11.04.2017, 15:27
Im Gegenteil, das Shake-Up-Konzept wirkt (bisher) sogar sehr durchdacht. Überleg mal, wer da jetzt alles gekommen ist, besonders mit Bliss, Miz und Wyatt sind es Leute, die bei einem normalen Draft mit ihren verlorenen Fehden gar nicht erste Wahl gewesen wären. Angle und Bryan scheinen sich auf Tauschaktionen zu einigen, die für alle Beteiligten Vorteile bringen, insbesondere für die gehandelten Superstars. Hier wurden nicht Styles und Cena geplündert, beim Shake-Up geht es wohl nicht um Kontroversität. Stattdessen wurde der gefeierte Miz gehen gelassen, der mit Daniel Bryan als GM unzufrieden ist, Wyatt geht nach der ihn bis ins Mark erschütternden Fehde gegen Orton, Bliss nach ihrer Niederlagenserie gegen Naomi, sie alle können bei Raw ihre Wunden lecken und einen Neustart wagen. Und wenn da noch ein richtiger Draft im Sommer kommt, sind die Picks eben wieder konkurrierender Natur, die Entscheidungen sind dann ganz anders begründet. Der Shake-Up und der herkömmliche Draft sind grundlegend verschieden in ihrer Konzeption und ihrer Bedeutung, dementsprechend kann man in einem Kalenderjahr ruhig beides bringen, erst recht, wenn man sie auch noch so unterschiedlich darstellt wie bei Raw geschehen.
