06.02.2010, 13:36
Wer würde heute ein Duell zwischen Diego Armando Maradona und Lothar Matthäus sehen wollen. Also in dem Zustand in dem sie sich gerade befinden. Ich glaub das Grauen würde sich keiner antun, vor allem wenn man die großen Duelle von 1986 und 1990 vor den eigenen Augen noch einmal Revue passieren lässt. In der UFC ist dies anders, dort gibt es Leute die sind noch mit weit über 40 in der Lage einen ordentlichen Kampf abzuliefern. So auch Samstag, wenn die beiden Hall of Famer Randy Couture und Mark Coleman einen neuen Altersrekord für einen UFC Kampf aufstellen werden. Dieses Duell sollte schon bei UFC 17 stattfinden, nun haben wir UFC 109 und 12 Jahre nach dem 1.Versuch geschieht es also, dass sich die beiden ehemaligen Olympiateilnehmer in einem MMA Fight messen.
Das der Kampf der Main Event ist, dürfte wohl jedem klar sein, vor allem wenn man auf die nächsten UFC Cards schaut, die mit Top Kämpfen voll gestopft sind.
Damit die Card etwas in Schwung kommt, hat man mal wieder ein paar Newcomer mit ein paar Alteingesessenen gepaart und hofft, dass diese eine tolle Show bieten. Mal sehen, ob das was wird? Als zusätzlichen Anheitzer wird auch wieder SpikeTV mit eingebunden. Der Haussender der UFC sendet wieder 2 Prelim Kämpfe live in die amerikanischen Fernsehhaushalte.
Zu Beginn der Show lassen wir es aber erstmal etwas ruhiger angehen und müssen erkennen, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht jeden in eben jenes lässt. So geschehen bei Mustapha Al-Turk der eigentlich im 1. Kampf des Abends auf Rolles Gracie treffen sollte. Aber wegen Visum Schwierigkeiten, wird es nicht zu diesem Kampf kommen und so musste unter der Woche schlagartig umdisponiert und ein Ersatzgegner gefunden werden. Mit dem „Mexicutioner“ Joey Beltran hat man eiligst einen Ersatz herangekarrt.
-Heavyweight Fight
Rolles Gracie (3-0-0) vs. Joey Beltran (10-3-0)
Beltran kommt mit einer Empfehlung (Sieg) in den Käfig. Ich halte sie für eine etwas zweifelhafte Empfehlung, aber nun gut, man muss erstmal Houston Alexander besiegen. Respekt nötigt aber der Umstand ab, das dieser Sieg über den ehemaligen UFC Kämpfer gerade einmal 3 Wochen her ist und er sich nicht scheut mit einem Gracie in den Käfig zu steigen.
Jener Familie, die schon den eigenen Kindern im Kindergarten Alter einen BJJ Blackbelt verpasst, dass diese dann in der Krabbelgruppe, den anderen Kindern via Rear Naked Choke klar machen, wer dort das Sagen hat.
Auch Rolles Gracie bildet da keine Ausnahme. Schwarzgurt im BJJ und auch einen im Judo schmücken seine Hüften und er ist somit für den Bodenkampf wohl mit das Beste, was die UFC da zurzeit aufzubieten hat. Mit Baga Agaev und Peter Graham hat er auch schon 2 bekanntere Namen im Kampfrekord, obwohl weder Agaev, der ein sehr guter Judoka ist (aber in letzter Zeit im MMA weniger vom Glück verfolgt war) noch Graham, der eher durch seine K1 Kämpfe bekannt geworden ist, als das Non plus Ultra im MMA Heavyweight angesehen werden können. Trotzdem sind diese Siege im 2. bzw. 3. MMA Profikampf doch schon beachtlich.
Er hat alle seine 3 Kämpfe via Submission beendet und auch Beltran wird diesen Schicksal wohl nicht entkommen können, dafür ist der Amerikaner einfach zu steif und ihm fehlt auch die Erfahrung im Bodenkampf, um auch nur annähernd an die Klasse eines Gracie heranzukommen. Er muss versuchen einen seiner Schläge ins Ziel zu bringen und das so schnell wie möglich, denn nach einem Takedown ist die Show für ihn eh gelaufen.
Alles andere als ein Sieg von Rolles Gracie wäre eine große Überraschung und wäre ein Upset of the Year Kandidat.
