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Ein paar kurze Infos vorweg:
Gespielt wird mit Fußball Manager 2008 von EA Sports, in der Standardversion (ohne modifikationen, also mit Startdaten von der Saison 2007-2008). Ich habe 46 Ligen ausgewählt die simuliert werden, darunter die deutschen Ligen bis zur Regionalliga die üblichen Verdächtigen (Spanien, Portugal, Frankreich, Holland, England, Norwegen usw.) und einige andere auserkorene. Aber nun genug des Vorgeplänkels. Auf geht’s mit:
Germany’s next top Manager!? – ein Fußball Manager 08 AAR von Red Rabbit…
Kevin Rabbit hatte im Augenblick nicht wirklich viel zu tun. Er telefonierte ab und an mit dem einen oder anderen Verein und einigen Freunden. So kam es, dass er sich neben seinen „offiziellen“ Internet-Präsenzen, über die er auf sich aufmerksam zu machen versuchte, einen privaten Blog anlegte und einfach begann drauf loszuschreiben.
Zitat: Neuer Eintrag – 21. Juni 2007
Hallo, mein Name ist Kevin Rabbit und ich möchte euch nun meine Geschichte erzählen. Ich wurde in Berlin geboren und bin dort auch groß geworden. Ich bin nun 22 Jahre alt. Meine Leidenschaft für Fußball begann schon in frühster Kindheit, als ich abends heimlich wachblieb um die großen Helden der damaligen Zeit im Fernseher meiner Eltern zu sehen, die nur selten merkten, dass ich mich hinter der Couch versteckte. Ich rede von Männern wie Andi Breme, Rudi Völler und Lothar Matthäus unter dem Kaiser als Trainer.
Kurz darauf nötigte ich meine Eltern mich in einem Fußballverein anzumelden, dem Marzahner FC. Dort spielte ich dann 10 Jahre lang Fußball, war nie besonders gut, doch ich war mit Leidenschaft dabei. Mit etwas mehr als 16 verdiente ich mir auch den Namen Rabbit. Nicht etwa, weil ich so flink war, sondern, weil ich blitzschnell Situationen erkannte und so oftmals durch Stellungsspiel und durch schlaue Führung meiner Mannschaft überzeugen konnte. Dieses taktische Verständnis war wohl auch der einzige Grund dafür, dass ich Kapitän der Mannschaft wurde. Der Name Rabbit gefiel mir so gut, dass ich bei der Beantragung meines ersten Personalausweises forderte, diesen als Künstlernamen eintragen zu lassen. Leider war dies nicht so einfach und so musste ich erst ein wahnsinnig hässliches Bild malen, dass mir dann ein Freund meiner Eltern bei einer Auktion für einen Preis von 10DM abkaufte. Wie auch immer ich hatte meinen Willen erreicht.
Kurz darauf nahm ich an einem Probetraining bei Hertha-BSC teil. Doch dort hatte man keinerlei Interesse an mir. Sie meinten, „Spielverständnis schön und gut, aber das macht noch keinen guten Fußballer.“ Ernüchtert kehrte ich zurück zu meinem Trainer und fragte ihn, ob ich wirklich so schlecht sei. Er meinte, dass ich wohl keine große Karriere vor mir hätte, der Verein aber gute Leute im Übungsleiterbereich bräuchte.
So wurden mir Fachübungsleiter und C-Trainerschein bezahlt und ich arbeitete, neben meiner Ausbildung zum IT- System- Kaufmann, als Co-Trainer unter meinem ehemaligen Coach. Das Spielen hatte ich aufgegeben. Machte auch irgendwie mehr Spaß von der Seitenlinie aus zuzusehen und die Jungs anzufeuern.
Nach einem heftigen Disput mit der Vereinsleitung, die uns fast ein halbes Jahr Aufwandsetschädigung schuldete und auch sonst ihre Versprechen nicht einhielt, wechselten wir zum Oberligisten Berliner AK, wo uns die weitere Ausbildung für den B-Trainerschein des DFB finanziert wurde. Diesen erhielt ich dann mit 20. Ich habe keine Ahnung, ob schon einmal jemand vor mir in diesen jungen Jahren diesen Schein bekommen hat. Mittlerweile war ich ausgelernt und hatte Spaß an meinem Beruf und meiner Arbeit beim Berliner AK, doch dann kam der Schock:
Einberufung zur Bundeswehr. In’s Ruhrgebiet sollte ich. Bye Bye Verein!? Ohne mich! So entschied ich mich, eher aus gewissen Gründen anstatt Gewissensgründen, für den Zivildienst. In der Zwischenzeit lernte ich fleißig weiter und machte den Selbstfinanzierten A-Trainerschein. Es kam, wie es kommen musste: Dank Zivildienst war ich meinen Job los, ein neuer war nicht in Sicht und so entschied ich mich nun auf’s Ganze zu gehen und auch noch den höchsten Trainerschein zu erwerben - den Fußballlehrerschein.
Ich ging also für die Zeit des Studiums nach Köln zur Deutschen Sporthochschule. Meinen Abschluss machte ich nach einem Praktikum beim 1.FC Köln (einfach, weil es nahelag) und schwierigen Prüfungen mit Bravour. Nun hatte ich noch 1,5 Monate bis zum Beginn der neuen Saison und entschied mich, aktiv nach einem verein zu suchen.
