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UFC 102: Couture Vs. Nogueira Card
#14
Das ist der "UFC 100-Effekt." ^^

Bei 100 war die gesamte Card einfach spitzenklasse, während man hier auf der Main Card wie du schon sagtest mit Schnitzel vs. Vera und Rosholt vs. Leben abserviert wird.

Für mich sind Maia vs. Marquardt und Jardine vs. Silva die einzig echten Gründe den Event anzusehen. Die Undercard riecht für mich nach Borefest, aber ich lasse mich da auch gern eines besseren belehren.
#15
Also diese Card hier ist ja wirklich mal sowas von uninteressant. Wenn man den Event nicht sieht, verpasst man nix.

Von 100 braucht man nicht sprechen, dass war ne andere Liga, aber an 99 und 101 hätte man schon rankommen können. Zumindest von der Drawing Power der Namen. Aber nur die Opas interessieren mich nicht wirklich!!
#16
Na ja, ich finde, man verpasst immer etwas, wenn man Demian Maia nicht zusieht. Zudem entscheidet der Fight auch über die Reihenfolge im Mittelgewicht. Sollte Anderson Silva langfristig ins Light Heavyweight wechseln, dürften wir hier einen der Herausforderer um den Gürtel sehen. Auch der Co-Main Event ist doch sicherlich ansehnlich, da Jardine wohl wieder einen TKO abbekommt oder Thiago "overhyped" Silva den Zahn ziehen wird. Ich bin jedenfalls gespannt auf diesen Fight.
Und auch wenn Leben-Rosholt und Vera-Schnitzel eigentlich kein Main Card-Material sind, so wirds da trotzdem was zu sehen geben, da ich den kleinen hässlichen Doper Leben einfach nur ordentlich kassieren sehen will, genauso wie ich hoffe, dass sich Schnitzel mit einem Erfolg über Vera für höhere Aufgaben empfehlen kann.
#17
Der Typ heißt aber wirklich Schnitzel, oder?
Keine Verwandschaft mit Snitzky...;);)Breites Grinsen
#18
Zitat:Original von Double F
Der Typ heißt aber wirklich Schnitzel, oder?
Keine Verwandschaft mit Snitzky...;);)Breites Grinsen
Der Typ heißt eigentlich Krzysztof Soszynski, aber versuch mal, das ohne Copy&Paste einzutippen.
#19
Zitat:Original von Can Shamrock
Der Typ heißt eigentlich Krzysztof Soszynski, aber versuch mal, das ohne Copy&Paste einzutippen.

Das ist ein Klassiker bei uns seit Can die TUF-Reports geschrieben hat. ^^

Wie schon gesagt: Maia vs. Marquardt und Silva vs. Jardine sind für mich interessante Matchups. Rosholt vs. Leben glaub ich nicht wirklich dran das Leben kassieren wird, denn Rosholt ist vielleicht ein starker Wrestler, aber hast du gesehen was der in der WEC fressen musste um den Kampf auf den Boden zubekommen? Das wird er gegen die Granitfäuste von Leben nicht durchhalten. Ich hoffe auch das Schnitzel sich gegen Vera durchsetzen kann, denn der ist im absoluten Niemandsland unterwegs und wäre nach einer Niederlage wunderschönes Material für Jon Jones.
#20
Na dann warten wir also mal ab. Vielleicht komm ich ja doch dazu, dass ganze zu gucken!! :winke:

99, 100 und 101 sind jetzt auf jedenfall schon mal nachgeholt worden!! :=:
#21
Zitat:Original von TheRaven666
Wie schon gesagt: Maia vs. Marquardt und Silva vs. Jardine sind für mich interessante Matchups. Rosholt vs. Leben glaub ich nicht wirklich dran das Leben kassieren wird, denn Rosholt ist vielleicht ein starker Wrestler, aber hast du gesehen was der in der WEC fressen musste um den Kampf auf den Boden zubekommen? Das wird er gegen die Granitfäuste von Leben nicht durchhalten. Ich hoffe auch das Schnitzel sich gegen Vera durchsetzen kann, denn der ist im absoluten Niemandsland unterwegs und wäre nach einer Niederlage wunderschönes Material für Jon Jones.
Das deckt sich auch ziemlich genau mit meiner Ansicht des Events! Es ist keine Hammer-Card, aber sie kann schon mit einigen Namen aufwarten... (selbst in der Undercard).