Rolles Gracie durch Submission in Runde 1
Wo ich doch gerade bei Kindergarten bin, da gibt es einen der beaufsichtigt solche kleinen Racker in Kanada und tritt nebenbei auch im Käfig an. Am Tage liebevoll zu den Kindern und am Abend reißt er seinem Gegner den Arm aus dem Leib. So wie Jekyll und Hide. Kleiner Spaß natürlich. Aber solch eine Person gibt es wirklich, natürlich ist er auch im Käfig kein Biest, sondern auch nur ein fairer Kämpfer mit dem Namen Tim Hague. Der hat nach seiner Niederlage gegen Todd Duffee eine neue Chance sich zu beweisen. Sein Gegner wird der ehemalige zweifache All-American Wrestler Chris Tuchscherer sein, der nach seiner Niederlage, die im übrigem sehr schmerzhaft war, auch für die Zuschauer wohlgemerkt, mal wieder einen Sieg gebrauchen könnte.
-Heavyweight Fight:
Tim Hague (10-2-0) vs. Chris Tuscherer (17-2-0-1)
Hague, hauptberuflich Kindergärtner ist ein Blaugurt im BJJ und ist sowohl im Stand-up als auch am Boden ein solider Kämpfer. Durch seine Körpergröße von fast 2 Metern hat er vielen anderen Kämpfern einen Reichweitenvorteil voraus und setzt diesen auch geschickt ein. Auch sein Gegner Tuscherer muss erst dieses Hindernis überbrücken, um dann den Takedown zu schaffen. Als Wrestler kommt er vor allem über die Kraft und als Teampartner von Brock Lesnar sollte man diese auch besitzen.
Hague kann den Kampf entweder durch eine Schlagkombination oder durch Aufgabe gewinnen, muss dafür aber den Kampf unter Kontrolle haben. Dieser Fall ist mit Sicherheit nicht gegeben, wenn Tuscherer auf ihm liegt und sein Lay’n Pray auspackt. So geschehen bei der „großartigen Show“ YAMMA Pit Fighting, wo er sich bis ins Finale gelegen hat. An ein TKO durch GnP glaub ich eher nicht, da er so Hague die Möglichkeit geben würde sich in Position für einen Submission zu bringen.
Ich denke das Tuscherer den Kampf am Boden kontrollieren und das Publikum spätestens Ende der 2. Runde eingeschlafen sein wird.
Chris Tuscherer durch Unanimous Decision
Die ganz schweren Leute sind für diese Veranstaltung erstmal zu den Akten gelegt und ich hoffe, dass die Zuschauer nach der Urteilsverkündung aus dem vorherigen Kampf wieder aufgewacht sind, denn wie schon angerissen, wird auch in diesem Kampf ein UFC Newcomer auf einen erfahrenen Zuffa Kämpfer treffen. Der Mann mit der Erfahrung ist Brian Stann, früher mal WEC Lightheavyweight Champion und berühmt berüchtigt für seine Erstrunden (T)KO’s. Seit dem Wechsel zur UFC sieht es nicht mehr so rosig aus. Zwar konnte er seine letzten beiden Kämpfe gewinnen, aber vorzeitige Siege fehlen seit 2 Jahren in seinem Kampfrekord. Sein Kontrahent hat gerade einmal 4 Kämpfe auf dem jungen Buckel und bekommt schon seine Chance im Haifischbecken UFC Lightheavyweight. Phil Davis, ehemaliger College Wrestler und Blaugurt im BJJ will es also wissen und bekommt gleich eine richtige Aufgabe vorgesetzt.
-Light Heavyweight Fight:
Phil Davis (4-0-0) vs. Brian Stann (8-2-0)
Brian Stann war nicht nur WEC Titelträger, sondern auch Leutnant der US Army. Während seiner Zeit in der Armee begann er mit dem Boxen und dem MMA. Daher auch sein anfänglich lupenreiner Rekord von Erstrundensiegen am laufenden Band. Zuletzt, wie gesagt verlor er seinen WEC Titel und siedelte zum großen Bruder UFC über, wo er gleich seine 2. Niederlage einstecken musste. Danach folgte die Revanche gegen Steve Cantwell, der ihm den WEC Lightheavyweight Titel entriss und ein weiterer Sieg über Rodney Wallace.
Sein Gegner, Phil Davis, ist ein ehemaliger Collegewrestler und Blaugurt im BJJ. Unbestätigten Informationen zufolge soll er das No Gi World Jiu-Jitsu Championship Turnier 2009 in der Super Heavyweight Klasse gewonnen haben. Wie auch immer, er soll ein sehr guter Wrestler sein, der auch im BJJ einiges auf den Kasten zu haben scheint. Auch sein Stand-up soll sich gut entwickelt haben. Aber was er wirklich kann, wird man erst nach dem Kampf gegen Stann beurteilen können.
