10.06.2008, 13:50
Zitat:Original von The Russian Zar
Er sagte er nimmt das in Angriff, Double F :=:
Damit wird unsere Community größer!
Ihr hättet dort Flyer verteilen sollen... :winke:
:pfeif:
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UFC 85 - Bedlam Results +Review + Reisebericht der W4E Crew
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10.06.2008, 13:50
Zitat:Original von The Russian Zar Damit wird unsere Community größer! Ihr hättet dort Flyer verteilen sollen... :winke: :pfeif:
10.06.2008, 14:07
![]() Hier mal wieder ein tolles Beispiel was Dan Miragliotta doch für ein genialer Referee ist. Das war aus dem Taylor vs. Liaudin Fight. [Bild: http://i29.tinypic.com/2rqj3wl.jpg]
10.06.2008, 14:29
Was ist das denn für einer... Zu geil!!
10.06.2008, 14:58
Zitat:Original von Double F... der derzeit umstrittenste Referee im gesamten MMA. Hat zuerst den Kimbo vs. Thompson Fight versaut und eine Woche später den Vera vs. Werdum-Fight. Wenn man dann auch noch sowas sieht, fragt man sich natürlich wie lange der Kerl eigentlich noch auf die Fighter losgelassen wird. (Vor allem wenn nun auch noch im aktuellen "Beatdown" von Sherdog Referee-Legende "Big" John McCarthy ihn kritisiert.) Ich hoffe inständig, das uns Dan Miragliotta in weiteren Fights erspart bleibt.
10.06.2008, 18:08
Ich versteh' das nicht ganz, hat er einfach die Hand des falschen Fighters gehoben? ?-( (Das ist ja schon ein Witz genug, aber vielleicht ist ja noch mehr passiert
)
10.06.2008, 18:13
Ich weiß nicht aber wie sieht es eigentlich mit Drogentests bei Referees aus? Werden die auch auf Aufputshmittel untersucht oder nicht?
10.06.2008, 21:28
Zitat:Original von steaky Das sollte wirklich mal in Betracht gezogen werden!!
10.06.2008, 22:17
Ich würde mich freuen wenn ich solche Ergebnisse mal sehen könnte.
John McCarthy - Steroide oder will mir jemand sagen das ihr ihm nicht zutrauen würdet das er mal eine Roid bekommt ![]() Herb Dean - Marijuana, jedenfalls sagen seine Raster locken daß [Bild: http://www.gratissmilies.de/smilies/party/party_46.gif] Dan Miragliotta - Mushrooms, siehe das Bild von Souljacker, der ist doch nicht Realitätsbezogen 8-)
12.06.2008, 01:21
Herzlich willkommen allerseits zur Review von UFC 85: Bedlam oder sollte ich besser sagen UFC 85: Cursed, denn es gab wohl kaum einen Event in der Geschichte der UFC, der so sehr von Verletzungen und Absagen der Akteure gebeutelt wurde wie der zweite UFC-Event in England 2008. Symptomatisch steht dafür wohl der Main Event im Light-Heavyweight, der ursprünglich Chuck Liddell gegen Mauricio „Shogun“ Rua heißen sollte und nach mehreren Umwegen komplett gestrichen und durch ein Aufeinandertreffen zweier Top Ten Welterweights in Thiago „Pitbull“ Alves und dem ehemaligen UFC-Welterweight Champion Matt Hughes ersetzt wurde. Andere namhafte Fighter wie etwa Chris Leben, Jonathan Goulet oder James Irvin fielen ebenso dem Fluch zum Opfer.
