26.07.2017, 18:50
Zitat:Ebenso ist es Marktwirtschaftlich wohl unumgänglichDas bezweifel ich.
Du fuehrst selbst das Beispiel Suplex City aus. WWE hat es vereinnahmt, und heute sind die Fans genervt davon weil sie es staendig bekommen, weil es 100% vermarktet wurde. Es wirkt dadurch total fake. Haette man noch am Anfang dafuer sein koennen, ist man heute 100% auf der Company Line wenn man ein Suplex City Shirt traegt. Das haelt viele Fans davon ab. Das ist ein Grund warum Roman Reigns nicht funktioniert, und warum das WWE branding nicht funktioniert. Die Fans lehnen es ab, weil es nicht natuerlich ist, es fake wirkt, und man weiss, wenn man JETZT NOCH dafuer ist, ist man ein WWE Lemming. Marktwirtschaftlich hat man es geschafft weniger damit zu verdienen, wie wenn man es nicht 100% gebrandmarkt haette.
Oder nehmen wir Divas/Women`s Revolution. Hat das marktwirtschaftlich irgendwas gebracht? Gerade weil man ALLES vereinnahmt, wird es weniger populaer.
Ein weiteres Beispiel, das es gut aufzeugt. Ich erinnere mich vor einigen Jahren an das YES Movement von Daniel Bryan vor Wrestlemania 30, als die Fans begannen die WWE Shows zu hijacken, was eine natuerliche Entwicklung war Was machte WWE? Sie haben Occupy Raw veranstaltet, mit FAKE Fans…was dazu fuehrte das die Bewegung weniger wurde, weil sie von WWE vereinnahmt wurde…ironischerweise genau so verlief die Richtige Occupy Bewegung die von der Politik vereinnahmt wurde, und dadurch schwaecher wurde.
Marktwirtschaftlich hat man nichts gewonnen. Man hat vielleicht die Reaktionen abgeschwaecht, was man sicher wollte, aber man hat weniger Geld verdient. Etwas das organisch over war, wurde so sehr vereinnahmt und mit WWE branding ueberzogen, dass es hinterher weniger over war. Man haette viel mehr Geld herausholen koennen, mal abgesehen von der Verletzung von Daniel Bryan.
Es ist marktwirtschaftlich nicht notwendig alles zu vereinnahmen, es wuerde sehr viel mehr Sinn machen und Gewinn bringen, eben nicht alles zu vereinnahmen.
Zitat:Man weiß sie nicht richtig einzusetzen und vor allem einen richtigen Hype um gewisse Leute aufzubauen, die dann als Aushängeschild dienen. Mit Charlotte, Banks, Lynch und Bayley hatte man das bei NXT schon ganz gut gemacht aber wie man momentan sieht, ist es verpuffZwei Ansaetze von mir:
1. Die WWE Fuehrungsebene ist in den letzten Jahren sehr viel weniger offen gewesen wie vor 20 Jahren. Woran das liegt, ob an der fehlenden Konkurrenz, der immer aelteren Mitglieder der Fuehrungsebene, oder an was anderem, ist hier erstmal egal. Steve Austin wurde 1996 auch nicht sonderlich gepusht, der wurde natuerlich over, und die WWE ist mit ihm mitgegangen als sie gemerkt haben auf was fuer eine Goldmiene sie gestossen sind. Das ist nur ein Beispiel aus der AE von vielen. Bei fast allen Wrestlern in den letzten 5 Jahren war das nicht mehr der Fall. Daniel Bryan, Bray Wyatt, Dolph Ziggler, Rusev, Keivn Owens, AJ Styles, Bayley usw. usw. hat man durch das Booking sabbotiert. Man will Roman Reigns pushen, damnit! Kein anderer darf dazwischen kommen, denn das wuerde ja bedeuten das man falsch liegt, und das kann nicht sein. Es waere das Eingestaendnis was falsch zu machen.
Es verursacht auch, dass die emotionale Bindung der Fans zu WWE abnimmt. Den die Fans merken ja, das was sie moegen, wird entweder von WWE abgelehnt, oder total vereinnahmt, dazwischen gibt es eben nichts mehr. Der Fan merkt sich das, und wird mit WWE nicht mehr so mitfiebern. Denn wieso sollte man wieder Wrestler XYZ bejubeln und sich an ihn binden, wenn man weiss, dass er sowieso 50/50 Booking bekommt, oder Monatelang verjobbt wird?Heute sind die Fans viel weniger emotional verbunden wie zum Beispiel vor 20 Jahren.
2. Die Kreativlosigkeit kommt von vielen Dingen, u.a. hat man ja ein Creative Team das mit Leuten besetzt ist, die nie im Pro Wrestling vorher gearbeitet haben. Dafuer hat man Wrestler die sehr kreativ sind, die aber nichts zu sagen haben.Zudem ist ein NXT Problem, dass viele Stories schon bei NXT abgehandelt wurden, aber im Main Roster versucht man sie noch Mal zu erzaehlen, siehe Bailey. Das funktioniert natuerlich nicht, weil der Main Roster andere Anforderungen hat wie NXT.
Vielleicht ist es WWE nicht bewusst, aber dadurch das sie vorallem WWE als brand pushen, verhindern sie durch das branding und das booking, das sie wirklich Stars aufbauen. In dieser Umgebung waere es pures GLUECK einen neuen Stars zu finden wie Austin, Rock, oder Hogan. Ich bezweifel das diese Umgebung Stars schafft. Man promotet den Brand (WWE), und hat WWE Krisensicher gemacht, verhindert aber auch das man wieder eine Boom Periode bekommt.
Zitat:Wieso merkt man denn nicht, dass zum Beispiel eine Naomi völlig fehl am aktuellen Platz ist? Da sitzen so viele Leute hinter den Kulissen mit Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten mit Wrestlingerfahrung und dann kommt solch eine Ideenlosigkeit heraus, was sämtliches Momentum der Womens Division killtSchaue dir die WWF an seit Vince McMahon der Boss ist. Das ist typisch Vince McMahon. Er hat schon immer Leute gepusht, bei denen andere nur mit dem Kopf schuettelten. Siehe Zeus, Lex Luger, Sable, Diesel, LT, und hundert weitere Beispiele, bis hin zum Great Khali oder Jobber Mahal aktuell. In gewisser Weise muss das ein Booker auch machen, viel im booking/promoting geht ueber das Try and Error Prinzip. Ein guter Booker/Promoter unterscheidet sich von einem schlechten nur darin, dass er mehr gute Ideen umsetzt als schlechte, seine Quote also besser ist, nicht dass er garkeine schlechten Ideen umsetzt. Vince hatte frueher einen viel besseren track record wie heute, aber er hat schon immer auch schlechte Entscheidungen getroffen. Allerdings…wenn er in den 80er Jahren so gebookt und promotet haette wie heute, waere er damals untergegangen.
Abgesehen davon, halte ich die Alterung der Fuehrungsebene fuer eines der zentralen Probleme von WWE, habe ich oben kurz, und schonmal in der Vergangenheit angesprochen. Man kennt das von Unternehmen die eine Fuehrungsebene haben die 60-70 Jahre alt sind, und schon 20-40 Jahre ihren Posten haben. Die verwalten oft nur, oder fahren das Unternehmen gleich ganz an die Wand. Da nuetzt die ganze Erfahrung nichts, Erfahrung ist nur mit einem open mind wertvoll, das haben sie oft nicht, und die WWE Arbeitsumgebung foerdert open mindedness definitiv auch nicht.