Ich denke Stann wird sich aufgrund seiner Erfahrung und seiner besseren boxerischen Fähigkeiten durchsetzen und wieder einmal einen vorzeitigen Sieg einfahren.
Brian Stann durch TKO in Runde 2
Nach den ganzen Gewichtsfanatikern die sich über der 200 lbs. Marke bewegten, gibt es zum Ausgleich 3 Lightweight Kämpfe am Stück. Den Anfang macht das Duell zwischen dem TUF Finalisten Phillipe Nover und dem Stand-up und ehemaligen KotC Kämpfer Rob Emerson.
-Lightweight Fight:
Phillipe Nover (5-2-1) vs. Robert Emerson (8-8-0-1)
Phillipe Nover ist ein BJJ Blackbelt und war der Topfavorit auf den Sieg bei der TUF Staffel The Ultimate Fighter: Team Nogueira vs. Team Mir, zumindest in den Augen von Dana White, der ihn gleich mit dem Prädikat “Neuer Anderson Silva“ adelte. Das solche Sachen auch schnell nach hinten losgehen können, konnte man gut am Beispiel von Nover sehen, der das Finale verlor und auch beim nächsten UFC Kampf eine sehr unglückliche Figur machte. So gut sein BJJ ist, so mittelmäßig ist seine Takedown Verteidgung und sein Stand-up ist auch nicht gerade von berauschender Natur. Durch Training beim Xtreme Couture Team sollten diese Schwächen abgebaut werden. Ob es was nützt, wird man Sonntag früh sehen. Ich sehe aber schwarz gegen einen Mann der über gutes Wrestling und sehr guten Stand-up Fähigkeiten verfügt. Emerson ist so ein Typ Kämpfer den Nover nun überhaupt nicht gebrauchen kann. Das ehemalige TUF 5 Mitglied verfügt über ordentliche Takedown Verteidigung, die vollkommen ausreichend ist, um Nover in Schach zu halten und ist im Stand-up dem New Yorker locker eine Klasse voraus.
Nur durch Submission sehe ich eine Möglichkeit für Nover, dazu müsste er aber aggressiver zu Werke gehen, so wie in den ersten TUF Runden, ansonsten wird er den Kampf höchstens offen halten können, um dann zum Schluss ausgepunktet zu werden. Im schlimmsten Fall könnte ihm das gleiche Schicksal widerfahren, wie im letzten Kampf gegen Kyle Bradley, wo er nach rund 1 Minute durch TKO aus dem Kampf genommen werden musste.
Robert Emerson durch TKO in Runde 3
Das der Kampf der Main Event ist, dürfte wohl jedem klar sein, vor allem wenn man auf die nächsten UFC Cards schaut, die mit Top Kämpfen voll gestopft sind.
Damit die Card etwas in Schwung kommt, hat man mal wieder ein paar Newcomer mit ein paar Alteingesessenen gepaart und hofft, dass diese eine tolle Show bieten. Mal sehen, ob das was wird? Als zusätzlichen Anheitzer wird auch wieder SpikeTV mit eingebunden. Der Haussender der UFC sendet wieder 2 Prelim Kämpfe live in die amerikanischen Fernsehhaushalte.
Zu Beginn der Show lassen wir es aber erstmal etwas ruhiger angehen und müssen erkennen, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht jeden in eben jenes lässt. So geschehen bei Mustapha Al-Turk der eigentlich im 1. Kampf des Abends auf Rolles Gracie treffen sollte. Aber wegen Visum Schwierigkeiten, wird es nicht zu diesem Kampf kommen und so musste unter der Woche schlagartig umdisponiert und ein Ersatzgegner gefunden werden. Mit dem „Mexicutioner“ Joey Beltran hat man eiligst einen Ersatz herangekarrt.
-Heavyweight Fight
Rolles Gracie (3-0-0) vs. Joey Beltran (10-3-0)
Beltran kommt mit einer Empfehlung (Sieg) in den Käfig. Ich halte sie für eine etwas zweifelhafte Empfehlung, aber nun gut, man muss erstmal Houston Alexander besiegen. Respekt nötigt aber der Umstand ab, das dieser Sieg über den ehemaligen UFC Kämpfer gerade einmal 3 Wochen her ist und er sich nicht scheut mit einem Gracie in den Käfig zu steigen.
