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WWE - Pro und Contra Liste
#17
Ich kann da in jedem Fall schonmal den gesamten ersten Absatz vom Maulfwurf genau so bestätigen. Eben weil es mir viel bedeutet, will ich nur das beste für mich als Fan und auch für die WWE als Produkt, da ich möchte, dass mir dieses Hobby noch viele Jahre erhalten bleibt.

Und da ist auch mein erster großer Kritikpunkt: Aufgrund der Vereinheitlichung und des extremen scriptings bin ich der Meinung, dass es nahezu unmöglich ist, dass einer der aktuellen Main Roster Stars (da lass ich jetzt mal seit vielen Jahren etablierte Leute wie Cena, Triple H, Jericho und Orton raus), es schaffen wird sehr langfristig herrauszustechen. Was das bedeutet ist, dass der absolute Top-Star eine vom aussterben bedrohte Gattung ist. Es gibt ein Creative Team mit einer bestimmten Anzahl an Writern und die schreiben minutiös allen ihren Charakter vor. Game of Thrones / Das Lied von Eis und Feuer ist großartig, aber nun stellt euch mal vor es würde nur noch George R. R. Martin Bücher schreiben. Der Vergleich ist etwas überspitzt, aber auch da würde irgendwann nichts mehr hervorstechen, weil alles gleich oder zumindest extrem ähnlich wäre. Und so ist es auch mit den Wrestlern. Wie soll irgendjemand auf eine Stufe mit einem Austin/Rock kommen, wenn es nur sehr wenig Individualität und Mitwirkungsmöglichkeit der Wrestler gibt? Und das macht ein wenig Angst, denn auf wen will WWE denn in 10 oder mehr Jahren zurückgreifen, wenn sie jetzt keine Top-Stars mehr entwickeln bzw. sich entwickeln lassen?

Mein zweiter großer Kritikpunkt ist Vorhersehbarkeit. Gut, das ist sicherlich auch ein wenig unserer Zeit geschuldet, da eigentlich heutezutage Social Media und Internet sei Dank nichts mehr ungespoilert bleibt und selbst die größt möglichen Überraschungen Wochen und Monate vorher geteased/gerüchtet/schlichtweg gespoilert werden und sich davon abzukapseln ist fast unmöglich. Aber auch das gesamte Booking ist vorhersehbar und folgt nur allzu häufig einer Standardformel. Und ich hasse Vorhersehbarkeit. Ich habe heute das Walking Dead Staffelfinale geguckt und Spoileralarm: Nein nur ein Scherz, ich sage nichts, aber ich konnte ungelogen zum Großteil nach der vorletzten Folge und vollständig nach den ersten 5 Minuten der letzten Folge zu 100% vorhersagen, was passieren wird. Nun war es immernoch fast eine Stunde großartiges Fernsehen, aber ich konnte es nicht so sehr genießen, weil ich genau vorhergesehen habe was passiert. Und so ist es auch bei WWE. Das einzige mal in den letzten Monaten... soweit ich mich erinnern kann im gesamten letzten Jahr, dass mich WWE wirklich überrascht hat, war als Goldberg Lesnar im Main Event von Survivor Series gesquashed hat und auch wenn ich mich zu dem Zeitpunkt (mMn. immernoch berechtigt) drüber aufgeregt habe, muss ich im Nachhinein sagen: Jawoll, in dem Moment war ich sehr unterhalten und es ist vor Allem in Erinnerung geblieben. Und solche Momente der Unvorhersehbarkeit und der Überraschung würde ich mir viel öfter wünschen. Wenn ich bei fast jedem Match schon ne Woche vorher im Grund weiß, wie es ausgehen wird und wie es danach weitergeht, ist das langweilig und nimmt viel vom Unterhaltungsfaktor weg.

Ein Kontra, das vielleicht noch gar nicht so aufgezählt wurde, möchte ich mal noch vorbringen: Das hohe Verletzungsrisiko. Vor Allem die Tatsache, dass bestimmte Sachen wie zum Beispiel Dives nach außerhalb des Rings, moves auf den Apron usw., heute zum Standard gehören und in fast jedem Match vorkommen. Koppelt man dies damit, dass jeder Full Time WWE Superstar 3-4 Matches pro Woche bestreitet ist es fast schon vorprogrammiert, dass mehr Verletzungen passieren und die durchschnittliche Lebenserwartung der Karriere eines WWElers dadurch deutlich geringer wird, als früher, wo solche Moves die Ausnahme dargestellt haben und nicht die Regel und man noch andere Möglichkeiten (Psychologie/Storytelling/bessere Akzentuierung von großen Moves/Spots) genutzt hat um Matches interessant zu halten. Dies ist natürlich in gewisser Weise dem Produkt geschuldet, weil man uns darauf programmiert hat halsbrecherische Action zu erwarten, aber im Umkehrschluss auch den Fans, hat man es in letzter Zeit mMn. etwas zu oft gesehen, dass Boring gechanted wird, wenn ein Match doch mal eine etwas ruhigere Phase hat.

Als mMn. noch nicht genanntes Pro möchte ich hier Womens Wrestling nennen: Man gibt Frauen endlich die Chance sich als Wrestler zu präsentieren und nicht mehr nur zum Fleischbeschau. Ja, es mag sein, dass hier nicht immer alles rund läuft, aber wenn wir ehrlich sind ist es bei den Männern doch auch so!? Und wenn uns die Botches bei den Womens Matches mehr auffallen, dann glaube ich liegt es nicht unbedingt daran, dass bei den Ladies mehr oder schlimmer gebotched wird, als bei den Männern, sondern zum Einen daran, dass wir über viele Jahre hinweg nichts anderes als schlechte Wrestlerinnen gesehen haben und immernoch ein wenig in diesem Weltbild verharren und deswegen bei den Frauen oft vielleicht einfach nur genauer hinschauen und es uns eher auffällt und zum anderen, weil die Frauen unter enormem Druck stehen und daher in solchen Situationen etwas unbeholfener wirken, was den Botch noch mehr heraushebt. Bestes Beispiel ist hier finde ich Bayley beim letzten PPV als sie 3 mal den komischen Elbow in die Ringecke angesetzt hat, weil sie nie richtig getroffen hat. Ich denke ein etwas routinierterer männlicher Worker, hätte hier möglicher Weise anders reagiert und improvisiert, aber das ist schon sehr nitpicky.

Ansonsten kann ich mich vielen schon gesagten Pros nämlich In-Ring Qualität, breites qualitativ hochwertiges Roster, Production Quality usw. anschließen, aber mir war eben wichtig vielleicht noch ein paar Punkte zu nennen, die noch nicht oder nur wenig beleuchtet wurden.
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WWE - Pro und Contra Liste - von thephenom2000 - 31.03.2017, 22:45
[Kein Betreff] - von ExXanoskar - 31.03.2017, 22:52
[Kein Betreff] - von DDRMaulwurf - 31.03.2017, 23:09
[Kein Betreff] - von Blubb - 31.03.2017, 23:24
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[Kein Betreff] - von Blubb - 01.04.2017, 00:18
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