Also der Event sollte definitiv besser werden als UFC 33,UFC55,UFC72 oder UFC78... wenn er das schon erfüllt, sehe ich der Nacht recht entspannt entgegen...
#22
Herzlich willkommen zu UFC 102: Couture vs. Nogueira. Zum zweiten Mal in diesem Jahr erst bekommen wir eine Card auf amerikanischem Boden geboten, die keinen Titelkampf enthalten wird. Stattdessen werden im Main Event zwei Legenden des Sports in Randy Couture und Antonio Rodrigo Nogueira aufeinandertreffen. Dieser Kampf hätte vor ein paar JAhren noch Fans weltweit mit der Zunge schnalzen lassen und die Diskussion um die bessere Heavyweight-Division zwischen den PRIDE- und UFC-Fans neu entfacht. Nur schade, dass wir mittlerweile 2009 haben und beide Fighter in ihrem letzten Kampf eine harte Abreibung erhalten haben. Während Randy Couture seinen Gürtel an Brock Lesnar verlor wurde Nogueira zum ersten Mal in seiner Karriere ausgeknockt. Für beide soll das allerdings nicht der Schlussakkord einer ruhmreichen Karriere sein, denn beide haben weiterhin den UFC-Heavyweight-Titel im Blickfeld. Einer der beiden wird am Samstag wieder Richtung Titel vorstoßen, für den anderen werden zig "Soll xxx zurücktreten"-Threads auf Sherdog eröffnet. Das ist allerdings nicht der einzige Fight auf der Main Card, im weiteren Verlauf werden Nate Marquardt und Demian Maia das Recht auf einen Titelkampf im Mittelgewicht auskämpfen, Keith Jardine und Thiago Silva wieder auf die Siegerstraße kommen wollen, Chris Leben in seiner Rückkehr nach der Sperre auf Jake Rosholt treffen und Brandon Vera gegen Krzysztof Soszynski die Live-Übertragung eröffnen. Davor gibt es natürlich noch die Undercard und mit dieser geht es nun auch los.

-Lightweight Fight:
Marcus Aurelio (18-7-0) vs. Evan Dunham (8-0-0)


Los geht es im Lightweight zwischen dem Hometown Hero Evan Dunham und Marcus Aurelio. Aurelio kehrt hierbei nach einer kleinen UFC-Auszeit ins Oktagon zurück und ersetzt Matt Veach, der verletzungsbedingt absagen musste. Da Aurelio allerdings sowieso mitten in der Vorbereitung auf einen Fight war, sollte er topfit in den Kampf gehen. Marcus Aurelio ist ein klassischer Grappler. Der BJJ Black Belt wird daher versuchen, den Fight so schnell es geht auf die Matte zu bringen um ihn dort zu beenden. Evan Dunham hingegen kommt eher aus dem Wrestling, ist aber nicht unerfahren, was das Grappling angeht, auch wenn er noch weit entfernt von den Meriten ist, die Aurelio schon gesammelt hat. Dunham ließ im UFC-Interview verlauten, er werde seine eigenen Grappling-Fähigkeiten vor seinem Heimpublikum zur Schau stellen. Nun, das sollte er lieber nicht tun, sonst dürfte das Publikum schon früh in Missstimmung geraten. Dunham sollte sich darauf konzentrieren, sein Wrestling dazu zu nutzen, die Takedowns von Aurelio abzuwehren und den Brasilianer auszuboxen. Ob ihm das gelingt bleibt abzusehen, ich befürchte, dass Dunhams ungeschlagene Bilanz vorbei sein wird.