Ich wollte nicht unbedingt gleich Cheftrainer werden, ein Posten als Co – oder Amateurtrainer bei einem ordentlichen Club hätte mir erstmal gereicht um mehr Erfahrungen zu sammeln und so schickte ich zu allererst eine Anfrage an meinen Lieblingsverein Borussia Dortmund und wurde angenehm überrascht…
… ich bekam eine Antwort. Ich wurde natürlich abgelehnt („Leider haben wir im Moment keine Stelle frei, die Ihren Qualifikationen und Anforderungen entspricht, bedanken uns aber für Ihr Interesse und wünsch Ihnen für Ihren weiteren Werdegang alles Gute.“). Ich schickte also Anfragen an weitere Clubs, oft kam gar keine Reaktion, ansonsten aber immer Absagen.
Ich entschied mich also für einen anderen Weg. Ich meldete mich bei einer Art Stellenpool an, der vom Bund deutscher Fußballlehrer geschaffen wurde und schrieb dort meinen Lebenslauf und alles was sonst noch wichtig sein könnte. Auch eine eigene Homepage habe ich erstellt und noch weitere Anfragen rausgeschickt, bis heute ohne Erfolg.
Noch 9 Tage bis zum Beginn der Saison 2007-2008…
*off: Ich hoffe der Anfang ist ein wenig gelungen. Ist schon schwer einen Anfang zu finden, der eben nicht so 0-8-15 ist, besonders, wenn sich die Story auf den Manager und nicht auf einen bestimmten Verein fokussiert. So habe ich einfach ein wenig Real-life mit einer Menge Fiktion vermischt. Ich hoffe ich habe nicht zu viele Logikfehler drin. Beim nächsten Post wird es dann schon konkret, in welche Richtung es geht.*
Über Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge freue ich mich.
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Jo, ist der doch schon einmal sehr gut gelungen!
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Sehr schöner Einstieg. Macht Lust auf mehr.
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Am nächsten Tag stand Kevin Rabbit, wie üblich, um kurz nach 6 auf. Seine Kaffeemaschine war zu diesem Zeitpunkt schon mit dem Kaffeekochen fertig, hatte sie doch glücklicher Weise einen Timer. So begann Kevin seinen Tag wie immer mit einer Zigarette und einer Tasse Kaffee. Das verdammte Rauchen hatte er sich während der Ausbildung angeeignet, irgendwann aufgegeben und erst vor Kurzem im Zivildienst wieder angefangen. Jeden Tag wollte er sich selbst dafür ohrfeigen. Doch hatte er auch gerade mit dem Joggen wieder angefangen. Er wollte dazu in der Lage sein, nicht nur seiner (hoffentlich) zukünftigen Mannschaft zu sagen, sie sollten zur Erwärmung zehn Runden um den Platz laufen, sondern wollte auch selber mitlaufen können, einfach nur um den Jungs das Gefühl zu geben, dass ihr Trainer nicht nur Reden halten konnte. Nur gab es da, wie er sich im nächsten Moment in Erinnerung rief, ein Problem: Er hatte noch keine Mannschaft. Und 8 Tage vor Saisonbeginn sanken die Chancen auch rapide überhaupt noch eine zu finden.
Kopfschüttelnd über seinen inneren Zwist zog er sich seine Sportklamotten und Laufschuhe an. Auf der einen Seite konnte er regelrecht hören, wie die (noch) Gesichts- und Namenlosen Spieler sich beklagten, wenn er ihnen sagte, dass wieder mal ein harter Konditionstag anstand, andererseits sagte er sich im selben Moment, es werde eh nicht dazu kommen. Doch noch hatte er die Hoffnung nicht vollends aufgegeben. So lief er an diesem wunderschönen, sommerlichen Morgen, mit angenehmen 18 Grad um 6:30Uhr früh, seine übliche Strecke, entlang der Landsberger Allee, der Hauptverkehrsstrecke seines Bezirkes Marzahn, vorbei am historischen Alt-Marzahn und bog in den Erholungspark ein, wo er immer wieder die gleichen Gesichter von anderen Frühsportfanatikern sah. Man nickte sich zu, lief ein paar hundert Meter zusammen, fragte, wie es dem anderen ging… Er freute sich jeden Tag aufs Neue, dass Marzahn noch immer einer der grünsten und, trotz aller Vorurteile, freundlichsten Bezirke Berlins war.
Als er wieder zurück in seiner Wohnung, nun eigentlich der Wohnung seiner Eltern, war begab er sich unter die Dusche und genoss ein paar angenehme Wechsel von Warm und Kalt, die allerdings nicht beabsichtigt waren und an einem Fehler der Mischbatterie lagen. Er war gerade dabei sich abzutrocknen, da klingelte das Telefon. Er hastete noch klitschnass aus dem Bad, rutschte beinahe auf den Fliesen aus, erreichte das Telefon aber gerade noch, bevor sich der Anrufbeantworter zuschalten konnte.
Rabbit: Ja Bitte!?
Anrufer: Maul…
Rabbit: Ähm, wie bitte?
Anrufer: Nun lassen Sie mich doch bitte ausreden. Maul ist mein Name.
Rabbit: Hallo, Herr Maul, was kann ich für Sie tun?
Maul: Nun, ich habe ihre Profilseite beim BDFL gelesen und bin durchaus interessiert an Ihnen. Wissen Sie, es hat da ein paar Probleme gegeben. Kompetenzgerangel zwischen Trainer und Manager, der halbe Vorstand zurückgetreten und nun brauchen wir einen neuen Trainer und einen neuen Manager und da Sie ein junger Trainer, mit gutem Abschluss sind und dazu noch eine kaufmännische Ausbildung haben, dachte wir Sie könnten beide Positionen übernehmen. Ich meine, wir haben ja nichts mehr zu verlieren und in der kurzen Zeit noch zwei fähige Leute anzuwerben dürfte wirklich schwer werden.
Rabbit: Halt mal, was soll das eigentlich heißen? Nichts zu verlieren? Die Betonung von fähig?
