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Zitat:Original von Ronald Großpietsch
Zitat:Original von The Fighting Irish
Wenn jemand nicht das Recht haben soll einen anderen mit dem Tod zu bestrafen, woher nimmt er dann das Recht, diesen Menschen ein Leben lang einzusperren?
Das Recht nimmt sich ja nicht irgendwer her, sondern ein Gericht. Zumindest kann in Deutschland kein Einzelrichter über die Sicherungsverwahrung entscheiden. Richter und Schöffen entscheiden - das ist eine rechtmäßige Grundlage und auch eine rechtmäßige Gesetzgebung, einen Menschen lebenslang hinter Gitter zu bringen. Von daher ist damit eine eindeutige Rechtslage gegeben.
Meine Frage war auch eher moralischer denn juristischer Natur.
Das Straftäter nicht von irgendwem, sondern von einem legitimierten Gericht, verurteilt werden, ist mir bewusst, aber kann eine solche Rechtsgrundlage doch auch für die Todesstrafe geschaffen werden.
Mir ging es in der Frage lediglich darum, wie man sagen kann, dass es unmoralisch ist, einen Menschen für ein Vergehen mit dem Tod zu bestrafen, es aber als absolut rechtens empindet, ihn ein Leben lang in eine Zelle zu sperren.
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Zitat:Original von Can Shamrock
Zitat:Original von The Fighting Irish
Wenn jemand nicht das Recht haben soll einen anderen mit dem Tod zu bestrafen, woher nimmt er dann das Recht, diesen Menschen ein Leben lang einzusperren?
Wenn die Straftat so schwer ist dass man die Gesellschaft vor der Person schützen muss, dann ist es gerechtfertigt. Aber keiner hat das Recht, einen anderen Menschen zu töten. Weder ein Richter noch der Staat, in dessen Namen er handelt.
Ganz ehrlich, da kann man sagen, dass es Ansichtssache ist.
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Zitat:Original von The Fighting Irish
Ganz ehrlich, da kann man sagen, dass es Ansichtssache ist.
Nö, warum das? Ein Staat hat die Pflicht seine Bürger vor Gefahren zu schützen. Eine lebenslange Haft für einen auf welche Art auch immer extrem gefährlichen Menschen ist damit ethisch und moralisch nicht nur vertretbar, sondern sogar zu befürworten. Einen Menschen jedoch zu töten entbehrt jeglicher ethischer Grundlage und setzt den Richter/Henker/etc. auf eine Ebene mit dem Verbrecher, was nicht Grundlage eines modernen, zivilisierten Staates sein kann.
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Richtig, ein Staat ist verpflichtet den Bürger zu schützen. Wenn es also Menschen gibt, die für den Bürger eine solche Gefahr darstellen, dass man sie lebenslänglich in einem Gefängnis festsetzen muss,dann kann man durchaus sagen, diese Menschen haben durch ihre Tat(en) ihr Recht auf Leben verwirkt.
Die Todesstrafe unmoralisch zu finden, kann ich gerade vor dem Hintergrund, die lebenslange Haft sei schlimmer, nicht verstehen. Wenn die Todesstrafe für den Täter nicht schlimmer als die Haftstrafe ist, wie kann es denn unmoralisch sein, ihn dieser weniger schlimmen Strafe zu zuführen.
Zudem ist die Todesstrafe wohl die einzige Bestrafung, die definitiv sicherstellt, dass von dem Täter keine Gefahr mehr ausgeht. Ausbrüche aus einem Gefängnis mögen zwar selten sein,kommen aber durchaus vor.
Nichts desto trotz bin ich kein Verfechter der Todesstrafe, da ,wie bereits erwähnt, bei der Anwendung einer solchen Strafe Fehler nicht wieder rückgängig gemacht werden können.
Zusatz.
Wenn Gefängnisstrafen dazu dienen sollen, den Bürger vor Straftäter zu schützen, wieso werden dann Wirtschaftskriminelle auch zu Haftstrafen verurteilt? Von einem Steuerhinterzieher geht für mich wohl kaum eine Gefahr aus,oder? Dennoch empfinden es sicher die meisten Menschen als gerecht, wenn so jemand hinter schwedische Gardinen wandert. Kann man es dann nicht auch als gerecht empfinden, wenn etwas Terroristen oder Sexualstraftäter mit dem Tod bestraft werden.
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Zitat:Original von The Fighting Irish
Mir ging es in der Frage lediglich darum, wie man sagen kann, dass es unmoralisch ist, einen Menschen für ein Vergehen mit dem Tod zu bestrafen, es aber als absolut rechtens empindet, ihn ein Leben lang in eine Zelle zu sperren.
Unmoralisch deshalb, weil die Todesstrafe, im Gegensatz zur lebenslangen Freiheitsstrafe, nur in dem betreffenden Staat auf einer "Rechtsgrundlage" basiert. Aber selbst in den USA ist ja mittlerweile die Mehrheit gegen die Todesstrafe. Die lebenslange Freiheitsstrafe hat internationale Anerkennung und Legitimität.
Der Grundsatz "Keiner darf über den Tod eines Menschen entscheiden" ist für mich sehr wichtig und begründet eindeutig die Ablehnung der Todesstrafe.
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Nur weil etwas international anerkannt ist, muss es nicht zwangsweise richtig sein. Sicherlich waren auch mal Sachen anerkannt, über die man heute nur den Kopf schüttelt.
Das du diesen persönlichen Grundsatz hast akzeptiere ich und kann ich auch nachvollziehen.
