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W4E Politik Thread
Hallo, ich habe da einen weiteren Einfall für das World Forum. Ich dachte so daran, die aktuellen Nachrichten des Tages auch auf das Peoplesboard zu holen. Wenn es die Zeit zulässt, poste ich immer ein W4E Nachrichtenjournal mit kurzen Infos zu den Nachrichten des Tages. Sind so ausgewählte Sachen dachte ich. Wenn es gut ankommen sollte, dann kann ich das ja fortführen.

W4E Nachrichtenjournal - 26.04.2010

Merkel für Griechenland Hilfen

Die Bundeskanzlerin hat sich heute dafür ausgesprochen, das Deutschland nun doch das finanziell angeschlagene Griechenland mit finanziellen Hilfen unterstützen wird. Vorraussetzung sei allerdings ein strikter Sparkurs, der nicht nur auf die Dauer eines Jahres angelegt sein kann. Seit mehreren Wochen schon wird in der Öffentlichkeit kontrovers darüber diskutiert, ob man den Griechen nun helfen soll oder nicht. Während manche einen Austritt aus der EU fordern, drängt die Mehrheit auf Hilfen aus dem Europäischen und Internationalen Währungsfond. Eine Entscheidung über finanzielle Hilfen wird in den nächsten Wochen erwartet.

Ölteppich verseucht den Golf von Mexiko

Nach dem Unfall und dem Untergang einer Bohrinsel hat sich der Ölteppich im Golf von Mexiko weiter ausgebreitet. Inzwischen sind etwa 1500 Quadratkilometer Meeresfläche vor der Küste von Louisiana bedeckt. Bisher verhindert stürmischer Wind ein Weitertreiben des Ölteppichs auf die Küste. Versuche den Austritt von Öl mittels eines Unterwasser-Roboters zu verhindern, sind bisher gescheitert.

10 Jahre Haft für Kinderschänder

Das Landgericht Trier hat einen 38-jährigen aus der Eifel zu 10 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Dem Mann war vorgeworfen worden, sich mehrfach an Minderjährigen vergangen zu haben. Bundesweite Schlagzeilen erregte der Fall, weil der Täter sich dabei filmte und die Videos auch im Internet auftauchten.

Kommandeur der Taliban getötet

Ein hochrangiger Kommandeur der Taliban in Nordafghanistan soll bei einem Luftschlag getötet worden sein. Das berichtete die ISAF. Bei dem Kommandeur handelt es sich um Mullah Noor Mohammad.

Jaroslaw Kaczynski kandidiert für das Präsidentenamt

Nach dem Tod von Lech Kaczynski hat sein Bruder Jaroslaw nun angekündigt, bei den Wahlen zum neuen polnischen Parlament am 20. Juni zu kandidieren. Als Favorit gilt im Moment der jetzige Präsident Komorowski der das Amt nach Kaczynski’s Tod übernahm.
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Zum Griechenland Thema:
Was ich nicht verstehe ich, wie es soweit kommen konnte. Sowas kommt ja nicht von heute auf morgen, sondern muss sich ja sein Jahren schon hingezogen haben und die Wirtschaftskrise alleine kann/darf man auch nicht die Schuld geben.
Grundsätzlich bin ich schon für eine Hilfe, nur sollte man schon strenge Auflagen machen damit sowas für andere Länder eine Warnung ist. Sonst denkt jeder, egal wie wir wirtschaften, die EU hilft uns schon!
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Ich bin da zu 100 Prozent auf deiner Seite. Denke auch, dass sich das lange angekündigt hat. Es gibt zwei Punkte, die ich kritisiere und dann auch zur Diskussion stelle:

1. Die mangelnde Bereitschaft nicht weniger Griechen nach einer Reformierung
2. Die Angriffe in Richtung Deutschland

Der 2. Punkt hat dann schon eine wichtige Bedeutung. Es sind ja auch anfangs wieder diese Hitler Vergleiche gekommen. Jetzt, wo man bemerkt hat, dass wir ja plötzlich doch die größten Steuerzahler der EU sind, werden andere Töne angeschlagen. Wir mussten uns schon sehr Vieles anhören. Fakt bleibt aber, das Deutschland da hilft, wo es helfen kann. Ich möchte mir nicht ausmalen was überall passieren würde, wenn wir plötzlich den Geldhahn zudrehen sollten.
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Zitat:Original von Ronald Großpietsch
Der 2. Punkt hat dann schon eine wichtige Bedeutung. Es sind ja auch anfangs wieder diese Hitler Vergleiche gekommen. Jetzt, wo man bemerkt hat, dass wir ja plötzlich doch die größten Steuerzahler der EU sind, werden andere Töne angeschlagen. Wir mussten uns schon sehr Vieles anhören. Fakt bleibt aber, das Deutschland da hilft, wo es helfen kann. Ich möchte mir nicht ausmalen was überall passieren würde, wenn wir plötzlich den Geldhahn zudrehen sollten.