Nichtsdestotrotz erwartete den Zuschauer wieder jede Menge spannende Fights, knappe und fragwürdige Entscheidungen sowie wie so oft ein paar Highlights der Extraklasse. Somit möchte ich den Rückblick nun auch auf die einzelnen Fights lenken und starte wie es sich gehört mit der Undercard, die nur teilweise übertragen wurde. -Heavyweight Fight: Antoni Hardonk (6-4-0) vs. Eddie Sanchez (8-1-0) Es geht gleich los mit dem Fight zweier Standup-Fighter in Antoni Hardonk und Eddie Sanchez. Hardonk konnte nach seinem UFC-Debut-Erfolg über Sherman Pendergarst zuletzt nach zwei Niederlagen gegen Justin McCully und Frank Mir wieder einen Erfolg feiern, als er Colin Robinson besiegen konnte. Eddie Sanchez befindet sich ebenso wieder im Aufwind, nach dem Marathon-Lauf gegen Mirko „CroCop“ Filipovic konnte er zuletzt ebenfalls Colin Robinson als auch Soa Palalei in die Schranken weisen. Allerdings tritt er heute recht kurzfristig an, da sich Neil Wain, der ursprüngliche Gegner Hardonks im Training die Nase brach. Hier erwartete den Zuschauer ein reines Slugfest, wie man es von der Ansetzung her auch vorhersehen konnte. Die erste Runde geht gleich mit einem Treffer durch Sanchez los, der Hardonk zu Boden schickt, aber nicht ausknockt. In der Folge ist es immer wieder Sanchez, der ein paar Rechts-Links-Kombinationen ausprobiert, aber Hardonk nicht trifft. Am Ende kann Sanchez den Fight sogar noch zwei mal auf den Boden bringen, aber auch dort wird er Hardonk nicht gefährlich. Auch in der zweiten Runde ist zunächst Sanchez am Drücker, denn er erwischt Hardonk wieder, dieses mal mit einer harten Linken. Hardonk kann sich erholen und im Laufe der Runde verschiebt sich der Kampf zu seinen Gunsten, da bei Eddie nun schon der Akku leer zu sein scheint. Er reagiert auch kaum noch, obwohl Hardonk ihn Mitte der zweiten Runde mit vier oder fünf Jabs in Folge trifft. Da das immer noch nicht reicht, nimmt sich Hardonk die Zeit um auszuholen und den Kampf mit einer Linken zu beenden. Keine gute Leistung von beiden Fightern und Hardonk kann froh sein, dass sich Sanchez aufgrund der kurzen Zeit nicht ordentlich auf den Kampf vorbereiten konnte, sonst wäre das hier wohl anders ausgegangen. Antoni Hardonk (7-4-0) besiegt Eddie Sanchez (8-2-0) durch KO (Punch) in Runde 2 (4:15) -Light-Heavyweight Fight: Luis Arthur “Banha” Cain (7-1-0) vs. Jason Lambert (23-7-0) Kommen wir gleich zum zweiten Fight des Abends zwischen Luis Cane und Jason Lambert. Für Cane ist es erst der zweite Fight in der UFC, nachdem ihn zuletzt der „Sandman“ James Irvin außer Gefecht setzen konnte. Jason Lambert ist nach zwei Niederlagen aus den letzten drei Kämpfen mittlerweile wieder ins Hintertreffen der Light-Heavyweight Division gerückt. Cane hat die Reichweite auf seiner Seite und nutzt das anfangs ganz gut aus. Es geht in den Clinch und Cane mit Dirty Boxing am Käfig. Immer wieder kommt die Linke durch. Lambert kann sich befreien und verfolgt Cane quer durch den Käfig, allerdings kann dieser aus der Rückwärtsbewegung immer noch einen platzierten Schlag landen, wodurch Lambert zu Boden geht, sich aber gleich wieder aufrappelt. Lambert ist sicherlich angeschlagen und seine Schwinger verfehlen das Ziel, während Cane immer wieder genaue Treffer setzt. Lambert muss daher gleich wieder zu Boden und wieder kommt er wieder hoch, kann aber kaum noch stehen und taumelt immer