Jener Familie, die schon den eigenen Kindern im Kindergarten Alter einen BJJ Blackbelt verpasst, dass diese dann in der Krabbelgruppe, den anderen Kindern via Rear Naked Choke klar machen, wer dort das Sagen hat.
Auch Rolles Gracie bildet da keine Ausnahme. Schwarzgurt im BJJ und auch einen im Judo schmücken seine Hüften und er ist somit für den Bodenkampf wohl mit das Beste, was die UFC da zurzeit aufzubieten hat. Mit Baga Agaev und Peter Graham hat er auch schon 2 bekanntere Namen im Kampfrekord, obwohl weder Agaev, der ein sehr guter Judoka ist (aber in letzter Zeit im MMA weniger vom Glück verfolgt war) noch Graham, der eher durch seine K1 Kämpfe bekannt geworden ist, als das Non plus Ultra im MMA Heavyweight angesehen werden können. Trotzdem sind diese Siege im 2. bzw. 3. MMA Profikampf doch schon beachtlich.
Er hat alle seine 3 Kämpfe via Submission beendet und auch Beltran wird diesen Schicksal wohl nicht entkommen können, dafür ist der Amerikaner einfach zu steif und ihm fehlt auch die Erfahrung im Bodenkampf, um auch nur annähernd an die Klasse eines Gracie heranzukommen. Er muss versuchen einen seiner Schläge ins Ziel zu bringen und das so schnell wie möglich, denn nach einem Takedown ist die Show für ihn eh gelaufen.
Alles andere als ein Sieg von Rolles Gracie wäre eine große Überraschung und wäre ein Upset of the Year Kandidat.
Rolles Gracie durch Submission in Runde 1
Wo ich doch gerade bei Kindergarten bin, da gibt es einen der beaufsichtigt solche kleinen Racker in Kanada und tritt nebenbei auch im Käfig an. Am Tage liebevoll zu den Kindern und am Abend reißt er seinem Gegner den Arm aus dem Leib. So wie Jekyll und Hide. Kleiner Spaß natürlich. Aber solch eine Person gibt es wirklich, natürlich ist er auch im Käfig kein Biest, sondern auch nur ein fairer Kämpfer mit dem Namen Tim Hague. Der hat nach seiner Niederlage gegen Todd Duffee eine neue Chance sich zu beweisen. Sein Gegner wird der ehemalige zweifache All-American Wrestler Chris Tuchscherer sein, der nach seiner Niederlage, die im übrigem sehr schmerzhaft war, auch für die Zuschauer wohlgemerkt, mal wieder einen Sieg gebrauchen könnte.
-Heavyweight Fight:
Tim Hague (10-2-0) vs. Chris Tuscherer (17-2-0-1)
Hague, hauptberuflich Kindergärtner ist ein Blaugurt im BJJ und ist sowohl im Stand-up als auch am Boden ein solider Kämpfer. Durch seine Körpergröße von fast 2 Metern hat er vielen anderen Kämpfern einen Reichweitenvorteil voraus und setzt diesen auch geschickt ein. Auch sein Gegner Tuscherer muss erst dieses Hindernis überbrücken, um dann den Takedown zu schaffen. Als Wrestler kommt er vor allem über die Kraft und als Teampartner von Brock Lesnar sollte man diese auch besitzen.
Hague kann den Kampf entweder durch eine Schlagkombination oder durch Aufgabe gewinnen, muss dafür aber den Kampf unter Kontrolle haben. Dieser Fall ist mit Sicherheit nicht gegeben, wenn Tuscherer auf ihm liegt und sein Lay’n Pray auspackt. So geschehen bei der „großartigen Show“ YAMMA Pit Fighting, wo er sich bis ins Finale gelegen hat. An ein TKO durch GnP glaub ich eher nicht, da er so Hague die Möglichkeit geben würde sich in Position für einen Submission zu bringen.
Ich denke das Tuscherer den Kampf am Boden kontrollieren und das Publikum spätestens Ende der 2. Runde eingeschlafen sein wird.