Wenn ich darüber nachdenke was in Deutschland passieren musste (Hartz 4 etc.)...sobald werden dei Griechen (und wohl Portugiesen) nicht auf eine einheitliche "Wir verstehen" Schiene einschwenken. Man kennt es ja - "Was kann ich dafür was der vor mir getan hat"?
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Obwohl die Griechen zwar stark gegen Sparmaßnahmen sind, so kommt es mir jedenfalls noch vor, erhöht sich jetzt der Druck enorm. Heute früh hörte ich den Kommentar "Warum ist Deutschland so hart zu uns? Wir können doch nichts dafür." Wie jetzt feststeht wird es wohl doch schnelle Hilfen geben, die, wie ich sehr gut finde, an drastische Sparmaßnahmen gekoppelt sind. Sogar noch härter, als bislang geplant war.
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Meine Angst ist das wir uns irgendwann selbst an diesen ganzen Hilfen verschlucken und Finanztechnisch auch in eine große Krise rauschen, die mit der heutigen nicht vergleichbar ist. Deutschland kann nicht auf ewig den Zahlmeister spielen in Europa, dass ist einfach auch wirtschaftlich nicht möglich. Die Zeiten wo wir das konnten, weil wir ein riesen Wirtschaftswachstum hatten und kaum bzw. keine Schulden gemacht haben sind vorbei und da sollte auch mal gesagt werden, nein, zudem ich die Euro Währungskrise für Quatsch halte. Die wichtigsten Länder für die Stabiltät des Euros sind Frankreich und Deutschland und solange in den beiden Ländern keine herabsetzung der Kreditwürdigkeit ensteht, wird der Euro auch nicht groß einbrechen, Griechenland ist ein kleines Licht, jedenfalls zurzeit, Geschichtlich natürlich nicht...

Die Stimmungsmache gegen Deutschland ist eine Sache die einfach nicht geht. Wenn du Geld haben willst solltest du dich mit deinem Geldgeber nicht so überwerfen wie es die Griechischen Bürger machen. Zudem in was für einer Welt leben sie den? Es muss doch jedem klar sein dass man in schlechten Zeiten auch was selbst einsparen muss, so schlimm es auch für den einzelnen ist, es hilft der Gesamtheit, wobei man natürlich sagen muss Jahrelange Korruption etc. das Land kaputt gemacht haben...

Spanien und Portugal war nur eine Frage der Zeit, sind halt keine großen Wirtschaftsländer und waren auch die letzten Jahre immer schon nicht die Glanzlichter Europas, wirtschaftliche kleine Lichter...
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Das ganze ist schon eine heikle Angelegenheit.

Als Mitglieder der EU sind die Griechen und wir Teil einer Gemeinschaft und in einer solchen sollte man sich schon "gegenseitig" unterstützen. Einige Punkte stören mich jedoch. Zum einen werden die 25 oder auch 30 Milliarden Euro auf lange Sicht sicher nicht die einzige Zahlung der Deutschen bleiben, zum anderen denke ich nicht unbedingt, dass die griechische Bevölkerung bei den Sparmaßnahmen, so hart sie auch sein mögen, wirklich mitspielen wird. Nicht wenige von denen haben seit Jahren wie die Maden im Speck gelebt und werden ihre Privilegien nicht ohne weiteres hergeben. Ich habe vor kurzem einen öffentlichen Vortrag an der Uni Göttingen über die Griechenland-Krise gehört und war über manches schon ein wenig schockiert. So kann man in Griechenland bis zu 111% des letzten Nettogehaltes als reguläre Pension beziehen. Auf eine Anfrage nach der Anzahl griechischer Beamter wurde geantwortet mit : "Zwischen 700.000-1.300.000" (die Zahl ist vermutlich nicht ganz korrekt,da mir die genaue Zahl entfallen ist,aber es lag in dieser Richtung).
Solange innerhalb der griechischen Bevölkerung und natürlich auch der Regierung keinn Umdenken statt findet, ist der Nutzen unsere Finanzspritze nur von kurzer Dauer.
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Zwei Dinge:

Zum EU-Argument: Da Griechenland in den vergangenen Jahren massiv gegen die Auflagen des Stabilitätspaktes verstoßen hat, zählt das Argument mit der Gemeinschaft nämlich nicht mehr. Eigentlich gehören die nach den Verfehlungen nämlich formal gesehen raus aus der Währungsgemeinschaft. Übrigens sind die sogenannten Bail-Outs von anderen Staaten auch ein klarer Verstoß gegen die Abkommen.

Zum Spar-Argument: Um eine Wirtschaft anzukurbeln, muss der Staat Geld ausgeben. Eine restriktive Finanzpolitik führt nämlich dazu, dass immer mehr Leute ihre Arbeit verlieren und somit auch das BIP sinkt. Damit wird eine Spirale entfesselt, an deren Ende der totale Kollaps steht. Geld muss immer antizyklisch investiert werden. Gehts der Wirtschaft gut, Rücklagen für später schaffen. Gehts ihr schlecht, muss investiert werden um die Wirtschaft am leben zu halten.
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Das mag ja schon sein, dass in Krisenzeiten investiert werden muss, um die Konjunktur wieder anzukurbeln, nichts desto trotz sollte in den Köpfen der Griechen doch in so fern ein Umdenken erfolgen, dass es einfach nicht funktioniert, wenn man dauerhaft über seine Verhältnisse lebt.
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Zitat:Original von The Fighting Irish
Das mag ja schon sein, dass in Krisenzeiten investiert werden muss, um die Konjunktur wieder anzukurbeln, nichts desto trotz sollte in den Köpfen der Griechen doch in so fern ein Umdenken erfolgen, dass es einfach nicht funktioniert, wenn man dauerhaft über seine Verhältnisse lebt.
Nenn mir einen Staat, der das nicht macht?
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