wieder rücklings gegen den Käfig. Cane nutzt dies zu ein paar harten Linken aus und Herb Dean hat endlich ein Einsehen und bricht den Kampf ab. Ordentliche Leistung von Cane, der sich dadurch von seiner ersten Niederlage der Karriere rehabilitiert haben dürfte und für Lambert, der übrigens sehr „durchtrainiert“ aussah, dürfte diese Niederlage erhebliche Konsequenzen haben. Luis Arthur Cane (8-1-0) besiegt Jason Lambert (23-8-0) durch TKO (Punches) in Runde 1 (2:07) -Welterweight Fight: Paul Taylor (8-3-1) vs. Jess Liaudin (12-9-0) Der dritte Fight des Abends führt uns nun auch mal in die kleineren Gewichtsregionen und man sollte sich auf jeden Fall mal bei der UFC beschweren, da die Europa-Cards meiner Meinung nach zu wenig Abwechslung, was die Kämpfer angeht, beinhalten. Denn beide traten zuletzt bei, wen wundert es, UFC 80: Rapid Fire in Newcastle an und verloren ihre Kämpfe. Taylor gegen Paul Kelly, der auch auf dieser Card hätte stehen sollen, und der französische Hometown Hero Jess Liaudin gegen Marcus Davis, den wir übrigens später auch noch zu sehen bekommen werden. Der Fight ist schnell erzählt, Liaudin versucht immer wieder den Takedown, aber Taylor kann sich gut dagegen wehren und geht es doch einmal auf die Matte, neutralisiert Taylor Liaudin komplett, sodass Dan Miragliotta die beiden wieder in den Standup stellt. Kurz vor Ende der ersten Runde gelingt Taylor sogar noch der Knockdown mit einer Rechten, aber das Rundenende rettet Liaudin. Auch die zweite Runde folgt dem selben Schema. Liaudin mit vier oder fünf Takedowns, aber so richtig kann er Taylor nicht in Bedrängnis bringen. In der dritten Runde ist nun endlich mehr Feuer drin. Taylor kann den Takedown immer wieder abwehren und selbst Kombinationen in Richtung Liaudin abfeuern. Aber auch hier gelingen Liaudin wieder ein, zwei Takedowns. Ein spannender wenn auch kein hochklassiger Kampf und ich muss sagen, dass ich aufgrund der Takedowns Jess Liaudin mit 29-28 vorne hatte, aber leider war nur einer der drei Judges meiner Meinung und so kann sich Paul Taylor über die Split Decision freuen. Witzig übrigens, dass Referee Dan Miragliotta bei der Verkündung der Entscheidung erst den Arm von Liaudin hebt, bevor er seinen Fehler bemerkt und sich noch die Hand von Taylor schnappt. Paul Taylor (9-3-1) besiegt Jess Liaudin (12-10-0) durch Split Decision (29:28; 29:28; 28:29) -Welterweight Fight: Roan Carneiro (12-6-0) vs. Kevin Burns (4-1-0) Auch hier war ursprünglich ein anderer Fighter geplant, aber Ryo Chonan musste seine Teilnahme kurzfristig absagen, weswegen wir jetzt das UFC-Debut von Kevin Burns gegen den BJJ-Blackbelt Roan Carneiro, der seinem Sieg gegen Tony DeSouza nun einen weiteren folgen lassen will, zu sehen bekommen. Die erste Runde ist geprägt von den Bemühungen Carneiros, eine gute Position am Boden zu bekommen, denn Burns verteidigt sich ausgezeichnet und Carneiro findet kein Durchkommen gegen den Blue Belt. Zweite Runde und Burns wieder mit exzellentem Sprawl, Carneiro findet zu keinem Zeitpunkt ein Mittel, um Burns gefährlich zu werden, daher symptomatisch, dass Carneiro den Takedown erst schafft, als er nach einem Treffer von Burns mit vollem Gewicht nach vorne taumelt und Burns mitreißt. Immer wieder versucht Carneiro aus dem Stand in die Mount zu kommen, aber er schafft es einfach nicht und bevor er sich versieht, kann Burns den