17.06.2003, 11:47
Zitat:Original von dkS
Gegen US-Kommandeur Franks wird in Belgien wegen Kriegsverbrechen Klage eingereicht. Insgesamt 19 irakische Kläger, allesamt Angehörige von Kriegsopfern, wollen den US-Oberkommandanten Franks wegen Kriegsverbrechen vor ein belgisches Gericht bringen.
Als Gerichtsort haben sie ein Gericht in Belgien gewählt, weil hier eine universelle Zuständigkeit für Kriegsverbrechen besteht.
Franks wird wegen seinem Einsatz von Streubomben und der Marine-Oberleutnant Brian McCoy wegen seiner Erlaubnis Krankenwagen zu beschießen angeklagt.
Quelle: http://www.freiepresse.de
natürlich wird das nicht durchkommen, da die USA sich nicht von diesem Tribunal zu verantworten haben... als einziges Land der WElt, soweit mir bekannt...
Die Klagen sind ja wohl mehr als berechtigt. Jeder Kriegsbeteiligte gehört rein theoretisch verklagt, schließlich waren das Verbrechen gegen das Völkerrecht. Dieses belgische Gesetz ist imo auf dieser Welt einmalig.
Btw. in Belgien hängen auch Klagen gegen Bush sen. und Colin Powell aus dem ersten Krieg gegen den Irak an. Deshalb fordert Rumsfeld jetzt schon, dieses Gesetz aufzuheben oder die NATO-Zentrale zu verlegen, die sich in Brüssel/Belgien befindet. EIne unglaubliche Arroganz, die dieser Kerl ausstrahlt. Wenn etwas verlegt werden muss, dann der Sitz der Vereinten Nationen. Der darf nicht weiter in einem verbrecherischen, terroristischen Land sein.
Zum Thema Mohamed Said al Sahaf: Der ehemalige irak. Informationsminister wird ja auf breiter Basis verspottet. Für mich unbegreiflich. Sind Menschen so vergesslich!? Nur zur Erinnerung:
1. Sahaf sagt, die Iraker haben Kriegsgefangene, Rumsfeld vereint ausdrücklich. Wer hat Recht!? Al Dschasira präsentiert Bilder und entlarvt Rumsfeld als Lügner.
2. Sahaf berichtet von abgeschossenen Apache Hubschrauber. Rumsfeld macht sich darüber lustig-das irak. Staatsfernsehen präsentiert Bilder und entlarvt Rumsfeld als Lügner. Ob der Opa das nun war, der den Apache abgeschossen hat, bezweifel ich mal auch. Das gehört zur Propaganda, aber in der Kernfrage hatte Sahaf Recht und Rumsfeld war der Lügner.
3. Sahaf berichtet, man leiste den Amerikanern erfolgreich Widerstand. Rumsfeld zeigt sich amüsiert und verweist auf die Bilder, die amerikan. Truppen beim schnellen Vormarsch auf Bagdad zeigen. Nur ist es doch klar, dass die Irakis den Amerikanern die Wüste überlassen, denn auf freiem Welt würden sie von den Amis kaputtgebombt werden. In den Städten haben sie durchaus lange harten Widerstand geleistet. Das Dorf Umm Kasr liegt unmittelbar an der kuwaitischen Grenze und wurde schon am 1 Tag als eingenommen bezeichnet. Später musste die amerik. Führung dann zurückrudern, als selbst EINE WOCHE später immer noch heftige KKämpfe dort waren. Auch in vielen anderen Städten mussten die Amerikaner lange Kämpfen, dies wurde nur durch das gezielten Ausstrahlen von Bildern übertüncht, die den Vorstoß durch die leere, unbedeutende Wüste zeigten.
4. Sahaf behauptet, die Amerikaner stehen vor einer blutigen Niederlage am Flughafen von Bagdad. Sie werden nie oder nur mit horrenden Verlusten in die Hauptstadt eindringen können, Eineinhalb Tage später ist Bagdad gefallen und die Welt mach tsich über die Äußerungen lustig. Nur: Es gibt nicht gerade wenige Meldungen, die Sahafs Behauptuntgen unterstützen. Die amerik. Divisionen am FLughafen waren eingekreist und wären vernichtet worden, was eine Unzahl von Opfern bedeutet hätte. Es ist doch verwunderlich, dass selbst Wochen nach dem Kriegsende (sofern das überhaupt jemals eingetreten ist) bis auf ein Flugzeug gleich nach Eroberung des Flughafens nie weitere Flugzeuige gelandet sind, obwohl sich das doch geradezu anbietet. Auch wurde Journalisten jeder Zugang zum Flughafen verwehrt und das Gebiet weiträumig als militärisches Sperrgelände ausgewiesen. Der VErdacht liegt nahe, dass hier etwas vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt werden sollen. Dazu gibt es verschiedene Theorien.
Zu Bagdad: Auch hier hätte Sahaf Recht behalten. Die Verteidigungsringe um Bagdad wurden von russischen Militärs als beinahe uneinnehmbar bezeichnet. Unabhängigen Schätzungen zu Folge hätten die Amerikaner alleine am 1 Ring Verluste von 10000 bis 20000 Soldaten hinnehmen müssen. Diese Zahlen findet man auch auf Spiegel-Online. Es ist nie zum Kampf um Bagdad gekommen. Ihr glaubt doch nicht, dass die Amerikaner so einfach in Bagdad einspazieren, wenn sie in einem kleinen Fischerdorf wie Umm Kasr eine Woche brauchen. Vieles spricht dafür, dass der Kommandeuer von Bagdad sich kaufen ließ. Angeblich sollen die Amerikaner ihn sogar vor die Wahl gestellt haben. Er solle aufgeben und würde dafür mit Geld und frieem Geleid für sich und seine Familie belohnt oder die Amerikaner würden die sog. Mini-Dukes einsetzen, was nichts anderes als kleine Atombomben sind. Letzteres würd eich mit Vorsicht genießen, aber eines ist beinahe sicher. Bagdad ist wegen einem Verrat gefallen. Dass muss auch der irak. Führung klar gewesen sein, denn die wurde ja nicht in Bagdad überrascht, wie viele behaupten und dies wieder auf Sahaf schieben. Als die Amerikaner in Bagdad einmarschierten, gab es keine offizielle Staatsrepräsentanz mehr. Alle Uniformierten, Staatsbediensteten u.ä. waren mit einem Schkag verschwunden. Selbst die Aufpasser bei der Presse waren von einem auf den anderen Moment weg. Dies alles spricht für einen organisierten Rückzug. Die Amerikaner selbst mussten zugeben, dass sie nicht mal wissen, wo plötzlich einige irak. Divisionen abgeblieben sind, was die These nur untermauert.
EDIT: Ich finde es sehr wichtig, dass auf diese Dinge hingewiesen wird. Denn bereits jetzt hat ein unglaublicher Prozess der Geschichtsverklärung begonnen, den ich nicht akzeptieren kann. Die Amerikaner stehen jetzt als glorreiche Sieger da und ihre großen Schwierigkeiten, die wahrscheinlich noch wesentlich größer waren, als wir es berichtet bekamen, wären in un dum Bagdad noch mal um ein vielfaches größer gewesen, wenn es nicht dern Verrat gegeben hätte. Und diese Tatsache (der Verrat) ist so gut wie sicher.
