt wurde war STING. Der Mann also der fuer die WCW stand wie kaum ein anderer Wrestler, und die Fans waren ueberzeugt das Sting ihr “Retter“ ist. Wie gesagt machte Bischoff vieles in diesem Buildup perfekt und verlor nicht die Geduld um den groessten Zahltag der WCW Geschichte zu bekommen.
Anfang 1997 jedoch bildete Eric Bischoff die gesamte Promotion um die NWO. Die NWO war weiter verwaessert worden mit Mitgliedern wie Virgil, Masahiro Chono, Miss Liz und zahlreichen anderen Midcardern 4 Life. Wenn die NWO Auftrat war fortan der Ring VOLL und man sah die NWOler wie sie versuchten die meiste TV Praesenz zu bekommen. Es war ein Omen was noch kommen sollte fuer diesen Stable und diese Promotion. Der erste PPV des Jahres 1997 war Souled Out, ein NWO PPV. Dieser PPV hatte einen komplett anderen Look und sollte die NWO noch mehr pushen als ohnehin. Es gab nur Matches mit NWO Beteiligung gegen WCW Wrestler und die NWO gewann die meisten Matches, darunter natuerlich die wichtigsten. WCW Wrestler bekamen keinen Entrance und wurden von dem Announcer fertig gemacht. NWO Wrestler wurden gefeiert. Es wurde die Miss NWO gewaehlt, unter alten Frauen die alle vorgaben die NWO zu lieben. Der PPV startete damit das die NWO Wrestler zur Halle mit Muellwaagen kamen. Der Ring war Schwarz-Weiss, genauso wie der Entrance. Ueberall gab es NWO Logos und Motorraeder durften auch nicht fehlen weil der gute Eric ja Motorradfan war. Kurzum der Event war absolut Unique, und man kann Eric Bischoff nicht vorwerfen das er nicht Dinge ausprobierte. Ich meine es suckte total, aber der PPV war auf jeden Fall denkwuerdig.
-"NWO Souled Out (or suddenly the Royal Rumble was a hell of a show) poll results:
Thumbs Up 2
Thumbs Down 195
In the Middle 1"
WON - 3 Februar 1997
Die Fans chanteten bei der Show “Boring“, aber das lies Eric`s gute Laune nicht verderben. Das Problem war, die NWO waren eigentlich die Heels, sie waren cool, aber immer noch Heels. Als man bei Souled Out jedoch die WCW total fertig machte liesen die Fans es wissen was sie davon hielten, es war “boring“. Die Fans wollten nicht hoeren wie toll die NWO ist, und das die WCW suckt. Das erzaehlte die WCW den Fans seit Monaten und Souled Out war der Hoehepunkt. Die WCW suckte, nur leider war das nicht nur die NWO Promotion Arbeit, es war die Wahrheit. Die WCW suckte! Nur das die WCW sich selber darueber lustig machte, das schienen die Fans abzulehnen. Hinzu kommt das man dann auch noch zu weit. Eddie Guerrero wurde bei diesem Event als “Mexican Jumping Bean“ bezeichnet, wofuer natuerlich die WCW kritisiert wurde. Nach dem diese Show 2 1/2 Stunden mehr oder weniger schlechtes Wrestling bot, wurde man dann noch mit dem mieserablen Hollywood Hogan vs The Giant Main Event gequaelt, letzterer war im uebrigen wieder gegen die NWO geturnt. Das Match endete darin das jedes NWO Mitglied eingriff und The Giant attackierte. Ein weiteres Screwfinish in der langen Reihe der WCW Main Events.
Und nach dem ersten NWO PPV, wo Eric Bischoff so viel Produktionskosten reinsteckte, hatte der Event Erfolg? Nein. Die Buyrate betrug 0,47 Punkte, die niedrigste Buyrate seit dem Start des NWO Angles, und nur die haelfte von dem was der PPV einen Monat zuvor erreichte. Die Zuschauereinnahmen betrugen auch nur $70,000 was auch eine grosse Entaueschung war. Der naechste PPV wurde dann wieder ein WCW PPV, Superbrawl 7 hatte erneut ein Hogan vs Piper Main Event. Um dieses Match aufzubauen filmte man kleine Mini Movies mit Roddy Piper wie er in Alcatraz eingesperrt war um sich auf das Match vorzubereiten. Nicht nur waren die Videos peinlich, es ergab auch keinen Sinn. Wieso sollte sich jemand in einem Gefaengniss einsperren um sich auf ein Wrestling Match vorzubereiten?