Maul: Nun Herr ähm Rabbit, es ist ja kaum bestreitbar, dass Sie ein unbeschriebenes Blatt sind und ein toller Abschluss bei der Fußball-Lehrer Ausbildung macht Sie noch lange nicht zum Top-Mann. Noch dazu gehen wir natürlich ein gewisses Risiko ein, einen so unbekannten Mann zu verpflichten. Verstehen Sie? Oder glauben Sie, Uli Hoeneß ruft morgen an und fragt, ob Sie die Bayern trainieren wollen? Sie müssen schon klein anfangen.
Ein verächtliches Schnauben war von Rabbit zu hören. Die Bayern würde er auch gar nicht trainieren wollen, aber das sagte er nicht, denn es würde unprofessionell und arrogant klingen. Er dachte während des ganzen Gespräches nach, ob ihm der Name „Maul“ etwas sagen sollte. Aber ohne Vornamen war das ausgeschlossen und auch eine Googlesuche blieb selbstverständlich erfolglos (sein Rechner war immer an und so konnte er während des Gespräches „googeln“). Er fasste sich ein Herz und fragte, auch auf die Gefahr hin unwissend zu klingen und es sich mit seinem Anrufer zu verscherzen, nach.
Rabbit: Ich verstehe schon, was Sie meinen Herr Maul. Aber nun verzeihen sie doch bitte die doofe Frage: Von welchem Verein reden wir eigentlich?
Zu Rabbit’s Überraschung gab es ein heiteres Lachen am anderen Ende der Leitung…
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mach doch bitte weiter :winke:
Das macht echt Spaß auf mehr! Freue mich schon weiter lesen zu dürfen
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Als sich Herr Maul beruhigt hatte, sprach er in freundlichem, ja fast väterlichem Ton, weiter.
Maul: Ich dachte schon, sie wollten gar nicht aufhören, den Mr. Allwissend zu geben. Ich bin der Präsident vom Sportclub Pfullendorf. Und bevor Sie jetzt wieder anfangen Ihre Tastatur zu quälen, wir spielen nächste Saison in der Regionalliga Süd und Pfullendorf liegt in Baden Württemberg, unweit des Bodensees und der schweizerischen Grenze.
Rabbit brauchte den Mann nicht sehen, er konnte das hämische Grinsen praktisch hören. „Zack, da haste dich wohl für sehr clever gehalten, Kev, aber er scheint wenigstens nicht sauer zu sein.“, schoss es ihm durch den Kopf.
Rabbit Ähm, nun ja, ich wollte eben vor einem potentiellen Arbeitgeber nicht dumm dastehen und…
Maul: Moment mal, das tun Sie nicht. Man merkt, dass Sie sich zu helfen wissen. Man muss ja nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo man Antworten finden kann und das scheint bei Ihnen der Fall zu sein. Zumal, man sich aber auch nie zu schämen braucht ehrlich zu sein und Nachzufragen. Irgendwie gefällt mir das an Ihnen.
Rabbit: Danke für die Blumen, aber nun mal wieder zurück zum Ernst des Lebens. So eine Doppelposition ist ja, nicht nur für einen jungen Kerl wie mich, sondern für jeden, eine Doppelbelastung und ich kann schwer gleichzeitig im Büro sitzen und auf dem Trainingsplatz stehen.
Maul: Ich verstehe schon, was Sie meinen. Sie werden zwar nur selten mit einem Achtstunden-Tag auskommen, aber machen Sie sich mal keine Sorgen. Sie haben in der Geschäftsführung zwei Assistentinnen. Eine alt gediente Veteranin, die in ein paar Jahren in den Ruhestand geht und eine Auszubildende die im nächsten Jahr auslernt und die Kollegin beerben wird. Die können Ihnen jede Menge vom Schreibkram, das Telefon und die ganzen Buchhaltungsgeschichten vom Halse halten. Und einen Co-Trainer gibt es hier auch. Sie können auch Leute dazu holen, solange Sie innerhalb des Budgets und unserer räumlichen Kapazitäten bleiben. Aber ich halte eigentlich gar nicht so viel von Telefonverhandlungen. Wann können Sie vorbeikommen? Auch um vertragliche Details zu besprechen. Das heißt, wenn Sie überhaupt Interesse haben!?
Rabbit musste sich zurückhalten, nicht gleich überschwänglich herauszuplatzen: „Natürlich, am liebsten gleich und sofort.“ Schließlich wollte er ja nicht für ein Butterbrot arbeiten, sondern auch ein wenig Geld verdienen und so gab er sich recht neutral:
Rabbit: Na ja ich kann mir ja mal anhören, was Sie mir anbieten wollen. Allzu schlecht klingt es ja erstmal nicht.
Maul: Wunderbar, ich habe auch nebenbei schon mal gesucht und einen Flug gefunden. Sie fliegen morgen um 9:30 Uhr von Berlin-Tegel nach Stuttgart und fahren von dort mit der Regionalbahn. Den Flug hab ich gebucht, Tickets für die Bahn werde ich für Sie am Flughafenschalter an der Gepäckausgabe hinterlegen lassen. Noch Fragen?
Rabbit: Hui, das geht ja schnell. Aber sind ja auch nur noch ein paar Tage bis Saisonbeginn. Also gut, morgen dann 9:30Uhr von Tegel nach Stuttgart. Sie holen mich am Bahnhof ab?
Maul: Jawoll. Gut Herr Rabbit, ich freue mich, Sie dann morgen kennen zulernen. Schönen Tag noch.