Tipp: Marcus Aurelio durch Submission in Runde 1


-Middleweight Fight:
Nick Catone (6-1-0) vs. Mark Munoz (5-1-0)


Im zweiten Fight des Abends erwarten uns die beiden Wrestler Nick Catone und Mark Munoz. Hierbei gibt Mark Munoz nach seiner verheerenden Niederlage gegen Matt Hamill sein Debüt im Mittelgewicht. Beide Fighter werden mit einem ähnlichen Gameplan in den Kampf gehen, nur wird Catone derjenige sein, der sich abwartender verhalten wird, während Munoz von Anfang an Druck machen wird. Catone sollte hierbei versuchen, Munoz im Stand auszuboxen. Munoz geht nicht nur mit einem immensen Gewichtsvorteil in diesen Fight, er ist sowieso schon der bessere Wrestler und Catone hat auch kein entsprechend hochklassiges Grappling vorzuweisen, um Munoz dann auf der Matte die Stirn zu bieten. Die einzige Hoffnung für ihn liegt im Standup, ansonsten wird sich Mark Munoz zu seinem ersten UFC-Sieg Ground And Pounden.

Tipp: Mark Munoz durch TKO in Runde 1


-Heavyweight Fight:
Tim Hague (10-1-0) vs. Todd Duffee (4-0-0)


Wir gehen zum ersten Mal am heutigen Abend zu den ganz großen Jungs in die Heavyweight-Division und zum Fight zwischen Tim Hague und Todd Duffee. Hague konnte in seinem UFC-Debüt Pat Barry besiegen während Todd Duffee hier sein UFC-Debut gibt. Hague ist eigentlich ein Brawler, der seinen Gegenüber durch seine physische Dominanz einfach überpowert. Zudem hat er zumindest ein grundlegendes Verständnis auf der Matte. In Todd Duffee bekommt der ehemalige Kindergärtner ein weiteres Schwergewichtstalent vor die Fäuste. Der ATT-Fighter Duffee dürfte der deutlich vielseitigere Fighter sein. Der Modellathlet hat zwar keine herausragende Bilanz, dürfte beim American Top Team allerdings einiges mit auf den Weg bekommen haben und ist zudem noch deutlich schneller auf den Beinen als der hin und wieder träge wirkende Hague. Duffee wird in diesem Fight den Schwingern Hagues entgehen, diesen auf die Matte bringen und anschließend mittels Ground And Pound den vorzeitigen Sieg einfahren.

Tipp: Todd Duffee durch TKO in Runde 1


-Heavyweight Fight:
Mike Russow (11-1-0) vs. Justin McCully (9-4-0)


Wir bleiben im Schwergewicht und bei einem weiteren UFC-Debüt. Mike Russow wird zum ersten Mal in seiner Karriere in den UFC-Käfig steigen und dort gegen Justin McCully sein Können unter Beweis stellen. Beide Fighter werden in diesem Kampf darauf bedacht sein, den Takedown zu schaffen, denn aus der Top Control sind beide am effektivsten. Während bei Justin McCully hier das Offensivarsenal schon aufhört, dürfen sich die Fans auf Russow freuen. Der hauptberufliche Polizist aus Chicago bringt mehr als durchschnittliches Grappling mit und dürfte McCully hier nicht nur einmal in Bedrängnis bringen. Zudem ist Russow auch der beste Wrestler sein, dem McCully in den letzten Jahren gegenüber stand. Sollte McCully den Takedown schaffen, könnte es für Russow frustrierend werden, denn so erfahren man auf der Matte auch ist, die Masse macht es hin und wieder immer noch aus und einen McCully will man einfach nicht auf sich liegen haben. Da ich allerdings bezweifle, dass McCully die Takedown Defense Russows durchbrechen wird, dürfte es eher andersherum laufen. Russow wird McCully zu Boden bringen und noch in der ersten Runde einen Kampfabbruch herbeiführen.