Die Undercard der WCW war damals hervorragend mit Top Leuten wie Chris Benoit, Dean Malenko, Eddie Guerrero, Chris Jericho, Rey Mysterio Jr., Juventud Guerrera, Psychosis, The Ultimo Dragon und zahlreichen weiteren Talenten. Diese Undercard produzierte nicht nur bei PPV`s und Nitro`s Top Matches, sie versprach auch eine goldene Zukunft und die naechsten Stars, den schliesslich kommen ja von der Undercard die Stars der Zukunft. Und jedem wurde spaetestens im Fruehjahr 1997 klar das die WCW dringend neue Stars brauchen wuerde. Mit “JEDEM“ meine ich natuerlich alle bis auf die WCW Verantwortlichen. Bei Superbrawl 7 humpelten Hogan und Piper wieder durch den Ring in einem weiteren Main Event der zu den schlechtesten gehoerte die man jemals sah. Natuerlich gab es auch hier wieder ein Screwfinish, diesesmal turnte Randy Savage auf die Seite der NWO und brachte Hogan den Sieg. Der Savage Turn war auch ein Ereignis in der langen Liste der Dinge die keinen Sinn in der WCW machten. Sting schaute sich das ganze auch an, und ging dann einfach fort ohne Einzugreifen.
Diese Superbrawl 7 Show war wieder ein Erfolg, die Buyrate betrug 0,75 Punkte und die Zuschauereinahmen betrugen $200,000. Bischoff fuehlte sich wieder bestaetigt, das er auf dem richtigen Weg ist. Als naechstes nahm Bischoff wieder VIEL Geld in die Hand um Dennis Rodman fuer den naechsten PPV (Uncensored) zu verpflichten. Die NBA Season war noch am laufen und so konnte Rodman nicht selbst in den Ring steigen (zum Glueck), aber Bischoff dachte sich das er die PR nutzen kann. Rodman hatte das Image eines “Bad Boys“ und so lies er ihn mit der NWO auftreten. Hintergrund ist im uebrigen das es damals das Geruecht gab das Vince McMahon selbst Dennis Rodman fuer die WWF verpflichten wollte und dafuer $1 Millionen fuer zwei Auftritte bezahlen wollte. Wohlgemerkt das waren nur Geruechte! Eric Bischoff nahm das aber zum Anlass um sofort Dennis Rodman $2 Millionen fuer DREI Auftritte zu bezahlen! Er wollte einfach nur Vince wieder zeigen was er kann.
Uncensored war euer typischer WCW PPV, Undercard wieder mit guten Matches, jedoch die NWO stand ueberall im Fokus, und die Uppercard war grausam mit einem mieseraben Main Event den die NWO natuerlich gewann. Im Main Event (Team WCW vs Team NWO vs Team Piper) ging es im uebrigen darum das wenn die NWO gewinnt sie sich jederzeit Titleshots aussuchen darf, wenn Team Piper gewinnt das Piper noch Mal gegen Hogan antreten darf (es gab wohl keinen Fan auf der Welt der fuer Team Piper war) und wenn Team WCW gewinnt duerften die NWO Wrestler drei Jahre lang nicht mehr antreten. Ja, das habt ihr richtig gelesen, es war total laecherlich. Nach dem die NWO das Match gewann, natuerlich unfair, da kam Sting von der Hallendecke. Mit dem Baseballschlaeger verpruegelte er Savage, Nash und Hall als waere es nichts, und dann zeigte er mit dem Baseballschlaeger aus Styropor, auf Hollywood Hogan. Dann machte Sting auch Hogan fertig und die Fans FLIPPTEN AUS. So eine Zuschauerresonanz gab es in der WCW seit Jahren nicht mehr, wenn ueberhaupt. WCW Uncensored erreichte eine Buyrate von 0,89 Punkten und schlug sogar damals WWF Wrestlemania 13 (0,77 Punkte) im selben Monat.
Der naechste WCW PPV Spring Stampede zeigte weder Sting noch Hogan. Es war kein guter Event, mit einem Savage vs DDP Main Event. Die Buyrate betrug immer noch 0,58 Punkte und die Zuschauereinahmen betrugen $107,115. Weniger wie normal fuer die WCW damals, aber immer noch solide wenn man das schlechte Lineup und die fehlende Werbung sich anschaut. Spring Stampede war im uebrigen ausverkauft noch bevor das erste Match bekannt gegeben wurde, dieser Trend setzte sich bis im Fruehjahr 1998 fort. Eine Show vorher auszuverkaufen ist zwar erstmal positiv, nur sind damit auch Erwartungen bei den Zuschauern verbunden. Wie viele Live Zuschauer von Spring Stampede werden entauescht gewesen sein bei dem Lineup und dann der entaueschenden Show? Wahrscheinlich einige.