Als Maul aufgelegt hatte, begann Kevin durch die Wohnung zu Springen. Endlich schien sich doch noch eine Möglichkeit aufzutun. Aber morgen bei der Verhandlung müsste er cool bleiben. Den Rest des Tages brachte er mit Banalitäten zu, abends packte er seine Tasche (vorsichtshalber für zwei Tage, falls man ihn in ein Hotel einquartierten würde) und ging früh zu Bett.
Am Morgen des nächsten Tages
Kevin absolvierte trotz der heute bevorstehenden Ereignisse sein normales Programm. Er rauchte zwar aufgrund der Nervosität heute 3 Zigaretten, statt einer, zum Frühstück und trank 2 Tassen Kaffee, noch vor dem Joggen, konnte aber trotzdem noch relativ gut durchhalten. Pünktlich um 7:30 Uhr klingelte es an der Tür und Kevin konnte in das bestellte Taxi zum Flughafen Tegel steigen.
[Bild: http://www.berlin-quartett.de/Grusskarte...ghafen.jpg]
Schade, dass dieses Stück Berliner Geschichte, genau wie der altehrwürdige Flughafen Tempelhof, nicht mehr lange in Betrieb sein würde. Nur wenige Jahre nach dem berühmten Flughafen, von dem die Rosinenbomber zur Luftbrücke abgehoben waren, sollte auch Tegel geschlossen werden. Diesmal würde es wohl auch keinen Volksentscheid geben, dachte Rabbit, denn das zählte in Berlin eh nicht, wie jüngste Ereignisse gezeigt hatten. ;)
…
Heute zu Reisen, war schon eine Art kleines Wunder für Kevin Rabbit. Er hatte für den langen Teil des Weges, den von Berlin nach Stuttgart, keine 2 Stunden gebraucht, für die vermeintlich kürzere Strecke von Stuttgart nach Pfullendorf allerdings mehr als 3. Überhaupt, war es das erste mal, dass Kevin geflogen war und dementsprechend weiche Knie hatte er bei Start und Landung. Während der Bahnfahrt hatte er sich davon erholt und ein wenig gedöst. Zu seinem Ärger hatte man die Raucherabteile in Zügen schon lange abgeschafft und bald würde das Rauchen eh fast überall verboten sein. So war sein erster Gedanke, als er den Zug verließ, der an eine Zigarette. Die Mittagssonne brannte höllisch, die angenehme 16 Grad heute Morgen beim Joggen wären ihm lieber gewesen, als die jetzt mehr als 30 im Schatten. Kaum war er ausgestiegen und hatte sich einen Glimmstängel angesteckt, tippte ihm jemand von hinten auf die Schulter. Kevin drehte sich zu ihm um. Der breit grinsende Mann, musste etwa 35-40 sein, hatte schwarze Haare und war etwa so groß wie Kevin selbst. Er ergriff Kevins Hand.
Maul: Das gehört sich aber nicht als Trainer. Sie sollen Ihren Spielern doch ein Vorbild sein. Ich bin Yüksel Maul und freue mich Sie endlich kennen zulernen.
Rabbit: Diese Dinger sind ein furchtbares Laster, aber zum Glück ist gerade kein Spieler in der Nähe. Die faulen Socken haben bestimmt Urlaub.
Nun grinste Kevin seinerseits und ihm war, auch durch das freudvolle Lachen seines Gegenüber, auf Anhieb klar, dass die beiden sich gut verstehen würden, sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen.
Rabbit: Ganz meinerseits. Ich bin schon sehr gespannt. Zeigen Sie mir auf dem Weg die Stadt oder ist das Vereinsgelände gleich nebenan?
Maul: Gerne. Eigentlich ist es nicht weit, aber wenn es hilft Sie zu überzeugen, wenn Sie sehen, wie schön diese Stadt ist, mache ich gerne einen Umweg.
Rabbit: Ich bitte darum.
Also führte Maul seinen potentiellen Trainer und Manager zu seinem Wagen, einem Lexus. Rabbit war dankbar, als er schon beim einsteigen die angenehme Frische eines Klimaanlagen gekühlten Innenraums bemerkte. Lachen musste er, als sich nun Maul seinerseits eine Zigarette ansteckte.
Maul: Ja, ein furchtbares Laster.
Und so fuhren sie los…
*off* Ich habe übrigens nicht unbedingt vor in dieser Frequenz weiter zuschreiben, sondern so, wie ich Zeit und Lust habe. Im Moment habe ich große Lust und denke, dass heute Abend noch der nächste Teil kommt.
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Wow, hier geht es ja momentan noch wirklich sehr schnell weiter ;) Aber die Storys sind echt gut geschrieben, alles sehr flüssig geschrieben, lese es sehr gerne
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Kevin fühlte sich wie ein Tourist und genoss das irgendwie auch, denn es verschaffte ihm noch mal ein wenig Ablenkung und gab ihm die Gelegenheit die menschliche Seite an Yüksel Maul kennen zulernen, bevor er in Kürze die, mit Sicherheit, knallharte Geschäftsseite der Persönlichkeit seines möglichen Bosses entdecken würde.
Was er sah, gefiel ihm eigentlich ganz gut. Kevin hatte immer schon in ländlicheren Gegenden Urlaub gemacht und kleinere Orte bevorzugt, was sicher auch daran lag, dass seine Großeltern in einem Dorf lebten und er seine halbe Kindheit dort verbrachte. Pfullendorf war zwar eine Stadt, aber eben auch kein Berlin. Besonders schön fand er den „Stadtgarten“ genannten Park, auf den er einen Blick hatte werfen können.
[Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de...rf_004.jpg]
Auch beeindruckte ihn das „Obere Tor“, die, wie ihm Maul lang und breit erklärte, schönste Doppeltoranlage im Bodenseegebiet.
[Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de...rf_002.jpg]
Auch einen Goldplatz hatte Yüksel ihm gezeigt und meinte, dass er es sehr begrüßen würde, mit Kevin einmal eine Runde spielen zu gehen. Das dieser noch nie gegolft hatte, tat sein „Fremdenführer“ mit einem „Dann lernen Sie es eben“, ab. Sah so aus, als wenn er dem nichts entgegenzusetzen hatte, dachte Rabbit.
Zu guter Letzt machten sie noch am „Waldstadion Pfullendorf“, das Platz für 10.000 Leute bot (ziemlich viel, für eine Stadt mit ca. 13.000 Einwohnern), halt und gingen auch hinein, damit sich Rabbit einen Eindruck verschaffen konnte, wo denn die Heimspiele stattfanden.
[Bild: http://img383.imageshack.us/img383/5736/stadionfq2.jpg]
Von dort war das Vereinsgelände schnell erreicht, welches auch einen guten Eindruck auf den Berliner machte. Es gab mehrere große Trainingsplätze und sogar ein eigenes kleines Gelände für die Jugendmannschaften, die Maul in hohen Tönen lobte. Des Weiteren gab es einen kleinen Fanartikelshop, eine Arztpraxis, Presseräume und natürlich eine Geschäftsstelle, die zwar klein war, aber „oho“, wie Kevin nach dem Eintreten feststellte.
[Bild: http://img59.imageshack.us/img59/5434/ve...ndewi3.jpg]
Der Eingangsbereich war mit Holzpanelen vertäfelt und gut ausgeleuchtet. Rechts befand sich ein Empfang, der im Moment allerdings nicht besetzt zu sein schien. Gerade zu befand sich ein Fahrstuhl und ein Treppenhaus. Beide stiegen die Treppe in das erste (und oberste) OG hinauf und gelangten in ein offenes Büro mit einer Doppelglastür. Hier saßen 2 Damen, eine ältere und eine, wie Kevin sofort auffiel, sehr hübsche, junge, die er auf etwa 20 schätzte. Die beiden lächelten ihm freundlich zu und wünschten ihm einen guten Tag, als er in Mauls Schlepptau durch das Büro ging. Erst da fiel ihm die weitere Tür, die geöffnet wurde. Nun befanden sie sich in einem schönen Arbeitszimmer. Es hatte einen Eichenholzschreibtisch, einen Fernseher, Klimaanlage und in der rechten Ecke, von der Tür aus, stand ein kleiner Tisch, mit zwei Sofas und einem Sessel daran. Maul deutete auf das Sofa und Rabbit setzte sich sogleich. Er lies einen erstaunten Pfiff raus, der weniger damit zu tun hatte, dass die jüngere der beiden Assistentinnen gerade mit einem Tablett hereinkam, auf dem eine Kanne Kaffee, zwei Tassen, sowie eine Schüssel mit Keksen stand. Maul bedankte sich und Rabbit erklärte ihm seinen Pfiff, während Maul für beide Kaffee eingoss.
Rabbit: Ein wirklich tolles Büro haben Sie hier. Das Oval Office kann nicht toller sein.
Maul: Das Oval Office hat einen Kamin!
Rabbit: In dem nie ein echtes Feuer brennt, da sich der Präsident ja verbrennen könnte. Dabei reichen ja schon Brezeln, um Präsidenten in Gefahr zu bringen.
Maul: (lachend) Wohl wahr. Aber um einen Irrtum aufzuklären: Das ist nicht mein Büro. Es wäre ihres.
Rabbit fiel fast der Keks aus dem Mund, den er sich gerade genommen hatte. Das war schon mal eine Verhandlungsgrundlage.
Rabbit: Oh, wirklich nett. Ich meine, so ein tolles Büro hätte ich hier nicht erwartet.
Maul: Nun, einer Ihrer Vorgänger, so denn alles gut läuft, hatte einen gewissen Faible für Luxus und hat einfach ein wenig von seinem privaten Geld investiert um sich ein schönes Büro einzurichten. Er war so nett, uns die Einrichtung zu überlassen als er, freiwillig, ging.
Während Kevin in seinem Kaffee rührte, schossen die Gedanken nur so in seinem Kopf hin und her. „Lass dir bloß nicht anmerken, dass du jetzt schon fast alles unterschreiben würdest. Warte erstmal ab, wie viel du ihm und dem Verein wert bist.“ Um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, wollte er zuerst so viele Infos wie irgend möglich haben.
Rabbit: Was können Sie mir über den Kader erzählen?
Maul: Oh, da kann ich Ihnen etwas zeigen.
Maul ging hinüber zum Schreibtisch und nahm eine Liste aus einem der Schubfächer. Diese reichte er Kevin.
Maul: Diese Liste haben der Co-Trainer und ein Scout zusammengestellt. Sie beschreibt den Kader, mit den Positionen der einzelnen Spieler, sowie einen ungefähren Stärkewert, Spielertyp, Talent und dem Alter. Aber sehen Sie ruhig selbst.
[Bild: http://img371.imageshack.us/img371/1765/...artuv5.jpg]
Rabbit: Hmm, grundsätzlich ist das ja gar nicht so unheimlich schlecht, nur leider sind die Top-Leute, wenn man so sagen will, schon recht alt. Auch wird es gar nicht so einfach eine Formation zu finden, bei der wir problemlos Ersatz haben, wenn jemand ausgewechselt werden muss oder gar ausfällt. Was würden Sie denn mit dieser Mannschaft für Ziele formulieren, um mal vorsichtig zu fragen!?
Maul rang sichtlich mit sich, gingen die Gespräche doch in eine andere Richtung als erhofft. Dieser Rabbit war echt ein schlauer Kerl, die Führung im Gespräch an sich zu reißen und seine Fragen und Analysen zeugten von Kompetenz, was dem Präsidenten wiederum gefiel.