Tipp: Mike Russow durch TKO in Runde 1


-Heavyweight Fight:
Gabriel Gonzaga (10-4-0) vs. Chris Tuscherer (17-1-0)


Aller guten Dinge sind drei und mit Chris Tuscherer haben wir hier den dritten Schwergewichts-Debütanten des Pay-Per-Views. Tuscherer hat sich bisher in kleineren Promotionen herumgeschlagen und gehört zu den Trainingspartnern Brock Lesnars. In seinem UFC-Debut trifft er nun auf seinen härtesten Gegner, Gabriel Gonzaga.
Machen wir es kurz: Gonzaga ist besser. Klar und deutlich. Tuscherer wird zwar für ihn zum kleinen Matchup-Problem, da Tuscherer ein Wrestler ist und das Gonzagas Schwäche war, allerdings wird er sich dieses Mal ähnlich wie gegen Josh Hendricks keine Blöße geben und den YAMMA-Veteranen noch in der ersten Runde entweder im Stand KO schlagen oder mittels Würgegriff zur Aufgabe bringen. Alles andere käme einer Sensation gleich.

Tipp: Gabriel Gonzaga durch Submission in Runde 1[/b]


-Middleweight Fight:
Ed Herman (15-7-0) vs. Aaron Simpson (5-0-0)


Wir kommen zum zweiten Mal ins Mittelgewicht und damit zum Abschluss der Undercard. Hierbei trifft der ungeschlagene Arizona Combat Club-Wrestler Aaron Simpson auf den TUF 3-Finalisten Ed Herman. Der Fight kommt für beide etwas kurzfristig, da hier eigentlich James Irvin gegen Wilson Gouveia angesetzt war und beide nach und nach absagen mussten. Und genau wie sie begonnen hat, endet die Undercard auch wieder mit einem Hometown Hero in Ed Herman. Herman ist ein Wrestler, der gerne im Clinch seinen Gegner zermürbt und anschließend entweder mit Ground And Pound oder einem Choke auf der Matte den Kampf beendet. In Aaron Simpson trifft er hier auf einen herausragenden Wrestler. Simpson trainiert gemeinsam mit C.B. Dollaway, Ryan Bader und Cain Velasquez und dürfte sein ohnehin schon gutes Wrestling auf eine höhere Stufe gehoben haben.
So gerne Herman auch in den Clinch geht, gegen Simpson gibt es dort nichts zu holen und auch Hermans Takedowns werden an Simpson zerschellen. Stattdessen wird Simpson gegen einen mehr und mehr frustrierten Herman Mitte der ersten Runde das Heft in die Hand nehmen und ihm seinen Gameplan aufzwingen. Die einzige Möglichkeit, die ich hier für Ed Herman sehe, ist im Stand, wo Herman den unerfahrenen Simpson mit einem Punch oder einer Kombination erwischen könnte. Aber ansonsten wird es hier auch auf einen Ground And Pound-Erfolg hinauslaufen, mit dem besseren Ende für Simpson.

Tipp: Aaron Simpson durch TKO in Runde 2
#23
-Light Heavyweight Fight:
Krzysztof Soszynski (18-8-1) vs. Brandon Vera (10-3-0)