Wie vorher erwaehnt hat Eric Bischoff hier eine Richtige Entscheidung getroffen, nach Souled Out, nach Spring Stampede ist er nicht hingegangen und hat das grosse Sting vs Hogan Match gehotshottet, sondern das Match wurde weiterhin langsam aufgebaut. Sting erschien immer unter der Hallendecke und er verfolgte die NWO und Hogan. Der naechste PPV Slamboree erreichte eine aehnliche Buyrate von 0,6 Punkten (wie etwa auch der naechste PPV Great American Bash), Bischoff blieb auch hier ruhig und sich treu. Die Nitro Show am 9 June in Boston war schon zwei Monaten vorher ausverkauft mit 10,000 Zuschauern und $170,000 Einnahmen. Bei den Houseshows erreichte man im Sommer 1997 das dreifacher an Zuschauern wie zwei Jahre zuvor. Hier sei noch Mal Zane Bresloff erwaehnt, der WCW Berater. Er ist vorallem fuer die Live Shows zustaendig gewesen und wie sie promotet werden. Bresloff war in der WCW Geschichte wohl einer derjenigen die am meisten positiven Impact auf die Promotion hatte. Zu jener Zeit rief Eric Bischoff nach jeder Nitro Show Zane Bresloff an um ihn zu fragen wie er die Show fand.
Der naechste PPV war dann der Bash at the Beach 1997. Mittlerweile war dieser Event einer der groessten des WCW Jahres. 1994 gab es Hogan`s Debut, 1995 die Strand Show, 1996 Hogan`s Heel Turn und 1997 wollte Bischoff den Fans ebenfalls etwas denkwuerdiges geben, Dennis Rodman sollte nicht nur auftreten, sondern auch den Main Event bestreiten. Hogan & Rodman gegen The Giant & Lex Luger. Rodman hatte gerade erst seinen 2. NBA Title mit den Chicago Bulls an der Seite von Michael Jordan gewonnen. Sein Buch “Bad as I Wanna Be“ kam zuvor raus und wurde ein Bestseller, und die Medien folgten Rodman wohin er ging. Das Bischoff dachte das es eine gute Idee sei Rodman zu verpflichten kann man verstehen. Es ist nur so das es nun Mal eine scheiss Idee war wenn man es langfristig bedachte. In diesem Main Event mit vier Leuten war Lex Luger noch der beste von Ihnen, das ist erschreckend und bezeichnend wenn man das von einem Tag Team Match sagen kann das Lex Luger noch der beste ist. Die ersten Minuten passierte erstmal nichts, weil die Heels das Match verzoegerten. Nach 7 Minuten in dem Match gab es den ersten physischen Kontakt, und Rodman zeigte eine ARMDRAG gegen Luger. Das ist einer der simpelsten Moves die es gibt, aber die WCW Kommentatoren machten so als ob Dennis Rodman die Reinkarnation von Frank Gotch waere. Lex Luger war davon auch erschuettert das ein Basketballer einen der 10 Moves beherrscht die er selber kann. Luger schaffte es gerade so nach diesem Armdrag zurueck zukommen und zeigte gleich zweimal einen Armdrag gegen Rodman und dann zweimal einen Armdrag gegen Hogan. Die WCW Kommentatoren erklaerten nun freudig:“Welcome to WCW, where the big boys play!“. Ja, Armdrags waren in der WCW wirklich was Besonderes! Rodman kam aber zurueck und zeigte nun einen LEAPFROG, also so ziemlich den zweit einfachsten Move im Pro Wrestling. Und auch wenn in den letzten 30 Jahren der Leapfrog ein Move war der bei der haelfte aller Matches gezeigt wird bekommen die WCW Kommentatoren nahezu einen Herzinfakt. Tony Schiavone erklaerte sofort:“That`s no rookie we`re watching! He`s been tutored by the best!” Und dann erklaerte er das Dennis Rodman ”flashed of brilliance” zeigen wuerde. Kein Scherz. Ja, Leapfrogs und Armdrags sind schon brilliant, und koennen nur die besten zeigen. Zu diesem Zeitpunkt im uebrigen konnte man die WCW Kommentatoren schon lange nicht mehr ernst nehmen. Das Match gewannen die WCWler als Luger den allmighty Hogan zur Aufgabe brachte.
Trotz des totalen Match Fiasko`s brachte der PPV eine Buyrate von 0,78 Punkten und Zuschauereinahmen von $150,870. Das sind keine Top Zahlen, aber solide. Die WCW hatte sich definitiv mehr erhofft. Was zaehlte war das die Nitro Ratings weiter stiegen. Zu dieser Zeit war die Hauptstoryline Lex Luger der den WCW World Title von Hollywood Hogan gewinnen wollte. Einen Tag nach dem Bash erreichte Nitro ein Rating von 3,5 Punkten. Drei Wochen spaeter allerdings, mit einem riesen Promotion Hype, erreichte die 100. Nitro Ausgabe, die auch noch drei Stunden ging ein Rating von 4,34 Punkten. Der Main Event dieser Nitro Show sah Lex Luger`s Titlegewinn von Hollywood Hogan. Dieses Match erreichte fuer die damalige Zeit ein herausragendes Rating von 5,2 Punkten. Hierzu ein paar Anmerkungen, kurzfristig erreichte Luger`s Titlegewinn hoehere Ratings, langfristig beschaedigte es aber das Hogan vs Sting Programm. Bischoff war zu dem nun ueberzeugt das er mit drei stuendigen Nitro Shows noch mehr Erfolg haben koennte. Den drei Stunden Nitro Show wuerden die Werbeeinahmen um 30% ansteigen lassen.