Maul: Nun, vornehmlich wollen wir unsere Position in der Regionalliga über die nächsten Jahre hinweg festigen und ich möchte auf jeden Fall, dass Sie das Team wenigstens in die zweite Runde des Pokals führen. Die Fans wollen das auch. Im Jahr 2000 haben wir es schon geschafft.
Rabbit runzelte die Stirn.
Rabbit: Moment, ich finde es sehr vermessen, das als Ziel herauszugeben. Immerhin sind wir „nur“ ein Regionalligist und wissen noch gar nicht, gegen wen wir im Pokal spielen. Zwar hat der Pokal seine eigenen Gesetze, aber das wird die Bayern, Bremen oder Schalke nicht interessieren, falls wir gegen die spielen. Geben Sie aber die zweite Runde als Ziel raus, müssen wir damit rechnen uns lächerlich zu machen, wenn wir scheitern. Die Ziele in der Regionalliga finde ich vertretbar und ich würde mir das auch durchaus zutrauen.
Innerlich nörgelte Maul nun ein wenig.
Maul:Na ja! Ich denke ganz Unrecht haben Sie da wohl nicht. Aber nun mal Butter bei de Fische. Was würden Sie sich denn so vorstellen, was den Vertrag angeht? Sprich Laufzeit und so Weiter?
Rabbit grinste in sich hinein. Er merkte, dass er die Initiative hatte und wusste auch, wie er sie behalten konnte. Den folgenden Satz hatte er sich schon parat gelegt, da er genau wusste, dass es so kommen würde. Er antwortete mit einem süffisanten Grinsen.
Rabbit: Nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich hatte doch gestern am Telefon gesagt, dass ich mir Ihr Angebot anhören will, nicht, dass ich Ihnen eines unterbreiten wollte.
Maul entgleisten nun die Gesichtszüge. Dieser Rabbit war nicht nur schlau, sondern auch abgebrüht. Rabbit hingegen war klar, dass er nun schon fast gewonnen hatte.
Maul: Nun gut, ich sehe schon, wir kommen so nicht weiter. Ich biete Ihnen ein Jahresgehalt von 20.000€ Netto, dazu pro Sieg 500€ und einen 2- Jahres Vertrag, mit ein- jähriger Option für den Verein.
Das enttäuschte Rabbit. Aber er wusste natürlich, dass das erste Angebot immer zu niedrig war, genauso, wie die erste Forderung immer zu hoch war. So war es nun mal beim Verhandeln, oder? 2.000€ netto pro Monat mussten mindestens zu holen sein.
Rabbit: Ok, sagen wir mal so: Option lehne ich kategorisch ab, es sei denn sie ist beiderseitig.
Maul: Kommt nicht in Frage.
Da war sie, die von Rabbit erwartete harte Seite von Maul. Persönlich konnte jeder der Typ „guter Kumpel“ sein, doch wenn es ums Geschäft ging, waren meistens genau diese Leute harte Hunde. Rabbit war klar, dass dies nicht bedeuten musste, dass die anfängliche Freundlichkeit gespielt gewesen war. Schließlich hörte bei Geld die Freundschaft auf. Wenn man sich erst geeinigt haben würde, würde die freundliche Seite wiederkehren. Bis es das nächste Mal um Geld ging.
Rabbit: Schön, dann keine Option, für niemanden.
Maul: Ich sehe schon, in diesem Punkt werden Sie hart bleiben. Sie müssen wissen, auch ich verstehe was von Verhandlungen und der erste Punkt, den man durchzudrücken versucht ist immer der, der einem am wichtigsten ist, nicht wahr?
Rabbit: Ganz recht und da wir nun beide wissen, dass wir nicht auf den Kopf gefallen sind, können wir ja weitermachen, schließlich ist es nicht mehr ewig bis Saisonbeginn, oder? Also beim Grundgehalt würde ich schon gerne 30.000€ netto im Jahr haben und die Siegprämie, könnte genauso gut 800€ sein, schließlich soll gute Arbeit ja belohnt werden, oder?
Rabbit war bei der Siegprämie absichtlich sehr hoch gegangen, da er sich damit einen Vorteil beim Grundgehalt erhoffte, schließlich waren jedem Fixsummen lieber, als Variable Kosten, da im Falle einer Riesensaison die Siegprämien deutlich mehr wären, als ein Zugeständnis von 2.000 – 3.000€ beim Grundgehalt. Natürlich gab es auch die Möglichkeit, dass Maul ihn hochkant aus dem Büro schmiss und Rabbit sich nach einer anderen Möglichkeit umsehen musste…
Maul: Sie sind ein harter Brocken, Kevin, das muss ich Ihnen lassen. Ok, folgendes: ca. 26.000€ pro Jahr und 600€ Siegprämie. Den genauen Wert müssen die Damen ausrechnen, aber ich denke auf den Dreh müsste es kommen. Und bevor Sie nun übermütig werden: Das ist mein letztes Angebot, klar?
Maul reichte Kevin die Hand.
Rabbit: Wir reden immer noch von Nettosummen?
Maul nickte nur resignierend. Rabbit ergriff die Hand und man war sich einig. Kurzerhand faxte man den eilig aufgesetzten Vertrag zum jeweiligen Anwalt seines Vertrauens, ging etwas Essen und, trotz Kevins Protest, auf den Golfplatz, wo die Atmosphäre zwischen den Beiden schon wieder deutlich entspannter war. Abends wurde Kevin dann in einem Hotel im Stadtzentrum einquartiert und am nächsten Morgen wurden die, geprüften und für gut befundenen Verträge unterschrieben. Somit hatte Kevin seinen ersten Job als Trainer und Manager im Profifußball ergattert und malte sich schon eine rosige Zukunft aus.