Die Main Card von UFC 102 eröffnet mit dem Light-Heavyweight Fight zwischen Brandon Vera und Krzysztof Soszynski. Ursprünglich sollte Brandon Vera auf Matt Hamill treffen, doch nach einer Knieverletzung sprang wie schon öfter in der Vergangenheit der ehemalige TUF 8-Teilnmehmer Krzysztof "Schnitzel" Soszynski als Ersatz ein. Der Wechsel von Brandon Vera in die Light-Heavweight Division verlief bisher eher durchwachsen. In seinem Debut schlug er Reese Andy unspektakulär über Unanimous Decision, bevor er Keith Jardine über Split Decision unterlag. Zuletzt konnte er Mike Patt über TKO besiegen und wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Sein Gegner "Schnitzel" Soszynski konnte seit seiner Niederlage im Rahmen der 8. TUF-Staffel gegen Vinicius Magalhaes sowohl Shane Primm und Brain Stann durch Submission und Andre Gusmao durch TKO vorzeitig besiegen. Mittlerweile hat er sich bei der UFC auch den Ruf des Feuerwehrmanns erarbeitet, da er eine hohe Bereitscahft zeigt Fights mit kürzerer Vorbereitungsfrist anzunehmen. Für Brandon Vera wird dieser Fight mehr oder weniger richtungsweisend für die Zukunft sein, denn obwohl er sehr talentiert ist wurde er seinem Hype bisher in keiner Division der UFC letztlich gerecht. Seine Stärken liegen im Stand durch seinen Muay-Thai-Background, in einer guten Takedown-Defense und einem ordentlichen, defensiven Groundgame. Soszynski verfügt über gute offensive Submission-Skills, gutes Wrestling und hat zuletzt sein Striking enorm verbessert, er gehört zu den ausbalanciertesten Fightern der Light Heavyweight-Division. Zudem verfügt er über die Power um jeden Gegner ins Land der Träume zu schicken. Grundsätzlich dürfte Brandon Vera als Favorit gelten, da er den Fight im Normalfall im Stand halten kann und dort durch seinen Technik- und Reichweitenvorteil den Kampf über drei Runden verwalten und dominieren wird. Soszynski bleibt aufgrund seiner Power und seiner Submissions trotzdem immer gefährlich und ist meiner Meinung nach auch der bessere Allround-Fighter. Am Ende wird sich meiner Meinung nach "Schnitzel" Soszynski gegen Ende des Fights über Submission gegen Brandon Vera durchsetzen, da ich Vera nach seinen letzten Auftritten weder als ernsthaften Contender ansehen kann noch ansehen will. Nach einer Niederlage würde ich ihn mir direkt als nächsten Gegner für den jungen, aufstrebenden Jon "Bones" Jones wünschen.

Tipp: "Schnitzel" Soszynski durch Submission in Runde 3


-Middleweight Fight:
Nate Marquardt (28-8-2) vs Demian Maia (10-0-0)

Nachdem man sich im Management von Anderson Silva immer noch nicht so ganz einig zu sein scheint, ob man den Titel der Middleweight-Division nun gegen Dan Henderson verteidigen möchte oder nicht, erhält der Fight zwischen Nate Marquardt und Demian Maia nach dem letzten Vorschlag von Ed Soares eine ganz neue Note. Soares schlug der UFC vor, einen Interim-Title unter dem Sieger dieses Fights und Dan Henderson auskämpfen zu lassen, damit Anderson Silva in dieser Zeit einigen Money-Fights im Light Heavyweight nachgehen und am Ende dann gegen einen echten und unbestrittenen No. #1 Contender um den Middleweight-Title antreten kann. Auch ohne diese neue Entwicklung wissen beide Fighter hier, was für sie auf dem Spiel steht. Der Pancrase-Veteran Nate Marquardt ging vor zwei Jahren bei UFC 73 schon einmal in einem Titelkampf sang- und klanglos gegen Anderson Silva unter und hat seitdem eine Bilanz von 3-1 Siegen angehäuft und musste sich nur dem letzten Titelaspiranten Thales Leites durch Split Decision geschlagen geben. Seine letzten beiden Siege gegen Martin Kampmann und Wilson Gouveia errang er allerdings in beeindruckender Manier durch TKO. Sein Gegner Demian Maia ist ein BJJ-Wizard, mehrfacher ADCC-Champion und im MMA bisher ungeschlagen. Er absolvierte in der UFC bisher fünf Kämpfe, von denen er alle vorzeitig durch Submission gewinnen konnte. Einzig der BJJ-Fighter Jason MacDonald lieferte ihm einen packenden Groundfight, bevor auch er in einem Rear Naked Choke aufgeben musste. Marquardt wird für Maia der bisher größte Test in der UFC werden, denn Marquardt ist ein Allrounder mit gutem Stand-Up und Power in den Händen und Füßen, ordentlichem Wrestling und gutem Groundgame. Maia hingegen hat zwar zuletzt hart an seinem Stand-up gearbeitet, allerdings dürfte er Marquardt hier immer noch unterlegen sein und aufgrund dieser Tatsache ist für viele Beobachter im Vorfeld klar: Maia gewinnt diesen Kampf wenn überhaupt auf der Matte. Damit hängt der Ausgang dieses Kampfes wohl von Maia's Wrestling und seinen Takedowns ab und ob er den Fight gegen Marquardt auf den Boden bekommt. Meiner Ansicht nach stand Demian Maia gegen Chael Sonnen vor einem ähnlichen Problem, solange dieser ihm nicht in die Guard hinterher springt. Genau dort hat Maia dann aber alle überrascht, indem er Sonnen wie einen Amateur aussehen lies und aus der Top Position heraus in einen Triangle Choke nahm und den Kampf kurze Zeit später über Submission gewann. Nun ist Nate Marquardt zwar kein Chael Sonnen und auch von der Physis her noch eine Klasse höher einzuschätzen als Sonnen und Maia zusammen, aber ich glaube nach wie vor daran das Maia die Zuschauer auch hier überraschen wird und den Fight jeweils schnell auf den Boden bringen kann. Dort hängt alles davon ab, wie gut sich Marquardt gegen das Submission-Bombardement von Maia behaupten kann. Wenn Marquardt die Takedowns von Maia nicht im Keim erstickt und den Kampf wie gegen Kampmann schnell vorzeitig beenden kann sehe ich ihn am Boden gegen Demian Maia einfach nicht gewachsen. Ich denke, dass es Maia gelingen wird den Kampf in der ersten Runde durch Submission zu gewinnen.

