Dieses Wochenende gibt’s im MMA Bereich wieder was zu sehen. Zwar werden wir bei Strikeforce at the Dome nicht unbedingt von sportlich hochkarätigen Fights gelockt, aber interessant könnte es trotzdem werden. Zum einen gibt der allseits bekannte Bob Sapp sein Debut im Käfig. Oder wie wäre es mit Maurice Smith für die Nostalgiker unter uns? Ein paar Kämpfe habe ich mir mal aus der Card rausgesucht um eine kleine Preview zu schreiben. Im Übrigen werden alle Fights auf die ich hier eingehe auch in unserem
MMA Tippspiel gelistet. Für alle die sich bisher also angemeldet haben – NICHT VERGESSEN und für alle die noch gern dazu kommen möchten, sei gesagt, dass Sie immer gern gesehen sind. In der Nacht von Samstag zu Sonntag gibt’s dann übrings wie immer bei uns, die Live Results. Nun aber zur schnellen Preview des ganzen.
-Heavyweight Fight
Bob Sapp (9-2-1) vs. Jan Nortje (1-5-0)
Am 23. Februar gibt das Beast Bob Sapp sein Käfig Debut. Es ist nicht das erste Mal, dass Sapp im Mixed Martial Arts antritt, denn bereits für Pride und Hero´s tat er dieses. In Japan ist der große zwei Meter Hüne ein Star und auch in den USA ist er weiß Gott kein Unbekannter, spielte er doch zum Beispiel in den beiden Hollywood Streifen – „Spiel ohne Regeln“ und „Elektra“ mit. Dennoch kämpfen sehen taten Sie Ihn dort unter den gemischten Kampfkünsten nicht. Dies soll nun nachgeholt werden und so wird er bei Strikeforce at the Dome gegen Jan Nortje antreten.
Der liebe Sapp ist ehemaliger Football Spieler, der es sogar in die NFL brachte, dort allerdings nach einem positiven Steroide Test den Rückzug antrat. Das Beast musste sich also etwas Neues suchen und im Rahmen einer FX Network Show schien er dieses zu finden. In einem „Boxkampf“ besiegte er William Perry mit wilden Schwingern und das Publikum mochte Ihn anscheinend nicht.
Die Wrestling Promotion WCW schien auf Ihn aufmerksam zu werden und nahm Ihn unter Vertrag. Trotz seines Aussehens, das eigentlich in den höheren Sphären des Wrestling eigentlich entscheidend ist, wurde er dort nie eingesetzt. Es folgte der Umzug in das Land der aufgehenden Sonne und dort ging’s zum damaligen Marktführer in Sachen MMA. Bei seinem ersten Pride Auftritt musste der Japaner Yoshihisa Yamamoto herhalten. Unter Dauerbeschuss von Bob Sapps wilden Schwingern, musste der Ringrichter den Kampf stoppen nach nicht einmal drei Minuten.
Die kleinen Japaner liebten den Großen Fleischberg und so suchte man ein nächstes Opfer. Diesen fand man im nicht mal 90 Kilogramm schweren Kiyoshi Tamura, der gerade vier Niederlagen eingesteckt hatte und gegen Sapp sollte die fünfte folgen. Stolze elf Sekunden hielt er durch und der Referee verhinderte schlimmeres.
Man muss sich schon dreimal fragen, wie die Pride Verantwortlichen dann auf die Idee kamen, ihn um den Titel kämpfen zu lassen. Der jetzige UFC Heavyweight Champion Antonio Rodrigo Nogueira hielt diesen Gürtel damals bei Pride und galt zu dieser Zeit als dann Non plus Ultra im Schwergewicht. Erstaunlicherweise verkaufte sich der 150 Kilo Brocken gar nicht mal so schlecht, wie man es hätte befürchten müssen. Aber in Runde zwei war Schluss, als Minotauro die Armbar ansetzen konnte.
Bevor er aber in diesem Titelkampf verlor, startete er bei K-1 am 02.Juni im Jahre 2002. Sein erster Kampf fand ein schnelles Ende. Gegen Tsuyoshi Nakasako disqualifizierte der Ringrichter Sapp nach 90 Sekunden. Aber nach der Niederlage gegen Minotauro bei Pride machte er auch das erste Mal richtig sportlich auf sich aufmerksam. Nach einem Sieg bei K-1 gegen Cyril Abidi, folgten zwei spektakuläre Siege gegen die K-1 Legende Ernesto Hoost. Zweimal konnte er den Mann aus Holland ausknocken.
Spektakulär auch die Herausforderung von Mike Tyson Ihm gegenüber, dem leider aber nie der erwartete Fight folgte. Auch im Wrestling machte er weiter von sich reden und konnte sogar den IWGP World Heavyweight Championtitel sein eigen nennen.
Die letzten Jahre von Sapp sind aber von seinem Prima Donnenhaften Stil geprägt. So sagte er einen geplanten dritten Kampf gegen Hoost urplötzlich ab und Sapp verließ K-1. Dann war es doch eine zeitlang ruhig, auch wenn die Gerüchteküche um Ihn kochte. Angeblich waren auch die Wrestling Promotions WWE und TNA an Ihm dran.