[Bild: http://img95.imageshack.us/img95/5566/vertragpp4.jpg]
*off: Oh Gott, wie viel so zusammenkommt, wenn man einfach drauf los schreibt. Hoffe es ist nicht zu viel, werde versuchen die Beiträge demnächst wieder kürzer zu halten. Hab hier nur leider keinen guten Punkt für eine Pause gefunden.  *
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Noch am Abend des Selben Tages war Kevin wieder in Berlin angekommen. Der Rückweg war mindestens so ereignislos verlaufen, wie der Hinweg, wofür er auch äußerst dankbar war. Kaum hatte er die Wohnung erreicht und den PC eingeschaltet, blinkt auch schon das Symbol in der rechten unteren Bildschirmecke auf. „You got Mail“.
Zitat:Von: Y.Maul@SC-Pfullendorf.de
Betreff: Verschiedenes
„Hallo Kevin,
Zunächst möchte ich noch einmal zum Ausdruck bringen, wie glücklich ich über den Vertragsabschluss bin. Ihr Vertrag beginnt zwar erst am 01.07.07, aber ich habe trotzdem schon ein paar Sachen zusammengestellt, um die Sie sich bitte schon mal kümmern können, da sie so schnell wie möglich erledigt werden müssen.
So habe ich eine Liste mit Kontaktdaten interessierter Sponsoren angehängt, was sowohl Haupt- als auch Neben- und Bandensponsoren beinhaltet. Es wäre also gut, wenn Sie sich mit diesen in Verbindung setzen und verhandeln würden und noch besser, wenn Sie auch gleich ein paar Abschlüsse verzeichnen könnten. Keine Sorgen, wegen eventueller Auslagen. Die werden wir Ihnen ersetzen.
Dann habe ich Ihnen noch einen Vorschlag zu machen. Auf unserem Vereinsgelände gibt es eine, momentan leer stehende, Hausmeisterwohnung. Sie hat 70m², Küche, Bad, Wohn – und Schlafzimmer, sowie ein kleines Arbeitszimmer und eine Terrasse. Ich würde Ihnen diese zur Verfügung stellen, bis Sie eine eigene Wohnung in Pfullendorf gefunden habe. Selbstverständlich kostenlos! Geben Sie mir schnellstmöglich bescheid, damit ich veranlassen kann, dass ein paar Möbel drinstehen, wenn Sie eintreffen.
Mit freundlichen Grüßen
Yüksel Maul
Präsident SC Pfullendorf.
Rabbit antwortete sofort, dass er das Angebot für die Wohnung annehmen wolle. Dann telefonierte er noch ein wenig mit Freunden und seinen Eltern, die wie immer im Sommer, bei seinen Großeltern waren, um ihnen die guten Nachrichten zu übermitteln.
…
[Bild: http://img376.imageshack.us/img376/3985/...ungws7.jpg]
Am nächsten Tag begann er sich um die Sponsoren zu kümmern. Dies erwies sich als schwierig, doch nach 3 Tagen intensiver Gespräche, am Telefon und per Mail, und einem Treffen mit einem Vertreter mit EA Sports Deutschland, konnte er einen Vertrag mit dem Spielehersteller schließen. Zunächst per Handschlag, zwei Tage später, nach seinen Angaben durch die Assistentinnen durchgeführt, auch schriftlich. Auch bei den Banden hatte er Erfolg und konnte tatsächlich alle verkaufen.
[Bild: http://img398.imageshack.us/img398/42/sp...tigiy6.jpg]
…
Nun war auch schon sein letzter Tag in Berlin angebrochen und wehmütig machte Kevin Rabbit ein letztes Mal seine Standard- Joggingrunde, entlang der Landsberger Allee und Alt-Marzahn…
[Bild: http://farm2.static.flickr.com/1217/1259...d52030.jpg]
… und durch den Bürgerpark.
[Bild: http://www.daniel-kolberg.de/land/L011.jpg]
Dann packte er Alles, was er für wichtig hielt, in seinen guten (eher weniger), alten (eher mehr) Suzuki Swift und machte sich auf den Weg in die neue Heimat. Am Vorabend hatte er noch seine ganze Familie besucht, die ihm alles Gute wünschte und ihm das Versprechen abnahm, öfter mal vorbeizukommen, wenn er die Möglichkeit hat.
In Pfullendorf angekommen besuchte er zunächst die Geschäftsstelle, wo ihn die beiden Assistentinnen begrüßten, die er gleich dezent darauf hinwies, dass er gerne frischen Kaffee zum Arbeitsbeginn hatte und diesen mit Zucker trank. Manuela Wegemann, die ältere der beiden, händigte ihm dann einen großen Satz Schlüssel aus, darunter einen Generalschlüssel für die Geschäftsstelle, einen Extraschlüssel für sein Büro und den dort befindlichen Safe und natürlich seine Wohnungsschlüssel.