Triangle Choke ansetzen und Roan Carneiro zum Tappen bringen. Dieser liegt noch mehrere Sekunden am Boden und versteht die Welt nicht mehr. Eine Riesenüberraschung und Joe Rogan kriegt sich kaum ein, dass der Blue Belt Burns den Black Belt Carneiro zur Aufgabe bringen kann. Ich muss auch sagen, dass die Leistung von Burns einfach super war und das als kurzfristiger Ersatz. Kevin Burns (5-1-0) besiegt Roan Carneiro (12-7-0) durch Submission (Triangle Choke) in Runde 2 (2:53) -Lightweight Fight: Thiago Tavares (13-1-0) vs. Matt Wiman (9-3-0) Weiter gehts mit einem Lightweight-Kampf zwischen TUF-5-Fighter Matt Wiman und Thiago Tavares. Wiman ist nach Siegen gegen Justin Buchholz, Michihiro Omigawa und Brian Geraghty mittlerweile auf dem Weg an die Spitze der Lightweight-Division, zu der auch Thiago Tavares zurückkehren will. Der Fight geht sofort auf die Matte und beide legen ein hohes Tempo an den Tag, man darf kaum blinzeln, sonst verpasst man noch möglicherweise eine Submission, denn beide schenken sich nichts und versuchen sich an allen erdenklichen Aufgabegriffen. Müsste ich jede Aktion hier aufzählen, ich käme kaum nach, denn beide kennen heute nur einen Gang: Vollgas voraus. Auch die zweite Runde geht gleich gut los und Tavares erwischt Wiman mit einer knallharten Rechten, aber das Kinn hält. In dieser Runde nun das von mir erwartete Slugfest, beide denken irgendwie kaum an ihre Deckung sondern versuchen nur, der erste zu sein, der den entscheidenden Punch landet. Am Ende ist Wiman der Glücklichere, denn nach einem Superman Punch und einem Uppercut ist es am Ende eine harte Rechte, die Tavares umhaut und den Kampf beendet. Klasse Fight, die erste Runde war wohl eine der besten Runden des Jahres und auch die zweite Runde war, wenn auch nicht auf dem selben technischen Niveau, nicht von schlechten Eltern. Matt Wiman (10-3-0) besiegt Thiago Tavares (13-2-0) durch KO (Punches) in Runde 2 (1:57) -Middleweight Fight: Martin Kampmann (15-2-0) vs. Jorge Rivera (15-6-0) Kommen wir nun zum letzten Preliminary Fight zwischen Jorge Rivera und dem Rückkehrer Martin Kampmann, der aufgrund einer schweren Knieverletzung zum ersten mal seit UFC 68 wieder im Oktagon zu sehen ist. Nach kurzem Abtasten geht es recht schnell auf den Boden, wo Kampmann seine Klasse ausspielt und nach einem Arm Triangle-Ansatz in eine Guillotine wechselt und Rivera zur Aufgabe bringt. Kampmann zeigt keine Schwäche, aber Rivera ist ihm vom Talent auch nicht ebenbürtig gewesen, aber es ist einfach schön, den Dänen wieder im Käfig zu sehen und ich hoffe, dass er jetzt wieder da ansetzt, wo er vor seiner Verletzung aufgehört hat und seinen Weg an die Middleweight-Spitze fortsetzt. Martin Kampmann (16-2-0) besiegt Jorge Rivera (15-7-0) durch Submission (Guillotine choke) in Runde 1 (2:34) -Heavyweight Fight: Brandon Vera (8-1-0) vs. Fabricio Werdum (10-3-1) Kommen wir nun zur Main Card des Events. Diese beginnt mit einem Heavyweight Showdown zwischen Fabricio Werdum und Brandon Vera. Beide können mit den Abgängen von Tim Sylvia und Randy Couture nun ihren Platz als Top 3 UFC-Heavyweight festigen oder verlieren. Der Fight hält leider nicht ganz was er verspricht, denn die meiste Zeit spielen sich die Aktionen im Clinch ab und geht es dann doch einmal auf den Boden, so kommt nicht viel dabei heraus. So ist es am Ende auch eine mehr als fragwürdige