Tipp: Demian Maia durch Submission in Runde 1


-Middleweight Fight:
Jake Rosholt (5-1-0) vs. Chris Leben (18-7-0)

Kommen wir nun zu dem Kampf, den ich am liebsten gleich wieder überspringen würde. Für mich ist die an sich etwas schwache Undercard der einzige Grund warum dieser Fight es auf die Main Card geschafft hat, denn Chris Leben trifft auf Jake Rosholt. Hier bekommen wir ein klassisches Style-Matchup zu sehen, denn Leben ist der Prototyp eines Brawlers und der amerikanische Crowdpleaser schlechthin, während Jake Rosholt ein dreifacher NCAA Division I Champion im amerikanischen Collegewrestling ist. Allerdings hat es sich hier auch ganz schnell mit den Fähigkeiten von Jake Rosholt, denn er gehört zu den eindimensionalsten Fightern der gesamten UFC. Sein Wrestling-Background zeigt einige großartige Leistungen, aber schon in der WEC gegen Nissen Osterneck zeigte er seine großen Schwächen im Stand-Up. Zwar gewann er den Kampf in der zweiten Runde durch TKO nach Ground & Pound, aber für jeden Takedown und jede Sekunde im Stand bezahlte er mit teils schweren Treffern. Nach der Auflösung der WEC-Middleweight Division wurde er in die UFC übersiedelt und sollte dort eigentlich zuerst gegen Alessio Sakara antreten. Nachdem dieser aber verletzungsbedingt absagen muste, sprang Dan Miller ein und offenbarte bei Ultimate Fight Night 18 innerhalb von nur einer Minute durch einen Guillotine Choke die zweite große Schwäche von Rosholt. Zwar hat Rosholt von Leben wohl keine Submissions zu befürchten, allerdings stellt in meinen Augen die Power in den Händen und das Granitkinn von Leben eine unüberwindbare Hürde für Rosholt dar. Dieser wird versuchen den Kampf auf den Boden zu bekommen und Leben zu kontrollieren. Für jeden Takedownversuch wird Leben in aber bezahlen lassen, bis der Schaden in der zweiten Runde zu groß wird und Leben mit einer Serie von Punches den Kampf über TKO für sich entscheidet.