Im Juni letzten Jahres dann aber die Rückkehr zu K-1 mit einem Fight gegen Peter Aerts, den er aber nach nicht mal 30 Sekunden verlor und einen nicht gerade Kampflustigen Eindruck hinterließ. Sein letzter Auftritt dann bei Sylvester nach MMA Regeln gegen Bobby Ologun, den er noch in der ersten Runde besiegen konnte.
In Jan Nortje bekommt er einen Gegner von ähnlichen Ausmaßen, wie er Sie selbst besitzt. Er ist sogar noch größer und ähnlich schwer. Ein wahres Giganten Treffen also. Rein Sportlich allerdings, konnte Nortje von Steve's Gym bisher nichts bewegen. Einem Sieg stehen fünf Niederlagen entgegen.
Wenn man also an den Fight denkt, dann sollte man kein Schönes Match erwarten. Ähnlich wie EliteXC mit Kimbo vs Tank, will auch Strikeforce eher mit einem Namen etwas erreichen, als sportlich eine tolle Card auf die Beine zu stellen. Und dafür stellt man Bob Sapp halt einen Riesen entgegen, damit dieser einen tollen Einstand in Amerika bei der Käfig Premiere hat. Ob´s gut geht, dass werden wir dann in der Nacht von Samstag zu Sonntag erleben. Ich glaube zumindest an einen schnellen Sieg von „The Beast“, ohne aber weiter auf einen möglichen Kampfverlauf einzugehen. Denn das wäre dann zuviel des Guten.
-Heavyweight Fight
Maurice Smith (11-10-0) vs. Rick Roufus (0-0-0)
Weiter auf der Card werden wir ein Stand Up Highlight sehen. Maurice Smith und Rick Roufus werden hier aufeinander treten. Smith ist ehemaliger UFC Champion und hat auch im Kickboxing und Muay Thai seine Titel gesammelt. Sein eigentliches MMA Debut sollte er bereits Anfang des Jahres gegen Mark Kerr bestreiten. Allerdings wurde der WCO Event kurzfristig aufgrund von Finanzierungsproblemen abgesagt und nun gibt er hier sein Debut.
Im Grunde genommen ein Stand Up Fight zweier ehemals exzellenter Kickboxer. Bloß beide sind nicht mehr die Jüngsten. Sei es Smith mit seinen 47 Jahren, oder Roufus mit seinen 40. Wenn man den Kampf tippen möchte, fehlt einem irgendwie etwas woran man sich orientieren kann. Daher ein Tipp eher ins Blaue, bei dem ich Rick Roufus als Gewinner habe.
-Catchweight Fight (160 lbs):
Jorge Masvidal (12-2-0) vs Ryan Healy (9-2-1)
In einem Catch Weight Fight bis 160 lbs. treffen Jorge Masvidal und Ryan Healy aufeinander. Masvidal hat zuletzt einen richtigen Lauf. Seine letzten sechs Gegner fanden in Ihm Ihren Meister. Einen zwielichtigen Hintergrund hat er ebenfalls zu bieten. Wie Kimbo Slice, so hat auch Masvidal ein paar Barenuckle Fights bestritten, die dann im Internet austauchten. Sein Gegner aus dem Staate Nevada, Ryan Healy konnte auch seine letzten Fights erfolgreich beenden. So besiegte er letztes Jahr jeweils durch TKO, Robbie Shamrock und Ryan Bixler. Für die meisten ist Masvidal der Favorit und dem schließe ich mich an. Für mich ist er der deutlich bessere Striker und ist Healy auch am Boden überlegen. Daher mein Tipp: Masvidal via TKO in Runde 2.
-Middleweight Fight:
Joe Riggs (27-9-0) vs. Cory Devela (12-2-0)
Auf einen Kampf möchte ich in der Card nur noch ganz kurz eingehen. Joe Riggs vs Cory Devela. Zuerst sollte ja Cedric Marks auf Devela treffen, allerdings verletzte er sich an der Schulter. Nun also der ehemalige UFC Veteran Joe Riggs, der damals seine Titelchance gegen Matt Hughes schon an der Waage verlor. Nach seinem letzten Fight im berühmten Octagon gegen Diego Sanchez, welchen er verlor, konnte er seine letzten beiden Kämpfe gewinnen. Dan Chambers und Eugene Jackson waren seine Gegner. Devela selbst hat einen 5-Winning-Streak zuletzt, aber große Namen sucht man vergebens im Kampfrekord. Nun soll dieser aber folgen. Irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen und auch fehlt mir der glaube diesmal an die Überraschungen, daher mein Tipp: Joe Riggs durch TKO in Runde 2
Die weiteren Fights der Card:
-Welterweight Fight:
Brad Blackburn (10-9-1) vs Ray Perales (9-13-0)
-Welterweight Fight
Steve Berger (20-17-2) vs Eddy Ellis (13-14-1)
-Heavyweight Fight:
Andrew Pedersen (3-1-0) vs Mychal Clark (4-3-0)
-Lightweight Fight:
Zach Skinner (2-2-0) vs Scott Shaffer (0-0-0)
-Welterweight Fight:
Nathan Coy (2-0-0) vs Chris Davis (5-2-0)