Entscheidung von Dan Miragliotta, der den Fight abbricht, als Fabricio Werdum 20 Sekunden vor Ende der ersten Runde aus der Full Mount Schläge abfeuert und Brandon Vera sich einigelt. Da stellt sich die Frage, ob dieser Abbruch hätte sein müssen, denn die Schläge von Werdum sahen jetzt nicht so aus, als würden sie Vera gleich ausknocken oder ähnliches und Vera sagt nach dem Kampf selbst, dass er den Abbruch nicht versteht sondern meint, dass er nur versucht habe, sich bis zum Rundenende zu verteidigen, um dann in der zweiten Runde wieder voll anzugreifen. Diese Sichtweise kann ich nur befürworten, denn Vera sieht nach dem Kampf nicht so aus, als hätte er ordentliche kassiert. In meinen Augen ein zu frühes Kampfende und ich hoffe, dass man beiden die Chance gibt, diesen Kampf einmal unter der Leitung eines anderen Referees zu wiederholen. Fabricio Werdum (11-3-1) besiegt Brandon Vera (8-2-0) durch TKO (Punches) in Runde 1 (4:40) -Middleweight Fight: Nathan Marquardt (26-7-2) vs. Thales Leites (12-1-0) Weiter gehts mit dem nächsten Middleweight Fight. Mit Marquardt und Leites treffen hier zwei Black Belts aufeinander, die in ihrer UFC Karriere bisher jeweils nur eine Niederlage erleiden musste. Die erste Runde spielt sich anfangs noch im Standup ab und Leites trifft nach 2 Minuten mit einer rechten, die Marquardt wirklich von den Beinen haut. Leites setzt nach, kann Marquardt am Boden aber nicht in Bedrängnis bringen, sodass es wieder in den Standup geht. Gegen Ende der ersten Runde darf Marquardt dann auch noch mal und ein rechter Uppercut lässt Leites taumeln. Vielversprechende erste Runde der beiden Mittelgewichtler. Die zweite Runde beginnt im Clinch und Marquardt schafft kurze Zeit später den Takedown, begeht aber einen Regelverstoß, als er den knienden Leites mit einem Kniestoß trifft, was ihm sofort einen Punktabzug einbringt. Leites darf sich kurz erholen und verbringt den Rest der Runde hauptsächlich in Rücklage, denn Marquardt kann immer wieder in der Top Position landen. Wieder eine sehr spannende Runde und wenn’s so weitergeht, dürfte Marquardt der Punktabzug am Ende möglicherweise den Sieg kosten. In der dritten Runde ist es nun Leites, der den Ton angibt und Marquardt fast ausknockt. Nate kann sich mit einem Takedown auf den Boden retten und nach einem Submission-Versuch von Leites mach Marquardt mit dem Ground and Pound weiter, allerdings sieht Herb Dean wieder einen Regelverstoß, denn Marquardt soll auf Leites Hinterkopf geschlagen haben. Die Zeitlupe zeigt zu Marquardts Leidwesen etwas anderes, aber die Entscheidung steht und Marquardt wird wieder ein Punkt abgezogen. Jetzt wird’s ganz schwer für ihn, denn die erste Runde könnte man guten Gewissens für Leites werten. Marquardt lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und geht weiter nach vorne, um der Judges Decision zu entgehen, aber Leites hat den Braten gerochen und tut nur noch das Nötigste, um nicht aufgeben zu müssen oder KO zu gehen. Auch ein Piledriver von Marquardt führt nicht zum gewünschten Ergebnis und so kommt es am Ende auf die Ringrichter an. Und wie ich es befürchtet habe, so geht es auch aus. Die zwei Punktabzüge geben am Ende den Ausschlag zu Gunsten von Thales Leites, der mit einem Split Decision Sieg seinen vierten Erfolg in Serie feiern kann, während Marquardt trotz guter Leistung mit gesenktem Haupt den Käfig verlässt. Thales Leites (13-1-0) besiegt Nathan Marquardt (26-8-2) durch Split Decision (28:27; 27:28; 28:27)