Tipp: Chris Leben durch TKO in Runde 2


-Light Heavyweight Fight:
Keith Jardine (14-5-1) vs. Thiago Silva (13-1-0)

Auch im Co-Main-Event von UFC 102 treffen zwei Fighter aufeinander, welche zuletzt Niederlagen hinnehmen mussten. Thiago Silva kehrt nach seiner vernichtenden Niederlage gegen den aktuellen Light Heavyweight-Champion Lyoto Machida ins Octagon zurück um gegen den "Techno Viking" Keith Jardine anzutreten. Jardine verlor seinen letzten Kampf gegen Quinton Jackson über Decision, sah dabei aber besser aus als Thiago Silva gegen Lyoto Machida. Für Silva war das zugleich die erste Niederlage im 14. Kampf seiner Karriere, während Jardine in den vergangenen Jahren durchweg gegen hochwertige Competition angetreten ist und dadurch eine ziemliche Berg- und Talfahrt erlebt hat. Für mich ist in diesem Kampf die entscheidende Frage, wie Silva seine erste Niederlage verarbeitet hat. Jardine stand schon mit Stand-Up Fightern wie Chuck Liddell, Rampage Jackson und Brandon Vera über die volle Distanz im Octagon und hat durch seinen unorthodoxen Style mehrfach bewiesen, dass er drei Runden mit dem Kaliber solcher Fighter mithalten kann. Thiago Silva hingegen bekam meiner Meinung nach mit Lyoto Machida zum ersten Mal in seiner UFC-Karriere einen wirklich ernsthaften Contender als Gegner und ging direkt unter. Er wirkte passiv, gun-shy und ideenlos im Gegensatz zu seinem sonst eher aggressiven, druckvollen Stil. Wanderlei Silva und Houston Alexander haben gezeigt wie man Keith Jardine überraschen und besiegen kann - mit Druck, Aggression und Power. Brandon Vera und Chuck Liddell allerdings kämpften genau Jardine's Fight und verloren am Ende verdient über Decision. Ich denke, es hängt hier stark davon ab welcher Thiago Silva hier auftreten wird. Wenn er sich von seiner Niederlage gegen Machida nicht erholt hat, wird er hier drei Runden lang von Jardine auseinander genommen und erleidet möglicherweise sogar einen späten TKO. Wenn er davon aber unbeeindruckt geblieben ist und sich auf seinen alten Stil besinnt, dann gelingt es ihm vielleicht Jardine früh im Kampf zu rocken und den Kampf beenden zu können. Trotzdem ist Jardine aufgrund seiner Erfahrung und seinem durchweg höherem Level an Competition für mich der Favorit in diesem Fight.

Tipp: Keith Jardine durch Unanimous Decision


-Heavyweight Fight:
Randy Couture (16-9-0) vs. Antonio Rodrigo Nogueira (31-5-1)

Im abschließenden Main-Event wird es einen Fight zwischen zwei Legenden des Sports geben, einen der Fights die man gerne als Superbowl des MMA bezeichnen können würde, aber wie so oft kommen diese Fights einfach zu spät. So auch das Aufeinandertreffen zwischen dem mehrfachen UFC-Champion Randy Couture und Antonio "Minotauro" Nogueira. Big Nog war PrideFC- und UFC-Heavyweight-Champion und zählt aufgrund seines Kämpferherzes und seiner außergewöhnlichen Fähigkeit beinahe verlorene Fights durch seine Submission-Skills doch noch in einen Sieg zu wandeln, zu den größten Legenden des MMA. Bevor Frank Mir ihn in seinem letzten Kampf durch TKO besiegen konnte, musste Big Nog auch noch nie eine vorzeitige Niederlage hinnehmen. Mit seinen 33 Jahren ist er im Vergleich zu Randy Couture mit 46 Lenzen beinahe noch als Jungspund einzustufen. Randy Couture verlor zuletzt den UFC-Heavyweight-Title an Brock Lesnar und dürfte aufgrund seiner Vertragslage und seines Alters wohl noch ein oder zwei größere Money- oder Legend-Fights wie diesen hier abhalten und dann endgültig zurücktreten. "The Natural" ist ein starker Greco-Roman-Wrestler mit exzellentem Clinch und Dirty Boxing. Er verfügt trotz seines Alters immer noch über die Cardio einen Fight über die volle Distanz mitzugehen und nimmt seinen Gegnern mit seinem Kampfstil und seinen ausgezeichneten Gameplans den Wind aus den Segeln. Zudem wurde Couture seit etlichen Jahren nicht mehr durch einen Aufgabegriff bezwungen. Antonio Rodrigo Nogueira hingegen ist ein BJJ-Künstler der alten Schule mit guten Boxing-Skills.Über die Jahre haben aber sowohl die Reflexe, das Sehvermögen und das Kinn von Nogueira stark nachgelassen, weswegen er in diesem Bereich eigentlich nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Auch wenn Nogueira rein vom Alter her noch einen Run auf den Titel im Ärmel haben könnte, so traue ich es ihm körperlich eigentlich nicht mehr zu. Couture hingegen braucht keinen Run mehr, er ist in Amerika neben Chuck Liddell ohne der absolute "National Hero" des Sports.