Bei dem naechsten PPV, 6 Tage nach Luger`s Titlegewinn, Road Wild (Bischoff`s Wet Dream einer Wrestling Show beim Harley Davidson treffen in Sturgis) gewann natuerlich wieder Hollywood Hogan den Title von Lex Luger zurueck. Das beweisste mal wieder das am Ende immer die NWO gewann! Das war langfristig eine enorm schaedliche Einsicht die man spaetestens im Sommer 1997 bekam. Top Heels brauchen auch Top Faces an die die Fans glauben koennen. In der WCW war das 1997 natuerlich Sting, aber auch Lex Luger, The Giant, und The Steiner Brothers. Keiner von ihnen sollte jemals einen echten Sieg ueber die NWO bekommen, also so ein Sieg wo die NWO nicht gleich danach ebenfalls einen Sieg bekam. Bei diesem Event sollten The Steiner Brothers die WCW Tag Team Title von den Outsiders gewinnen. Hall und Nash gingen jedoch zu Eric Biscoff, und sagten tatsaechlich das die ganzen Titlewechsel der Drawing Power der Title schaden wuerde, und deshalb sollten sie die Tag Team Title behalten. Bischoff, der damals massiv von Kevin Nash und Hollywood Hogan beeinflusst wurde, stimmte zu. Die Ironie daran ist das Eric Bischoff dieser Gedanke nicht kam im Main Event als Hogan den Title zurueck gewann, was ja auch ein Titlewechsel war.
Den Steiners schadete es enorm das sie die Tag Team Title bei Road Wild nicht gewannen, sie sahen aus wie Verlierer die nichts gewinnen. Die Story war das die Steiners ueber ein Jahr die Outsiders um die Title jagten. Ein Titlegewinn der Steiners waere nicht nur logisch gewesen, er haette auch der WCW geholfen. Aber nein, die NWO lies ihre Gegner wieder schlecht aussehen. Ansonsten war der Road Wild 1997 PPV ein Flop. Wie in jedem Jahr gab es wieder 0 Dollar Zuschauereinahmen, und es gab nur eine entaueschende Buyrate von 0,65 Punkten. Spaetestens jetzt haette es auffallen muessen, das die Nitro Ratings zwar steigen koennen, aber die PPV buys nicht automatisch mit steigen. Mit anderen Worten, die WCW Fanbase wurde durch Nitro aufgebaut, aber das fuehrte nicht automatisch zu mehr WCW Fans die gewillt sind Geld auszugeben!
Bei der Nitro Ausgabe nach Road Wild wurde Lex Luger der einen Tag zuvor im Main Event stand noch nicht ein Mal erwaehnt! Viele in der WCW kritisierten dieses vorgehen, und die Stimmung Backstage wurde schlechter. Finanziell wurden die WCW Wrestler gut bezahlt, aber im Sommer 1997 wurden den meisten klar das sie es nicht nach oben schaffen, egal wie gut ihre Leistung war oder wie sie bei den Fans ankamen. Die Steiners, Giant, und Luger waren aber nicht die einzigen die regelmaessig von der NWO schlecht dargestellt worden sind. Die 4 Horsemen und Ric Flair vorallem waren das Musterbeispiel von NWO Jobbern. Flair war Backstage immer noch angesehen bei seinen Kollegen, On Air war er jedoch der kleine Jobber der NWO. Flair war extrem over in den Carolina Region, also das Alte Mid-Atlantic Territory. Hier war Flair ein riesen Star. Hogan und Nash spielten hier besonders Backstage Politics, den jedesmal wenn Nitro in dieser Region stattfand lies man Flair besonders schlecht aussehen. Staendig wurde Flair in Interviews von der NWO laecherlich gemacht, das er so alt sei (was fuer eine Ironie bei Hogan…), oder Flair wurde dauernd zusammen geschlagen. Kurz gesagt, Nash und Hogan kuemmerten sich nicht darum was das Beste fuer die WCW waere, etwa den Top Draw der Region auch dort zu pushen und daraus einen nutzen fuer die Promotion und sich selbst zu haben, sondern sie liesen Flair wie einen Idioten aussehen und schadeten der WCW.