12.06.2008, 01:21
-Welterweight Fight:
Mike Swick (11-2-0) vs. Josh Burkman (14-3-0) Kommen wir nun zum nächsten Welterweight Fight der Card und zu einem weiteren „Europa-Veteranen“ in Marcus „The Irish Hand Grenade“ Davis. Davis ist einer der Fighter, die bei den letzten drei UFC-Events in England in den Käfig steigen durften. Wir werden sehen, ob sich sein Höhenflug mit einem Sieg gegen den ehemaligen Heavyweight-, Light-Heavyweight- und Middleweight-Fighter Mike „Quick“ Swick fortsetzen lässt. Ich hatte mir eigentlich jede Menge von dem Fight versprochen, da beide im Standup zu Hause sind und ich daher auf einen schönen Schlagabtausch gehofft habe. Leider bin ich dabei enttäuscht worden, denn die meiste Zeit über befanden sich beide Kontrahenten am Boden, wo Mike Swick den Kampf bestimmt und durch sein Ground And Pound und die zuvor stattfindenden Takedowns letztendlich den Sieg davontrug. Die krumme Zahl kommt daher, dass Swick ein Punkt in der dritten Runde dafür abgezogen wurde, dass er sich am Zaun festgehalten hat. Swick dürfte sich nach dem Sieg mittlerweile in die höheren Regionen der Welterweight Division vorgekämpft haben und jetzt erwarte ich auf jeden Fall einen Kracher als nächsten Gegner für „Quick“. Mike Swick (12-2-0) besiegt Marcus Davis (14-4-0) durch Unanimous Decision (29:27; 29:27; 29:27) -Middleweight Fight: Jason Day (17-5-0) vs. Michael Bisping (15-1-0) Und täglich grüßt das Murmeltier möchte man sagen. England-Show=Bisping-Kampf. Nach Elvis Sinosic und Matt Hamill wartet mit Jason Day der nächsten Prüfstein auf dem Weg zum Titel besiegen für den Hometown-Hero Michael Bisping. Day ist dabei der Ersatzkämpfer für Chris Leben, der sich aufgrund einer Haftstrafe nicht ausreichend auf Bisping vorbereiten konnte. Und Bisping, bei dessen Einzug die Halle übrigens Kopf steht, bestimmt von Anfang bis Ende einen unausgewogenen Kampf und lässt Day von vornherein wissen, wer hier Herr im Haus ist. Day lässt sich scheinbar von der Menge beeinflussen, denn er hat überhaupt kein Gegenmittel für Bisping, der mit allem, was er versucht, durchkommt und am Ende Dan Miragliotta dazu zwingt, dazwischen zu gehen und dem Ground and Pound ein Ende zu bereiten. Sehr dominante Leistung von Bisping, der vielleicht nur noch einen oder zwei Kämpfe von einem Titelkampf entfernt sein dürfte. Ein Fight gegen Chris Leben dürfte zu diesem Zeitpunkt nun definitiv einen Rückschritt darstellen. Michael Bisping (16-1-0) besiegt Jason Day (17-6-0) durch TKO (Punches) in Runde 1 (3:42) -Main Event Catchweight Fight (174 lbs.): Matt Hughes (42-6-0) vs. Thiago Alves (14-3-0) Kommen wir nun zum Main Event der Show und damit zum Showdown zwischen dem ehemaligen Champion Matt Hughes und dem zehn Jahre jüngeren Thiago Alves, der erst vor ein paar Wochen Karo Parisyan ausknocken konnte. Dieser Fight war eigentlich als Welterweight-Fight angesetzt, allerdings verletzte sich Thiago Alves vor dem Fight am Knöchel, sodass er gegen Ende der Vorbereitung nicht in ausreichendem Maße laufen oder Rad fahren konnte, um die überflüssigen Pfunde loszuwerden und das Gewichtslimit einzuhalten. Somit wog Alves beim offiziellen Wiegen 4 Pfund zuviel und man darf davon ausgehen, dass er bis zum Fight noch mal zugelegt hat. Matt Hughes war