Nun zu der Frage wie der Kampf ausgehen könnte: So sehr ich es Big Nog wünschen würde, aber ich sehe in diesem Match in seiner Verfassung der letzten 18 Monate als klaren Underdog gegen Randy Couture. Im Stand-Up verfügt Couture subjektiv über das bessere Boxing und bessere Beinarbeit als Nogueira. Dieser wird am besten daran tun, Couture zu Boden zu bringen. Wenn man allerdings die Qualität von Nogs Takedowns mit Coutures Erfarhrung und Wrestling-Skills addiert, bekomme ich als Ergebnis einen Kampf der da stattfindet wo Couture ihn haben will. Wenn Couture die Distanz verkürzt kann er Big Nog mmit Hilfe des Käfigs über die Duaer des Kampfes mit Dirty Boxing ermüden, kontrollieren und letztlich dominieren. Je länger der Kampf dauert, desto größer werden Coutures ohnehin vorhandene Vorteile gegen Nogueira. Da ich nicht glaube, dass Big Nog ein Mittel gegen Coutures Fight-IQ und Technik im Clinch finden wird und es auch keine überraschende Submission aus dem Nichts gegen Captain America geben wird, tippe ich auf einen vorzeitigen Sieg für Randy Couture.

Tipp: Randy Couture durch TKO in Runde 2

Fazit: UFC 102 bietet eine mittelmäßige Card mit einer auf dem Papier relativ unspektakulären Undercard. Doch alleine durch Randy Couture wird man für den Event doch einige Views drawen können, dazu kommen mit Jardine vs. Silva und Marquardt vs. Maia zum Main Event der Legenden noch zwei weitere potentielle Fights of the Night hinzu. Wir von der W4E-MMA-Crew sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag natürlich wieder in den Foren des Peoplesboards und auf der Main Page mit unserer Liveberichterstattung zum Event mit von der Partie. Lasst uns wissen was ihr vom Event und den Fights haltet, wir freuen uns über zahlreiche interessante und hitzige Diskussionen.
#24
Als MMA Neuling sagen mir mir die Kämpfer auf der card nicht viel, wenn man von Couture, Jardine und Nogueira mal absieht. Werd mir das Ganze sicherlich trotzdem anschauen auch wenn einige Kenner hier von einem Borefest ausgehen. Smile
#25
Randy Couture - 220 lbs.
Antonio Rodrigo Nogueira - 231 lbs.

Keith Jardine - 205 lbs.
Thiago Silva - 205 lbs.

Nate Marquardt - 185 lbs.
Demian Maia - 185 lbs.

Krzysztof Soszynski - 205 lbs.
Brandon Vera - 205 lbs.

Jake Rosholt - 185 lbs.
Chris Leben - 185 lbs.

Ed Herman - 185.5 lbs.
Aaron Simpson - 185 lbs.

Gabriel Gonzaga - 259 lbs.
Chris Tuscherer - 258 lbs.

Mike Russow - 260 lbs.
Justin McCully - 238 lbs.

Tim Hague - 263.5 lbs.
Todd Duffee - 251 lbs.

Nick Catone - 185.5 lbs.
Mark Munoz - 185.5 lbs.

Marcus Aurelio - 156 lbs.
Evan Dunham - 155 lbs.
#26
Heut werd ichs mir sicher nicht anschaun können, aber wenn ich das ganze gesehen hab, dann werd ich sicher meinen Senf noch dazu gegeben....;)


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