Dann begab er sich zu seiner Wohnung. Als er die Tür öffnete und eintrat rutschte er beinahe auf etwas aus, das sich als die, morgen erscheinende, Vereinszeitung herausstellte, die ihm jemand durch den Briefschlitz geworfen hatte…
[Bild: http://img95.imageshack.us/img95/4411/ma...inngr6.jpg]
Lächelnd betrachtete er die Wohnung, in der sich Alles an Möbeln befand, was er brauchte. Mit einem erneuten Blick auf das Magazin wusste er:
jetzt geht’s los…
*off: Schade, die Vereinszeitung ist mir nicht so gut gelungen, wie erhofft, aber ich hoffe sie gefällt euch trotzdem ein bisschen. Vielen Dank auch für das bisherige Feedback. Freut mich sehr.  *
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An seinem ersten Arbeitstag war Kevin Rabbit, wie immer, sehr früh auf gewesen. Er hatte ein paar Joggingrunden auf dem Vereinsgelände gedreht (er hatte sich vorgenommen, jemanden zu fragen, was in Pfullendorf eine gute Joggingstrecke wäre) und hatte dann in seinem neuen Zuhause gefrühstückt. Dann, um Punkt Sieben Uhr, war er in die Geschäftsstelle gegangen, wo zu seiner Ernüchterung noch niemand war, und sich an die Arbeit gemacht. Das erste, was er erledigen wollte, war das Planen der Saisonvorbereitung. So entschied er, dass die Eröffnungsfeier am 3. Juli stattfinden sollte. Auch einen Sponsorentag hatte er geplant. Schnell jedoch stellte er fest, dass die Zeit für die Vorbereitung in dieser Saison sehr kurz ausfiel, da am 28. Juli schon das erste Pflichtspiel, gegen den SSV Reutlingen, anstand. Also musste er alles sehr eng planen. Fanclubtreffen, Jugendtag, Freundschaftsspiele, er wollte einige machen, um die Mannschaft zu testen und kennen zulernen, und natürlich da Trainingslager. Dieses würde im südostspanischen La Manga stattfinden und 7 Tage dauern. Am Ende ergab sich nach 2-stündiger Arbeit und einigen Telefonaten der folgende Vorbereitungsplan:
[Bild: http://img329.imageshack.us/img329/9499/...eiteb6.jpg]
Freundschaftsspiele am 7. gegen Rot Weiß Oberhausen und am 10. gegen den Ligakonkurrenten Stuttgarter Kickers, sowie am 13. in Leubsdorf und am 15. gegen den SV Babelsberg 03.
Dann begann er nach einem Jugendtrainer und einem Mannschaftsarzt zu suchen, da dies wohl die beiden Mitarbeiter waren, die er am dringendsten brauchte. Er fand auch jeweils eine Person, die ihm zusagte, jedoch wollten diese sich mit einer Entscheidung natürlich Zeit lassen und so konnte er hier noch nicht sofort einen Erfolg verbuchen. Dann nahm er das Telefon auf seinem Schreibtisch und wählte aus dem Kopf eine Nummer.
Birk: Birk, ja bitte?
Rabbit: Steve, mein Alter. Wie geht’s dir? Steht Berlin noch?
Birk: Kevin, hey. Mir geht’s prima. Berlin steht noch, bist du etwa nicht mehr hier?
Rabbit: Ne, mich hat es jetzt in den Süden gezogen, hehe. Sag mal was machst du momentan beruflich?
Birk: Nichts, die Firma, wo ich gearbeitet habe ist vor 2 Monaten Pleite gegangen und beim BAK bin ich auch raus, da war mein Vertrag vorbei. Und du? Hat sich was ergeben? Im Süden?
Rabbit: Gut, dass du fragst. Ich bin jetzt Trainer und Manager beim SC Pfullendorf und brauche einen verlässlichen Co-Trainer, selbstverständlich mit guter Bezahlung, der auch einen Großteil der Trainingseinheiten leitet, da ich ja mit dem Managerzeug ziemlich belastet sein werde. Und nun wollte ich dich fragen, ob du vielleicht so jemanden kennst.
Birk: Ähm… äh
Rabbit: Schon gut, schon gut! Ich will natürlich, dass du den Job übernimmst. Es sei denn natürlich, du hast ein Problem damit der Co, deines ehemaligen Co zu sein.
Birk: Oh Mann, ob ich das schaffe? Alles klar, wann soll ich anfangen?
Rabbit: So bald wie möglich. Schnapp dir ein paar Klamotten und fahr hier runter, den Vertrag machen wir dann. Wohnen kannste erstmal bei mir, in meiner Bude auf dem Vereinsgelände. Ich stell dich jetzt zu meiner Assistentin durch, die klärt alles weitere mit dir, zwecks Anreise und so.
Rabbit: Alles klar, man das wird geil. Bis später!
In diesem Moment klopfte es auch an der Tür. Ein hagerer Mann, Mitte 40 trat ein.
Dolls: Guten Tag, ich bin Albert Dolls.
Rabbit: Hallo Herr Dolls, setzen Sie sich. Kaffee?
Dolls: Nein Danke, keine Zeit. Sie wissen sicher, dass ich der Trainer Ihrer Amateurmannschaft bin?
Rabbit: Ja. Was gibt’s?
Dolls: Nun, da unten auf dem Platz steht eine Fußballmannschaft und niemand ist da um sie zu betreuen. Die ersten sagen schon, sie wollen wieder nach Hause.
Rabbit: Hmm, sehen Sie, es ist der erste Saisontag und ich hab viel um die Ohren. Der neue Co-Trainer wird erst morgen oder so eintreffen. Kann ich Sie bitten das Training zu übernehmen? Machen Sie so das Standardprogramm, für nach dem Urlaub. Leichte Konditionsarbeit, Stretching. Machen Sie’s den Jungs heut nicht so schwer, ok?
Dolls: Ok, dann lass ich die Jungs von den Amateuren bei der Ersten mittrainieren.
Rabbit: Machen Sie das. Und bis Ende nächster Woche brauche ich bitte eine Auflistung aller Ihrer Spieler und Ihre Einschätzungen mit den Chancen für die erste Mannschaft.
Dolls: Wird erledigt. Schönen Tag noch, Chef!
Rabbit: Ciao!
…
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