Es ist ja nicht so, dass ich die Wiedereinführung der Todesstrafe fordere und mir wünsche in jedem Hinterhof eines Strafgerichts einen Galgen stehen zu haben, bin jedoch trotzdem der Meinung, dass es Menschen gibt die den Tod verdient haben.
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Zitat:Original von Can Shamrock
Zitat:Original von The Fighting Irish
Wenn jemand nicht das Recht haben soll einen anderen mit dem Tod zu bestrafen, woher nimmt er dann das Recht, diesen Menschen ein Leben lang einzusperren?
Wenn die Straftat so schwer ist dass man die Gesellschaft vor der Person schützen muss, dann ist es gerechtfertigt. Aber keiner hat das Recht, einen anderen Menschen zu töten. Weder ein Richter noch der Staat, in dessen Namen er handelt.
Ich muss ehrlich zugeben dass ich mich noch nicht wirklich mit dem Thema befasst habe, zumindest nicht intensiv. Aber ich habe mit der moralischen Frage ob Mord mit Mord gebüsst werden kann keine Probleme und bin nicht gegen die Todesstrafe - anders gesehen würde der Attentäter durch eine lebenslange Haftstrafe Indien nur unnötig auf der Tasche liegen.
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W4E Nachrichtenjournal - 07.05.2010
Jazz-Echo für Paulchen Kuhn
Pianist, Sänger und Jazz-Legende Paul Kuhn wurde mit dem Jazz-Echo für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Trophäe überreichte ihm sein Freund James Last, ebenfalls eine Legende im Musikgeschäft.
Ermittlungen gegen Bischof Mixa
Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat ein Ermittlungsverfahren gegen den umstrittenen Augsburger Bischof Walter Mixa wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eingeleitet. Dem Vorwurf zufolge soll der Missbrauch während Mixa’s Zeit als Bischof von Eichstätt zw. 1996 und 2005 stattgefunden haben.
Koalitionsverhandlungen in Großbritannien
Nach den Wahlen zum Unterhaus hat Premierminister Brown von der Labour-Partei der konkurrierenden Konservativen Partei von Cameron den Vortritt bei Koalitionsverhandlungen angeboten. Die Konservativen erhalten, nach den aktuellen Auszählungen der Stimmen, nun 305 Sitze im Unterhaus. Brown musste eine schwere Schlappe einstecken und kommt mit seiner Partei nur auf 255 Sitze. Die Konservativen werden jetzt wohl eine Koalition mit den Liberal-Demokraten bilden, um die erforderliche Mehrheit von 326 Sitzen zu erreichen.
Schließung der Ölbohrlöcher
Im Golf von Mexico hat der BP Konzern damit begonnen, die Ölbohrlöcher mit einer 100 t schweren Stahlglocke abzudichten. Die Ölmengen sollen dann abgesaugt werden. Unterdessen ist den betroffenen Fischern, die durch das Fangverbot jetzt Verluste einfahren, seitens BP angeboten worden, bei den Rettungsmaßnahmen mitzuhelfen. Die Grundlage dazu seien Verträge, in denen sich die Fischer jedoch verpflichten müssen, nicht gegen BP zu klagen.
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Oh jetzt kommen wir also zum Thema Todesstrafe. Das Thema an sich ist eine sehr schwierige Angelegenheit und es gibt Pros und Contras warum es diese Strafe geben sollte und warum nicht...Prinzipell ist bei bestimmten Straftaten die Todesstrafe meiner Meinung nach eine geeignete Strafe, der Hauptgrund warum ich sie dennoch meist ablehne liegt darin begründet dass es bei Verfahren Fehler geben kann, Fehler die dazu führen können das ein Unschuldiger eine Spritze oder ähnliches bekommt. Aber was ist mit Fällen wo ein Schwerverbrecher, bei dem man weiß dass er 20 Leute oder ähnliches umgebracht hat als Beispiel, schuldig ist und das alles auch bewiesen werden kann? Klar, es ist so das es den Familien der Opfer das Leben nicht unbedingt hundertprozentig leichter macht, aber diese Leute wissen dann das es keinem anderen mehr durch diese Person passieren wird. Zahn um Zahn, Auge um Auge Prinzip ist nichts was man in den meisten Fällen anwenden sollte, wo würden wir da hin kommen, aber in solchen Fällen wo einer wirklich unbelehrbar ist da kann es doch ein mögliches Mittel sein. Wie gesagt, sehr schwieriges Thema und ich verstehe jeden der sagt es ist nicht gut, auch weil es zu Unrecht angewendet werden kann, aber ich kann durchaus auch Leute verstehen die hinter dieser Todesstrafe stehen, in bestimmten Fällen... :winke:
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W4E Nachrichtenjournal - Nachtausgabe - 07.05.2010
Finale vor NRW Wahl
Mit dem Besuch der Parteispitzen in NRW beginnt zur Stunde das Finale in der Landtagswahl. Am Sonntag stimmen die Bürger im bevölkerungsreichsten Bundesland ab, ob der amtierende Ministerpräsident Jürgen Rüttgers oder die SPD Spitzenkandidatin Hannelore Kraft das Rennen gewinnt. Zur Wahlkampfveranstaltung der CDU kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Düsseldorf. SPD-Chef Siegmar Gabriel reist nach Mülheim und die Linkspartei wird durch Gysi und Lafontaine in Köln unterstützt.
Koalitionsverhandlungen mit den Liberal-Demokraten
James Cameron und die Konservative Partei haben heute bekräftigt, dass sie eine Koalition mit den Liberal-Demokraten bilden wollen, um die erforderliche Mehrheit im Unterhaus zu erreichen. Bei den Parlamentswahlen in Großbritannien hatten die Konservativen mit 305 Sitzen am besten abgeschlossen.
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