das aber egal, denn er nahm den Fight trotzdem an. Wie man es von Matt Hughes kennt, will er vor allem schnell den Takedown schaffen, um dann mit Ground and Pound Alves zu besiegen. Das funktioniert in der ersten Runde nur bedingt, denn Alves Sprawl ist nicht von schlechten Eltern und geht es dann mal auf den Boden, ist es eher Alves, der die Oberhand hat und entweder selbst Treffer landet oder zumindest kaum welche einstecken muss. In der zweiten Runde geht Hughes wieder mit dem selben Gameplan in den Ring, aber Alves kann den ersten Takedown abfangen und Hughes mit einem Kniestoß einen Cut zwischen den Augen verpassen. Warum da der Herb Dean den Kampf nicht pausiert, muss in Frage gestellt werden, denn der Cut behindert Hughes Sehvermögen. Vor allem am Boden läuft ihm das Blut in die Augen, aber Dean lässt den Kampf weiterlaufen, sodass Hughes wieder zum Stehen kommt. Einem Takedownversuch kann Alves ausweichen und landet nun einen Kniestoß mit Anlauf, der Hughes die Luft aus den Segeln nimmt. Alves setzt mit Ground and Pound nach und nun muss Herb Dean dazwischengehen um Schlimmeres zu verhindern. Ein brutaler Knockout des Pitbulls und somit hat er nach Parisyan auch den zweiten Top Ten Welterweight mit seinem Knie finishen können. Einfach nur klasse, wie Alves Karriere momentan verläuft. Wenn es so weitergeht und Alves auch noch einen Fighter vom Kaliber Diego Sanchez oder Josh Koscheck besiegen kann, könnten wir gegen Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres einen Titelkampf mit Alves sehen. Für Matt Hughes scheint es nun endgültig Richtung Sonnenuntergang zu gehen, hoffen wir, dass die UFC seinen Wunsch erfüllt, und wir einen Kampf gegen Matt Serra zum Abschluss seiner Karriere sehen können. Thiago Alves (15-3-0) besiegt Matt Hughes (42-7-0) durch TKO (Knee and Punches) in Runde 2 (1:02) Fazit: Trotz der vielen Umstellungen und Änderungen haben die Fights bei UFC 85: Bedlam das beste daraus gemacht. Mit Wiman gegen Tavares und Marquardt gegen Leites hat man zwei ausgezeichnete Fights bewundern können und auch die Fans des Knockouts und der Submission sind wieder einmal auf ihre Kosten gekommen. Die einzige negative Anmerkung, die ich habe, ist dass die UFC leider immer wieder die gleichen Fighter auf der Card hat, denn mit Fabricio Werdum, Marcus Davis, Michael Bisping, Jess Liaudin und Paul Taylor haben wir heute ganze fünf Fighter gesehen, die in mindestens drei der letzten fünf europäischen UFC-Events zum Einsatz kamen. Zudem durfte man als Europäer auch schon bei UFC 80 in den Genuss der Künste von Jorge Rivera, Jason Lambert und Antoni Hardonk. Einerseits nachvollziehbar, aber andererseits gibt es mir Rätsel auf, wie die UFC mal einen möglichen Schwergewichtstitelkampf mit Beteiligung von Fabricio Werdum promoten will, wenn dieser bisher nur auf der britischen Insel zu sehen war. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Abschließend kann man sagen, dass UFC85: Bedlam ein solider, wenn auch kein herausragender Event war, der allerdings locker den Ticketpreis wert war. Es bleibt abzuwarten, wann die UFC ihre Expansion auch nach Deutschland vorantreiben will. Mit einer Card wie dieser bin ich sicherlich einer der ersten Besteller. |
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06.06.2008, 23:18 Letzter Beitrag: |
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