Chris Tuscherer durch Unanimous Decision
Die ganz schweren Leute sind für diese Veranstaltung erstmal zu den Akten gelegt und ich hoffe, dass die Zuschauer nach der Urteilsverkündung aus dem vorherigen Kampf wieder aufgewacht sind, denn wie schon angerissen, wird auch in diesem Kampf ein UFC Newcomer auf einen erfahrenen Zuffa Kämpfer treffen. Der Mann mit der Erfahrung ist Brian Stann, früher mal WEC Lightheavyweight Champion und berühmt berüchtigt für seine Erstrunden (T)KO’s. Seit dem Wechsel zur UFC sieht es nicht mehr so rosig aus. Zwar konnte er seine letzten beiden Kämpfe gewinnen, aber vorzeitige Siege fehlen seit 2 Jahren in seinem Kampfrekord. Sein Kontrahent hat gerade einmal 4 Kämpfe auf dem jungen Buckel und bekommt schon seine Chance im Haifischbecken UFC Lightheavyweight. Phil Davis, ehemaliger College Wrestler und Blaugurt im BJJ will es also wissen und bekommt gleich eine richtige Aufgabe vorgesetzt.
-Light Heavyweight Fight:
Phil Davis (4-0-0) vs. Brian Stann (8-2-0)
Brian Stann war nicht nur WEC Titelträger, sondern auch Leutnant der US Army. Während seiner Zeit in der Armee begann er mit dem Boxen und dem MMA. Daher auch sein anfänglich lupenreiner Rekord von Erstrundensiegen am laufenden Band. Zuletzt, wie gesagt verlor er seinen WEC Titel und siedelte zum großen Bruder UFC über, wo er gleich seine 2. Niederlage einstecken musste. Danach folgte die Revanche gegen Steve Cantwell, der ihm den WEC Lightheavyweight Titel entriss und ein weiterer Sieg über Rodney Wallace.
Sein Gegner, Phil Davis, ist ein ehemaliger Collegewrestler und Blaugurt im BJJ. Unbestätigten Informationen zufolge soll er das No Gi World Jiu-Jitsu Championship Turnier 2009 in der Super Heavyweight Klasse gewonnen haben. Wie auch immer, er soll ein sehr guter Wrestler sein, der auch im BJJ einiges auf den Kasten zu haben scheint. Auch sein Stand-up soll sich gut entwickelt haben. Aber was er wirklich kann, wird man erst nach dem Kampf gegen Stann beurteilen können.
Ich denke Stann wird sich aufgrund seiner Erfahrung und seiner besseren boxerischen Fähigkeiten durchsetzen und wieder einmal einen vorzeitigen Sieg einfahren.
Brian Stann durch TKO in Runde 2
Nach den ganzen Gewichtsfanatikern die sich über der 200 lbs. Marke bewegten, gibt es zum Ausgleich 3 Lightweight Kämpfe am Stück. Den Anfang macht das Duell zwischen dem TUF Finalisten Phillipe Nover und dem Stand-up und ehemaligen KotC Kämpfer Rob Emerson.
-Lightweight Fight:
Phillipe Nover (5-2-1) vs. Robert Emerson (8-8-0-1)
Phillipe Nover ist ein BJJ Blackbelt und war der Topfavorit auf den Sieg bei der TUF Staffel The Ultimate Fighter: Team Nogueira vs. Team Mir, zumindest in den Augen von Dana White, der ihn gleich mit dem Prädikat “Neuer Anderson Silva“ adelte. Das solche Sachen auch schnell nach hinten losgehen können, konnte man gut am Beispiel von Nover sehen, der das Finale verlor und auch beim nächsten UFC Kampf eine sehr unglückliche Figur machte. So gut sein BJJ ist, so mittelmäßig ist seine Takedown Verteidgung und sein Stand-up ist auch nicht gerade von berauschender Natur. Durch Training beim Xtreme Couture Team sollten diese Schwächen abgebaut werden. Ob es was nützt, wird man Sonntag früh sehen. Ich sehe aber schwarz gegen einen Mann der über gutes Wrestling und sehr guten Stand-up Fähigkeiten verfügt. Emerson ist so ein Typ Kämpfer den Nover nun überhaupt nicht gebrauchen kann. Das ehemalige TUF 5 Mitglied verfügt über ordentliche Takedown Verteidigung, die vollkommen ausreichend ist, um Nover in Schach zu halten und ist im Stand-up dem New Yorker locker eine Klasse voraus.
Nur durch Submission sehe ich eine Möglichkeit für Nover, dazu müsste er aber aggressiver zu Werke gehen, so wie in den ersten TUF Runden, ansonsten wird er den Kampf höchstens offen halten können, um dann zum Schluss ausgepunktet zu werden. Im schlimmsten Fall könnte ihm das gleiche Schicksal widerfahren, wie im letzten Kampf gegen Kyle Bradley, wo er nach rund 1 Minute durch TKO aus dem Kampf genommen werden musste.
Robert Emerson durch TKO in Runde 3
